
Im Jahr siebzehnhundertfünfundfünfzig kaufte die Stadt das Gebäude und gab ihm die Rolle, die ihm seinen Namen gab: die Hoofdwacht, die Hauptwache. Die Schutterij - also die Bürgerwehr, bewaffnete Bürger, die patrouillierten und für Ordnung sorgten - lebte hier, schloss morgens und abends die Stadttore auf und nutzte dies als ihren Stützpunkt. Die Wachen beobachteten sogar vom Obergeschoss nahe dem Balkon aus, während ein Wachposten im gegenüberliegenden Kirchturm ihnen mit roten Flaggen signalisieren konnte, wenn ein Feuer ausbrach oder Unruhen entstanden.
Später diente dasselbe Gebäude kurzzeitig als Militärkrankenhaus, und achtzehnhunderteinundfünfzig entwickelte Antonius Mathijsen hier den Gipsverband - keine schlechte medizinische Fußnote für ein altes Wachhaus. Wenn Sie möchten, werfen Sie einen Blick auf das Vorher-Nachher-Bild in der App; der Platz hat sich zwischen neunzehnhundertvierundsechzig und zweitausenddreizehn stark verändert, aber diese Fassade mit dem Balkon hält immer noch stand.
Seit neunzehnhundertneunzehn kümmert sich die Historische Vereniging Haerlem um den Ort, und eine Restaurierung Mitte der neunziger Jahre half dabei, ihre mittelalterlichen Knochen von späteren Veränderungen zu befreien.
Bevor wir weitergehen, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Platz unter Ihren Füßen. Ein Teil von Haarlems tiefster Geschichte liegt gar nicht in der Skyline, sondern unter der Erde... und das macht unsere nächste Station, das Archäologische Museum, zu einem sehr passenden nächsten Schritt, nur etwa zwei Gehminuten entfernt. Wenn Sie zurückkehren möchten, ist die Hoofdwacht normalerweise von Montag bis Freitag von neun bis sechzehn Uhr geöffnet, donnerstags bis achtzehn Uhr und an Wochenenden geschlossen.

In seventeen fifty-five, the city bought the building and gave it the role that named it: the Hoofdwacht, the head watch. The schutterij - that is, the civic guard, armed citizens who patrolled and kept order - lived here, unlocked the city gates morning and evening, and used this as their base. Guards even watched from upstairs near the balcony, while a sentry in the church tower opposite could signal them with red flags if fire or unrest broke out.
Later still, this same building served briefly as a military hospital, and in eighteen fifty-one Antonius Mathijsen developed the plaster cast here - not a bad medical footnote for an old guardhouse. If you like, glance at the before-and-after image in the app; the square changed a lot between nineteen sixty-four and twenty thirteen, but this balcony-fronted facade still holds its ground.
Since nineteen nineteen, the Historische Vereniging Haerlem has cared for the place, and restoration in the mid-nineteen nineties helped peel apart its medieval bones from later changes.
Before we move on, cast your attention down to the square beneath your feet. Some of Haarlem’s deepest history is not in the skyline at all, but under the ground... and that makes our next stop, the Archaeological Museum, a very fitting next step, about a two-minute walk away. If you want to return, the Hoofdwacht usually opens Monday through Friday from nine to four, stays open until eight on Thursday, and closes on weekends.



