Bari Audio-Tour: Baris theatralische und sakrale Erbe Audio-Odyssee
Wo sich heute das Teatro Margherita erhebt, ein Jugendstilpalast, der auf alten Pfeilern schwebt, schlugen einst Wellen – ein Beweis dafür, dass Bari seine Geheimnisse direkt unter der Oberfläche verbirgt. Diese selbstgeführte Audio-Tour führt durch verwinkelte Gassen und über große Plätze, um die vielschichtige Geschichte der Stadt zu enthüllen und lokale Legenden und verborgene Geschichten aufzudecken, die andere Besucher verpassen. Welche finstere Intrige braute sich in den vergoldeten Hallen der Basilika des Heiligen Nikolaus zusammen? Welche mächtige, von Venedig unterstützte Fraktion hinterließ einen unauslöschlichen Eindruck in der Kirche San Marco dei Veneziani? Und welcher unerwartete Gegenstand liegt vergessen unter den Brettern eines Küstentheaters? Gehen Sie durch diese geschichtsträchtigen Straßen, um den Spuren verbannter Könige, wagemutiger Schmuggler und rebellischer Bürger zu folgen. Beobachten Sie, wie Baris goldenes Licht Steinfassaden verwandelt, jedes Wahrzeichen schimmert mit unerzähltem Drama und uralten Geheimnissen. Sind Sie bereit, unter Baris schillernde Oberfläche zu tauchen und seine verborgene Geschichte zu enthüllen? Ihr Abenteuer beginnt jetzt.
Tourvorschau
Über diese Tour
- scheduleDauer 80–100 minsEigenes Tempo
- straighten3.0 km FußwegDem geführten Pfad folgen
- location_on
- wifi_offFunktioniert offlineEinmal herunterladen, überall nutzen
- all_inclusiveLebenslanger ZugriffJederzeit wiederholen, für immer
- location_onStartet bei Kirche San Ferdinando
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Vor dir erhebt sich eine mächtige Fassade aus hellem Stein mit drei hohen Spitzbogenportalen und einem Kreuz auf dem Dach - halte einfach Ausschau nach dieser imposanten Front…Mehr lesenWeniger anzeigen
Vor dir erhebt sich eine mächtige Fassade aus hellem Stein mit drei hohen Spitzbogenportalen und einem Kreuz auf dem Dach - halte einfach Ausschau nach dieser imposanten Front zwischen Wohnungen und Läden in der belebten Via Sparano. Stell dir vor, es ist das Jahr 1843 in Bari - das Viertel Murattiano ist dabei, sich zu einem modernen Stadtteil zu entwickeln, und du riechst frische Baustoffe und hörst das geschäftige Treiben der Händler in den kleinen verwinkelten Gassen. Da steht der ehrgeizige Erzbischof Michele Basilio Clary vor einer winzigen, kaum zwanzig Leute fassenden Kapelle - ein Ort, der für die wachsende Gemeinde viel zu klein ist. Mit viel Überzeugungskraft bittet er höchstpersönlich König Ferdinand II. darum, eine neue, größere Kirche bauen zu dürfen. Der König, bei seinem Besuch in Bari äußerst großzügig gestimmt, verteilt Privilegien wie Bonbons - und schwupps, genehmigt er auch die Errichtung der Chiesa di San Ferdinando! Doch schmunzeln muss ich immer wieder über den späteren Ausspruch des Königs - als das Gotteshaus 1849 in seiner Anwesenheit eingeweiht wird, soll er laut geknurrt haben, das Gebäude sehe aus wie „ein schöner Stall“. Na ja, Schönheit liegt halt im Auge des Betrachters! Und ganz ehrlich: so schlecht kann es nicht gewesen sein, denn nach und nach wurde der Bau doch mit Leben, Kunst und bedeutenden Ereignissen gefüllt. Architektonisch war das ursprüngliche Gebäude im neoklassizistischen Stil gehalten, mit einer Fassade, die von drei ionischen Säulen und einem markanten Giebel dominiert wurde. Links ragte ein barocker Glockenturm empor, ähnlich den Türmen in der Altstadt. Noch heute spürst du den Mix aus Tradition und Neuerung, besonders wenn du die massiven Türme bemerkst, die die Kirche heute in einen Gebäudekomplex einbinden. Lustigerweise kannst du - falls du hier wohnst - beinahe direkt aus dem Wohnzimmer in die Sakristei schlendern! Über die Jahre wurde aus der Kirche ein Mittelpunkt städtischen Lebens: Hier wurde 1861 sogar für den Plebiszit zur Einheit Italiens abgestimmt - stell dir das aufgeregte Gemurmel hinter schweren Marmorschwellen vor und das Pochen der Herzen für ein geeintes Italien! In den 1930ern hat der Architekt Dioguardi der Kirche einen modernen Anstrich verpasst und sie in ein multifunktionales Bauwerk, mit Wohnungen und Geschäften, verwandelt. So spiegelt die Fassadengestaltung immer noch diesen Zeitgeist wider - und auch im Inneren weht ein Hauch frischer Farbe, besonders dank der umfassenden Renovierungen und Restaurationen, die den Bau bis heute jung halten. Wenn du jetzt die Stufen emporsteigst, erhaschst du vielleicht schon den ein oder anderen kunstvollen Blick ins Innere: Ein heller Raum, weißer Marmor, ein leuchtendes Fresko unter einer falschen Kuppel, geheimnisvolle Türen zu Sakristei und Büros - und ringsum Gemälde und Meisterwerke aus zwei Jahrhunderten. Besonders ins Auge sticht das Bild von San Ferdinando bei seiner letzten Kommunion, ein Königsgeschenk! Und irgendwo im Dämmerlicht hängt sogar ein altes Meisterwerk, das Jesus am Kreuz zeigt - geheimnisvoll und ergreifend. Also, gönn dir einen Moment und lausche den Geschichten, die diese lebendige Kirche seit fast 200 Jahren zu erzählen hat - und wundere dich nicht, wenn doch keine Hühner, sondern nur Gläubige hineinwatscheln!
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Direkt vor dir erhebt sich ein majestätisches, rostrot-weißes Gebäude mit hohen Säulen und dem Schriftzug „Teatro Comunale Piccinni“ auf dem Giebelfeld - halte besonders nach den klassischen Säulen und den Balkonen Ausschau, um das Theater leicht zu erkennen. Stell dir vor, du stehst mitten auf dem Corso Vittorio Emanuele II, zwischen dem Treiben der Stadt, und auf einmal öffnet sich vor dir ein Tor in die Vergangenheit. Es ist Mitte des 19. Jahrhunderts, Bari wächst über seine alten Mauern hinaus, die Stadt platzt beinahe vor Energie und Lust auf Kultur. Doch das alte Theater im Palazzo del Sedile ist am Ende - verrußt, mit knarzenden Balken, gerade groß genug für eine Gruppe hungriger Mäuse. Es muss etwas Neues her! 1836 beginnen die Arbeiten, Steine klirren, Hämmer schlagen auf Holz, jedes Stück des neuen Theaters wird mit Hoffnung auf große Opernächte gesetzt. Bis 1854 dauert es, da sind sicher so manche Maurer grauer geworden, als endlich zur Eröffnung Donizettis „Poliuto“ auf die Bühne donnerte! Der Name für das Prachtstück? Ursprünglich sollte es nach Maria Teresa d’Asburgo-Teschen benannt werden - doch sie winkte galant ab. Ein Theater, das ihren Namen trägt? Zu mondän! Da widmet man es stattdessen dem berühmtesten Musiker Baris: Niccolò Piccinni! Hier erlebte Bari dramatische Opernabende und funkelnde Konzerte. Am Ende des 19. Jahrhunderts wischte Dirigent Antonino Palminteri mit nur wenigen Musikern Magie in die Luft - als hätten sie aus Luft große Klangpaläste gebaut. Die Zeitungen überschlugen sich, lobten Präzision, Farbe, Schönheit. Aber es sollte nicht immer nur Glanz geben: Nach dem Brand des Petruzzelli 1991 übernahm das Piccinni für fast 20 Jahre die Krone der Theater Bari - die wichtigste Bühne, das Herz des Publikums. Und als fast neun Jahre Baustellenlärm und Bürokratiewirrwarr endlich enden, öffnet das Theater 2019 mit einer Marathonnacht voller Musik: Symphonien, Jazz, Komödie. Draußen, da brachten Straßenkünstler die Menge zum Lachen und Staunen. Alles kostenlos für die Menschen dieser Stadt! Heute, wenn du einen Hauch Geschichte, Träume und einen Hauch Bühnenstaub in der Luft riechst, weißt du: Das Teatro Piccinni ist kein Museum, sondern lebt weiter, jeden Tag, mitten im Herzen von Bari.
Eigene Seite öffnen →Direkt vor Ihnen, mit Blick auf das Meer, sehen Sie ein prachtvolles, ockerfarbenes Gebäude mit einer großen Kuppel und zwei eindrucksvollen Türmen an der Fassade - das ist das…Mehr lesenWeniger anzeigen
Direkt vor Ihnen, mit Blick auf das Meer, sehen Sie ein prachtvolles, ockerfarbenes Gebäude mit einer großen Kuppel und zwei eindrucksvollen Türmen an der Fassade - das ist das Teatro Margherita! Halten Sie einfach nach der großen Bogenfassade mit den zahlreichen Fenstern und Palmen davor Ausschau; dann sind Sie richtig. Jetzt stellen Sie sich vor: Wir schreiben das Jahr 1912, der alte Hafen von Bari schwappt an die Fundamente, und Sie hören das leise Klatschen der Wellen unter Ihren Füßen, denn das Teatro Margherita steht auf Pfählen im Meer! Man munkelte damals, das war der clevere Trick der Stadtoberen, um ein Versprechen zu umgehen: Eigentlich hätte man, laut einem Vertrag mit der Familie Petruzzelli, gar kein neues Theater auf städtischem Boden bauen dürfen - aber hey, Wasser ist doch kein Boden, oder? Das erste Margherita war nur ein bescheidenes Holzgebäude - und schon nach kurzer Zeit, genauer gesagt am 22. Juli 1911, brannte es in einer heißen Sommernacht komplett ab, so schnell, dass man fast meinte, ein böser Geist hätte seine Finger im Spiel gehabt. Die Barbarossa der Konkurrenz, die Besitzer der anderen Theater, waren sowieso wenig begeistert von diesem neuen Rivalen. Die Brandursache? Tja, bis heute ein ungeklärtes Rätsel… Vielleicht war der Wind schuld - oder doch ein eifersüchtiger Theaterdirektor? Nun, man musste ein neues Haus errichten - und diesmal sollte es eine Sensation werden! Der Architekt Francesco De Giglio entwarf das Teatro Margherita prachtvoll im Stil des italienischen Liberty, anderenorts auch als Jugendstil bekannt. Das Gebäude glitzert förmlich vor ornamentaler Pracht: schimmernde Fenster, filigrane Türen und die große Kuppel. Vor allem aber wurde der Bau ein technisches Wunder: Zum allerersten Mal entstand in Bari ein Gebäude aus Beton und Stahl, schwebend über dem Wasser. Man kann sagen, das Teatro Margherita war so etwas wie der Spiderman der lokalen Baukunst - hängt zwar an Pfählen, macht aber eine richtig gute Figur dabei! Im August 1914 war große Eröffnung - man stelle sich das Getümmel vor, die schicksten Damen der Stadt, edle Herren mit Strohhut und Spazierstock, Musik und Lampenlicht. Natürlich - das Meer plätscherte inzwischen nicht mehr ganz so dicht am Eingang, denn der Stadthafen wurde später weiter aufgeschüttet - aber das Theater blieb ein magischer Ort, an dem man beinahe die Gischt riechen konnte. Der große Eingangsbogen, eingerahmt von den beiden Türmen, war damals übrigens von drei Skulpturen bekrönt, die leider im Zweiten Weltkrieg verloren gingen. Doch das Lebenslied des Margherita war abwechslungsreich - ein echtes Operettenstück mit allen Höhen und Tiefen. Während der beiden Weltkriege herrschte hier Ausnahmezustand: Im Zweiten Weltkrieg lagerten Soldaten ihre Stiefel auf dem Mosaikboden und das Gebäude wurde von Bombensplittern beschädigt! Man nennt das wohl „unfreiwilliges Bühnenprogramm“. Nach dem Krieg verwandelte sich der Theatersaal in ein Kino - wahrscheinlich wäre das Theater manchmal lieber wieder ein Opernhaus gewesen, aber, naja, im Film ist alles möglich! Dafür wurde die Technik, die einst hier entwickelt wurde - der berühmte „solaio alla Margherita“, also ein besonders leichter und stabiler Betondecken-Typ - in ganz Europa nachgebaut! Ein bisschen Margherita steckt also überall. Aber wie das oft ist: Wenn man zu teuer und zu groß ist, wird’s irgendwann ruhig um einen - und das Margherita wurde 1980 vorerst geschlossen, um dann Jahrzehnte leer zu stehen. Die Seeluft kratzte an den Mauern, doch zum Glück entschieden sich die Stadt, die Region und die liebe - und ziemlich kunstsinnige - italienische Regierung, das Theater zu retten. Die große Rettung startete 2016 mit einem 5-Millionen-Euro-Programm: neue Fundamente, neue Deko, neue Fenster, und sogar die imposante Kuppel wurde sorgsam in Schuss gebracht. Im Inneren entstand jetzt ein Zentrum für moderne Kunst, das BAC (Bari arte contemporanea) - ein Ort, an dem zeitgenössische Kunst und historische Pracht verschmelzen. Die Stiftung Morra Greco stellte eine große Sammlung moderner Kunst zur Verfügung: Vom klassischen Theater zum Tempel für Licht, Farben und Innovation! Und wissen Sie was? Die Umbauten waren so raffiniert, dass die berühmte Schmetterlingsform der Terrassenfenster, stilecht im Eisen nachgebaut, bewahrt wurde. Inzwischen trifft sich hier alles, was Kunst will und genießen möchte. 2018 öffnete das neue Margherita mit der multimedialen Ausstellung „Van Gogh Alive“ - und fast 95.000 Menschen kamen in wenigen Monaten: So viel Applaus hat dieses Theater, nach all dem Auf und Ab, wirklich verdient! Tja, das Teatro Margherita - erbaut, abgebrannt, neu geboren, fast untergegangen und schließlich als lebendiges Kunstherz wiederauferstanden. Ein echter Star mit Salzwasser im Blut, Pioniergeist im Mauerwerk - und immer bereit für das nächste Kapitel!
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Vor dir erhebt sich die eindrucksvolle Fassade der Santa Teresa dei Maschi aus hellem Stein, mit prächtigen Säulen, Verzierungen, und ziemlich majestätisch wirkenden Stufen -…Mehr lesenWeniger anzeigen
Vor dir erhebt sich die eindrucksvolle Fassade der Santa Teresa dei Maschi aus hellem Stein, mit prächtigen Säulen, Verzierungen, und ziemlich majestätisch wirkenden Stufen - halte einfach nach dem großen, dunklen Holztor Ausschau! Stell dir vor, du stehst im Jahr 1690 hier inmitten des geschäftigen Treibens der Altstadt von Bari, die Luft ist erfüllt von den Stimmen der Bauarbeiter und dem Duft feuchter Erde, denn genau zu dieser Zeit begannen die Unbeschuhten Karmeliten mit dem Bau dieser eindrucksvollen Kirche und ihres Klosters. Aber damit niemand sie verwechselt, hat man sie pragmatisch Santa Teresa „dei Maschi“ genannt, quasi „die der Männer“, damit sie nicht mit der anderen Kirche der Karmelitinnen - der Frauen, die heute gar nicht mehr existiert - durcheinandergebracht wird. Ja, die Baris wussten eben schon damals, wie man Probleme einfach löst! Die barocke Fassade, die du gerade bestaunst, wurde zwischen 1690 und 1696 vollendet. Schau mal nach oben - die markante Kuppel ragt sogar noch heute quer über das Skyline-Panorama der alten Stadt. Doch wenn du jetzt die schweren Holztüren öffnest, findest du innen keine typische Kirche mehr, sondern ein modernes Kunstwunderland! Einst barocker Gebetsraum, heute ein Zentrum für zeitgenössische Kunst: Die Santa Teresa dei Maschi ist Bühne für die Bibart Biennale und beherbergt ein echtes Schatzkästchen - das Museum der farbigen natürlichen Pigmente. Hier kannst du seltene Pigmente wie das strahlende Gelb des Orpiments, das mystisch-tiefblaue Ultramarin (direkt aus Lapislazuli!) oder das legendäre Preußisch Blau entdecken. Noch mehr Farbenpracht gefällig? Wie wär’s mit Dammar-Harz, Adragant oder Mastix von Chios - echte Schätze aus der Welt der Resine. Und jetzt rate mal, wer das alles beaufsichtigt: Kein geringerer als der Meister Miguel Gomez, ein wahrer Farbenzauberer. Während dir vielleicht der Kopf vor lauter Pigmentnamen schwirrt, kannst du in diesem Gebäude auch alte Meisterwerke von Andrea Miglionico und Nicola Gliri bewundern - echte barocke Pracht, eingerahmt von modernen Ausstellungen. Und wenn es ganz still wird, kann man fast die alten Karmeliten im Kreuzgang schlendern hören, stets auf dem Weg zwischen Andacht und Alltag. Dieses Bauwerk bleibt bis heute ein lebendiges Kunstwerk, wo Vergangenheit und Gegenwart einen farbenfrohen Pakt geschlossen haben.
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Vor dir erhebt sich ein eindrucksvolles mittelalterliches Turmhaus aus hellem Stein, direkt an einer kleinen, gepflasterten Straße - halte einfach nach dem Gebäude mit den typischen alten Mauern Ausschau, das zwischen den schmalen Gassen von Bari Vecchia besonders heraussticht. Stell dir vor, du gehst durch die Türen dieses alten Hauses, die Trittsteine knarzen unter deinen Füßen und drinnen erwarten dich Geschichten von Kriegen, Triumphen, Künstlern und Familiengeheimnissen. Das Stadtmuseum von Bari, das 1919 gegründet wurde, war ursprünglich gar nicht hier - es wurde erst 1977 in dieses mittelalterliche Casatorre verlegt. Und, kleiner Funfact: Bis dahin hat es ordentliche Umzüge hinter sich, von einer Schule, ins Teatro Margherita - ja, damals war das Theater nicht nur für Applaus, sondern auch für Ausstellungen zuständig - über das Normannisch-Staufische Schloss bis schließlich hierher. Beim Betreten riecht man fast noch das alte Papier der mehr als 13.000 Bücher in der städtischen Bibliothek - und irgendwo blitzt ein verschmitztes Lächeln auf einem der Karikaturen von Frate Menotti auf. Du glaubst gar nicht, was sich hier alles verbirgt: Waffen aus den Bourbonenzeiten bis in die Moderne, verstaubte Gasmasken aus dem Ersten Weltkrieg, Uniformen von den wilden Kampagnen in Afrika, Abessinien und Äthiopien - man spürt fast noch das Zittern der Soldaten vor dem nächsten Angriff. Wusstest du, dass hier früher sogar ein österreichisches Wasserflugzeug ausgestellt war, das 1918 über Bari abgeschossen wurde? Leider ist das jetzt im Luftfahrtmuseum, aber die Geschichte hängt noch als Hauch in der Luft. Es gibt aber nicht nur Rüstungen und Kanonen! Ein echtes Buchjuwel, der allererste in Bari gedruckte Band aus dem Jahr 1535, liegt hier friedlich neben alten Spielkartenmatrizen aus dem 19. Jahrhundert. Die Familie Tanzi hat ihre prachtvollen Gemälde hinterlassen und Liborio Antonelli Matteucci seine Fotografien, die fast so lebendig wirken, als würden sie gleich aus dem Rahmen steigen und die Stadt in neuem Licht zeigen. Und dann plötzlich - steht da eine Wiege! Nicht irgendeine, sondern die des Marchese di Montrone aus dem 18. Jahrhundert, so kunstvoll gearbeitet, dass man fast glaubt, das adelige Baby könnte jeden Moment wieder darin schlummern. Hier im Museum von Bari ist jeder Winkel ein Zeuge eines anderen Abenteuers: von der Schlacht bis zur Karikatur, vom Held zum Kind, und mittendrin du - willkommen im bunten Geschichtsspaghetti Baris!
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Schau direkt vor dir nach links unten auf die alte Steinmauer und den eleganten Eingang mit Barockverzierungen - dort versteckt sich die kleine Kirche San Martino, fast wie ein Schatzkästchen im Erdgeschoss des Palazzo Bianchi Dottula. Stell dir vor: Du stehst hier in Bari Vecchia, die Luft riecht ein wenig nach Meer und alten Steinen, irgendwo zwischen geheimen Palästen und verschlungenen Gassen. Die Kirche San Martino ist leicht zu übersehen - sie ist keine stolze Kathedrale, sondern viel mehr wie ein stiller Zeitzeuge, der fast schüchtern hinter barocken Mauern aus dem Erdgeschoss des Palazzo Bianchi Dottula hervorlugt. Kaum zu glauben, dass du gerade vor einem der ältesten religiösen Orte der Stadt stehst - schon im 9. oder 10. Jahrhundert wurde hier gebetet, lange bevor Bari überhaupt an einen Heiligen Nikolaus dachte. Damals, in den byzantinischen Tagen, flackerten hier Kerzen gegen die Dunkelheit und Familien wie die Dottulas prägten das Viertel, während draußen vielleicht Byzantiner und Normannen einander die Klinke in die Hand gaben - wer weiß, vielleicht sogar mit Sandalen voller Staub und einer Tasse Wein in der Hand! Die Geschichte dieser Kapelle ist ein bisschen wie ein italienischer Krimi: Ein Heiligtum, gebaut auf den Mauern eines noch älteren Oratoriums, dann im 12. Jahrhundert von einem gewissen „Guglielmo il Malo“ - der Name sagt schon alles, oder? - zerstört, wieder aufgebaut, renoviert, beinahe vergessen. Im 16. Jahrhundert erhoben die Dottulas den Bau zu neuer barocker Pracht, was draußen am verschnörkelten Portal mit Inschrift zu lesen ist - falls du zufällig Latein kannst und eine Lupe dabei hast! Jetzt betreten wir im Geiste das Innere. Du bemerkst das Spiel der Jahrhunderte unter deinen Füßen: unterschiedliches Steinpflaster, farbige Mosaikstücke - hier haben Generationen ihre Spuren hinterlassen, ähnlich wie die Pizza-Flecken auf meinem Lieblingshemd. Die Kirche selbst ist ein hoher, rechteckiger Raum und wirkt trotz ihrer Schlichtheit wie eine steinerne Zeitmaschine. Rechter Hand entdeckst du die Sensation der letzten Jahre: Bei Ausgrabungen 2021 kam ein uraltes Fresko aus dem 12. Jahrhundert ans Licht - ein Mann mit gelber Tunika, vielleicht ein Heiliger oder ein Kaufmann von Bari, hält selbstbewusst ein lateinisches Schriftband in die Kamera... Verzeihung, in die Jahrhunderte! Links an der Wand, im Halbschatten, findest du ein großes, farbiges Fresko mit der berühmten Madonna del Segno, die dich anblickt, als würde sie fragen: „Weißt du eigentlich, wie alt ich bin?“ Die Farben, ursprünglich aus dem 15.-17. Jahrhundert, wurden später pfiffig aufgefrischt - so wie ein Modehaus jedes Jahr seine Kollektion erneuert. Und dann das Wappen unter dem großen Fenster, voller Schnörkel, Blasonen und natürlich einer Krone - schließlich zeigten die Bianchi Dottula gern, was sie hatten. Das echte Abenteuer beginnt aber unter deinen Füßen: In der Krypta aus dem 9./10. Jahrhundert, verborgen in einem drei Meter tiefen Hohlraum, weht ein Hauch von Grusel und Ehrfurcht. Hier sieht man, halb verborgen, eine anonyme Bischofsfigur und eine Szene der Deësis - mitten in den Farben: Christus Pantokrator, Maria mit himmelblauer Tunika, und ein äußerst beschäftigter Erzengel Michael, der gleichzeitig einen Globus hält und mit einer Lanze einem imaginären Ziel nachjagt - fast als wolle er alle Probleme Baris aufspießen! Was viele nicht wissen: Hier unten liegt das uralte Grab eines Priesters namens Smaragdo, der die Kinder zum Singen unterrichtete und Bari mit seiner Musik erfüllte. Vielleicht kannst du die Stimmen der Kinder hören, wie sie schon im Mittelalter ihre ersten schiefen Töne übten. Nach Jahrzehnten des Dornröschenschlafs wurde die Kirche von der engen Nachfahrin der Bianchi-Dottula-Familie und kreativen Köpfen aus der Nachbarschaft wiederentdeckt. Heute träumt der Verein APS Martinus davon, diesen verwunschenen Ort als Kunst- und Begegnungsraum neu zu beleben. Also, lass uns leise weiterziehen - vielleicht kehrst du eines Tages zurück und hörst wieder Musik aus diesen jahrhundertealten Mauern.
Eigene Seite öffnen →Vor dir erhebt sich die Kathedrale von Bari mit ihrem markanten weißen Kalkstein und dem hohen, schlichten Glockenturm - halte einfach Ausschau nach dem größten Turm weit und…Mehr lesenWeniger anzeigen
Vor dir erhebt sich die Kathedrale von Bari mit ihrem markanten weißen Kalkstein und dem hohen, schlichten Glockenturm - halte einfach Ausschau nach dem größten Turm weit und breit, direkt im Herzen der Altstadt, und du kannst sie nicht verfehlen! Willkommen an einem Ort, an dem nicht nur Steine, sondern ganze Jahrhunderte sprechen! Stell dir vor, wie sich vor dir die helle Fassade der Kathedrale Cattedrale di San Sabino erstreckt, überragt vom schlanken Turm, der aussieht, als würde er dem blauen Himmel von Bari fast die Hand reichen. Aber weißt du was? Dieses imposante Gotteshaus hat schon viele Stürme überlebt - und mit Stürmen meine ich nicht nur das Wetter! Unsere Zeitreise startet schon im 4. Jahrhundert, als hier die ersten Bischöfe von Bari nachweislich ihren Sitz hatten. Damals war Bari noch ein kleines, windgepeitschtes Hafenstädtchen. Über die Jahrhunderte wurde an diesem Platz immer wieder gebaut, zerstört und wieder aufgebaut. Die ältesten Überreste findest du noch heute tief unter dem Altar, dort, wo einst eine Kirche mit einer schiefen Ausrichtung stand - wahrscheinlich dachte sich der Bauleiter damals: „Ach, ein bisschen schief ist auch ganz schön originell!“ Im 9. Jahrhundert wurde die Stadt von den Sarazenen niedergebrannt, aber ein gewisser Bischof Angelarius ließ sich davon nicht unterkriegen: Mutig rettete er aus den rauchenden Trümmern die Gebeine des Heiligen Sabinus - und tatsächlich, sie liegen noch heute in der Krypta der Kathedrale, eingehüllt in fromme Ruhe. Im 12. Jahrhundert, als die Stadt erneut unterging - diesmal auf Befehl von Wilhelm dem Bösen (der Name ist Programm!) - blieb auch von der Kathedrale wenig übrig. Nur die Basilica di San Nicola wurde verschont, da hatte wohl jemand beim Abriss die göttliche Strafe gefürchtet! Erst zwischen 1170 und Ende des 13. Jahrhunderts wagte es Erzbischof Rainaldo, die Kathedrale wiederauferstehen zu lassen - und dafür griff er sich einfach allerhand Steine aus den alten Ruinen der Stadt. „Recycling“ war also schon im Mittelalter ein Thema, ganz modern! Beim Betreten der Kathedrale empfängt dich heute der reine, elegante apulische Romanikstil - mit drei schlanken Schiffen, sechzehn massiven Säulen und, mein persönliches Highlight, einem prachtvoll gemeißelten Löwen, der das Portal bewacht. Über dem Eingangsportal prangt ein wildes Rosettenfenster und ein Relief, auf dem allerlei Monster und Fantasiegestalten herumkriechen: Ich sag ja immer, ein bisschen Monstergeschichten schaden nie - vor allem, wenn sie aus Stein sind und keine Socken fressen können. Doch die Schönheit dieser Kathedrale liegt nicht nur oben, sondern auch in der Tiefe. Denn in der Krypta, zwischen den Flackern der Kerzen und dem Duft von Weihrauch, findet man die Reliquien des Heiligen Sabinus - einen Ort stiller Verehrung und tiefer Geschichte. Überhaupt, die Krypta ist ein magischer Ort: Dort unten fühlt man fast, wie die alten Bischöfe und Pilger durch die Jahrhunderte miteinander flüstern - „Na, hast du auch das letzte große Osterfest verschlafen?“ Im 18. Jahrhundert versuchte man, mit barocker Pracht die Kirche aufzumotzen - sozusagen die Mittelalter-Version eines Makeovers - aber keine Sorge, heutzutage erstrahlt die Kathedrale wieder ganz im ursprünglichen, romanischen Glanz, wie vor Jahrhunderten, als sie als neue Hoffnung aus den Trümmern wuchs. Wenn du neugierig bist, warum manche Gläubigen mit großen Augen auf einem „auf dem Kopf stehenden“ Buch-Inhalt starren: Im angrenzenden Diözesanmuseum findest du das berühmte Exultet, eine Prachthandschrift byzantinischer Herkunft, die extra so illustriert ist, dass selbst die analphabetischen Seefahrer und Marktfrauen wussten, worum es an Ostern ging. Denn wenn der Pfarrer das große Loblied sang, konnte jeder die bunten Bilder bewundern! Also, genieße den Anblick, lausche vielleicht auf die Echos aus der Vergangenheit und wer weiß - vielleicht begegnet dir noch heute ein leiser Geist eines alten Baumeisters, der schmunzelt, weil seine Kathedrale nach all den Jahrhunderten noch immer so wunderbar dasteht!
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Vor dir erhebt sich ein beeindruckendes, strahlend weißes Gebäude aus Stein mit einer auffälligen Rosette und einem markanten, hohen Glockenturm, die du sofort erkennen kannst, wenn du nach oben in den Himmel blickst. Stell dir nun vor, du stehst im Schatten dieser mächtigen Mauern, während die Sonne Apuliens fast schon blendend auf die weißen Steine fällt. Die Römisch-katholische Erzdiözese Bari-Bitonto ist nicht einfach ein Verwaltungsgebäude - sie ist das schlagende Herz von Jahrhunderten dramatischer Geschichte und Glaubensabenteuer! Beginnen wir im vierten Jahrhundert, als ein geheimnisvoller Bischof namens Gervasius angeblich hier das Sagen hatte. Oder war es doch Gerontius aus Mazedonien? Die Geschichte ist sich nicht so ganz sicher - so ein bisschen wie der italienische Verkehr: aufregend, aber manchmal verwirrend! In den ersten Jahrhunderten nach Christus war Bari ein Sammelbecken der Kulturen, der Macht und manchmal... der Missverständnisse. Schnell weiter ins sechste Jahrhundert: Die Bischöfe Apuliens standen nun direkt unter dem Papst in Rom, aber im Hintergrund brodelte es. Nach der Rückkehr der byzantinischen Patriarchen wurde Bari schließlich zum Erzbistum erhoben - aber dieses neu gewonnene Prestige war selten nur friedlich. Als die Normannen, die Wikinger mit mediterranem Geschmack, die Region eroberten, rückte Bari endgültig wieder eng an den Papst in Rom. Im Mittelalter wurde es noch spannender! Überall lauerten Gefahren: Arabische Sarazenen fielen über Apulien her, zerstörten Städte und - wie sollte es anders sein - entführten manchmal einfach mal ein paar Leute und nahmen sie mit nach Sizilien. Bari wurde im 9. Jahrhundert von den Byzantinern zurückerobert und dann vollends zum Zentrum der Region. Hier spielte sich ein spektakulärer Showdown ab: die Reliquien von Rufinus, Memorus und Sabinus kamen aus den Trümmern von Canosa nach Bari - ein mittelalterlicher Indiana-Jones-Moment! 844 wurde dem damaligen Bischof Angelarius sogar der doppelte Bischofstitel von Bari und Canosa verliehen - quasi eine Doppelsechs im göttlichen Amt! Und mit dem Elan der mittelalterlichen Politik bleibt diese Doppelnatur bis 1986 bestehen. Die Sarazenen ließen aber nicht locker - im Jahr 988 kamen sie zurück und verschleppten wieder Menschen. Einige Jahre später kämpfte Graf Atto mit seinem Heer gegen die Eindringlinge, doch viele Männer von Bari, darunter auch er, fanden ihr Ende. Die Belagerung von Bari 1002 wurde erst von einem echten venezianischen Helden, Pietro Orseolo II., beendet - die Venezianer konnten also nicht nur Karneval, sondern auch retten! Der Einfluss der Byzantiner überlebte noch eine Weile, aber dann stellte ein besonders rebellischer Erzbischof, Giovanni II., die Weichen endgültig Richtung Rom. Die byzantinischen Vorschriften? Nein danke, sagte er sich - Bari wollte katholisch und unabhängig sein. Die nachfolgenden Jahrhunderte waren geprägt von erbitterten Bischofs-Kämpfen, ausgetauschten Liturgien und - jetzt kommt’s - echten Exoten im Bischofsamt! Zum Beispiel Byzantius, ab 1025, der seiner Gemeinde den Bau dieser neuen großartigen Kathedrale schenkte, deren Front du gerade betrachtest. Seine Nachfolger waren ebenso farbenfroh: Einer pilgerte nach Konstantinopel und soll angeblich sogar zum Judentum konvertiert sein. Noch spannender: Ein anderer wurde von Muslimen gefangen genommen und wechselte die Religion! Gotteshäuser, Glaubensrichtungen und Seitenwechsel - in Bari bleibt’s selten langweilig. Berühmt wurde Bari auch durch einen Seemanns-Coup: 1087 brachten findige Seeleute - so heißt es zumindest - die Reliquien des heiligen Nikolaus aus Myra hierher. Daraus entstand die berühmte Basilika San Nicola, die ganz Bari seitdem wie ein Magnet für Pilger anzieht. Das Volk von Bari war übrigens nicht immer so zahm: Als ihnen 1113 eine lokale Herrscherin zu bunt wurde, machten sie einfach kurzerhand ihren Erzbischof zur neuen Führungskraft. Dass sie bald darauf wieder die Kirche wechseln mussten, gehört zur dramatischen Wendigkeit dieser Stadt. In der Neuzeit kam Ordnung in die Diözesen - nach der großen Neuorganisation im 19. Jahrhundert wurden umliegende Gebiete eingemeindet. Und schließlich, 1986, wurden Bari und Bitonto zur Erzdiözese Bari-Bitonto vereinigt - und der Kreislauf der Geschichte schließt sich! Seitdem ist der Erzbischof von Bari-Bitonto nicht nur für die spirituelle, sondern manchmal auch für die alltägliche Orientierung zuständig: Zum Beispiel dafür, dass niemand aus Versehen in der Mittagspause seine Vespa mitten auf dem Domplatz parkt. Also, während du hier stehst, kannst du die Stimmen der Vergangenheit fast hören - aufgeregte Bischöfe, feierliche Liturgien, den Donner von Schwertern, das Läuten von Glocken, das Flüstern der Pilger, die Sehnsucht nach Frieden und manchmal auch ein kräftiges italienisches Lachen. Die Erzdiözese ist ein machtvolles Stück Bari, das sich nie hat unterkriegen lassen - und das nun, mit dir davor, ein weiteres Kapitel ihrer Geschichte schreibt.
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Um das Museum der Gipsabgussgalerie der normannisch-schwäbischen Burg zu entdecken, halte Ausschau nach dem mächtigen steinernen Elefanten, der auf einem Sockel steht - sein Rüssel reckt sich neugierig in die Luft direkt vor dem Eingang der gewaltigen Burgmauern! Hereinspaziert in die faszinierende Welt der Gipsabgussgalerie! Stell dir vor, du stehst im Schatten einer mächtigen normannisch-schwäbischen Festung: Die Mauern sind dick, steinalt und erzählen schon ohne Worte von Rittern, Königen und Abenteurern. Genau hier hat das Museum sein Zuhause gefunden - direkt unter der großen steinernen Treppe, wo früher vielleicht schon einmal ein müder Ritter verweilte. Drinnen erwartet dich der erste große Zauber: Über 130 Gipsabgüsse, die berühmte Denkmäler und magische Details aus ganz Apulien zeigen - von Kapitellen, Löwen- und Sphingenfiguren, bis zu geheimnisvoll verzierten Portalen und rankenden Archivolten. Die Geschichte dahinter klingt fast wie ein Krimi mit Happy-End: Im Jahr 1911 packten zwei findige Künstler, Pasquale Duretti und Mario Sabatelli, ihre Werkzeugkisten und begannen Gips zu kneten, zu drücken, zu modellieren - alles für die große Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum der Einheit Italiens in Rom. Die frischgebackenen Gipse spielten dort die Hauptrolle im Apulien-Pavillon - aber nach dem großen Fest im Dezember wurden sie liebevoll zurück nach Bari gebracht und im archäologischen Museum verstaut. Jahre vergingen, die Gipse staubten still vor sich hin, wurden später in die Burg geholt - aber eine richtige Ausstellung? Fehlanzeige! Erst 2011, also ganze hundert Jahre nach ihrer Entstehung, wurden sie nach einer gründlichen Schönheitskur und in drei prächtigen Sälen wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Das echte Highlight aber: Jeder Saal nimmt dich mit auf Zeitreise! In einem Saal hörst du, wie sich die Geschichte Baris von der byzantinischen Zeit bis kurz vorm modernen Italien entwickelte. In einem anderen Saal - dem sogenannten „Saala Sveva“ - kannst du multimedial eintauchen und sogar Aufnahmen von der königlichen Eröffnung 1911 erleben, samt wippender Krone von Viktor Emanuel II. Die Gipsabgüsse selbst stammen von Kirchen, Burgen und Kathedralen - die Sphinx vom Portal der Basilika San Nicola, Fensterfragmente aus der Kathedrale, prunkvolle Stühle aus dem Heiligtum Monte Sant’Angelo und, nicht zu vergessen, Reste des einst prachtvollen, aber heute verschwundenen, Palastes von Foggia. Also, stell dir den Gipsduft in der Nase, das Echo der alten Steintreppen und das geheimnisvolle Flüstern vergangener Jahrhunderte vor. Und falls du dich fragst, ob die steinernen Löwen ab und zu nachts durch die Burg spazieren - na ja, sicher ist sicher...
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Vor dir siehst du das imposante Castello Normanno-Svevo mit mächtigen, hellen Steinmauern, einem quadratischen Hauptturm und einer breiten, wehrhaften Mauer - halte Ausschau nach dem markanten, hoch aufragenden Turm und dem breiten Wassergraben, um das Schloss sofort zu erkennen! Willkommen vor dem mächtigen Castello Normanno-Svevo, dem wohl dickhäutigsten Bewohner von Bari! Stell dir vor, du gehst hier vor fast 900 Jahren vorbei, als plötzlich König Roger II. befiehlt, genau an diesem Fleck ein Schloss zu bauen, direkt aus den Steinen der Macht geformt. Aber halt - kurz später kommt Wilhelm I. von Sizilien und macht kurzen Prozess: Das Schloss wird 1156 dem Erdboden gleichgemacht! Doch wie jeder gute Held hat das Castello ein Comeback verdient. 1233 erhebt sich die Festung wie ein Phönix aus der Asche, diesmal dank Friedrich II., der die Mauern noch mächtiger als zuvor wiederaufbaut. Mit der Zeit wechselt das Schloss die Besitzer schneller als so mancher Pizza-Bäcker seine Teigrezepte! Angevinische Könige, der Herzog von Aragon, die einflussreiche Familie Sforza und sogar Bona Sforza, die spätere Königin von Polen, alle drücken hier ihre Spuren ins Gemäuer. Nach Bonas Tod wird das Castello knallhart - es wird Gefängnis und Militärbaracke, da sind Schlossball und höfische Eleganz erst mal Geschichte. Besonders faszinierend: Einer Legende nach traf sich Friedrich II. hier 1221 mit Franz von Assisi. Friedrich wollte testen, wie heilig Franz wirklich war und schickte ihm - sagen wir mal - ungewöhnlichen Besuch ins Zimmer. Doch Franz blieb standhaft, und Friedrich war so beeindruckt, dass sie die Nacht mit Gesprächen verbrachten. Heute kannst du dank Ausstellungshallen, massiver Mauern und dem Hauch von Geschichte, der hier in der Luft liegt, spüren, wie viele Leben und Geschichten diese steinernen Wände schon beherbergt haben. Wer weiß: Vielleicht steckt ja noch ein wenig Rittergeist in den Mauern - aber keine Angst, die Drachen sind längst ausgezogen!
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Vor dir erhebt sich die Kirche Santa Chiara mit ihrer schlichten, sandfarbenen Fassade und dem markanten, etwas beschädigten Turm - halte Ausschau nach dem achteckigen Fenster hoch oben, direkt über dem großen Holztor. Stell dir vor, wir gehen gemeinsam durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt Bari. Da knarzt eine alte Tür im Wind und plötzlich stehen wir vor Santa Chiara - eine Kirche, deren Geschichte so bunt und wechselhaft ist wie ein italienischer Straßenmarkt. Ursprünglich war sie die Heimat der deutschen Ritter! Ja, richtig gehört: Vom Ende des 12. Jahrhunderts an lebten viele Pilger und Kreuzfahrer aus dem Norden hier. Damals hieß sie „Santa Maria degli Alemanni“ - und nebenan war das Haus des Deutschen Ordens. In den dicken, kühlen Mauern wurden damals Geschichten über ferne Schlachten und die Sehnsucht nach Jerusalem erzählt. Die Teutonen hatten sogar eine eigene Madonna - die „Madonna degli Alemanni“. Stell dir vor, Pilgerstiefel auf dem Steinboden, Männer in Rüstung, während draußen die Sonne glüht und die Luft nach Meer riecht. Im Jahr 1492 wurde aus der Kirche ein Kloster der Klarissen, dem strengen Orden der Heiligen Klara. Doch vorher musste sogar ein Papst sein Okay geben - auf Wunsch von Ludovico il Moro, einem echten Machtmenschen! Die Zeiten blieben stürmisch: Mal mischten die Teutonen noch mit, dann ging alles an die Nonnen über. Manchmal lebten über 40 Schwestern hier! Aber keine Sorge, sie waren friedlich - nur vielleicht ein bisschen lauter, wenn sie zusammen sangen. Im 16. Jahrhundert, mitten in der Sforza-Blütezeit, wurde die Kirche runderneuert - gesponsert von der mächtigen Bona Sforza, auch Königin von Polen! Doch damit nicht genug: 1730 kam der nächste Umbau mit viel Baulärm. Irgendwann reichte es - 1809 löste man das Kloster auf und verwandelte die Kirche sogar in eine Kaserne. Stellt euch den Lärm der Soldaten und irgendwann 1897 das Krachen, als die obere Hälfte des barocken Turms abgerissen wurde. Heute ist das alles Geschichte. Im Inneren ruhen nun die "Misteri della Vallisa" - lebensgroße Statuen, die zur Karfreitagsprozession gehören und ihre eigene dramatische Stimmung verbreiten. 1994, ein einziges Mal, zog die berühmte Osterprozession von hier los - wie ein letztes Aufbäumen alter Traditionen, während die Morgensonne durch das Rosenfenster fiel. Santa Chiara schweigt nun, doch ihre Mauern könnten Geschichten erzählen - von Rittern, Nonnen, Königinnen und einer Stadt im ständigen Wandel.
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Vor dir siehst du eine schlichte, helle Steinfassade mit einem eindrucksvollen Portal und, etwas darüber, ein rundes Rosettenfenster mit einem kleinen geflügelten Löwen in der Mitte - halte einfach Ausschau nach dem hochgezogenen Dachgiebel und dem fast unscheinbaren, aber historischen Eingang auf der linken Seite der kleinen Gasse. Stell dir vor, wir reisen gemeinsam zurück ins Mittelalter, das Pflaster unter deinen Füßen knirscht leise, und die Luft ist erfüllt vom Duft salziger Meeresbrise, vermischt mit Gewürzen, die venezianische Händler einst durch Bari trugen. Die Kirche San Marco dei Veneziani ist vielleicht klein, wirkt zurückhaltend - aber ihre Geschichte brodelt nur so vor Abenteuern, Geheimnissen und ein bisschen venezianischem Stolz, wie das perfekte Risotto mit einer Prise zu viel Parmesan. Niemand weiß ganz genau, wie alt diese Kirche wirklich ist - die Legenden sagen, sie sei im Jahr 1002 oder 1003 gebaut worden, um die Befreiung Baris von den Sarazenen zu feiern, als der Dogen von Venedig selbst, Pietro Orseolo II., hier heldenhaft zur Rettung eilte. Stellt dir vor, wie die Gassen voller Freude widerhallten, Fanfaren und Jubel, als die Bewohner in Sicherheit waren. Manche Historiker winken allerdings ab und sagen, das sei vielleicht doch ein wenig dick aufgetragen. Viel wahrscheinlicher ist: An diesem Ort stand schon eine byzantinische Basis im 10. Jahrhundert - sozusagen das Fundament für allerlei Geschichten! Damals war Bari wie ein Marktplatz der Welt. Venezianische Händler schleppten Kisten, liefen über das Kopfsteinpflaster und suchten Schutz und Gemeinschaft - und genau hier, in ihrer kleinen Kirche, fanden sie beides. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche stammt übrigens aus dem Jahr 1187, als ein gewisser Maione, der Abt von San Marco, darauf seine Unterschrift setzte - ziemlich hipp, wenn du mich fragst! Die Fassade vor uns ist so etwas wie ein Zeitzeugnis - romanischer Stil, ein Dach wie ein umgedrehter Schiffsrumpf und ein Portal, das ehemals von einer Inschrift eines Arztes namens Giovanni geschmückt war, der sich mal eben den Hausarzt für die Kirche leistete und eine Restaurierung organisierte. Sein Dank ist an den Wänden des Diözesanmuseums verewigt, da bekommt das Wort Hausapotheke plötzlich eine ganz neue Bedeutung! Und als ob das nicht genug wäre, blickt dir über dem Eingang heute ein reich verziertes Rundfenster entgegen: der berühmte Löwe von San Marco - ein echtes venezianisches Markenzeichen, inzwischen ein bisschen in die Jahre gekommen, aber voller Stolz. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Bewohner und ihre Bräuche. Vom späten Mittelalter bis zum Barock, von der Confraternita di San Marco bis zur Confraternita di Sant’Antonio da Padova - diese Kirche war voller Leben, voller Stimmen, voller Gebete. Die Altäre und Gemälde darin spiegeln den Stil von Epochen wider, manche spät-renaissancistisch, andere typisch für das 18. und 19. Jahrhundert, als Farben und Figuren schon fast zu tanzen schienen. Es gibt Kunstwerke, wie eine Madonna del Pozzo von Umberto Colonna aus dem Jahr 1953 - links San Marco, rechts Sant’Antonio, in der Mitte die Madonna, bereit, dir ein Lächeln zu schenken. Im Inneren findest du eine hölzerne Madonna, eine Büste von San Nicola, gestiftet von den tapferen Seeleuten Baris, und einen Altartisch, der so oft erneuert wurde, dass er wahrscheinlich bald eine eigene Geburtsurkunde braucht. Und falls du dich wunderst, warum die Kirche heute etwas schmaler aussieht: Die rechte Seitenwand ist verschwunden - wahre Schönheit hält eben nicht immer alle Ecken im Leben. Am Ende, über der Sakristei, wacht noch ein kleines Glockentürmchen - vielleicht hört man leise das Läuten, das von alten Festen in den goldenen Gassen erzählt. So steht sie vor dir: nicht pompös, sondern stolz, mit tausend undeutlichen Geschichten hinter jedem Stein. Und wenn du mal wieder etwas Unscheinbares siehst - denk daran, vielleicht verbirgt sich dahinter eine venezianische Abenteuergeschichte!
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Schau nach vorne: Direkt vor dir erhebt sich die Basilika des Heiligen Nikolaus wie eine steinerne Festung mit zwei wuchtigen Türmen aus hellem Kalkstein - du kannst sie kaum übersehen! Stell dir vor, du reist mehr als 900 Jahre zurück in der Zeit - eine steife Meeresbrise weht vom Hafen herüber, während um dich herum Menschen eilig und ehrfürchtig durch die engen Gassen strömen, den Blick auf genau dieses massive Gebäude gerichtet. Die Basilika sieht mit ihren festen, quadratischen Strukturen und jenen beiden dicken Türmen tatsächlich eher wie eine Burg als wie ein Gotteshaus aus - und um ehrlich zu sein, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte gelegentlich tatsächlich dazu benutzt! Ich schätze, der heilige Nikolaus hätte keinen Anzug in Tarnfarben gebraucht, dieses Bauwerk verteidigt sich praktisch selbst. Aber wie kam eigentlich der berühmte Heilige nach Bari? Die Geschichte beginnt im Jahr 1087, als listige Seefahrer aus Bari nach Myra - einer Stadt im heutigen Türkei - reisten. Sie waren auf einer geheimen Mission: Die Reliquien des heiligen Nikolaus sollten sicher nach Bari gebracht werden, bevor sie in die Hände von Sarazenen oder Venizianern fielen. Angeblich, so erzählt man sich, wollte der Heilige selbst hier ruhen - denn während eines Zwischenstopps auf dem Weg nach Rom soll er der Stadt Bari seinen Segen gegeben haben. Also schnappte sich ein Team die Knochen, stieg auf ihr Schiff und brachte sie wie echte Piraten unter den wachsamen Augen der griechischen Wächter nach Hause. Kaum angekommen, wurde 1089 Papst Urban II. eingeladen, um die neue Krypta einzuweihen - und die ganze Stadt war im Ausnahmezustand! Die Basilika selbst ist noch heute voller Überraschungen. Beim Betreten findest du eine weiträumige Halle mit einem Hauptschiff und zwei Seitenschiffen, getrennt durch riesige, glänzende Granitsäulen. Erstaunlicherweise haben sie Frauen früher auf eine Galerie geschickt, das so genannte „Matronaeum“, von wo aus sie das Geschehen beobachten konnten - quasi die VIP-Loge des Mittelalters. Wer weiß, vielleicht hat sogar Giovanni Giacomo de Antiquis, der berühmte Chorleiter des 16. Jahrhunderts, hier seine Notenblätter vergessen! In der Krypta, zwischen 26 Säulen mit byzantinischen und romanischen Kapitellen, ruhen die Reliquien des Nikolaus. Das ist heute ein echter Magnet für Pilger aus aller Welt - besonders am 6. Dezember, dem Nikolaustag. Da passiert etwas wirklich Mysteriöses: Die Geistlichen senken eine Flasche hinab ins Grab, um ein wenig von der heiligen Myrrhe aufzufangen, die angeblich aus den Gebeinen sickert. Diese duftende Flüssigkeit bringen sie in kleinen Behältern nach Russland, Griechenland, Deutschland - und angeblich gibt es Menschen, die dadurch Heilung erfahren haben! Lass uns ehrlich sein: Das ist schon ein bisschen wie Harry Potter, nur dass der Zaubertrank aus einer echten Krypta kommt. Während der Jahrhunderte wurde die Kirche immer wieder restauriert, zuletzt im 20. Jahrhundert. Dabei haben Handwerker viele barocke Verzierungen entfernt, außer der goldenen Holzdecke, in die Gemälde von Carlo De Rosa eingefasst sind - was für ein Kontrast zur schlichten, festungsartigen Außenfassade! Neben heiligen Reliquien und Myrrhe findest du im Museum eine Sammlung von zwölfarmigen Leuchtern aus dem 13. Jahrhundert, ein mit Mosaiken geschmücktes Altargestell, und sogar das Marmorgrab von Bona Sforza, der Königin von Polen. Es riecht ein wenig nach alten Steinen, Wachs und Abenteuer - ich hoffe, das passt zu deinem Duftsortiment! Zweimal im Jahr wird hier richtig gefeiert: Am 6. Dezember und besonders am 9. Mai, wenn russisch-orthodoxe Pilger in Scharen anreisen, um die „Übersiedlung der Reliquien“ zu begehen, hallen Gesänge durch das Kirchenschiff und die Stimmung ist elektrisierend. Schließe für einen Moment die Augen, spür das Kopfsteinpflaster unter deinen Füßen und stell dir vor, wie damals Kreuzritter, Pilger und Händler an diesem heiligen Ort ausharrten - auf Wunder hoffend, am Rande des Mittelmeers. Und nun, mutiger Entdecker, bist du Teil dieser wundersamen Geschichte! Neugierig auf die Architektur, die Schätze oder die Festtage? Zögern Sie nicht, sich im Chat-Bereich an uns zu wenden, um weitere Informationen zu erhalten.
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Vor dir ragt eine mächtige, helle Steinmauer mit einem modernen Metalltor auf, und an der Wand prangt ein großes rotes Banner mit der Aufschrift „Santa Scolastica“ - schau direkt nach vorne, denn hinter diesem Eingang verbirgt sich das Archäologische Museum von Santa Scolastica! Stell dir vor, du stehst nicht einfach nur vor einer dicken, alten Mauer, sondern vor einem richtigen Zeittunnel, der dich 4000 Jahre und mehr zurückkatapultiert! Du atmest die kühle Luft, die durch das Tor zieht, und hinter dir rauscht das Leben der Altstadt. Vor dir aber wartet ein Schatzhaus, das die Geheimnisse von Bari und Apulien wie ein alter Pirat seine Goldstücke hütet - denn hier im Museum schlummern rund 30.000 Fundstücke aus Zeiten, in denen Menschen noch mit Knochen werkelten, statt mit Smartphones. Aber mal ganz von vorne - wie wurde ein Kloster an einer Stadtmauer eigentlich zum Archäologie-Mekka? Das alles begann 1875, als der Professor Nitto De Rossi - wir könnten ihn auch Indiana Jones mit italienischem Akzent nennen - ein paar alte Stücke sammelte. Im Mai 1890, noch vor dem Bau der Titanic, öffnete das Museum seine Türen im Palazzo Ateneo, als ob es sagen wollte: „Schaut mal her, was wir hier ausgebuddelt haben!“ Mit der Zeit wurde die Sammlung immer größer - ein bisschen wie bei dir und den Souvenirs im Urlaub vielleicht? - allerdings fanden sich statt Magneten: Steinwaffen, antike Münzen, Schmuck aus der Bronzezeit, und später auch Laptop… äh, Grabbeigaben aus der Zeit der Griechen, Römer, Byzantiner, Araber und Normannen! Vieles landete im Museum durch Spenden, Schatzsuchen (also Ausgrabungen) und sogar ein paar königliche Käufe. Also, wenn du schon mal eine besonders hübsche Vase im Garten findest - bring sie lieber gleich ins Museum, du weißt ja nie … Zwei Museumsleiter spielten dabei schon sehr früh Hauptrollen: der Deutsche Maximilian Mayer, der gleich ein ordentliches Inventar anlegte, und Michele Gervasio, ein echter Detektiv, der vielen alten Sachen durch Studien und Ausgrabungen erst ihre Geschichte entlockte. Und dann gab es die spektakulären Funde - etwa aus der legendären Grabkammer Varrese aus Canosa di Puglia oder die berühmte Münzsammlung Maselli. 1957 wechselte das Museum von der Provinz zur italienischen Staatsverwaltung, damit alle Schätze ordentlich in staatlicher Obhut blieben. Über die Jahre holten sich fleißige Archäolog*innen aus Monte Sannace, Acquaviva, Turi und anderen Orten immer neue Schätze ins Haus - die Sammlung wurde so groß, dass irgendwann wirklich Platznot herrschte! Und dann, wie in jedem guten Abenteuerfilm, kam der große Wandel: In den 1980ern bekam die Universität von Bari das alte Kloster Santa Scolastica anvertraut. Keine stille Nonnenstube mehr, sondern ein Labor für Forschung, Dokumentation und irgendwann - nach einigen Jahren, in denen wirklich der Steinstaub flog - ein funkelndes Zentrum für Archäologie. Im Jahr 2001 standen die Fundstücke hier im ehemaligen Kloster, direkt an den Stadtmauern - du kannst sie schon fast hören: „Ah, wieder zurück im Herzen der Stadt!“ Nach langen Renovierungsarbeiten (wer hätte gedacht, dass antike Mauern so viele Überraschungen bereithalten?) öffnete das Museum 2018 mit neuem Glanz seine Pforten. Und nun stehst du hier, genau da, wo Bari seine ältesten Geschichten erzählt. Das Museum ist wie eine Schatztruhe mit sechs Fächern: Von uralten Steinbeilen und Tonscherben bis zu byzantinischen Klosterruinen, sogar prächtige Grabbeigaben aus der Bronzezeit - und wem das nicht reicht, der kann Münzen aus alter, fast vergessener Zeit bestaunen, Terrakottaschmuck, Statuen, Vasen und sogar griechische Schwerter, deren Klingen bestimmt mal im Sonnenlicht geblitzt haben. Mysteriöse Knochenamulette, goldene Anhänger aus Noicattaro, ein Doppelgesicht aus Marmor, das jede Party zum Staunen bringen würde - und, ganz besonders, ein Krater aus Bari mit der abenteuerlichen Geburt Helenas aus dem Ei - Gänsehaut und Lächeln garantiert! Die Räume hier erzählen Geschichten, bei denen du das Staunen kaum ablegen wirst: von der Welt der byzantinischen Mönche, über uralte Friedhöfe und Schätze Apuliens, bis hin zu den wichtigsten Funden aus Bari selbst. Und ehrlich gesagt: Wer nach diesem Rundgang nicht ein bisschen Detektiv-Gefühl im Bauch hat, der hat vielleicht einfach zu wenig Indiana Jones gesehen! Also - willst du wissen, wie sich Steinzeitleute das Frühstück kratzten, oder wie ein römisches Kind gespielt hat? Dann geh durch das Tor, streif durch die Jahrtausende und hör auf die Geschichten, die von jeder Ecke, jeder Vitrine, jedem Staubkorn ganz leise wispern: Hier ist Bari, wie du es noch nie gesehen hast. Und keine Angst - Monster gibt’s hier keine. Nur jede Menge Abenteuer!
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