Vor dir siehst du das imposante Castello Normanno-Svevo mit mächtigen, hellen Steinmauern, einem quadratischen Hauptturm und einer breiten, wehrhaften Mauer - halte Ausschau nach dem markanten, hoch aufragenden Turm und dem breiten Wassergraben, um das Schloss sofort zu erkennen!
Willkommen vor dem mächtigen Castello Normanno-Svevo, dem wohl dickhäutigsten Bewohner von Bari! Stell dir vor, du gehst hier vor fast 900 Jahren vorbei, als plötzlich König Roger II. befiehlt, genau an diesem Fleck ein Schloss zu bauen, direkt aus den Steinen der Macht geformt. Aber halt - kurz später kommt Wilhelm I. von Sizilien und macht kurzen Prozess: Das Schloss wird 1156 dem Erdboden gleichgemacht! Doch wie jeder gute Held hat das Castello ein Comeback verdient. 1233 erhebt sich die Festung wie ein Phönix aus der Asche, diesmal dank Friedrich II., der die Mauern noch mächtiger als zuvor wiederaufbaut.
Mit der Zeit wechselt das Schloss die Besitzer schneller als so mancher Pizza-Bäcker seine Teigrezepte! Angevinische Könige, der Herzog von Aragon, die einflussreiche Familie Sforza und sogar Bona Sforza, die spätere Königin von Polen, alle drücken hier ihre Spuren ins Gemäuer. Nach Bonas Tod wird das Castello knallhart - es wird Gefängnis und Militärbaracke, da sind Schlossball und höfische Eleganz erst mal Geschichte.
Besonders faszinierend: Einer Legende nach traf sich Friedrich II. hier 1221 mit Franz von Assisi. Friedrich wollte testen, wie heilig Franz wirklich war und schickte ihm - sagen wir mal - ungewöhnlichen Besuch ins Zimmer. Doch Franz blieb standhaft, und Friedrich war so beeindruckt, dass sie die Nacht mit Gesprächen verbrachten. Heute kannst du dank Ausstellungshallen, massiver Mauern und dem Hauch von Geschichte, der hier in der Luft liegt, spüren, wie viele Leben und Geschichten diese steinernen Wände schon beherbergt haben. Wer weiß: Vielleicht steckt ja noch ein wenig Rittergeist in den Mauern - aber keine Angst, die Drachen sind längst ausgezogen!



