Zu Ihrer Rechten steht ein Torturm aus hellem Stein mit einem hohen Spitzbogen, einem flachen Pyramidendach und kleinen Zifferblättern, die hoch in den Mauern eingelassen sind. Dies ist das St.-Alban-Tor, eines der nur drei erhaltenen Stadttore in Basel. Es erzählt eine kleine, robuste Wahrheit über die Stadt: Das Überleben ist hier meist mit Dellen, Auseinandersetzungen und ein wenig praktischer Tüftelei verbunden. Das Tor taucht erstmals um 1230 in Aufzeichnungen auf. Zu diesem Zeitpunkt fungierte es möglicherweise noch nicht einmal als richtiges Tor. Es scheint als freistehender Turm begonnen zu haben, der etwas hinter der Mauerlinie lag, und erst später verbanden Baumeister es durch Seitenbauten mit den Stadtbefestigungen. Basel baute nicht immer nach einem großen Plan. Manchmal improvisierte man... und nannte das dann Tradition. Dann kam das Basler Erdbeben von 1356, der große Bruch, der Basel stadtweit beschädigte. Auch dieser Turm wurde teilweise zerstört und ab 1362 wieder aufgebaut. Ab 1374 erscheint er erneut in einer Wachtordnung, nicht als Tor, sondern als Turm, den die Anwohner bewachen mussten. Diese defensive Rolle verfestigte sich 1473, als Basel während der Burgunderkriege Ärger erwartete. Die Baumeister fügten ein Vorwerk hinzu, also eine zusätzliche befestigte Barriere vor dem Hauptturm, sowie eine Zugbrücke über den Graben. Wenn Sie einen Blick auf das Bild auf Ihrem Bildschirm werfen, das durch den Durchgang blickt, können Sie den Zweck erkennen: Dieser Bogen zwang den Verkehr in einen engen, kontrollierbaren Engpass.
Dieses Tor bewacht Basel also nicht mehr vor Armeen. Stattdessen markiert es die Schwelle zum ältesten historischen Boden der Stadt hangaufwärts. Gehen Sie von hier aus weiter in Richtung Münsterplatz, etwa vierzehn Minuten entfernt, wo die Macht aufhört, militärisch auszusehen, und anfängt, sakral zu wirken.

So this gate no longer guards Basel from armies. Instead, it marks the threshold to the city’s oldest historical ground uphill. From here, head on toward Münsterplatz, about fourteen minutes away, where power stops looking military and starts looking sacred.





