
Zu Ihrer Rechten erscheint die St.-Peters-Kirche als helles Steingebäude mit einem langen, robusten Kirchenschiff, einer steilen Dachlinie und einem hohen Turm neben dem Chor, der mit einem kleinen Dachreiter gekrönt ist.
Die St.-Peters-Kirche fühlt sich weniger wie ein einzelnes Kapitel an als vielmehr wie ein ganzer Stapel davon. Diese auf einem Hügel gelegene Kirche begann höchstwahrscheinlich im neunten Jahrhundert und könnte ursprünglich als Bestattungskirche gedient haben. Sogar der Name der nahegelegenen Gasse, Totengässlein, hält diese Erinnerung wach. Bevor dies also ein Ort für Predigten und das Gemeindeleben war, war es bereits ein Ort, an dem Basel seine Toten bestattete, Abschied nahm und versuchte, der Trauer einen Platz zu geben. Das ist eine sehr alte menschliche Gewohnheit... und diese Kirche bewahrt sie schon seit sehr langer Zeit.
Das Gebäude, das heute hier steht, trägt Narben und Reparaturspuren. Im Jahr 1356 beschädigte das große Erdbeben von Basel das Gebäude schwer, und die Kirche musste wieder aufgebaut werden. Das lange Hauptschiff wurde vor 1388 fertiggestellt, und der Chor, das heiligere östliche Ende, an dem der Altar steht, erhielt nach diesem Wiederaufbau seine spätere Form. Der Turm wurde ab etwa 1270 errichtet und erhielt dann in den Jahren 1501 und 1502 seinen kleinen Dachreiter. Stück für Stück, Jahrhundert für Jahrhundert... Basel hat das repariert, was von Bedeutung war.
Was mir an der St.-Peters-Kirche gefällt, ist, wie sie leise den Wandel zeigt, ohne so zu tun, als hätte sich nichts verändert. Diese Kirche wechselte nicht im Handumdrehen vom Katholizismus zum Protestantismus. Tatsächlich widersetzte sie sich der Reformation eine ganze Weile. Erst 1529 berief der Stadtrat Paul Phrygio, einen humanistischen Gelehrten, als Basels ersten evangelischen Prediger hierher. Es war also nicht nur ein Wechsel im Gottesdienst. Es war eine Verschiebung dessen, wer Autorität ausübte, wer das Wort führte und wer das öffentliche Leben gestaltete. Dieselbe Kirche, neue Stimme.
Und doch blieben ältere Schichten erhalten. Das kirchliche Kapitel überlebte in einer unerwarteten Form, da seine sechzehn klerikalen Stellen allmählich in Professuren an der 1460 gegründeten Universität Basel umgewandelt wurden. Das ist meiner Meinung nach so typisch für Basel: Kirchenämter in Universitätsstellen umwandeln und weitermachen. Das Kapitel bestand bis 1813 fort.
Im Inneren faltet sich die Geschichte immer wieder in sich selbst zurück. Nach der Reformation wurden viele Wandmalereien übertüncht. Dann, im Jahr 1927, legte Rudolf Riggenbach mittelalterliche Gemälde in der Eberler-Kapelle wieder frei. Diese Kapelle hatte einst als Heizraum gedient, was so unromantisch klingt, wie es ist, bis ihr eine Restaurierung in den Jahren 1939 und 1940 etwas Würde zurückgab. Ein Mann namens Mathis Eberler hatte die Dekoration der Kapelle um 1475 als persönlichen Gedenkraum in Auftrag gegeben, sodass selbst ihre Wiederentdeckung Teil ihrer Bedeutung wurde.
Wenn Sie sich das Bild in Ihrer App ansehen, sehen Sie die Bronzebüste von Johann Peter Hebel, der hier 1760 getauft wurde und an den man sich jahrhundertelang außerhalb der Kirche erinnert. Ein weiteres Leben, das dem Register hinzugefügt wurde.

Even the outer wall remembers scholars: the Bernoulli family, giants of Basel mathematics, have epitaphs here. A burial church, a parish church, a scholarly church, a Reformed church... St. Peter’s never stayed exactly the same, but it never stopped being useful to the city’s memory.
From here, we’ll head toward the Middle Bridge, about five minutes away, where all these separate threads finally meet the river.


