
Der große menschliche Moment kam, noch bevor das Gebäude fertiggestellt war. Während des Richtfests im Jahr zweitausendfünfzehn spielte der Gitarrist Steffen Schackinger hier mit dem Odense Symfoniorkester beim allerersten Konzert im ODEON und verwandelte eine Baustelle in eine temporäre kulturelle Arena. Das ist Odense auf den Punkt gebracht: ein Ort, der vom Entwurf zur Aufführung übergeht, ohne auf Perfektion zu warten. Der Künstler Henrik Plenge Jakobsen setzte bei der Eröffnung ein weiteres Zeichen, indem er dem ODEON sein eigenes Glockenspiel schenkte, ein Glockeninstrument, das das Gebäude mit zeitgenössischer Kunst verbindet, nicht nur mit Bühnenmaschinerie und Konferenzplänen. Und das ODEON ist flexibel geblieben. Der Hauptsaal bietet in seinen grünen Stühlen Platz für eintausendsiebenhundertvierzig Personen, aber das Personal kann die Reihen entfernen und Platz für zweitausendfünfhundert stehende Gäste schaffen. Ein Black-Box-Theater - also ein einfacher, anpassungsfähiger Aufführungsraum - übernahm Arbeiten, die einst im Sukkerkogeriet erledigt wurden. In späteren Jahren war das ODEON Gastgeber für alles, von einem Konzert von Jeff Beal mit Musik aus House of Cards bis hin zu den Reumert-Theaterpreisen, und im Jahr zweitausendvierundzwanzig gewann es regionale Auszeichnungen für das beste kulturelle Erlebnis. Nicht schlecht für ein Gebäude, das noch jung genug ist, um im Gedächtnis der Stadt noch neu zu riechen. Von hier aus liegen Andersens alte Straßen direkt neben Ihnen, wo sich die gelebte Erinnerung zu sammeln beginnt. Das ODEON ist im Allgemeinen von Montag bis Samstag von zehn bis siebzehn Uhr geöffnet und sonntags geschlossen.

The big human moment came before the building even finished. During the topping-out in twenty fifteen, guitarist Steffen Schackinger played with the Odense Symphony Orchestra here for ODEON’s very first concert, turning a construction site into a temporary cultural arena. That is Odense in a nutshell: a place crossing from blueprint to performance without waiting for perfection. Artist Henrik Plenge Jakobsen added another signature at the opening by gifting ODEON its own carillon, a bell instrument, tying the building to contemporary art, not just stage machinery and conference schedules.
And ODEON has stayed flexible. The main hall seats one thousand seven hundred and forty in its green chairs, but staff can remove the rows and make room for two thousand five hundred standing guests. A black-box theater - meaning a simple, adaptable performance room - took over work once done at Sukkerkogeriet. In later years, ODEON hosted everything from a Jeff Beal concert of House of Cards music to the Reumert theater awards, and in twenty twenty-four it won regional honors for best cultural experience. Not bad for a building young enough to still smell new in city memory.
From here, Andersen’s old streets are right beside you, where lived memory starts to gather. ODEON is generally open Monday through Saturday from ten A-M to five P-M, and closed Sunday.



