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Wielkopolska Square in Poznan

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Wielkopolska Square in Poznan

Direkt vor Ihnen liegt der Plac Wielkopolski: Der rechteckige Platz ist leicht zu erkennen an den vielen grünen und weißen Marktständen, die ein auffälliges Zeltmeer in der Platzmitte bilden - schauen Sie einfach dahin, wo das geschäftige Treiben zwischen den alten und neuen Häuserfassaden pulsiert!

Willkommen am Plac Wielkopolski, einem Platz, der mehr Geschichten in seinen Pflastersteinen gespeichert hat, als so mancher Großonkel bei Familienfeiern erzählt! Stellen Sie sich vor, Sie stehen jetzt mitten im ehemaligen Vorort Glinki, umgeben von lebhaften Marktständen, dem Klang der Verkäufer, die ihre frischen Tomaten und duftenden Brote anpreisen, und - wenn Sie ganz genau lauschen - dem gelegentlichen Quietschen einer Straßenbahn. Aber wussten Sie, dass hier einst Lehmgruben und Ziegelöfen das Bild bestimmten? Der Boden unter Ihren Füßen war im Mittelalter ein richtiges Ziegelparadies. Wer damals durch den Matsch gestapft hat, hätte sich sicher nie vorstellen können, dass Jahrhunderte später hippe Städter nach Avocados suchen würden!

Im 17. und 18. Jahrhundert ertönte hier übrigens das Zischen und Klappern von Schießpulver, denn die Schießgesellschaft traf sich regelmäßig auf einer Schießanlage, um den besten Schützen zu küren. Alles natürlich unter strengem Blick der Bruderschaft - und wahrscheinlich unter Zuhilfenahme eines kleinen Schnapses, denn damals hieß es schon: Erst schießen, dann stoßen! Irgendwann wurde der Platz zivilisierter - 1786, man höre und staune, eröffnete Jan Geisler an eben diesem Ort eine der ersten Kaffeeschenken von Posen. Der Duft von Kaffee, das leise Klirren der Tassen... genießen Sie diese Vorstellung, während um Sie herum der heutige Markt pulsiert. Kaffee und Krawall, das passt hier tatsächlich zum Programm: Ab 1847 nämlich wurde der Platz zum Zentrum von Hungerunruhen, bei denen wütende Menschen um Brot und Hoffnung demonstrierten. Es hätte eigentlich eine Bäckerei gebraucht, keine Polizei!

Die Geschichte des Namens ist fast eine kleine Adelsseifenoper: Nach Geisler kamen die Sapiehowie, ein Adelsgeschlecht mit Fuchs im Wappen (kein Scherz!), die ihren Namen auf den Platz brachten. Nach 1945 wurde aus dem „plac Sapieżyński“ dann endgültig der „Plac Wielkopolski“, und damit verabschiedete man sich auch offiziell von den Fürstenzeiten. Im Süden des Platzes gluckerte bis 1876 sogar ein kleiner Stausee - Überbleibsel des alten Mühlbachs. Heute ist davon nur noch ein hübsch angelegter Grünstreifen zu sehen, wo Sie sich auf eine Bank setzen und das bunte Treiben beobachten können.

Die Zeit streifte gnadenlos über den Platz hinweg: Während des Zweiten Weltkriegs wurden fast alle historischen Häuser um den Platz zerstört, nur eine charmante Jugendstil-Kamienica und das preußische Staatsarchiv blieben stehen. Der Rest stammt aus den 1950er Jahren und trägt eindeutig den Charme der sozialistischen Architektur: große, schlichte Wohnblöcke, aber durchaus mit dem Versuch, ein bisschen prunkvollen Schnickschnack zu imitieren - schließlich sollte der neue Platz ja die Brücke schlagen zwischen dem alten und dem modernen Poznań, schnörkelig und praktisch zugleich.

Wirklich spannend wird die Geschichte aber in den 70er-Jahren, als durch die neue Straße Solna der historische Zusammenhang zur benachbarten Heilig-Kreuz-Gegend zertrennt wurde - ein bisschen wie ein unfreiwilliger Haarschnitt, der immer sichtbar bleibt.

Und dann gibt’s noch eine kleine Kuriosität aus der Ära der Volksrepublik: Der Plac Wielkopolski war damals DER geheime Treffpunkt der schwulen Szene - man munkelt, hier wurde mehr geflirtet als Bananen verkauft!

Achten Sie zum Schluss doch auch einmal auf die Straßenbahnschienen, die so geschickt um die Markthallen und Häuser schleichen. Sie bilden eine Schleife, die eigentlich nur im Notfall befahren wird. Vielleicht hören Sie heute das Rattern und Klingeln, vielleicht aber auch nur das Gemurmel, das schon seit Jahrhunderten über diesen ganz besonderen Platz hinwegweht. Willkommen im Herzen von Posen, wo jeder Stein seine eigene Geschichte zu erzählen scheint - und es nie langweilig wird.

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
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Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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