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Poznań-Audiotour: Zwischen Kaiserlichem Schloss, Klöstern und Königsschlössern

Audioguide13 Stopps

Entdecken Sie das historische Herz von Poznań mit unserer faszinierenden Stadtführung! Beginnen Sie am prächtigen Posener Rathaus, wo Geschichte lebendig wird, und bewundern Sie die beeindruckende Architektur der Königlich Preußischen Ansiedlungskommission. Tauchen Sie ein in die majestätische Atmosphäre des Kaiserlichen Schlosses und erleben Sie das reiche kulturelle Erbe von Poznań aus erster Hand. Eine perfekte Tour für alle, die die Geschichte und den Charme dieser wunderbaren Stadt erleben möchten!

Tourvorschau

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Über diese Tour

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    Dauer 80–100 minsEigenes Tempo
  • straighten
    3.0 km FußwegDem geführten Pfad folgen
  • location_on
    StandortPoznań, Polen
  • wifi_off
    Funktioniert offlineEinmal herunterladen, überall nutzen
  • all_inclusive
    Lebenslanger ZugriffJederzeit wiederholen, für immer
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    Startet bei Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań

Stopps auf dieser Tour

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  1. Vor dir erhebt sich ein prächtiges, helles Gebäude mit einer reich verzierten Giebelfassade und zwei markanten Türmen links und rechts - suche einfach nach den Türmen mit den…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor dir erhebt sich ein prächtiges, helles Gebäude mit einer reich verzierten Giebelfassade und zwei markanten Türmen links und rechts - suche einfach nach den Türmen mit den grünen Kuppeldächern und du hast die Adam-Mickiewicz-Universität gefunden! Stell dir vor, du stehst genau an der Stelle, an der seit mehr als 400 Jahren junge Köpfe träumen, diskutieren und manchmal auch mal ein bisschen Angst vor den Prüfungen haben - immerhin, wer kennt das nicht? Es ist kaum zu glauben, aber die Geschichte dieser Universität beginnt schon im Jahr 1611, als König Sigismund III. Wasa das erste Mal den Jesuiten erlaubte, hier eine Hochschule zu gründen. Damals - du wirst schmunzeln - war an WLAN und Smartphones natürlich noch nicht zu denken, aber auch damals funkelte schon der Geist der Neugier in den Köpfen der Studierenden. Doch so ruhig wie heute ging es nicht immer zu. Über die Jahrhunderte hinweg war die Universität Spiegelbild der wechselhaften Geschichte Polens. Sie wurde von drei verschiedenen Königen bestätigt, hielt durch das Zeitalter der Teilungen durch Preußen, Russland und die Habsburger durch - manchmal war sie eine blühende Hochschule, manchmal ein stilles Denkmal, wenn ihre Tore geschlossen waren. Stell dir vor, wie im 18. und 19. Jahrhundert heimlich in dunklen Zimmern der Widerstand gegen Unterdrückung geplant wurde, während draußen der Wind über Poznań fegte. Eine kleine Zeitreise gefällig? 1919 war ein berühmtes Jahr, denn endlich durfte wieder ganz offiziell auf Polnisch unterrichtet werden - ein Fest für alle, denen die Zukunft Polens am Herzen lag! Mit viel Tamtam wurde die Wiedergeburt der Uni gefeiert, 308 Jahre nach ihrer Gründung und passenderweise zum 400. Geburtstag der Lubrański-Akademie, schließlich wollte man zeigen: Wir vergessen unsere Wurzeln nicht. Ursprünglich hieß sie Piast-Universität - das klingt doch nach mittelalterlichem Glanz, oder? Schon ein Jahr später bekam sie den Namen Universität Poznań. Später, nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs - in denen der Unterricht heimlich, in versteckten Wohnungen, verkündet wurde, damit die Nazis nicht alles kontrollieren konnten - wurde ein neuer Patron bestimmt: Adam Mickiewicz, der große polnische Dichter (und Romantiker!). Er bringt seit 1955 mit seinem Namen den Geist von Rebellion und Freiheit an die Uni - das passt also wunderbar. Stell dir in den düsteren Kriegsjahren mutige Professoren vor, die heimlich unterrichten, während draußen die Gefahr lauert, und Studierende, die selbst im Dunkeln nicht aufhören, Fragen zu stellen. Ein bisschen wie in einem Spionagefilm, findest du nicht? Doch die Uni hat nach dem Krieg nicht nur politisch Geschichte geschrieben, sondern auch wissenschaftlich. Von den ersten Soziologen Polens - ja, das Fach wurde hier erfunden! - bis hin zu Botaniker*innen, die neue Forschungsinstitute schufen, wurde Poznań zu einem akademischen Powerhouse. Und heute? Hier gibt es über 40.000 Studierende - ein paar mehr als vor 400 Jahren! Über 4.000 Lehrende sorgen dafür, dass keiner den Stoff verschläft (zumindest meistens...). Wenn du dich umschaust, siehst du das historische Herz der Uni: Das Collegium Minus, wo Konzerte in einer prächtigen Aula stattfinden, das Collegium Iuridicum für die Juristen, und, nicht weit entfernt, eine der größten Bibliotheken des Landes - die perfekte Versteckmöglichkeit vor den Klausur-Stress. Es gibt sogar eine der größten Sammlungen zur Freimaurerei Europas - James Bonds Bücherregal würde neidisch werden! Und für alle Abenteurer: Die Uni besitzt Forschungseinrichtungen bis nach Spitzbergen, dort haben Wissenschaftler*innen schon Eisbären beim Forschen zugesehen. Echte Abenteuer gibt’s also nicht nur im Hörsaal! Berühmte Namen gab's natürlich auch: Nobelpreisträger, Premierminister, berühmte Richter und sogar der ein oder andere Enigma-Codeknacker - ohne die Mathematikgenies aus Poznań hätten die Alliierten vielleicht nie den berühmten deutschen Code im Zweiten Weltkrieg gelöst. Heute ist diese Uni nicht nur ein Symbol für Wissen und Freiheit, sondern auch ein bunter Treffpunkt für Tüftler, Poeten, Träumer und alle, die aus Ideen Zukunft machen wollen. Und keine Angst, der einzige Test, den du jetzt bestehen musst, ist den nächsten Stopp der Tour zu finden - ganz ohne Panik vor Prüfungsfragen! Jetzt, mit all diesen Geschichten im Kopf und vielleicht dem leisen Kichern vergangener Studentenohren, kannst du deinen Rundgang fortsetzen. Poznańs spannendste Ecken warten schon auf dich! Fasziniert von den Standorten, den Mitarbeiter- und Studierendenzahlen oder der Reputation? Lassen Sie uns darüber sprechen! Weitere Informationen finden Sie im Chat-Bereich.

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  2. Vor Ihnen ragt ein mächtiges, helles Sandsteingebäude in die Höhe, mit hohen Türmen und kleinen Zinnen, als wäre es direkt aus einem Ritterfilm entsprungen; schauen Sie einfach…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor Ihnen ragt ein mächtiges, helles Sandsteingebäude in die Höhe, mit hohen Türmen und kleinen Zinnen, als wäre es direkt aus einem Ritterfilm entsprungen; schauen Sie einfach geradeaus, und Sie sehen die imposanten romanischen Fensterreihen und die schrägen, dunklen Dächer, die das Profil des Kaiserlichen Schlosses ausmachen. So, willkommen im Zentrum des alten „Kaiserlichen Bezirks“ von Posen - und jetzt halt dich fest: Was aussieht wie eine mittelalterliche Festung, ist in Wirklichkeit ein Palast aus dem Jahr 1910, also besser gesagt, ein „junger Hüpfer“ unter Europas Schlössern! Hier ratterten einst Kutschen vorbei, Soldaten marschierten auf und ab, und der Geruch nach frisch geschnittenem Rosengarten lag über allem. Stell dir vor: Während Wände und Türme heute still sind, hallten damals Staub und Geräusche von Bauarbeitern durch die Luft. Franz Schwechten, der Architekt, baute dieses Schloss für den mächtigen deutschen Kaiser Wilhelm II., der regelmäßig mit seinen eigenen Ideen hereingeplatzt ist - klar, wenn schon, denn schon! Aber, Achtung, der Name ist hier ein kleiner Scherz der Geschichte: Im Deutschen nannte man es „Königliches Residenzschloss“, weil Wilhelm II. zwar Kaiser von Deutschland, aber König von Preußen war. Die Polen sagen aber „Kaiserliches Schloss“, weil das Wort „königlich“ für sie fest an die alten polnischen Herrscher und das echte königliche Schloss gebunden ist. Ein bisschen wie bei den Nachbarn, die sich nicht einigen können, ob der Hund Bello oder Max heißt… Die Wahl des Standorts war damals übrigens alles andere als Zufall. Poznań sollte - nach dem Willen der Preußen - zum neuen deutschen Zentrum umgebaut werden, und Josef Stübben, ein berühmter Stadtplaner, entwarf ein Viertel voller beeindruckender Bauten: die Post, Theater, Hochschule, und mittendrin wie das Sahnehäubchen: dieses „Märchenschloss“. Zwar wurde das alte Festungswerk abgerissen, aber die neue Macht musste natürlich ein Zeichen setzen. Die Umgebung wurde zum Herzstück der neuen preußischen Prägung von Posen. Architektonisch wollte Wilhelm unbedingt den kräftigen, schweren und „deutschesten“ Stil: Neo-Romanik, riesige Bögen, grobe Steine und überall Türmchen. Auf der einen Seite schlummerte der Kaiser selbst in seinen luxuriösen Appartements, auf der anderen fanden große Empfänge und rauschende Feste statt. Der Kaiser hatte sogar eine Privatkapelle im byzantinischen Stil in einer der Türme, dazu einen eigenen Eingang - wer läuft auch schon gern durch den Hauptflur, wenn man Kaiser ist? Ein besonders hübsches Detail: Im Hof sprudelt eine Löwenbrunnen-Fontäne nach spanischem Vorbild, eine kleine Reminiszenz an die Alhambra in Granada. Vielleicht träumte Wilhelm heimlich von Sonnenschein statt preußischem Regen, wer weiß! Es gab Räume für den Hofmarschall, Saalanlagen für große Empfänge und - natürlich - riesige Betten für Wilhelm und seine Frau, verbunden durch einen Korridor. Damit sie sich nachts, falls einer schnarcht, schnell heimlich treffen konnten? Ach, Kaiserin sein musste auch nicht immer einfach sein... Jetzt aber ein Sprung zur Zeit, als das Schloss gerade fertig wurde: 1910 klingelten die Gläser zum Einzug Kaiser Wilhelms. Fünf Millionen Mark hat der Bau verschlungen! Und trotzdem wohnte Wilhelm nur sehr, sehr selten hier. Zum Glück für die Putzkolonne! Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Schloss an den neuen polnischen Staat über und wurde zum Präsidentenpalast; zwischendurch zogen Universitäten, Pfadfinderverbände und Behörden ein. Man könnte sagen: Ein Schloss für alle Lebenslagen. Als dann die Nazis 1939 die Stadt okkupierten, wurde alles umgebaut, damit Adolf Hitler bequem vorbeischauen konnte. Architekten wie Albert Speer werkelten am „neuen Stil“ - weniger Märchen, mehr Größenwahn. Hitlers Privatbüro bekam sogar einen beheizten Balkon, und im Keller wartete ein Bunker für 375 Leute; das Drama hörte nie auf. Nach dem Krieg war das Schloss kurz ein Gefangenenlager, dann Kaserne der polnischen Armee. Die kommunistischen Machthaber überlegten tatsächlich, diesen „Symbolbau der Besatzer“ abzureißen, aber am Ende fehlte es schlicht am Geld - ein Glück für uns heute! Einige deutsche Symbole und der beschädigte Turm wurden entfernt, aber der Rest blieb. Mit der Zeit wurde das Schloss wieder zum Herzschlag der Stadt: Das ehemalige Thronsaal dient jetzt als Kinosaal, andere Räume sind heute Galerien, Theater, Pubs, Musikclubs oder sogar Botschaften. Und der Innenhof verwandelt sich im Sommer oft zu einem Freiluftkino oder Konzertort - Geschichten gibt’s hier also heute wie Sand am Meer. Und jedes Jahr am 11. November feiert Posen hier ausgelassen den St.-Martins-Tag mit Umzügen und Musik. Also, wenn du durch den Rosengarten gehst, stell dir kurz vor, wie Wilhelm II., die polnischen Präsidenten, Hitler und hunderte andere Gestalten durch diese Flure gezogen sind - ein Gebäude, in dem sich Jahrhunderte begegnen, voller Geschichten, die fast schon zu verrückt fürs Fernsehen wären. Und am Ende siehst du: Eigentlich ist das gar kein Schloss, sondern eine kleine Zeitmaschine… Sind Sie bereit, tiefer in die Benennung, den Standort oder die Architektur einzutauchen? Begleiten Sie mich im Chat-Bereich zu einer bereichernden Diskussion.

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  3. Vor Ihnen erhebt sich ein mächtiges, eindrucksvolles Gebäude aus dunklem Stein mit vielen Fenstern und einer großen Kuppel in der Mitte - finden Sie es direkt am Ende der Allee,…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor Ihnen erhebt sich ein mächtiges, eindrucksvolles Gebäude aus dunklem Stein mit vielen Fenstern und einer großen Kuppel in der Mitte - finden Sie es direkt am Ende der Allee, eingerahmt von den kahlen Bäumen des Parks. Sie stehen nun vor der ehemaligen Preußischen Abrechnungskommission, und ich lade Sie ein, einen kleinen Zeitsprung zu machen - keine Sorge, wir bleiben im Trockenen, auch wenn es manchmal doch ein bisschen ungemütlich wurde. Stellen Sie sich vor: Das Jahr ist 1886, die Kutschen rattern über das Kopfsteinpflaster, die Luft ist erfüllt vom Duft nach Kohle und ein bisschen Bürostaub. In diesem Haus saßen die Herren der sogenannten „Königlich Preußischen Ansiedlungskommission für Westpreußen und Posen“ - der Name ist so kompliziert wie die Politik, die hier geschmiedet wurde. Inmitten von dicken Akten, Karten und viel, sehr viel Tinte planten sie einen der ehrgeizigsten, aber auch umstrittensten Siedlungsversuche des alten Europa: Sie wollten so viele „deutsche“ Bauern wie möglich auf das Land bringen - auf das Land, das überwiegend von Polen bewohnt war. Bismarck, mit seinem berühmten Stacheldrahtblick (und sicher einer dicken Zigarre in der Hand), war der Initiator. Sein Ziel war es, mehr Land in deutsche Hände zu bringen, genauer gesagt: ethnisch deutsche Hände - so stand es ganz offiziell in ihren Papieren. Wenn Sie jetzt die Schritte auf dem Flur hören könnten, dann wären das nicht irgendwelche Beamten, sondern die Architekten eines groß angelegten Plans zur „Germanisierung“ polnischer Landstriche. Der polnische Adel und katholische Geistliche sollten geschwächt werden, und Land sollte gezielt an Deutsche verkauft werden - manchmal mit sanftem Druck, manchmal auch mit wütendem Papierkrieg und, ab 1908, per Gesetz sogar durch Enteignung. Und jetzt aufgepasst, denn hier wurde deutsche Gründlichkeit mit einer ordentlichen Prise Ideologie gemischt! Die Kommissare träumten von einem „deutschen Schutzwall“: ringsherum deutsche Dörfer, mittendrin vielleicht noch ein paar stolze polnische Siedlungen, die aber möglichst vollständig von ihren deutschen Nachbarn umzingelt waren - als könnte man „Polnischsein“ einfach mit Häusern und Bauernhöfen ausradieren! Fast wie ein Strategiespiel, nur ohne Reset-Button und mit echten Menschen. Übrigens: Die polnische Bevölkerung war zäh wie Poznańer Rogale. Als der Landkauf für Deutsche durchgesetzt wurde, schlossen sich die polnischen Einwohner zusammen, gründeten eigene Banken, sammelten Geld - und kauften sich ihr Land notfalls zurück! Manchmal war es ein regelrechtes Wettrennen zum Notar: Wer kommt zuerst? Berlin hatte die Millionen, aber die Polen hatten Herz und Erfindungsreichtum. Und sie gründeten ihre eigenen Siedlungsgesellschaften, kauften Güter, unterstützten sich gegenseitig. Kaum zu glauben, aber trotz aller Kommissionsgelder und Beamtenstempel gingen von über 800 gekauften Gütern mehr als 200 an polnische Eigentümer zurück! Ein bisschen wie bei einem Staffellauf - nur dass der Staffelstab ein Stück Erde war. In den 32 Jahren ihres Bestehens hat die Kommission zwar 21.000 deutsche Familien angesiedelt, ihr Ziel von 40.000 Familien jedoch krachend verfehlt. Auch das hielt die amtlichen Grübler nicht davon ab, immer neue kreative Gesetze zu erfinden - ein Haus konnte nur gebaut werden, wenn der Beamte im fernen Posen sein Ja-Wort gab! Wenn Sie polnisch klangen, gab’s gern ein Nein. International sorgte das für einige Empörung, sogar die Zeitungen in Paris und Wien wetzten ihre Feder gegen Preußen. Und jetzt ein bisschen Gänsehaut: Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zogen die polnischen Nationalfarben wieder bei diesem mächtigen Bau ein. Die deutschen Siedler flohen - oder wurden, nach polnischem Recht, enteignet. Die Geschichte blieb allerdings umstritten: Noch in den Zwanzigerjahren wurde heftig darüber verhandelt, wem das Land wirklich gehört, und der Internationale Gerichtshof mischte sich ein. Sie sehen also: Hinter dieser trutzigen Steinfront verbirgt sich keine trockene Verwaltungsstelle, sondern ein Ort, an dem Identität, Sprache, Glaube und Macht ihren ganz eigenen Tanz vollführten. Ein bisschen Spionage, ein bisschen Wirtschaftskrimi, ein bisschen Drama - und alles mit echten Folgen für Tausende. Wer weiß, vielleicht erzählen sich die Mauern heute noch ihre Geschichten von geheime Listen, nächtigen Beratungen und dem immerwährenden Klackern der Schreibmaschinen. Ach, und falls Sie sich fragen: Die Nazis fanden später diese Idee der Kontrolle und germanischen Landnahme so praktisch, dass sie gleich noch eine „Reichssiedlungskommission“ planten - diesmal aber mit grausamen, unvorstellbaren Folgen. Zum Glück hat sich der Wind der Geschichte gewendet - und heute ist die ehemalige Kommission ein Mahnmal für einen Abschnitt Geschichte, der zeigt: Keine Verwaltung der Welt kann das Herz einer Nation einfach ausradieren. Machen Sie ruhig einen Moment Pause, atmen Sie tief durch. Oder setzen Sie sich auf eine der Bänke im Park - hier draußen war es oft der einzige Moment der Ruhe zwischen all dem politischen Lärm. Um Ihr Verständnis für den Namen, den Hintergrund oder die Ziele zu erweitern, können Sie sich gerne mit mir im Chat-Bereich unten austauschen.

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  1. Willkommen vor der legendären Woiwodschaft Poznań - oder sagen wir lieber: dem Herzen eines alten Reiches, das ständig seine Grenzen neu zog, als hätte es beim Wandern immer den…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Willkommen vor der legendären Woiwodschaft Poznań - oder sagen wir lieber: dem Herzen eines alten Reiches, das ständig seine Grenzen neu zog, als hätte es beim Wandern immer den Kompass vergessen! Stell dir vor, du stehst auf verwunschenem Boden, der schon unzählige Male neue Herrscher und Namen bekommen hat. Es ist, als hätten hier die Bürokraten immer wieder große Kartons voller Stempel ausgeschüttet und gesagt: „Ab heute machen wir es ganz anders!“ Begonnen hat alles im Jahr 1320. Da wurde die Poznań Woiwodschaft aus der Taufe gehoben, mit ihren saftigen Feldern und lebhaften Städten wie Gniezno, Inowrocław und natürlich Poznań selbst. Stell dir die Gassen hier vor, im Mittelalter, von Rittern, Händlern und neugierigen Kindern bevölkert, der Duft nach Leder, Pferden und frischem Brot in der Luft. Jahrhunderte lang lag die Woiwodschaft in der Hand der Familie Garczyński - einer polnischen Adelsfamilie, die keinen Partyabend und kein politisches Ränkespiel ausließ. Besonders Stefan Garczyński war eine schillernde Figur! Er schrieb nicht nur Bücher, sondern stellte auch Ansichten infrage, die damals als so starr galten wie ein Ritterhelm. Er wetterte gegen die Leibeigenschaft und konnte vermutlich schneller reden als ein Pferd galoppieren kann. Doch dann - Spuk! - kamen 1793 die Preußen und sagen: „Sehr nett hier, nehmen wir mit.“ Ab jetzt hieß das alles mal Südpreußen, dann Poznań Department, dann Großherzogtum Posen, dann Provinz Posen. Die armen Kartenzeichner - die mussten ständig radierten! Und du dachtest, du hättest einen komplizierten Stammbaum… Nach dem Ersten Weltkrieg, als das Leben in Europa ohnehin Kopf stand, wurde die Woiwodschaft wiedergeboren, diesmal aus der preußisch-deutschen Provinz Poznań. Ihre Bewohner mussten sich ständig anpassen: Mal gehörten Teile wie Bydgoszcz dazu, dann nicht mehr, dafür aber neue Gebiete im Osten. Wer damals einen Umzug plante, musste nur warten - manchmal zog die Grenze einfach direkt durchs Wohnzimmer! Als dann der Zweite Weltkrieg kam, wurde Poznań von den Nazis okkupiert und bekam den unheimlichen Namen „Reichsgau Wartheland“. Die Geschichtsbücher hier lesen sich wie ein Krimi - ständig neue Herrscher, große Umwälzungen, viel Leid, viel Hoffnung. Nach 1945 begann ein neues Kapitel. Die Woiwodschaft kehrte zurück - natürlich etwas verändert, mit neuen politischen Gebilden drumherum. Und wieder wurde eifrig fusioniert, geteilt, umbenannt, bis schließlich 1998 die heutige „Woiwodschaft Großpolen“ geboren wurde. Fünf Kollegen auf einer Party verschmolzen zu einem Großraum - so stellen sich Politiker vermutlich lustige Geburtstage vor. Heute, wenn du hier stehst, spürst du: Diese Straßen haben schon so viele Geschichten gesehen wie ein gut gebrauchter Reisepass Stempel hat. Poznań war immer der Mittelpunkt, egal wie das Außenrum hieß. Also, Schritt für Schritt weiter - du bewegst dich auf Erde, die nie still steht!

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  2. Vor dir öffnet sich jetzt ein großer, rechteckiger Platz mit einer auffälligen modernen Glas-Skulptur und einer sprudelnden Fontäne, umgeben von prächtigen alten Gebäuden - schau…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor dir öffnet sich jetzt ein großer, rechteckiger Platz mit einer auffälligen modernen Glas-Skulptur und einer sprudelnden Fontäne, umgeben von prächtigen alten Gebäuden - schau einfach dorthin, wo es am offensten ist und du die glänzenden Glasflächen siehst! Willkommen am Freiheitsplatz - oder, wie die Einheimischen gerne sagen, „Plajta“. Stehst du auch genau so mitten im Zentrum? Dann spürst du sicher schon die Geschichte, die hier in der Luft liegt. Und keine Sorge: Hier musst du keine Parade abhalten, aber wenn du Lust hast, kannst du ja einen kleinen Marschschritt üben, denn davor war dieser riesige Platz einmal so angelegt, dass ein ganzes Infanterieregiment in voller Linie antreten konnte. Wahrscheinlich hat der Platz schon mehr Stiefelspitzen gesehen als das örtliche Schuhgeschäft! Stell dir vor, wir schreiben das späte 18. Jahrhundert. Hier draußen war eigentlich ein Hang: Die Musza Góra, benannt nach der alten Familie Muszyński, die das Land seit Jahrhunderten besaß. Die Stadt Poznań hatte große Pläne, aber dann kam die Zweite Teilung Polens - vorbei war's mit den Träumen. Erst die Preußen haben nach 1798 die mittelalterlichen Stadtmauern eingerissen und die umliegenden Vorstädte, wie das berühmte „Kundorf“, einverleibt. Und so entstand die Vision eines „Upper Town“, und unser Platz hier war das Sahnehäubchen! Das Land wurde übrigens für 2500 Taler gekauft - da hätte man zu der Zeit wohl ganz Poznań einkleiden können... - und das Gelände eingeebnet. Der neue Platz bekam den Namen Wilhelmsplatz, zu Ehren von König Friedrich Wilhelm III., und war stolz das Schmuckstück der Stadt. Doch die Zeiten ändern sich: 1803 brannte es gewaltig in der Nähe. Der alte jüdische Friedhof verschwand, das Viertel wurde neu angelegt und schließlich verwandelte sich der Platz in einen Park - mit Bäumen und ganz viel Grün. In napoleonischer Zeit setzte sich sogar ein neuer Name durch: Der Platz wurde Napoleon gewidmet! Aber nach dem Sturz des Herzogtums Warschau kehrte, wie das Brot nach Hause, wieder der Name Wilhelmsplatz zurück. Im 19. Jahrhundert blieb es spannend: Die östliche Seite blieb ein Park, die westliche verwandelte sich in einen Platz für Denkmäler. Hier stand früher ein riesiger Löwe, der Löwendenkmal genannt wurde, und erinnert an den preußischen Sieg in der Schlacht bei Náchod 1866. Nur ein paar Schritte weiter ragte das Denkmal von General Steinmetz in den Himmel. Und 1902 wurde hier sogar Friedrich Wilhelm III. nochmal in Stein verewigt - so viele preußische Herrscher, dass der Platz fast eine Monarchie im Kleinformat war! Was der Platz aber immer wieder erlebt hat: Umbenennungen und Neugestaltungen. Nach dem Ersten Weltkrieg war plötzlich wieder alles polnisch! Am 26. Januar 1919 legten hier tapfere Großpolnische Soldaten und ihr General ihre feierliche Vereidigung ab. Übrigens erinnert noch heute eine Gedenkplatte daran. Keine drei Monate später verschwanden alle deutschen Denkmäler, und aus Wilhelmsplatz wurde offiziell plac Wolności - der Freiheitsplatz. Dann wurde wieder umgestaltet: Bäume fielen, nur junge Bäume blieben stehen. Elektrische Lampen wurden installiert - damals ein echtes Hightech-Highlight! Wo früher pomposa Monumente standen, gab’s nun Blumenbeete. Und die Stadt träumte von neuen Denkmälern, etwa für Bolesław Chrobry, aber wie das so ist mit großen Plänen: Am Ende siegte die Bürokratie. Fast hätte es auch einen tollen „Freiheitsbrunnen“ gegeben - nur der Papierkorb war schneller! Sprung ins Jahr 1937: Hier entstand das futuristische PKO BP-Gebäude im modernen Stil - und wenn du heute noch Modernismus magst, wirst du es entdecken. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wurde mitten über den Platz ein tiefer Graben gezogen - als Luftschutzmaßnahme. Und, Überraschung: Mit den Deutschen kam der Wilhelmsplatz zurück, und alles wurde ordentlich aufgeräumt. Nach dem Krieg dann der Paukenschlag: Am 25. Februar 1945, drei Tage nach der Befreiung von Poznań, versammelten sich hier Tausende zur ersten polnischen Demonstration. So viel Aufbruchsstimmung lag damals in der Luft, dass man fast meint, sie noch zu spüren, wenn man tief einatmet. In den 60ern wurde alles nochmal umgekrempelt von den Architekten Milewski und Skupniewicz. Die Bäume wurden wieder gerodet, aber die neue Fontäne mit der Statue der Hygieia wurde das Herzstück - lass dich vom Plätschern inspirieren. 1994 sollte der Platz dann wie der berühmte Piazza Navona in Rom werden, aber auch das blieb eine schöne Idee auf Papier. Endlich, 2005, kam der nächste Wandel: Neuer Boden, neue Bepflanzung, ein schicker unterirdischer Parkplatz und der legendäre Brunnen wich einem Blumenbeet. Hier wird der Platz heute für Ausstellungen, große Open-Air-Biergärten und viele bunte Aktivitäten genutzt - vom monumentalen Skulpturenfestival bis zur sommerlichen Erfrischungspause! Hast du Lust auf einen kleinen Exkurs? Der Platz birgt noch ein echtes Technikhighlight! Im Gebäude Nummer 14, einst Sitz der Versicherung Union, tuckert eine der ältesten, funktionsfähigen Aufzüge Polens bis heute durch die Stockwerke. Klingt nach Harry Potter, oder? Und schau dich jetzt einmal ganz genau um: In jeder Ecke ragen uralte Platanen empor, die 2023 offiziell zu Naturdenkmälern erklärt wurden. Sie tragen die Namen renommierter Professoren wie Alina Hejnowicz und Józef Paczoski. Wenn du magst, leg doch mal die Hand an eine der Rinden - wer weiß, vielleicht hörst du das Flüstern all der Geschichte, die in diesen Ästen noch wohnt. Und nun - lass dich erfrischen von der Fontäne, bewundere die moderne Glasarchitektur und genieße das geschäftige Treiben um dich herum. Oh, und falls du Appetit bekommst: Ein Eisstand ist nie weit entfernt - willkommen auf dem Freiheitsplatz, zwischen Geschichte, Gegenwart und einer Prise Alltagsmagie!

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  3. Schau nach vorne - das Gebäude mit den vielen Säulen und dem grünlichen Dach, direkt gegenüber vom Platz, ist die imposante Raczyński-Bibliothek! Und falls du nach einem…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Schau nach vorne - das Gebäude mit den vielen Säulen und dem grünlichen Dach, direkt gegenüber vom Platz, ist die imposante Raczyński-Bibliothek! Und falls du nach einem besonderen Detail suchst: Die Statue mit einem Brunnen davor - das ist Hygieia, die über all das Wissen wacht. Stell dir vor, du stehst hier im alten Posen des 19. Jahrhunderts. Die Pferdekutschen klappern und plötzlich ertönt ein feierlicher Trommelwirbel: Graf Edward Raczyński hat nicht nur Geld, sondern auch Herz und Verstand in dieses bibliophile Schmuckstück gesteckt. Die klassizistischen Säulen, die du siehst, erinnern an den Louvre in Paris - ja, hier bekommt man fast das Gefühl, als ob gleich Mona Lisa um die Ecke guckt! Doch die Raczyński-Bibliothek war von Anfang an mehr als nur ein Ort für Bücher. Sie wurde von den Bürgern geliebt - sogar von denen, die nur zum Schachspielen oder Zeitungsschmökern kamen. Aber, oh weh, während des Zweiten Weltkriegs lag plötzlich der Geruch von Rauch und Asche in der Luft. Die Nazis jagten das Gebäude in die Luft, und fast alle Bücher wurden durch das Feuer zerstört - stell dir vor, wie die Buchstaben wie Schmetterlinge in den Himmel aufstiegen! Ein wahrer Alptraum für alle Leseratten. Doch Posen gab nicht auf. Wie ein Superheld im Bücherkostüm kam Architektin Janina Czarnecka ins Spiel und baute die Bibliothek nach dem Krieg wieder auf. Jetzt beherbergt sie über eine Viertelmillion Bücher - und die Zahl wächst jedes Jahr. Zwischen 2010 und 2013 kam ein brandneuer Flügel dazu, fast so modern wie ein Raumschiff, ganz ohne dass Captain Kirk vorbeigeschaut hätte. Und das alles mit freundlicher Unterstützung der Europäischen Union, die wahrscheinlich auch Bibliotheken mag. Die aktuelle Chefin, Anna Gruszecka, sorgt dafür, dass hier nicht nur Bücher, sondern auch Erinnerungen an berühmte Schriftsteller bewahrt werden. Also, falls mal dein WLAN ausfällt: Hier findest du garantiert etwas Spannendes zum Schmökern. In der Raczyński-Bibliothek lebt die Geschichte weiter - und vielleicht trifft dich der Geist von Graf Edward ja beim nächsten Stöbern mit einem Augenzwinkern.

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  4. Gerade vor Ihnen erhebt sich ein imposantes, dunkel getöntes Gebäude mit prachtvoller Fassade, großen Fenstern und feinen Mosaik-Details direkt unter dem grünen Dach - halten Sie…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Gerade vor Ihnen erhebt sich ein imposantes, dunkel getöntes Gebäude mit prachtvoller Fassade, großen Fenstern und feinen Mosaik-Details direkt unter dem grünen Dach - halten Sie Ausschau nach dem Schriftzug "MUZEUM NARODOWE", dann wissen Sie, dass Sie richtig sind! Willkommen vor dem Nationalmuseum in Posen! Stellen Sie sich vor, wie hier schon im 19. Jahrhundert die ersten neugierigen Besucher durch die riesigen Flügeltüren getreten sind, nicht ahnend, wie viele kleine und große Abenteuer sich hinter diesen Mauern verbergen würden. Die Geschichte dieses Hauses ist so bunt und überraschend wie eine Wundertüte - und sie beginnt tatsächlich schon lange, bevor man überhaupt ans heutige Museum dachte. Ursprünglich war an dieser Stelle eine kleine Sammlung, die sich die Freunde der Wissenschaft - das klingt fast so geheimnisvoll wie ein Geheimbund, finden Sie nicht? - mit Liebe zusammengelegt hatten. Da waren polnische und slawische Altertümer, Münzen, alte Bücher und ein beachtlicher Vorrat an Zeichnungen, Stichen und Gemälden, alles durch großzügige Geschenke wie von Seweryn Mielżyński, der nicht nur Bücher und Bilder gesammelt hat, sondern kurzerhand auch das Grundstück kaufte. Ich stelle mir vor, wie seine Nachbarn damals staunten: Ein Mann, der Gemälde hortet als wären sie Schokoriegel! Und dann: Eine eigene Galerie im Jahr 1882 - damals heißt das alles „Mielżyński-Museum“. Aber Moment, das Gebäude vor Ihnen kommt erst ins Spiel, als die Preußen 1894 hier ein Provinzmuseum gründen. Ihr Gedächtnisstütze: 1902 bekommt es einen kaiserlichen Namen - Kaiser Friedrich Museum - und ein brandneues, speziell dafür entworfenes Haus am Freiheitsplatz. Genau dieses Gebäude hier! Vielleicht wabert ja noch der Hauch alter Kaiserlichkeit durchs Treppenhaus - oder zumindest wundert sich der Hausmeister manchmal, wie viele bunte Geschichten die alten Steine erzählen könnten, wenn sie nur sprechen könnten. Ab 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, wird das Museum polnisch und heißt jetzt „Muzeum Wielkopolskie“. Die Sammlung wächst: Moderne Malerei drängelt sich ins Gemenge zu antiken Fundstücken, und die Räume werden immer voller. Drei große Bereiche entstehen: Malerei & Skulptur - die Sie heute noch im Haupthaus finden -, ein archäologisches Museum und eine Naturkundesammlung beim Zoo. Stellen Sie sich den Trubel vor, wenn zwischen ausgestopften Tieren auf einmal Besucher stehen und sich fragen, ob das Gemälde an der Wand sich bewegt oder ob es doch nur der Wind war, der durchs Fenster pfiff! Ach, und dann - wie überall - kommt der Krieg und macht ein ziemliches Chaos. Die Deutschen geben dem Museum wieder seinen alten kaiserlichen Namen, rauben die wertvollsten Kunstwerke in die Tiefen der Reichslager oder richten Zerstörung an. Besonders bei der schweren Schlacht um Posen 1945 gibt es großen Verlust, viele Stücke verschwinden, andere werden zerstört, und in den Ruinen ist es ziemlich still. Doch schon im selben Jahr beginnt der Wiederaufbau - ganz nach dem Motto: Aufgeben gibt’s nicht, wir fangen einfach nochmal von vorne an! Seit 1950 trägt das Haus stolz seinen heutigen Namen: Nationalmuseum Posen. Und wächst weiter, als hätte es Frühlingsgefühle: Die Instrumentensammlung bekommt ihr eigenes Museum, die Geschichte von Posen wird im Rathaus gezeigt, ein russischer Schlossflügel wird für Kunsthandwerk umgebaut, draußen in Gołuchów entstehen weitere Ableger, und sogar der berühmte Adam Mickiewicz bekommt sein eigenes Andenken in Śmiełów. Wenn Sie jetzt zur Fassade schauen, entdecken Sie vielleicht die bunten Mosaike, die in den 1970ern nach Zbigniew Bednarowicz‘ Entwurf wieder eingesetzt wurden. Und falls Sie das Gefühl haben, das Gebäude sei besonders lang gezogen - keine Sorge, das neue Flügelchen, das 2001 angebaut wurde, nennen die Einheimischen liebevoll "Dackel", weil es so lang und niedrig ist. Hunde sind also sogar in der Museumsarchitektur zu Hause, wenn auch nur als Spitzname. Das Museum lebt wie ein bunter Regenwurm: Es gräbt sich durch die Geschichten der Stadt, wächst mit jedem Jahrzehnt weiter, und steckt voller Überraschungen. Besonders stolz ist man heute auf die riesige Gemälde- und Skulpturensammlung, aber auch auf die Plakate, das Design - alles, was Kreative eben so fabrizieren. Fotografie, Video, Film, sogar ethnografische Besonderheiten finden Sie im Netz von Zweigmuseen, das hier entstanden ist. Und falls Sie sich wundern, was mit der Sammlung der Adelsfamilie Raczyński passiert ist: Ein Teil davon, in Rogalin gesammelt, kam als Stiftung zurück, und feiert hier fröhliche Wiedervereinigung mit alten Bekannten. Und wissen Sie, wofür das Museum 2024 ausgezeichnet wurde? Grand Prix „Izabella“ für das beste Museumsevent in ganz Großpolen! Und wenn das kein Applaus wert ist, dann weiß ich auch nicht. Also, wenn Sie jetzt über die Schwelle treten, erinnern Sie sich: Sie betreten nicht nur einen Tempel der Kunst, sondern ein Haus voller Geschichten, das schon so manch ein Geheimnis und so manchen Schatz gesehen hat. Und aufgepasst: Mancher Besucher behauptet, manchmal flitzen die alten Museumsgeister nachts um die Vitrinen - na, hoffentlich begegnen Sie drinnen nur freundlichen Gespenstern!

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  5. Du stehst jetzt direkt vor der Podgórna-Straße - schaue nach vorne auf die grüne und gelbe Straßenbahn, die zwischen alten, ehrwürdigen Fassaden eine abschüssige Straße…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Du stehst jetzt direkt vor der Podgórna-Straße - schaue nach vorne auf die grüne und gelbe Straßenbahn, die zwischen alten, ehrwürdigen Fassaden eine abschüssige Straße hinunterfährt! Stell dir vor: Schon im 19. Jahrhundert war diese Straße ein Ort voller Geschichten - und steil genug, dass so mancher Kutscher hier ordentlich ins Schwitzen gekommen wäre! Die Podgórna, früher auch Bergstraße genannt, zieht sich wie ein Band vom Aleje Marcinkowskiego bis zum plac Wiosny Ludów, und sie hat schon so manche Namensänderung erlebt - ganz wie ein Chamäleon, das nie ganz sicher ist, welche Farbe gerade in Mode ist. Während der kommunistischen Zeit hieß sie für eine Weile „Walki Młodych“, doch diese Namensgebung stieß bei den Bewohnern eher auf so viel Zuspruch wie ein kalter Regen im November. Aber lass uns dort beginnen, wo die großen kleinen Dramen ihren Anfang nahmen. Hier wohnte einst Karol Marcinkowski, ein Arzt und engagierter Bürger, der nach seiner Rückkehr aus dem Gefängnis 1837 in das kleine, neoklassizistische Haus in der Podgórna 6 gezogen ist. Marcinkowski war so etwas wie der Chuck Norris von Posen - er brachte die Cholera-Epidemie zum Stillstand, bekam dafür nicht etwa einen Pokal, sondern die Freiheit zurück und wurde zur städtischen Legende. Eine Gedenktafel an seinem Haus erinnert bis heute daran. Merke: Hier zeigt sich, dass ein bisschen medizinisches Wissen durchaus lebensrettend sein kann - und in diesem Fall sogar Stadtgeschichte schrieb! Kaum ein Jahr nach Marcinkowskis Tod wurde hier Paul von Hindenburg geboren, der spätere deutsche Reichspräsident. Der Witz daran: Während die Polen stolz auf den einen Bewohner waren, wollten die Deutschen hier ein „Hindenburgmuseum“ einrichten. Doch zu spät! Die polnischen Besitzer der alten Gemäuer ließen sich darauf nicht ein, und die Gedenktafel für Hindenburg hing nur während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg einige Jahre am Haus. Hätte das Haus Ohren, hätte es sicher so manches Flüstern über Identitäten und Machtwechsel hören können. Wenn du die Straßenbahnschienen unter deinen Füßen spürst, dann bist du bereit für die nächste Geschichte: Die Tramlinie entlang der Podgórna war gefürchtet! Stell dir vor, es geht bergab, und die Straßenbahn entwickelt ein Eigenleben... In den alten Zeiten mussten die Kondukteure tapfer beim Hameln stehen, bereit zum Notbremsen, wenn die Schienen zu rutschig wurden oder die Bremsen versagten. Es gab sogar eine waghalsige Probefahrt: In den 60ern beluden sie die Tram mit so vielen schweren Steinen wie hundert Passagieren - um zu testen, ob sie sicher bleibt. Das Resultat? Man konnte die Kondukteure endlich entlassen, aber bis dahin war das hier die „Action-Attraktion“ für Straßenbahnenthusiasten. Heute kümmern sich moderne Bremsen um das Problem. Trotzdem: Wer mit der Straßenbahn den Berg hinabfährt, hat immer noch ein kleines Abenteuer dabei - und das ganz ohne Achterbahn-Ticket. Apropos Wandel - die Podgórna ist wie ein Geschichtsbuch mit vielen Lesezeichen. Früher fuhren hier Händler und feine Damen in Kutschen, später prägten politische Namenswechsel und Demonstrationen das Gesicht der Straße. Nach einem Aufstand junger Menschen im März 1945 wollte jemand die berühmte „ulica Święty Marcin“ kurzerhand in „Walki Młodych“ umbenennen. Doch es entbrannte ein Streit, der in der Zeitung ausgetragen wurde - und die Kritik führte dazu, dass stattdessen die Podgórna ihren neuen Namen verpasst bekam. Vielleicht ist das ja auch eine kleine Lehre: Manchmal ist es besser, einfach die Straße zu wechseln - statt den ganzen Boulevard aufzumischen. Heute rollt die Straßenbahn in zwei Gleisen mitten durch die Straße - mit Verbindungen zu allen Ecken Posen. Ob du Richtung Dębiec, Górczyn oder Stomil reist, hier riecht es immer ein bisschen nach Vergangenheit - vermischt mit dem Duft von Herbstlaub und Abgasen - aber genau das macht diesen Ort so besonders. Auch der einst beliebte Marionettentheater befand sich unter der Hausnummer 8: Die Stimmen von klappernden Marionetten füllten hier den Raum, bevor das kleine Theater auf die größere Bühne umzog. Also, halte einen Moment inne, schau auf die Schienen und die vorbeirauschenden Peterwagen. Podgórna - ein Name, viele Geschichten. Nichts für Fußlahme, aber ein Paradies für Neugierige! Sind Sie bereit, tiefer in die Eigenschaften, die Verkehrsorganisation oder die Kommunikation einzutauchen? Begleiten Sie mich im Chat-Bereich zu einer bereichernden Diskussion.

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    Vor dir erhebt sich das imposante neoklassizistische Hotel Bazar, mit seinen zwei markanten viereckigen Türmen an den Ecken, der großen Aufschrift „BAZAR“ zwischen den Fenstern, und dem aufwendig verzierten Kopfbau Richtung Kreuzung - schau einfach zur Straßenecke mit den prachtvollen Fenstern und den hohen Schmuckgiebeln. Stell dir vor, wir drehen das Rad der Zeit zurück ins Jahr 1838: Statt hupender Autos und Handygespräche, hörst du das geschäftige Treiben ehrgeiziger Poznaner Bürger, die entschlossen ein Zeichen setzen wollten. Mitten im Herzen der Stadt gründen Karol Marcinkowski und eine Handvoll Gleichgesinnte - Ärzte, Grundbesitzer, ein Zimmermann und sogar ein Richter - eine Aktiengesellschaft. Na, Aktien gab’s damals wirklich schon! Aber diese Herren hatten nicht etwa Gewinne im Sinn, sondern „nützliche Initiativen“: Die Überschüsse des Hauses sollten dem Wohl der Bevölkerung dienen, und Geschäfte durften ausschließlich von Polen geführt werden. Clever, oder? So wurde das Hotel Bazar schon früh zum Symbol des polnischen Selbstbewusstseins in preußisch regiertem Posen. Der Grundstein wurde an einem frostigen Novembertag 1839 am frisch geborenen Paderewskiego-Platz gelegt. Als das Gebäude 1842 stand - noch ohne das markante Eckflügel zur Allee, das erst Ende des 19. Jahrhunderts folgte - staunten die Menschen: Es war der größte weltliche Bau der Stadt. Imposant wie ein Märchenschloss mit Fassaden im edlen Neoklassizismus, gekrönt von kunstvoll gestalteten Türmen und einem eleganten Portikus, der fast bis in die Wolken zu ragen scheint. Schau mal nach oben - die dreieckigen Giebel erzählen von alter Grandezza. Doch das Beste passierte hinter diesen Mauern: Hier summten und brummten die Ideen! Im Bazar tagten nicht nur der Wissenschaftsclub, die Zentrale für Landwirtschaft oder der Bankverein - sogar der berühmte Hipolit Cegielski verkaufte hier seine Eisenwaren. Zeitungen wurden gründet, Visionen geschmiedet und im Gesellschaftskasino stritten und lachten die Bürger - Adlige, Intellektuelle und Müller Schulter an Schulter am Tisch! Und wenn einer zu wild wurde, wie Marcin Kasprzak mit seinen kommunistischen Revolutionsrufen, wurde er ganz demokratisch hinauskomplimentiert. Vor Ort, versteht sich - die Poznaner hielten eben zusammen, aber Revolution musste draußen bleiben. Richtig spannend wurde es 1848, als das nationale Komitee im Bazar tagte - hier pulsierte damals förmlich das Herz von Polens Widerstand während des Frühlings der Völker. Viele Jahre später, zu Weihnachten 1918, ließ sich der berühmte Pianist Ignacy Jan Paderewski ein Zimmer geben. Er trat ans Fenster - vielleicht kannst du dir vorstellen, wie die Menge unten wartete - und hielt seine flammende Ansprache. Was für ein Moment! Diese wenigen Minuten triggerten ein Feuerwerk der Befreiung: Wenige Tage darauf begann der Aufstand von Großpolen. In seiner Blütezeit war der Bazar ein Ort für glanzvolle Bankette, rauschende Feste und elegante Abende. Man aß, trank und schwang das Tanzbein, oft zu Melodien, die berühmte Gäste wie die Brüder Wieniawski auf ihren Geigen zauberten. Kein Wunder, dass noch heute eine bronzene Erinnerungstafel an sie erinnert - falls du sie siehst, lies gern mal nach, was die Musik für die Stadt bedeutete. Auch Schriftsteller und Denker gaben sich einst die Klinke in die Hand. Schachmeister, Musiker, Politiker - durch diese Türen gingen die Größen Polens ein und aus. Sogar Krimis spielen heute hier: Ob Aleksander Alechin und seine simultane Schachpartie mit 32 Gegnern - die übrigens der Stoff für einen richtigen Page-Turner wurde - oder mörderische Machenschaften in düsteren Romanen... Der Bazar bleibt lebendig, egal ob mit Sektglas oder Sherlock-Mütze! Doch nicht immer war es glamourös. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Hotel in „Posener Hof“ umbenannt, aber schon 1945 brannte es. Die Nachkriegszeit brachte ein wahres Wunder der Improvisation: 1949, pünktlich zu den großen Messen, mussten wieder Gäste her - allerdings existierte nicht ein einziger Bauplan! Also stürzte sich der Architekt Henryk Marcinkowski voller Tatendrang auf eine alte Monografie und konstruierte das Innere nach Bildern und Erinnerungen. Stell dir das vor: Pauspapier, Kaffeeduft und der eifrige Streit der Handwerker hallen durch leere Säle… Aber die Poznaner geben eben nicht auf! Nach einigen Umwegen und Eigentümerwechseln in der kommunistischen Ära kehrte der Bazar einst in die Hände seiner alten Gesellschaft zurück. Seit den 1990ern wird fleißig renoviert, und jedes Zimmer, jede Ecke erzählt ihre eigenen Geschichten: von Konspirateuren, Komponisten, Schachmeistern und den glücklichen Nächten, als die Menschen hier ein Stück polnischer Freiheit fanden. Siehst du die Fassaden, das prunkvolle Portal, den Schwung der alten Architektur? Streif mal ganz langsam mit deinem Blick von Ecke zu Ecke - du schaust nicht nur auf Backsteine und Putz, sondern auf ein Gebäude, das Poznańs stolzes Herz so richtig zum Schlagen bringt. Vielleicht hörst du sogar jetzt noch ein leises Echo alter Gespräche und Melodien… Wenn Sie neugierig auf die Beschreibung des gebäudes, gäste oder die Galerie sind, ist der Chat-Bereich unten der perfekte Ort, um Klarheit zu suchen.

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  7. Um das Königliche Schloss von Posen zu entdecken, schau einfach nach vorn auf den Hügel: Der hohe, viereckige Backsteinturm mit seinen Zinnen ist kaum zu übersehen und die…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Um das Königliche Schloss von Posen zu entdecken, schau einfach nach vorn auf den Hügel: Der hohe, viereckige Backsteinturm mit seinen Zinnen ist kaum zu übersehen und die auffälligen Treppengiebel über den Fenstern stechen sofort ins Auge. Stell dir vor, du stehst nun genau dort, wo vor fast 800 Jahren alles begann. Es ist das Jahr 1249 - der Boden unter deinen Füßen war damals Góra Zamkowa, die Schlossberg, heute besser bekannt als Hügel Przemysława. Przemysł I., ein Herzog mit großem Durst nach Macht - und scheinbar auch nach Wein, denn tief in den Kellern lagerte er seinen edlen Tropfen! Hier entstand als Erstes ein stattlicher Turm aus Backstein, darin ein eigener Brunnen - damit bloß niemand während einer Belagerung verdursten muss. Eine hölzerne Palisade und Erdwälle beschützten das kleine Herzogtum gegen finstere Feinde und neugierige Nachbarn. Nun, die Geschichte wurde richtig spannend, als sein Sohn Przemysł II. auftauchte. Der hatte große Pläne: Er wollte die zersplitterte polnische Krone wieder vereinigen. Ein König braucht schließlich ein passendes Schloss, oder? Kaum zum König gekrönt - zack, ein Jahr später schon ermordet! Tragisch, oder? Manchmal ist der Job als König auch nur ein saisonaler Nebenverdienst. Der Bau war also nicht fertig, aber seine Nachfolger, die Piasten aus Głogów, vollendeten das riesige Gemäuer: ein Saal für 2.000 Gäste! Hier wurde gefeiert, getagt und gnadenlos gegessen. In den stickigen Kellern: Gefangene. Über dir: Schlösser aus Holz und die Gewölbe für Festtafeln. Im Mittelalter zu gastieren hieß: Wer hierher eingeladen wurde, der gehörte wirklich zur oberen Zehntausend! Die repräsentativen Säle auf der ersten Etage zeigten Macht, Einfluss und… sagen wir es ehrlich: den Stolz auf die eigene Baukunst. Aber Poznań war kein Ort für Ruhestand - Katastrophen wie der große Stadtbrand von 1536 verschonten auch das Schloss nicht. Doch in guter alter Tradition ließ der Statthalter es gleich im angesagten Renaissancestil wiederaufbauen - praktisch ein mittelalterlicher Makeover! Später, als die Schweden wüteten, Moskowiter und Sachsen alles kurz und klein schlugen, war das Schloss ein einziges Trümmerfeld. Wenn die Wände hier Ohren hätten, würden sie vor Schreck noch heute beben! Doch die Geschichte wäre nicht halb so spannend ohne einen Schuss Mystery und ein bisschen Gänsehaut, oder? Die berühmteste Legende spinnt sich um den Teufel höchstpersönlich: Als Polen getauft wurde, packte den Fürsten der Finsternis der Neid. Er riss einfach einen Hügel aus der Erde bei Gniezno, um die Warta - und damit Poznań - zu blockieren. Nur war der gute Teufel ein bisschen zu selbstsicher. Während er feierte, begannen die Hähne zu krähen, der Morgen graute, und - zack! - die Dämonen erschraken so sehr, dass sie den Hügel einfach fallen ließen. Stellen wir uns das mal vor: Mitten in der Nacht, plötzlich lautes Krähen überall! Doch das ist nicht die einzige düstere Geschichte. Im Schloss spukte der Geist der weißen Dame, Ludgarda, die Gemahlin von Przemysł II. Angeblich wurde sie 1283 ermordet, weil sie keinen Thronfolger gebar - eine feuchtfröhliche Verschwörung, in der sogar damalige Chronisten lieber „unklare Umstände“ notierten. Ihr Geist soll als weiße Gestalt durch die Hallen geirrt sein, und der „Schwarze Ritter“ klagte draußen an der Schlossmauer. Na, Gänsehaut schon? Die Jahrhunderte rasten, Könige kamen und gingen: Hochzeiten wurden hier gefeiert, wie die von Salomea 1249, Casimir III. 1341 und andere Herzöge und Damen gaben sich die Ehre. Friedensverträge wurden im Saal besiegelt, Herrscher aus fernen Ländern besuchten das Schloss. Wer also heute auf der Schlossrampe steht, spürt förmlich das Echo dieser Stimmen, das Schlagen der Hufe, das Klirren der Rüstungen. Im 18. Jahrhundert wandelte sich das Schloss: Der letzte große Starost Kazimierz Raczyński machte daraus ein Archiv. Danach rissen die Preußen einen Teil ab, bauten neue Verwaltungsgebäude - Verwaltung statt Verschwörung, wie langweilig! Aber immerhin blieben Wände aus dem 13. und 14. Jahrhundert, zwei Meter dick zum Trotz der Zeit! Im 20. Jahrhundert, im zerstörerischen Wirbel des Zweiten Weltkriegs, wurde das Schloss abermals Opfer von Artilleriefeuer - der Hügel war Feuerlinie. Aber Poznań gibt nicht auf! Die Überreste wurden zum Archiv, dann Museum, wieder aufgebaut und restauriert. Heute kannst du durch Hallen voller Kunst spazieren: Das Museum für Gebrauchskunst zeigt, wie kreativ der Mensch schon immer war, wenn er schöne oder praktisch-nützliche Dinge schuf. Und vergiss beim Rundgang nicht, die drei Tafeln zu suchen: Sie erzählen von Kazimierz Raczyński, dem Deutschen Orden und der Krönung Przemysłs II. - Geschichte als Schnitzeljagd! Aber pass auf, wem du auf den Fluren begegnest. Vielleicht rauscht ja die weiße Dame vorbei, grau und traurig, gefolgt vom weinenden schwarzen Ritter am Tor… Was für ein Schloss, was für Geschichten - und du stehst mitten im Herzen davon!

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  8. Direkt vor Ihnen erhebt sich eine mächtige, gelb getünchte Kirche mit zwei Zwiebeltürmen und einer eleganten Barockfassade - schauen Sie auf das höchste Gebäude mit den grünen…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Direkt vor Ihnen erhebt sich eine mächtige, gelb getünchte Kirche mit zwei Zwiebeltürmen und einer eleganten Barockfassade - schauen Sie auf das höchste Gebäude mit den grünen Turmhauben, dann sind Sie schon am Ziel! Stellen Sie sich vor, wir reisen gemeinsam zurück ins 17. Jahrhundert. Hier, am Fuß der sogenannten „Burgberg“, da wo die Stadtmauern Posen einst schützten, stand... nichts. Nur der Wind pfiff und vielleicht huschte ein listiges Eichhörnchen vorbei, auf der Suche nach einem architektonischen Wunder. Denn seien wir mal ehrlich: Was wäre eine Stadt ohne ihre dramatisch verborgenen Geschichten? Damals wollte der Bischof Andrzej Szołdrski die Franziskaner nach Posen holen. „Wir brauchen mehr Mönche in der Stadt!“, dachte er wohl - aber die anderen Orden, besonders die hier ansässigen Bernhardiner, waren so begeistert davon wie ein Kater vom Badetag. Also gab es ein bisschen heiliges Gezicke und die Franziskaner wurden erstmal aufs Abstellgleis geschickt - an die heutige ul. Grobla, weitab vom Zentrum. Aber sie gaben nicht auf! Weil ihr Holz-Kirchlein 10 Jahre später abbrannte (vermutlich ein sehr heißer Gottesdienst...) mussten sie weiterziehen und bekamen eine neue Bleibe und einen noch älteren Kirchenbau. Doch das Ziel war klar: Eine eigene prachtvolle Kirche innerhalb der Stadtmauern! Also - und jetzt halten Sie sich fest - 1668, nach mehreren Anläufen und vielen Gebeten (und wahrscheinlich auch ein paar verzweifelten Stoßseufzern beim Blick aufs Bauamt), bekamen sie endlich ihr Grundstück direkt hier am Fuße des Burgbergs. Ein gewisser Baumeister Jan Koński wurde 1674 mit dem Bau beauftragt. Aber, wie es bei Kirchenbauten so ist, zog sich alles hin wie Kaugummi auf dem Gehweg im Sommer: Ganze 54 Jahre dauerte es bis zur endgültigen Fertigstellung 1728. Im Inneren erwartet Sie der pure Barock: Eine dreischiffige Basilika mit einem Hauptschiff, das von einem kunstvollen Tonnengewölbe mit Fenstern überspannt wird. Dort blinzelt golden der prunkvolle Hauptaltar, voller Stuckverzierungen und bemalter Fresken - geschaffen von den Brüdern Adam und Antoni Swach, zwei legendären tschechischen Franziskanern. Falls Sie sich je gefragt haben, wie viele Heilige auf einmal auf einen Altar passen: Neben dem Bild des heiligen Antonius von Padua stehen gleich zwei mächtige Holzfiguren - der heilige Augustinus und Franz von Assisi, beide wohl im Dauerlauf zum Altar geeilt. Eine besondere Attraktion ist die Kapelle mit dem Bildnis der „Wundertätigen Madonna von Posen“, gemalt 1666 von Marcin aus Śródka, der damals vermutlich nicht ahnte, dass sein Werk einen so legendären Ruf bekommen würde. Zwei Jahre nach der Entstehung suchten die Menschen ihren Segen und schon bald war das Bild als wundertätig bekannt! Seitdem pilgern Generationen hierher. Und 1968, Jahrhunderte später, wurde das Bild sogar vom berühmten Kardinal Stefan Wyszyński gekrönt, während ein gewisser Krakauer Bischof namens Karol Wojtyła dabei zusah - ja, derselbe, der später an Nummer eins auf die Papstliste der Welt rücken sollte. Die Kirche erlebte in ihrer Geschichte viele Höhen und Tiefen - wortwörtlich auch bauliche: Im 19. Jahrhundert wurde der Orden unterdrückt, der Sakralbau von den Preußen flugs zum Lagerhaus umfunktioniert (es roch vermutlich weniger nach Weihrauch, mehr nach Mottenkugeln...), später dann fast ganz zerstört, im Krieg erneut beschädigt und als Erste nach Kriegsende wieder aufgebaut. Jede Schicht des Mauerwerks erzählt von Mut, Hoffnung und einer Prise echt klösterlicher Beharrlichkeit. Im Inneren finden Sie noch etwas Gruseliges und Faszinierendes zugleich: eine Sammlung von 14 barocken Totenporträts, hölzerne Stallen und kunstvolle Grabmäler - eine Zeitreise durch die Posen’sche Geschichte im Kreis, einmal im Uhrzeigersinn abgelaufen! Und als würde es nicht reichen, steht gleich nebenan ein Denkmal für den legendären 15. Ulanenverband von Posen, als würden auch sie über die Konstante in dieser Stadt wachen: Immer weiter, immer wieder, immer voller Geschichten! Und hier stehen Sie nun - mitten in diesem Patchwork aus Triumph, Tränen, Triumphgewölben und den ein oder anderen Wunder, das vielleicht schon im nächsten Moment passieren könnte. Wer weiß, vielleicht begegnet Ihnen ja ein besonders freundlicher Pater, der noch eine kleine Anekdote auf Lager hat - und wenn nicht, dann hat Andreas, Ihr digitaler Stadtführer, immer einen weiteren Klosterwitz im Ärmel! Möchten Sie mehr über die Architektur, heiligtum unserer lieben frau von den wundern unserer lieben frau von poznań oder den wächter erfahren? Fragen Sie im Chat-Bereich nach und ich werde Sie aufklären.

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  9. Direkt vor Ihnen liegt der Plac Wielkopolski: Der rechteckige Platz ist leicht zu erkennen an den vielen grünen und weißen Marktständen, die ein auffälliges Zeltmeer in der…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Direkt vor Ihnen liegt der Plac Wielkopolski: Der rechteckige Platz ist leicht zu erkennen an den vielen grünen und weißen Marktständen, die ein auffälliges Zeltmeer in der Platzmitte bilden - schauen Sie einfach dahin, wo das geschäftige Treiben zwischen den alten und neuen Häuserfassaden pulsiert! Willkommen am Plac Wielkopolski, einem Platz, der mehr Geschichten in seinen Pflastersteinen gespeichert hat, als so mancher Großonkel bei Familienfeiern erzählt! Stellen Sie sich vor, Sie stehen jetzt mitten im ehemaligen Vorort Glinki, umgeben von lebhaften Marktständen, dem Klang der Verkäufer, die ihre frischen Tomaten und duftenden Brote anpreisen, und - wenn Sie ganz genau lauschen - dem gelegentlichen Quietschen einer Straßenbahn. Aber wussten Sie, dass hier einst Lehmgruben und Ziegelöfen das Bild bestimmten? Der Boden unter Ihren Füßen war im Mittelalter ein richtiges Ziegelparadies. Wer damals durch den Matsch gestapft hat, hätte sich sicher nie vorstellen können, dass Jahrhunderte später hippe Städter nach Avocados suchen würden! Im 17. und 18. Jahrhundert ertönte hier übrigens das Zischen und Klappern von Schießpulver, denn die Schießgesellschaft traf sich regelmäßig auf einer Schießanlage, um den besten Schützen zu küren. Alles natürlich unter strengem Blick der Bruderschaft - und wahrscheinlich unter Zuhilfenahme eines kleinen Schnapses, denn damals hieß es schon: Erst schießen, dann stoßen! Irgendwann wurde der Platz zivilisierter - 1786, man höre und staune, eröffnete Jan Geisler an eben diesem Ort eine der ersten Kaffeeschenken von Posen. Der Duft von Kaffee, das leise Klirren der Tassen... genießen Sie diese Vorstellung, während um Sie herum der heutige Markt pulsiert. Kaffee und Krawall, das passt hier tatsächlich zum Programm: Ab 1847 nämlich wurde der Platz zum Zentrum von Hungerunruhen, bei denen wütende Menschen um Brot und Hoffnung demonstrierten. Es hätte eigentlich eine Bäckerei gebraucht, keine Polizei! Die Geschichte des Namens ist fast eine kleine Adelsseifenoper: Nach Geisler kamen die Sapiehowie, ein Adelsgeschlecht mit Fuchs im Wappen (kein Scherz!), die ihren Namen auf den Platz brachten. Nach 1945 wurde aus dem „plac Sapieżyński“ dann endgültig der „Plac Wielkopolski“, und damit verabschiedete man sich auch offiziell von den Fürstenzeiten. Im Süden des Platzes gluckerte bis 1876 sogar ein kleiner Stausee - Überbleibsel des alten Mühlbachs. Heute ist davon nur noch ein hübsch angelegter Grünstreifen zu sehen, wo Sie sich auf eine Bank setzen und das bunte Treiben beobachten können. Die Zeit streifte gnadenlos über den Platz hinweg: Während des Zweiten Weltkriegs wurden fast alle historischen Häuser um den Platz zerstört, nur eine charmante Jugendstil-Kamienica und das preußische Staatsarchiv blieben stehen. Der Rest stammt aus den 1950er Jahren und trägt eindeutig den Charme der sozialistischen Architektur: große, schlichte Wohnblöcke, aber durchaus mit dem Versuch, ein bisschen prunkvollen Schnickschnack zu imitieren - schließlich sollte der neue Platz ja die Brücke schlagen zwischen dem alten und dem modernen Poznań, schnörkelig und praktisch zugleich. Wirklich spannend wird die Geschichte aber in den 70er-Jahren, als durch die neue Straße Solna der historische Zusammenhang zur benachbarten Heilig-Kreuz-Gegend zertrennt wurde - ein bisschen wie ein unfreiwilliger Haarschnitt, der immer sichtbar bleibt. Und dann gibt’s noch eine kleine Kuriosität aus der Ära der Volksrepublik: Der Plac Wielkopolski war damals DER geheime Treffpunkt der schwulen Szene - man munkelt, hier wurde mehr geflirtet als Bananen verkauft! Achten Sie zum Schluss doch auch einmal auf die Straßenbahnschienen, die so geschickt um die Markthallen und Häuser schleichen. Sie bilden eine Schleife, die eigentlich nur im Notfall befahren wird. Vielleicht hören Sie heute das Rattern und Klingeln, vielleicht aber auch nur das Gemurmel, das schon seit Jahrhunderten über diesen ganz besonderen Platz hinwegweht. Willkommen im Herzen von Posen, wo jeder Stein seine eigene Geschichte zu erzählen scheint - und es nie langweilig wird.

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  10. Vor dir steht das leuchtende Poznańer Rathaus - ein prachtvolles, weißes Gebäude mit einer auffälligen Uhr und einem hohen, turmartigen Dach, das mit seiner dreistöckigen, reich…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor dir steht das leuchtende Poznańer Rathaus - ein prachtvolles, weißes Gebäude mit einer auffälligen Uhr und einem hohen, turmartigen Dach, das mit seiner dreistöckigen, reich verzierten Loggia und der goldenen Adlerstatue auf der Spitze aus dem bunten Marktplatz richtig heraussticht; halte Ausschau nach dem höchsten Gebäude direkt mit Blick auf den Platz! Willkommen am letzten Halt unserer Tour - aber keine Sorge, das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss… und das Poznańer Rathaus weiß, wie man sich in Szene setzt! Stell dir vor: Du stehst mitten auf einem lebhaften Marktplatz, umgeben von duftenden Restaurants, lachenden Menschen und Kopfsteinpflaster unter deinen Füßen. Vor dir erhebt sich das Rathaus wie ein Zauberschloss aus einem Märchenbuch. Die Wände leuchten im warmen Licht, die vergoldeten Akzente funkeln - und oben, ganz frech, thront der weiße Adler mit ausgebreiteten Flügeln. Gleich daneben die Uhr - und darauf solltest du besonders achten, denn hier passiert etwas ganz Besonderes! Doch wir gehen erst einmal zurück ins 13. Jahrhundert: Die Stadt Poznań ist gerade frisch gegründet, Händler schreien ihre Waren aus, und aus dem neuen Rathaus - damals noch ein einfaches, rechteckiges Gebäude mit nur einem Stockwerk - riecht es nach Pergament und alten Akten. Unter euren Füßen liegen die uralten Keller, die später Warenlager, Gefängnis, Folterkammer und am Ende sogar Restaurant und Museum wurden. Über die Jahrhunderte wächst das Rathaus Stück für Stück, der Platz wird immer geschäftiger. Beim großen Stadtbrand 1536 geht es hier richtig heiß her! Rauch steigt auf, und das stolze Rathaus steht schwer beschädigt da. Dann kommt ein berühmter Baumeister aus Italien: Giovanni Battista di Quadro. Der Mann bringt einen Hauch “La Dolce Vita” nach Polen, setzt ein schillerndes Loggia-Gesicht aufs Gebäude, verpasst ihm eine extra Etage und baut einen Turm, der fast bis zu den Wolken reicht. Besonders stolz ist die Stadt ab 1551 auf ihre neue, bunte Rathausuhr, denn darunter - jetzt festhalten - erscheinen jeden Mittag zwei mechanische Ziegenböcke, die sich punktgenau um 12 Uhr über eine Runde Stirnrammen duellieren! Kein Wunder, dass heute alle Touristen pünktlich hier stehen wie die Sardellen zur Marktsaison. Warum aber Ziegen, fragst du? Die Legende erzählt von einem tollpatschigen Koch, der das Hirschbraten für ein Festmahl versemmelt und im letzten Moment zwei Ziegen von der Weide mopst. Die Ausreißer laufen ihm davon, klettern zum Entsetzen aller auf den Rathausturm und liefern sich dort oben eine Rauferei - was so viel Spaß bringt, dass der Stadtvorsteher beide Tiere und auch den Koch begnadigt. Damit alle nie vergessen, wie lustig so eine Ziegenkollision ist, baut der Baumeister sie als mechanisches Schauspiel über der Uhr ein. Aber das Rathaus ist nicht nur für Ziegenspaß bekannt - es ist ein Schauplatz der Geschichte. Stell dir vor: hier treffen sich Könige und Stadträte, verlieben sich Renaissance-Säle in vergoldete Decken, werden Urteile gesprochen, Maskenbälle gefeiert und gleich mehrere Renovierungsarbeiten im Laufe der Jahrhunderte abgehalten. Einmal zerstört ein Blitz die Turmspitze samt Ziegen, später reißt ein Hurrikan das Dach weg, und immer wieder bastelt, streicht und erneuert man die prächtige Fassade. In Kriegszeiten verstecken die Bürger sogar die goldene Adlerstatue - aus Angst, sie könnte verloren gehen. Doch nach jedem Sturm, nach jeder Katastrophe steht das Rathaus wieder auf, schöner als zuvor. Die pompöse große Halle ist mit Bildern von alten Helden geschmückt, üppige Fresken leuchten an der Decke, und durch die uralten Flure hallt noch immer das Echo der Stadtgeschichte nach. Nicht zu vergessen: Die geheimnisvolle Melodie, der sogenannte hejnał, der heute noch zur vollen Stunde aus dem Turm erklingt. Hier versteckt sich eine weitere Legende - angeblich wurde diese Melodie einst einem Jungen geschenkt, der einem verwundeten Raben half. Jahre später, als die Stadt von Feinden bedroht ist, bläst der Junge genau dieses Signal - und eine Schwarm wütender Raben rettet ganz Poznań! Und während du jetzt vor dieser prächtigen Fassade stehst, schau genau auf die Figuren: Zwischen den Arkaden unten stehen verzierte Damen, die für Tugenden wie Geduld, Klugheit, Gerechtigkeit und Tapferkeit stehen - und oben die Liste der alten Könige. Manche Besucher meinen, nachts könnten die Figuren zum Leben erwachen und ihre alten Geschichten weitererzählen. Nimm dir einen Moment, spür die Geschichte und das Kribbeln, dass du gerade auf jahrhundertealtem Pflaster stehst, zwischen Ziegensagen, Räubermärchen und echten Helden. Und das nächste Mal, wenn du eine Uhr schlagen hörst oder Ziegen siehst, denk an das Rathaus hier in Posen und vielleicht, nur vielleicht, spürst du ein winziges Bisschen der alten Magie des Ortes. Möchten Sie den Ziegen- und Hornruf, die Räume oder die äußeren Besonderheiten genauer erkunden? Kommen Sie zu mir in den Chat-Bereich, um eine detaillierte Diskussion zu führen.

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