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Hotel Bazar in Poznan

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Hotel Bazar in Poznan

Vor dir erhebt sich das imposante neoklassizistische Hotel Bazar, mit seinen zwei markanten viereckigen Türmen an den Ecken, der großen Aufschrift „BAZAR“ zwischen den Fenstern, und dem aufwendig verzierten Kopfbau Richtung Kreuzung - schau einfach zur Straßenecke mit den prachtvollen Fenstern und den hohen Schmuckgiebeln.

Stell dir vor, wir drehen das Rad der Zeit zurück ins Jahr 1838: Statt hupender Autos und Handygespräche, hörst du das geschäftige Treiben ehrgeiziger Poznaner Bürger, die entschlossen ein Zeichen setzen wollten. Mitten im Herzen der Stadt gründen Karol Marcinkowski und eine Handvoll Gleichgesinnte - Ärzte, Grundbesitzer, ein Zimmermann und sogar ein Richter - eine Aktiengesellschaft. Na, Aktien gab’s damals wirklich schon! Aber diese Herren hatten nicht etwa Gewinne im Sinn, sondern „nützliche Initiativen“: Die Überschüsse des Hauses sollten dem Wohl der Bevölkerung dienen, und Geschäfte durften ausschließlich von Polen geführt werden. Clever, oder? So wurde das Hotel Bazar schon früh zum Symbol des polnischen Selbstbewusstseins in preußisch regiertem Posen.

Der Grundstein wurde an einem frostigen Novembertag 1839 am frisch geborenen Paderewskiego-Platz gelegt. Als das Gebäude 1842 stand - noch ohne das markante Eckflügel zur Allee, das erst Ende des 19. Jahrhunderts folgte - staunten die Menschen: Es war der größte weltliche Bau der Stadt. Imposant wie ein Märchenschloss mit Fassaden im edlen Neoklassizismus, gekrönt von kunstvoll gestalteten Türmen und einem eleganten Portikus, der fast bis in die Wolken zu ragen scheint. Schau mal nach oben - die dreieckigen Giebel erzählen von alter Grandezza.

Doch das Beste passierte hinter diesen Mauern: Hier summten und brummten die Ideen! Im Bazar tagten nicht nur der Wissenschaftsclub, die Zentrale für Landwirtschaft oder der Bankverein - sogar der berühmte Hipolit Cegielski verkaufte hier seine Eisenwaren. Zeitungen wurden gründet, Visionen geschmiedet und im Gesellschaftskasino stritten und lachten die Bürger - Adlige, Intellektuelle und Müller Schulter an Schulter am Tisch! Und wenn einer zu wild wurde, wie Marcin Kasprzak mit seinen kommunistischen Revolutionsrufen, wurde er ganz demokratisch hinauskomplimentiert. Vor Ort, versteht sich - die Poznaner hielten eben zusammen, aber Revolution musste draußen bleiben.

Richtig spannend wurde es 1848, als das nationale Komitee im Bazar tagte - hier pulsierte damals förmlich das Herz von Polens Widerstand während des Frühlings der Völker. Viele Jahre später, zu Weihnachten 1918, ließ sich der berühmte Pianist Ignacy Jan Paderewski ein Zimmer geben. Er trat ans Fenster - vielleicht kannst du dir vorstellen, wie die Menge unten wartete - und hielt seine flammende Ansprache. Was für ein Moment! Diese wenigen Minuten triggerten ein Feuerwerk der Befreiung: Wenige Tage darauf begann der Aufstand von Großpolen.

In seiner Blütezeit war der Bazar ein Ort für glanzvolle Bankette, rauschende Feste und elegante Abende. Man aß, trank und schwang das Tanzbein, oft zu Melodien, die berühmte Gäste wie die Brüder Wieniawski auf ihren Geigen zauberten. Kein Wunder, dass noch heute eine bronzene Erinnerungstafel an sie erinnert - falls du sie siehst, lies gern mal nach, was die Musik für die Stadt bedeutete.

Auch Schriftsteller und Denker gaben sich einst die Klinke in die Hand. Schachmeister, Musiker, Politiker - durch diese Türen gingen die Größen Polens ein und aus. Sogar Krimis spielen heute hier: Ob Aleksander Alechin und seine simultane Schachpartie mit 32 Gegnern - die übrigens der Stoff für einen richtigen Page-Turner wurde - oder mörderische Machenschaften in düsteren Romanen... Der Bazar bleibt lebendig, egal ob mit Sektglas oder Sherlock-Mütze!

Doch nicht immer war es glamourös. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Hotel in „Posener Hof“ umbenannt, aber schon 1945 brannte es. Die Nachkriegszeit brachte ein wahres Wunder der Improvisation: 1949, pünktlich zu den großen Messen, mussten wieder Gäste her - allerdings existierte nicht ein einziger Bauplan! Also stürzte sich der Architekt Henryk Marcinkowski voller Tatendrang auf eine alte Monografie und konstruierte das Innere nach Bildern und Erinnerungen. Stell dir das vor: Pauspapier, Kaffeeduft und der eifrige Streit der Handwerker hallen durch leere Säle… Aber die Poznaner geben eben nicht auf!

Nach einigen Umwegen und Eigentümerwechseln in der kommunistischen Ära kehrte der Bazar einst in die Hände seiner alten Gesellschaft zurück. Seit den 1990ern wird fleißig renoviert, und jedes Zimmer, jede Ecke erzählt ihre eigenen Geschichten: von Konspirateuren, Komponisten, Schachmeistern und den glücklichen Nächten, als die Menschen hier ein Stück polnischer Freiheit fanden.

Siehst du die Fassaden, das prunkvolle Portal, den Schwung der alten Architektur? Streif mal ganz langsam mit deinem Blick von Ecke zu Ecke - du schaust nicht nur auf Backsteine und Putz, sondern auf ein Gebäude, das Poznańs stolzes Herz so richtig zum Schlagen bringt. Vielleicht hörst du sogar jetzt noch ein leises Echo alter Gespräche und Melodien…

Wenn Sie neugierig auf die Beschreibung des gebäudes, gäste oder die Galerie sind, ist der Chat-Bereich unten der perfekte Ort, um Klarheit zu suchen.

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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