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Flensburger Schifffahrtsmuseum

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Flensburger Schifffahrtsmuseum
Flensburger Schifffahrtsmuseum
Flensburger SchifffahrtsmuseumPhoto: Marseille77, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Cropped & resized.

Zu Ihrer Linken steht ein langer Backsteinspeicher mit einem breiten Satteldach und einem zentralen Bogendurchgang, der durch die Mitte führt. Wenn Sie ein klares Beispiel für bürgerschaftliches Engagement bei der Denkmalpflege suchen, dann haben Sie es hier vor sich. Die maritime Geschichte ist nicht einfach wie eine Flaschenpost an Land gespült worden... Die Menschen in Flensburg haben darum gestritten, Geld dafür gesammelt, es restauriert und entschieden, welche Geschichten dieser Hafen bewahren soll. Dieses Gebäude entstand in den Jahren 1842 und 1843, als der königlich dänische Bauinspektor Meyer es als Zollspeicher entwarf - ein Ort, an dem importierte Waren unter Verschluss blieben, bis die Kaufleute die Steuer bezahlten. Bis 1972 lagerten Flensburger Kaufleute hier ihre Waren, und Rum gehörte zu den wichtigsten. Das allein sagt schon viel über diese Stadt aus: Kirchtürme auf der einen, Geschäftsbücher auf der anderen Seite und ein Hafen, der beides miteinander verbindet. Doch es war ein Kampf, daraus ein Museum zu machen. 1979 übergab das Land Schleswig-Holstein den alten Speicher an die Stadt. Selbst dann war noch nichts entschieden. Eine öffentliche Versammlung gab kein klares Ja. Museumsdirektor Dr. Rudolf Zöllner dachte damals noch, die Stadt könnte stattdessen einfach ihr älteres Museum erweitern. Dann schalteten sich lokale Unterstützer ein. Sie drängten die Stadt, das Geschenk anzunehmen und diesen Hafenspeicher zu einem Zuhause für Flensburgs Schifffahrtsgeschichte umzugestalten. Stadtpräsidentin Ingrid Groß zögerte nicht bei der Rechnung: etwa 2,3 Millionen Deutsche Mark. Das nennt man bürgerlichen Mut mit dem Taschenrechner in der Hand. Und dann kam Dr. Jutta Glüsing, die Kunsthistorikerin, die den offiziellen Auftrag erhielt, das Museum zu gestalten. Sie ordnete nicht einfach alte Gegenstände in Vitrinen an. Sie half dabei, die gesamte Erinnerungsmaschine aufzubauen. Unterstützer verkauften hunderte symbolische Schiffsaktien, um ein Schiffsmodell zu finanzieren, und Sammelbüchsen tauchten in Banken, Apotheken, Büros und Geschäften auf. Von 1980 bis 1983 restaurierten Arbeiter das denkmalgeschützte Gebäude, sorgten für Barrierefreiheit und eröffneten das Museum 1984 im Rahmen der 700-Jahr-Feier Flensburgs. Schon im nächsten Jahr begrüßte es seinen 50.000sten Besucher. Im Inneren lebt die alte Welt der Flensburger Reeder in Schichten fort: Schiffsporträts, Modelle, nautische Instrumente, ein Stadtmodell, das die Boomjahre um 1600 zeigt, und der „Schatz des Schiffergelags“, die Sammlung der alten Schiffergilde, die mit der mittelalterlichen Hafenverwaltung verbunden ist. Es gibt sogar eine Zweizylinder-Schiffsdampfmaschine aus der Zeit um 1870. Unter einem der Speicherböden stützen noch gusseiserne Säulen das Gebäude; Georg Dittmanns erste Flensburger Eisengießerei fertigte sie 1842 an. Solides Zeug... Geschichte mit Muskeln. Doch hier kommt die Wende. Dieses Museum erzählt nicht länger nur eine gemütliche Hafengeschichte und belässt es dabei. Seine Rum-Ausstellungen und späteren Präsentationen, insbesondere „Rum, Schweiß und Tränen“, konfrontierten die dunkle Seite von Flensburgs Reichtum: Der Handel mit Westindien mit Zucker, Rum, Kaffee und Färberhölzern hing von Versklavung, Menschenhandel und brutaler Plantagenarbeit in der Karibik ab. Dieser Ort bewahrt also Stolz, ja... aber er bewahrt auch die Verantwortung. Begeben Sie sich gleich in Richtung Oluf-Samson-Gang, wo das Hafenleben die offiziellen Aufzeichnungen verlässt und in eine engere, intimere Gasse übergeht, in der Ruf und Überleben eng beieinander lagen. Wenn Sie später noch einmal hereinkommen möchten: Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet und montags geschlossen.

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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