Vor dir erhebt sich eine riesige silberne Frauenfigur, die eine Schale und ein Schwert hält - schau nach oben auf den Sololaki-Hügel, die Statue ist kaum zu übersehen!
Willkommen bei Kartlis Deda - oder wie sie liebevoll genannt wird: die Mutter Georgiens! Stell dir vor, es ist das Jahr 1958, und Tiflis feiert eine fabelhafte 1500-Jahr-Party. Und als wäre das nicht schon aufregend genug, wird auf dem Sololaki-Hügel eine Frau erschaffen - aber keine gewöhnliche Frau: 20 Meter groß, aus glänzendem Aluminium, in traditioneller georgischer Tracht. Der Künstler Elguja Amashukeli hatte wohl eine ziemlich große Leiter… und auch viel Fantasie!
Doch warum steht sie hier mit Schwert und Weinschale? Die Antwort ist typisch georgisch: In ihrer linken Hand hält sie Wein - bereit, jeden Freund herzlich zu begrüßen. In der rechten: Ein Schwert, schön scharf und bereit für alle, die mit schlechten Absichten kommen. Jeder, der ankommt, muss also sofort entscheiden, wie höflich er heute drauf ist!
Interessant ist auch die Geschichte: Am Anfang war sie aus Holz - vielleicht wollte man erst mal schauen, ob die Mutter auch keinen Ärger macht. Später bekam sie ein Aluminiumkleid, um Wind und Wetter zu trotzen. 1997 wurde sie komplett erneuert, blitzblank und trotzig wie eh und je. Sie blickt über die ganze Stadt, stolz, mutig - und ein bisschen so, als würde sie über jedes georgische Fest höchstpersönlich wachen.
Also, sei respektvoll, genieße die Aussicht und vielleicht machst du innerlich einen kleinen Toast - auf die Mutter Georgiens, auf Tiflis und natürlich auf dein Abenteuer!



