AudaTours logoAudaTours

Passau Audio-Tour: Echos von Glaube, Macht und Brücken

Audioguide15 Stopps

Unter dem Zusammenfluss dreier Flüsse verbergen Passaus Kopfsteinpflasterstraßen Geheimnisse, die Imperien formten und Aufstände inspirierten. Hinter altem Stein und schillernden Glasfenstern warten schockierende Geschichten darauf, entdeckt zu werden. Entdecken Sie Passau in Ihrem eigenen Tempo mit dieser selbstgeführten Audio-Tour. Erforschen Sie Legenden, Machtkämpfe und alltägliche Dramen, die die meisten Besucher übersehen, während Sie von der Abtei zur Kathedrale, von vergessenen Vertragsstätten zu schattigen Innenhöfen schlendern. Was veranlasste eine Äbtissin des 10. Jahrhunderts, einen Kaiser innerhalb der Mauern der Abtei Niedernburg herauszufordern? Wie veränderte der Passauer Vertrag heimlich den Verlauf des europäischen Glaubens und der Kriegsführung? Warum hallt ein einziger Ton der Orgel des Stephansdoms immer noch mit Gerüchten über Sünde und Skandal wider? Bewegen Sie sich durch Passaus verwinkelte Gassen und sonnige Plätze und folgen Sie den Spuren von Rebellen, Heiligen und Intriganten. Jede Station enthüllt eine weitere Schicht und verwandelt die Stadt in ein lebendiges Märchenbuch. Drücken Sie auf Play und lassen Sie Passau enthüllen, was unter seiner Oberfläche liegt.

Tourvorschau

map

Über diese Tour

  • schedule
    Dauer 100–120 minsEigenes Tempo
  • straighten
    4.2 km FußwegDem geführten Pfad folgen
  • location_on
  • wifi_off
    Funktioniert offlineEinmal herunterladen, überall nutzen
  • all_inclusive
    Lebenslanger ZugriffJederzeit wiederholen, für immer
  • location_on
    Startet bei St. Michaelskirche, Passau

Stopps auf dieser Tour

lock_open 3 kostenlose Vorschauen · 12 mit Kauf freischalten

  1. Vor Ihnen ragt die helle, rosafarbene Doppelturmfassade der Kirche St. Michael mit ihren grünen Dächern und weißen Fensterrahmen klar aus der Häuserreihe heraus - schauen Sie…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor Ihnen ragt die helle, rosafarbene Doppelturmfassade der Kirche St. Michael mit ihren grünen Dächern und weißen Fensterrahmen klar aus der Häuserreihe heraus - schauen Sie einfach nach oben, die Türme sind kaum zu übersehen! Stellen Sie sich mal vor: Es ist das Jahr 1611, in Passau leben die Menschen noch unter dem Einfluss mächtiger Fürstbischöfe, und plötzlich kommen - Trommelwirbel! - die Jesuiten nach Passau. Diese kerngesunden und schlauen Herren werden von Fürstbischof Leopold V. geholt, damit sie der Stadt etwas Bildung verpassen. Die Jesuiten denken sich, „Hey, ganz nett hier, aber ein neues College würde es noch schicker machen.“ Gesagt, getan: Mit viel Eifer und einer guten Portion Baustoff legen sie im Jahr 1612 los. Doch, oh Schreck, zehn Jahre später - ein riesiges Stadtfeuer zerstört nicht nur ganz viel von Passau, sondern auch die erste Jesuitenkirche! Die Flammen fressen sich durch Häuser, Höfe, selbst den prachtvollen Dom. Überall hört man das Prasseln und Knistern. Aber Passauer geben nicht so leicht auf. Zwischen Asche und Tränen stehen sie bald wieder auf den Trümmern und denken sich, „Wir bauen neu - aber diesmal noch schöner!“ Ab 1665 geht's richtig los: Der berühmte barocke Baumeister Pietro Francesco Carlone tritt auf, er entwirft St. Michael fast so toll wie die große Kirche in Linz. Der Fürstbischof unterstützt die Arbeiten - und ehrlich gesagt, wer würde einen bissigen Priester mit Bauskizze widersprechen? Und so wächst die St. Michaelis Kirche empor, ihr eher schlichtes, aber ganz italienisch-leichtes Äußeres - hübsch, aber doch nicht schöner als der Dom, sonst gäbe es Ärger - und darin eine weiße, helle Welt aus Stuck und zarten Pilastern, typisch Barock, aber gar nicht überladen. Sie merken schon: Mit St. Michael stehen Sie vor echtem Jesuitenboden! Hier wurde nicht nur gebetet, sondern in den Nebengebäuden auch fleißig studiert. Denn diese Kirche ist direkt ans alte Kolleg angeschlossen, das später zur Kunstakademie und schließlich zum berühmten Leopoldinum Gymnasium wurde. Wer weiß, vielleicht steckt der Geist der schlauen Mönche noch immer in den Büchern? Die heutige Passauer Staatsbibliothek, direkt nebenan, lagert kostbare Handschriften, uralte Bibeln und sogar eine Münzsammlung, die statistisch gesehen schwerer sein dürfte als ein kleines Nashorn. Hören Sie genau hin - drinnen im Kirchenschiff, unter der schwebenden weißen Decke, könnte noch ein Echo von feierlichem Orgelspiel oder das Gemurmel philosophierender Studenten sein. Das ist keine gewöhnliche Kirche, sondern ein Ort voller Geschichten und kleiner Geheimnisse: Der Hochaltar wirkt majestätisch, gestaltet von echten Künstlerhänden, und das Gemälde vom gefallenen Engel lässt niemanden kalt. In einer Seitenkapelle funkeln Goldornamente im Rokoko-Stil, fein wie Zuckerguss auf einer Torte - aber nicht essen, bitte! Und als wäre das nicht genug, begegnen Ihnen hier Heerscharen von Engeln, die als weiße und goldene Figuren Wache stehen, geschaffen vom berühmten Diego Francesco Carlone - sie thronen fast so stolz wie Passauer Katzen. Während draußen Flüsse rauschen, war St. Michael immer ein Ort, wo Köpfe rauchten, Gedanken flogen und hin und wieder ein kleiner Schabernack getrieben wurde. Spaß am Lernen, Staunen über Kunst und Architektur - das alles steckt in den Mauern. Also, genießen Sie den Anblick, atmen Sie die fast schon studierende Luft und nehmen Sie sich einen Moment. Wer weiß, vielleicht inspiriert Sie dieser Ort zu einem großartigen Gedanken - oder wenigstens zu einem freundlichen Lächeln!

    Eigene Seite öffnen →
  2. Neue Mitte Passau
    2
    Vor dir erhebt sich ein modern wirkendes, grünlich glänzendes Hochhaus mit vielen Fenstern und klaren, rechtwinkligen Linien - halte nach diesem auffälligen, neuen Gebäudekomplex…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor dir erhebt sich ein modern wirkendes, grünlich glänzendes Hochhaus mit vielen Fenstern und klaren, rechtwinkligen Linien - halte nach diesem auffälligen, neuen Gebäudekomplex Ausschau, der direkt am großen, offenen Platz liegt. Willkommen in der Neuen Mitte Passau! Heute stehst du an einem Ort, der - sagen wir es mal so - die Passauer Gemüter mehr in Bewegung brachte als jede Polka auf einem Volksfest. Stell dir vor, wie hier vor gar nicht allzu langer Zeit noch Quietschreifen von Kasernenfahrzeugen zu hören waren, Soldaten exerzierten auf dem kleinen Exerzierplatz, und hinter dem Platz ragten Gleise auf, die Passau wie ein Gürtel umschnürten. Dann kam das Jahr 1993, die Ritter-von-Scheuring-Kaserne wird geschlossen, und das Gelände - na ja - ist plötzlich so leer wie der Kühlschrank eines Studenten nach Monatsende. Aber - Tusch! - es wurden große Pläne geschmiedet. Eine neue Halle wurde gebaut, die Dreiländerhalle, samt Veranstaltungsstellen, während die altgediente Nibelungenhalle und das Exerziergelände im Zentrum für die Transformation freigegeben wurden. Stell dir vor, wie die Passauer Bürger 2000 zum ersten Mal gefragt werden: "Wollt ihr eure Volksfeste wirklich nach Kohlbruck verlagern?" Die Mehrheit sagt nein. Doch der Umbauzug rollte weiter, die Bahn wurde teilweise zurückgebaut, noch mehr Fläche für Veränderungen entstand. Jetzt stehst du an einem Ort, an dem früher quirliges Bahnleben herrschte. Die Ersten, die sich freuen: Investoren. Die Kapfinger Vermögensverwaltung schafft als Erstes das zentrale Gebäude - das, vor dem du jetzt stehst! Im Untergeschoss versteckt sich ein Multiplexkino, eine kleine Parallelwelt für Popcorn und Blockbuster-Fans. Drüber gibt’s Geschäfte: Die Bäckersfrau und der Handyladenverkäufer würden dir wohl ein Lied singen über das tägliche Treiben am Platz. Hoch oben im Turm glitzern die Fensterscheiben der Büros und Arztpraxen - und im obersten Stock gibt es Kaffee mit Ausblick - so hoch, da schmeckt der Espresso fast nach Abenteuer! Direkt nebenan schmiegt sich das etwas schüchterne, beigenfarbene Sparda-Haus an. Hier arbeitet das Team der Sparda-Bank, und auch die Gesundheitsbranche hat sich auf 3500 Quadratmetern breit gemacht. Schon praktisch: Nach dem Schuhekauf gleich mal den Blutdruck checken lassen! Doch das eigentliche Herzstück schlägt draußen auf dem Platz, rund um den zentralen Omnibusbahnhof, kurz ZOB genannt. Hier kreuzen sich Stadt- und Regionalbusse und fast jeder Passauer hat mindestens einmal in seinem Leben seinen Bus verpasst und wild nach vorne gesprintet - vielleicht hörst du gerade das hektische Laufen der Umsteiger. Ursprünglich war ein riesiger Umsteigeknotenpunkt geplant, doch wegen Eisenbahnrecht blieb’s bei einer kleineren, aber dafür recht lebendigen Businsel mit Servicehäuschen. Gleich daneben wächst die Stadtgalerie in den Himmel: Ein Einkaufszentrum, das 2008 feierlich eröffnet wurde. Plötzlich gab’s hier Mode, Schuhe, Handtaschen - und Stapel von Rabattgutscheinen. Die einen jubilieren: „Endlich eine Mall wie in der Großstadt!“, die anderen schimpfen noch heute: „Zu viel Beton, zu wenig Charme!“. Es ist fast wie bei einer guten Fernsehserie: Der eine liebt’s, die andere nicht - aber keiner kann’s so ganz ignorieren. So findest du heute auch den Klostergarten, ein kleiner, grüner Park direkt gegenüber, wo früher der Exerzierplatz war. Hier sollte eigentlich ein „Europäisches Haus“ gebaut werden - ein Konzert- und Veranstaltungshaus für große Kulturevents. Doch als die Baukosten die 25-Millionen-Euro-Marke knackten, sagten die Passauer in einem Bürgerentscheid ganz klar: „Nein, danke! Unsere Euros lassen wir lieber windgeschützt in der Stadtgalerie.“ Immerhin gab’s immerhin eine ordentlich umstrittene Toilette am Park für 95.000 Euro - da kann man sich vor Lachen kaum noch halten. Einen Hauch Nostalgie bringt das renovierte Nibelungen Center mit, das quasi wie ein altes Familienmitglied, frisch herausgeputzt, zurückgekehrt ist. Sogar der Straßenverkehr erlebte hier einen Umbau: Vorher rauschte man Richtung Inn oder Donau, jetzt soll alles ruhiger, entspannter laufen. Naja, zumindest in der Theorie, denn die Öffnung der Ringstraße wurde zum politischen Krimi. Ab Februar 2009 durfte für sechs Monate getestet werden, wie viele Autos die neue Richtung nutzen. Der Stadtrat beobachtete mit Argusaugen und Sensoren an den Ampeln - ob da der eine oder andere Passauer beim Zählen mitgezählt hat, ist nicht überliefert. Manche sagen heute, die Neue Mitte sei so etwas wie der große, etwas unbeholfene Cousin unter den Passauer Sehenswürdigkeiten: funktional, modern, laut und manchmal ein wenig umstritten. Leerstand im Einkaufszentrum sorgte für Kopfschütteln, und die Fußgängerzone daneben weint ein bisschen, weil so viele Läden lieber hier als dort ihre Zelte aufschlugen. Die Presse nennt’s manchmal sogar Bausünde oder sozialen Brennpunkt - wie die Dramatik in einer Daily Soap. Doch eines steht fest: Die Neue Mitte ist Passaus ganz eigene, moderne Bühne, auf der das echte Leben und viele Diskussionen weitergehen. Oder wie man in Passau sagt: „Mia san mia, sogar wenn’s um Shoppingcenter geht!“

    Eigene Seite öffnen →
  3. Kirchengebäude in Passau

12 weitere Stationen anzeigenWeniger Stationen anzeigenexpand_moreexpand_less
  1. Vor dir siehst du ein stattliches, helles Gebäude mit vielen runden und rechteckigen Fenstern sowie einer klaren, symmetrischen Fassade - du findest es ganz leicht, wenn du dich…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor dir siehst du ein stattliches, helles Gebäude mit vielen runden und rechteckigen Fenstern sowie einer klaren, symmetrischen Fassade - du findest es ganz leicht, wenn du dich einfach der breiten Straße und den hohen weißen Wänden mit den auffälligen runden Fenstern zuwendest. Stell dir vor, du gehst da nicht nur an irgendeinem Gebäude vorbei, sondern vor dir steht das berühmte Stadttheater Passau - einer der wohl geschichtsträchtigsten Orte der Stadt, an dem sich schon seit Jahrhunderten die Vorhänge heben, das Herz klopft und der Applaus donnernd durch den Saal rollt! Die Wurzeln dieses Theaters reichen zurück bis ins Jahr 1645, und damals - halte dich fest - wurde hier kein einziger Ton Oper gesungen. Stattdessen haben hier Adlige in ihren prachtvollen Perücken und Strümpfen Federbälle geschlagen, denn dieses Gebäude war ursprünglich ein Ballhaus. Wahrscheinlich wurde hier mehr gestöhnt als bei manchem schlechten Theaterstück - aber eben wegen dem Sport! Erst als der große Hype um das "Jeu de Paume", eine Art uraltes Tennis, etwas nachließ, dachte sich Fürstbischof Leopold Ernst Kardinal Graf von Firmian: "Mach doch mal was mit Musik!" Und schwupps, wurde das Ballhaus von 1771 bis 1774 zu einem exklusiven Hofopernhaus umgebaut. Es war eine Welt der Eleganz - edle Logen, prachtvolle Deckenmalereien von Franz Petzka mit Schäferszenen, Jagden und, wie es sich gehört, ein bisschen musikalische Symbolik. Oben an der Decke: ein künstlicher Himmel, so blau und freundlich, dass vermutlich sogar Melancholiker lächeln mussten. Doch die eigentliche Zauberei geschah erst 1783: Fürstbischof Joseph Kardinal Graf von Auersperg ließ das Opernhaus so umbauen, dass es von den adligen Elfenbeintürmen hinunter zu den begeisterten Passauer Bürgern geöffnet wurde. Die Oper „Alceste“ machte damals den Anfang für jeden, der sich ein paar Münzen für den Eintritt sparen konnte - fast ein bisschen wie eine Adels-to-go-Variante! Plötzlich saßen und schwitzten die Bürger Schulter an Schulter mit den vornehmen Herrschaften, jeder wollte ein Stück des Theaters erleben. Die nächsten Jahrhunderte waren die pure Achterbahnfahrt. Nach der Säkularisation 1803 schnappte sich der Kurfürst von Bayern das Gebäude und gab ihm immer wieder neue Namen: Erst Churfürstliches Theater, dann Königlich-Bayerisches Theater - beinahe hätte das Theater einen eigenen Personalausweis gebraucht, so oft wurde es umgetauft! Und wie das in alten Häusern so ist, meldete sich im Jahr 1882 die Feuerwehr und meinte sinngemäß: „So - jetzt macht ihr aber mal dicht, das ist uns zu gefährlich!“ Glücklicherweise bewies die Stadt Passau Herz und Mut und kaufte das Haus, ließ es umbauen und feierte 1883 die große Wiedereröffnung. Aber auch als Kino diente das Theater später - stell dir vor, hier flimmerten in den 1920er Jahren wilde Western und Liebesdramen über die Bühne! Mal war das Haus Kammerspiel, mal stand es leer, mal bebte der Saal vor Operngesang. Zeitweise war es finanziell klamm und musste sogar schließen, bis clever zusammengeschlossene Städte Passau, Landshut und Straubing ab 1952 den Spielbetrieb als gemeinsames Städtebundtheater retteten. Die Theaterliebe der Passauer geht eben durch dick und dünn - ob Kriegsschäden, Umbenennungen, Modernisierungen oder das Hochwasser von 2013, das den Orchestergraben und das Parkett zum Unterwasserabenteuer machte. Keine Sorge, die ersten Zuschauer mussten damals keine Schwimmflügel anlegen - nach nur wenigen Monaten wurde weitergespielt. Heute ist das Stadttheater Passau mit der Niederbayerischen Philharmonie, festen Chören und Solisten ein lebendiger Mittelpunkt für Oper, Musical, Schauspiel und Konzert - der Ort, an dem seit fast 400 Jahren gelacht, geweint, geträumt und applaudiert wird. Vielleicht schließt du ja heute mal eine Augenblick lang die Augen und stellst dir vor, wie hier einst elegante Damen und Herren zum ersten Mal staunend die Lichter angehen sahen - das ist Theater-Magie zum Anfassen!

    Eigene Seite öffnen →
  2. Herzlich willkommen an der Marienbrücke, oder wie die Passauer sie einfach nennen: die Innbrücke! Während Sie hier stehen und der Inn unter Ihnen rauscht, stellen Sie sich vor,…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Herzlich willkommen an der Marienbrücke, oder wie die Passauer sie einfach nennen: die Innbrücke! Während Sie hier stehen und der Inn unter Ihnen rauscht, stellen Sie sich vor, wie schon seit Jahrhunderten Menschen, Wagen, Händler und sogar Könige genau an dieser Stelle Passau überquerten. Kein Wunder, denn diese Brücke ist der Nabel der Stadt - ein wahrer Passauer Klassiker! Vergessen Sie die Fitnessstudios: Die Marienbrücke verbindet die Altstadt mit der Innstadt, die als einziger Stadtteil rechts des Inns liegt - die Passauer sparen sich so einen Umweg von schlappen 35 Kilometern. Stellen Sie sich das mal vor: Würde die Brücke heute gesperrt, müssten Sie erst nach Schärding, dann quer durch die Wälder und zurück. Da fängt schon beim Zuhören der Fuß an zu schmerzen! Doch wie begann eigentlich diese lange Brückengeschichte? Reisen wir zurück ins Jahr 1143: Passau war klein, der Inn ein mächtiger Strom, der voller Gefahren lauerte. Bischof Reginbert hatte eine blendende - oder sollte ich sagen: brückende - Idee. Er ließ die erste Holzjochbrücke bauen, damit den Menschen die riskante Überfahrt auf Booten erspart blieb. Statt Fährgeld für das Kloster St. Nikola gab’s einfach die Pfarrei Hartkirchen dazu. Fairer Deal, oder? Und das Beste: Damals war die Brücke zollfrei! Ein echtes Schnäppchen, besser als jedes Sonderangebot im Supermarkt! Damals fuhr man zwar noch nicht das neueste E-Bike, aber der Weg über die Brücke war ein Teil der berühmten „Straße der Kaiser und Könige“, die von Regensburg bis Budapest führte. Die erste Brücke zog so viele Reisende an, dass gleich daneben das St. Ägidien-Spital gebaut wurde - sicher ist sicher, falls jemand ins Wasser geplumpst ist, war Hilfe nicht weit. Um den Spaß zu finanzieren, wurden St. Ägidien die Einnahmen diverser Pfarrstellen zugesprochen, darunter St. Severin, Münzkirchen und noch einige mehr. Wer sagt, Geschichte sei trocken, kennt die kirchlichen Finanztricks nicht! Die Brücke überstand viele Hochwasser, Eisgänge, Stadtbrände - und wurde mehrmals erneuert. Mal brannte es in der Altstadt, mal schwappte der Inn wild über die Brücke hinweg. Aber Passau ohne seine Innbrücke? Unvorstellbar! Nur ganz selten veränderte sich etwas am Standort: Heute steht der linke Brückenkopf ein bisschen weiter flussaufwärts, und das Ziel ist nicht mehr direkt das Innbrucktor, sondern etwas versetzt. Aber keine Sorge, verlaufen kann man sich trotzdem nicht! Im 19. Jahrhundert wurde die Ludwigsbrücke eröffnet. Sie war nach König Ludwig I. benannt - der wollte übrigens, dass die Fahrbahn militärisch schnell ab- und wieder aufgebaut werden kann. Praktisch, falls doch mal ein Riesenkeks den Inn runtertrieb! Die Brücke war ein Mix aus Granit und Holz und hielt tapfer dem zunehmenden Verkehr stand - zumindest eine Weile. Doch als die Lastwagen immer schwerer wurden, bekam die Ludwigsbrücke einen neuen Stahlüberbau, denn: Ochsenwagen und Pferdekutschen sind geduldiger als Motoren, schweren LKWs war die Brücke irgendwann dann doch nicht mehr gewachsen. Und dann - der große Knall: In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai 1945, wenige Tage vor Kriegsende, sprengte eine SS-Einheit die Innbrücke! Die Volkssturmgruppe wollte das nicht tun, also rückte man verbotenerweise selbst zur Tat vor. Einem amerikanischen Brückentrupp reichte das natürlich nicht. Kaum war Passau erobert, schwammen schon Pontons und die sogenannte Bailey-Brücke quer über den Inn. Schnell war der Fluss wieder verbunden - das Brückenflickwerk hatte keine Pause. Unmittelbar nach dem Krieg wurde repariert, was das Zeug hielt. Mit viel Geschick, ein wenig Glück und jeder Menge Improvisation entstand die neue Brücke, diesmal aus genieteten Fachwerkträgern und ohne allzu viel Stahl - schließlich war Material knapp. Statt einer dicken Sandschicht mit Pflastersteinen wurde einfach eine Betondecke gegossen, direkt auf den Baustahl. Kein Wunder, dass der Verkehr bald wieder zu viel für die gute alte Brücke wurde. Schon 1959 hing sie sichtbar durch, und man beschränkte das Gewicht wieder deutlich. Denn wie sagt man so schön? Auch die stärkste Brücke braucht mal eine Entlastungsdiät! Endlich, 1976, ersetzte man den alten Überbau durch eine modernere Bauweise mit Stahlträgern und breiterer Fahrbahn. Seither hält die Marienbrücke dem Alltagsverkehr besser stand. Aber auch eine Brückenrentnerin braucht mal ein Wellnessprogramm - deshalb wurde sie 2009 und 2015 nochmal aufgemöbelt. Während der Sanierung war die Brücke zwar für Autos dicht, aber Feuerwehr und Rettung durften über das Kraftwerk Ingling abkürzen - für sie gab’s kein Schärding-Abenteuer. Stellen Sie sich nun den Fluss vor, wie er unter Ihren Füßen rauscht - und mittendrin die Geschichten von Reisenden, Händlern, Soldaten, Brückenbauern und mutigen Menschen, die Brücken neu erfanden. Wer weiß, vielleicht gibt’s ja bald die nächste Überraschung? Halt, keine Angst - heute lässt sich die Marienbrücke so schnell nicht mehr aus der Ruhe bringen!

    Eigene Seite öffnen →
  3. Vor dir findest du ein langgezogenes, ockerfarbenes Kirchengebäude mit vielen kleinen, rundbogigen Fenstern in der oberen Wand und einem spitzen, roten Ziegeldach - halte Ausschau…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor dir findest du ein langgezogenes, ockerfarbenes Kirchengebäude mit vielen kleinen, rundbogigen Fenstern in der oberen Wand und einem spitzen, roten Ziegeldach - halte Ausschau nach dem großen alten Friedhof direkt an der Mauer. Ah, willkommen bei St. Severin in Passau-Innstadt! Stell dir vor: Der Duft von feuchter Erde liegt in der Luft, Vögel zwitschern zwischen den alten Grabsteinen und ein leichter Windhauch raschelt durch die Bäume des Friedhofs. Genau an diesem Ort stehen wir heute - aber vor über tausend Jahren hatte hier wohl selbst der heilige Severin, der Legende nach, ein erstes Kloster und eine kleine Kirche gebaut. Damals war es hier wahrscheinlich nicht halb so ruhig - vielleicht klopfte gerade jemand einen Stein zurecht oder schlug ein Holzbalken für den neu entstehenden Kirchenbau ein. Im Jahr 1976 haben Archäologen Teile der alten Fundamente gefunden, die noch älter sind als diese romanische Kirche, vor der du stehst. Der Vorläuferbau soll Johannes dem Täufer geweiht gewesen sein - vielleicht hatte er sogar seinen eigenen lokal berühmten „Wasseranschluss“. Im Mittelalter schauten die Leute auf dieses Gotteshaus als Zentrum ihrer Gemeinde. Aber wie das in Passau so war: Kaum hast du eine Kirche gebaut, kommt schon einer um die Ecke und sagt, er braucht eine neue Brücke. Also wurde im Jahr 1145 die Innbrücke gebaut - und prompt brauchten die Brückenbauer Geld. Da hatten sie doch die geniale Idee: „Wir nehmen einfach die Einnahmen der Pfarrei St. Severin und stecken sie in unser Spital!“ Mit einem Federstrich wurde St. Severin also praktisch zur Portokasse für Brücke, Spital und Spitalskirche. Die Innstadt, Wernstein und all die kleinen Nachbargemeinden wanderten administrativ hin und her - hier war wirklich Bewegung im Pfarrregister! Mit der Zeit wurde die Kirche neugestaltet, bekam einen spätgotischen Chor und 1476 sogar einen Turm dazu. Aber was viele nicht wissen: Diese Mauern sind die ältesten kirchlichen Steinmauern Passaus. Hast du das Gefühl, du hörst manchmal, wie die alten Steine Geschichten flüstern, wenn der Wind durch die Gänge streicht? Ab 1787 war der Sitz der Pfarrei zwar offiziell bei St. Gertraud - aber das Herz schlug immer noch ein wenig hier. Heute ist St. Severin vor allem Friedhofskirche. Und wenn du zwischen den alten Grabsteinen umherläufst, entdeckst du vielleicht antike Schätze: Unter der Empore steht nämlich ein echter römischer Grabaltar, der im 2. Jahrhundert hierher kam, heute ironischerweise als Weihwasserbecken benutzt. Und was wäre eine Kirche ohne Musik? Die Orgel von Ludwig Eisenbarth, Baujahr 1960, haucht St. Severin bis heute kräftigen Klang ein. Vielleicht spielten sogar die Studentengottesdienste hier schon mal heimlich „Alle Vögel sind schon da“. Also - St. Severin: eine Kirche, die Geschichten von Heiligen, römischen Beamten, cleveren Brückenbauern und ewigen Klängen in sich trägt. Und wenn's hier abends richtig ruhig ist, dann spukt vielleicht ein alter Steinmetz durch die Friedhofsmauern und murmelt: „Wieder einer, der Blumen auf mein Werk stellt!“

    Eigene Seite öffnen →
  4. Willkommen am nächsten Halt, direkt vor dem traditionsreichen Turnverein Passau 1862! Hier, wo das Herz vieler Passauer seit mehr als 160 Jahren für den Sport schlägt, wirst du…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Willkommen am nächsten Halt, direkt vor dem traditionsreichen Turnverein Passau 1862! Hier, wo das Herz vieler Passauer seit mehr als 160 Jahren für den Sport schlägt, wirst du gleich in eine bewegte und spannende Geschichte eintauchen - na, bist du bereit für ein bisschen sportliche Zeitreise? Und keine Sorge: Ich verlange keinen Aufwärmlauf von dir … außer dein Handy in die Hosentasche zu stecken zählt schon als Training. Stell dir vor, wie im Jahr 1861 die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Passau, streng in Uniform, nicht nur Brände löschen, sondern in ihrer Freizeit munter turnen - und das mitten in der Innenstadt! Schon damals, beim allerersten Preisturnen im September, klapperte die Kleinstadt vor Aufregung: Wer würde wohl am höchsten springen, am weitesten laufen? Vielleicht hörst du noch das Echo vergangener Sporttage, während du hier stehst. Gerade mal ein Jahr später, am 27. März 1862, sitzen einige sportbegeisterte Herren im damaligen Lokal Kreuzwirt zusammen: “Wir brauchen einen eigenen Turnverein!” Gesagt, getan: Der TV Passau war aus der Taufe gehoben, zuerst mit harten Turnübungen und knapp einem Dutzend Mitglieder. Nicht lange, und im Mai 1863 wird stolz am ersten Wettkampf teilgenommen! Die Freude darüber war sicher groß - vielleicht ein bisschen wie nach einem Sprung ins kühle Wasser nach einer wilden Turnstunde. Doch der Verein hat schnell gemerkt: Wer nur auf der Stelle turnt, bleibt auf der Strecke. Schon 1880 sorgt ein gewisser Max Huber für Furore: “Warum machen wir nicht ein Volks-Wettturnen, mit vier Disziplinen? Weitsprung, Steinstemmen, Hochsprung und einen Lauf!” Ein bisschen wie das spätere Sportabzeichen, sozusagen das „Fitness-Check-heute“. Aber der Turnrat fand das damals wohl noch zu aufregend und sagte “Nein, lieber kein Chaos!” Da schüttelte Max nur den Kopf und gründete seinen eigenen Club. Immerhin: Ein bisschen Rebellion gehört zu jeder guten Vereinsgeschichte! Der TV Passau lässt sich jedenfalls nicht so leicht unterkriegen. 1893 richtet er das 9. Bayerische Turnfest mit über 2.000 Teilnehmern aus - ein echtes Spektakel! Vielleicht roch es in der Luft nach Spannung, und wo so viele Sportler schwitzten, war sicher auch der Essensstand umlagert … Wetten, es gab auch die ein oder andere Brezn zu viel? Wusstest du, dass schon ganz früh Frauen im Verein turnen wollten? 1903 gründet man eine Damenrig, aber erst ab 1912 dürfen Frauen vollwertige Mitglieder werden - na, da haben die Herren wohl mächtig Angst vor dem weiblichen Sportsgeist bekommen! Damals heißt Turnen nicht nur Schwitzen und Anfeuern, sondern ist gesellschaftliches Ereignis und Treffpunkt. Dann, 1906: Großes Bauen! Die Jahnturnhalle, drüben am Turnplatz in der Innstadt, wird fertiggestellt. Endlich eigenes Dach über’m Kopf - da macht Turnen gleich doppelt Spaß. Und als ob das nicht reicht, wird der Verein in späteren Jahren immer vielseitiger: Fußball kommt hinzu, Faustball, Leichtathletik, dann Handball, Schwimmen, Wasserball, sogar Fechten! Weißt du übrigens, dass es hier lange vor jedem Tennisverein schon einen eigenen Tennisplatz gab? Aber auch die dunklen Zeiten sind Teil dieser Geschichte: Nach dem Zweiten Weltkrieg ist viel zerstört, die Halle beschädigt, und Flüchtlinge finden hier zwischen 1946 und 1949 Unterschlupf - Sport rückt mal kurz in den Hintergrund. Doch der Verein blüht danach wie ein Phönix wieder auf. Schnell steigen die Mitgliederzahlen rasant, von 200 fast auf 1.000 in wenigen Jahren, in den 80ern wird die 2.000er-Marke geknackt. Wenn Mitglieder zählen eine olympische Disziplin wäre, hätte Passau sicher Gold geholt! Was viele nicht wissen: Der TV Passau war auch im Faltbootsport Pionier! 1926 entsteht am Ufer der Ilz das deutschlandweit erste Faltbootheim, inklusive Bootshaus. Wenn du die Augen schließt, kannst du vielleicht das fröhliche Lachen der Kanuten und das rhythmische Platschen der Boote hören, wie sie leicht durch’s Wasser gleiten. Eine Tradition, die Passau ins Boot geholt und ganze Generationen auf große Fahrt geschickt hat. Natürlich gab’s immer Hochs und Tiefs. Als sich 1924 der Fußball- und Schwerathletikbereich als FC Passau abspaltet, fallen die Mitgliederzahlen rapide. Aber Passau wäre nicht Passau, wenn es nicht immer wieder neue Ideen gäbe: Fechtabteilung, Städtekämpfe und sogar eine Faltboot-Abteilung werden aus der Taufe gehoben, um die Begeisterung am Laufen zu halten. Mit der Zeit wächst der Verein weiter, modernisiert seine Hallen, renoviert, erweitert Flächen für neue Sportarten: Eiskunstlauf, Taekwondo, Basketball - wie die berühmten White Wolves, die heute in der 2. Regionalliga Süd spielen. Sogar Herzsport, Aikido und Frisbee gehören mittlerweile dazu - aus dem kleinen Turnverein ist ein echtes sportliches Universum gewachsen. Vielleicht wird nach diesem Spaziergang heute auch eine neue Abteilung gegründet: Handy-Schrittzähler? Ich übernehme natürlich gern das Training: Schritt, Klick, Lächeln - weiter geht’s! So, jetzt hast du das sportliche Passau aus einer ganz neuen Perspektive erlebt! Lass uns weiterziehen, bevor der Gedanke an ein Preisturnen von damals dich plötzlich dazu verleitet, einen spontanen Weitsprung über die Straße zu machen.

    Eigene Seite öffnen →
  5. Vor dir erhebt sich ein riesiges, helles Kirchengebäude mit zwei hohen Türmen und grünen Kuppelhauben - einfach geradeaus schauen, das ist der gewaltige Dom St. Stephan! Stell…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor dir erhebt sich ein riesiges, helles Kirchengebäude mit zwei hohen Türmen und grünen Kuppelhauben - einfach geradeaus schauen, das ist der gewaltige Dom St. Stephan! Stell dir vor, du stehst hier auf der höchsten Erhebung der Altstadt, über 13 Meter oberhalb der Donau - ideal, um die Stadt und ihre Flüsse zu überblicken. Aber weißt du, dieser Ort hat schon unzählige Geschichten gesehen, die beinahe so verrückt sind wie ein Kirchenchor mit Heuschnupfen! Heute beeindruckt der Dom mit seiner barocken Pracht, aber eigentlich ist er ein echtes Zeitreiseprojekt. Schon im frühen Mittelalter wurden hier Kirchen gebaut, ab etwa 450 nach Christus, und die Passauer mussten ihre Kathedralen immer wieder neu errichten. Ob Angriff, Brand oder einfach Mode - jeder Angriff brachte ein neues Kapitel: Im Jahr 977 und 978 hat beispielsweise Kaiser Otto II. höchstpersönlich bei zwei Belagerungen den damaligen Bau zerstört. Du kannst dir vorstellen, wie das klang, als die Steine fielen:. Aber Passauer Bischöfe waren zähe Typen, fast wie Klebeband - sie hielten einfach alles zusammen! Im Jahr 985 wurde die feierliche Weihe des Chors zelebriert, und dieses Datum gilt tatsächlich noch heute, mehr als tausend Jahre später. Übrigens: Es gibt einen kleinen Achsknick von knapp 3°, weil früher die Achsen von Langhaus und Chor an getrennten Tagen festgelegt wurden - Historiker können sich darüber köstlich amüsieren. Die heutige, majestätische Barockkirche entstand nach 1668, nachdem ein großer Stadtbrand im Jahr 1662 alles in Schutt und Asche legte. Der brandneue Fürstbischof Wenzeslaus Graf Thun stand vor der Aufgabe, den Dom komplett wieder aufzubauen. Die besten Baumeister aus Italien - aus den Dörfern Pellio Superiore und Ramponia - legten Hand an und leiteten die größte Prager Baugesellschaft jener Zeit. Sie mussten sogar manchmal Kutschenrampen in die Architektur einbauen, damit Pferdekutschen heute noch um die Ecke flitzen könnten - etwas, das in Kirchenbauerkreisen für lautes Staunen sorgte! Doch Obacht: Die Außenfassade ist italienisch-barock, die Seele des Doms steckt aber tief in der Gotik. Der spätgotische Chor und der Vierungsturm stammen noch aus der Zeit vor dem großen Brand. Zwei riesige Türme mit grünen Hauben rahmen die Doppelturmfassade, die aussieht, als würde sie dich gleich in eine Umarmung nehmen! Und die berühmte Kuppel in der Mitte wirkt wie eine Krone für das gesamte Bauwerk. Betritt man den Dom, fühlt man sich plötzlich ganz klein: Mit 102 Metern Länge, 33 Metern Breite und einer Scheitelhöhe des Gewölbes von sage und schreibe 29 Metern ist es, als wäre man in einer anderen Welt. Die Orgel ist übrigens die größte in Europa und bringt mit ihren fast 18.000 Pfeifen und 229 Registern die Luft zum Vibrieren! Wenn du Glück hast, ertönt gerade ein kleiner Probenton - der das Bistum wie ein Donnerschlag erschüttert. Kein Wunder also, dass hier nicht nur gebetet, sondern auch gestaunt, gebaut und restauriert wurde. Immer wieder: Die letzte große Innenrenovierung dauerte von 1972 bis 1980, wie bei einer endlosen Tupperwarenparty voller Baustaub. Die kunstvollen Fresken und Stuckarbeiten innen stammen von Meistern wie Giovanni Battista Carlone und Carpoforo Tencalla, deren Namen fast so kunstvoll klingen wie ihre Werke aussehen. Der Domhof an der Nordseite war früher voller Kapellen und Grabmäler - ein echtes Mittelalter-Wimmelbild. Von den einst zehn Kapellen existieren nur noch vier, aber die Geschichte von verschollenen Kapellen und verborgenen Krypten hält den Ort spannend! Die Kapellen dienten mal als Begräbnisstätten, mal als Treffpunkt für echt heilige Kaffeekränzchen. St. Anna, St. Michael, die große Doppelkapelle - manche stehen heute noch, von anderen sucht man nur noch die Steine. Und zum Schluss noch ein echtes Highlight: das Glockengeläut! Acht Glocken klingen durch den Himmel - wobei die älteste schon vor über 300 Jahren gegossen wurde und bis vor Kurzem auch eine neunte dazugehörte, die allerdings lieber heute als Kanonenkugel auf Reisen ging. Jeder Stein, jedes Pfeifenorchester, jedes Detail an der Fassade erzählt hier eine Geschichte. Passau ohne den Dom wäre wie ein Orchester ohne Dirigent - und du stehst jetzt mitten auf einer Bühne voller Vergangenheit. Also, schau dich um und nimm dir einen Moment, die Atmosphäre zu schnuppern - nicht nur sprichwörtlich! Bald geht’s weiter zur nächsten aufregenden Station unserer Tour. Wer weiß, vielleicht begegnet uns hinter dem nächsten Tor ein weiteres Bauwunder… Erkunden Sie den Bereich des Äußeren, der Architektur oder der Ausstattung? Weitere Informationen finden Sie im Chat-Bereich.

    Eigene Seite öffnen →
  6. Vor dir siehst du eine helle Gedenktafel aus Marmor mit dunkel eingravierten Buchstaben - halte Ausschau nach der großen, würdevollen Steintafel in Augenhöhe an der Wand, du…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor dir siehst du eine helle Gedenktafel aus Marmor mit dunkel eingravierten Buchstaben - halte Ausschau nach der großen, würdevollen Steintafel in Augenhöhe an der Wand, du kannst sie kaum verfehlen, denn sie sieht aus, als erzähle sie ein uraltes und bedeutungsvolles Geheimnis. Stell dir vor, hier in Passau, im Jahr 1552, ist es alles andere als friedlich. Damals herrschte dicke Luft im Reich, denn katholische und protestantische Fürsten waren mittendrin in einem richtigen Streit - und zwar nicht nur mit Worten! Über die Dächer der Stadt wabert Rauch, in den Straßen hallen angespannte Stimmen und in dunklen Sälen tuscheln mächtige Männer mit ernsten Gesichtern. Doch während draußen die Soldaten knirschend in ihren Rüstungen marschierten und der Duft von Angst und gebratenen Würsten durch die Gassen zog, trafen sich im Lamberg-Palais die Großen des Reichs zu einem ziemlich historischen Plausch: König Ferdinand I., der Bruder des Kaisers, und Moritz, der listige Kurfürst von Sachsen, dazu jede Menge Bischöfe, Herzöge und deren Leute. Hättest du damals durchs Fenster gelugt, wärest du Zeuge von Händeschütteln, heimlichen Seitenblicken und heißen Diskussionen geworden. Wer weiß, ob jemand dabei vor lauter Aufregung sein Federmesser fallen ließ! Moritz hatte nämlich etwas ziemlich Riskantes gewagt: Er hatte Kaiser Karl V. samt Truppen so in die Enge gedrängt, dass dieser wie ein erschrockener Hase aus Innsbruck nach Villach fliehen musste. Ziel war es, endlich freie Verhandlungen zu haben - der Kaiser war zu stur für friedliche Lösungen, sein Bruder Ferdinand aber, ganz Pragmatiker, wusste: Ohne Frieden im Reich kann er Österreich und Ungarn sowieso nicht gegen die Türken schützen. Nun, während drinnen im Palais die Tinte noch nicht trocken war, schwebte draußen stets die Bedrohung eines neuen Krieges. Markgraf Albrecht Alcibiades bereitete schon den nächsten Aufstand vor, und Frankfurt am Main verteidigte sich standhaft gegen die Fürsten. Die Verhandlungsatmosphäre war so spannungsgeladen, dass man hätte meinen können, gleich knallt einer mit dem Stuhl auf den Boden! Aber alle Teilnehmer, Bischöfe, Herzöge, Gesandte - von Bayern bis Pommern -, sie rangen um einen Kompromiss. Ihnen war inzwischen klar: Besser Streit über Glaubensfragen als wirklicher Krieg. Selbst die katholische Seite fand plötzlich Religionsfrieden attraktiver als noch mehr Blutvergießen und verlorene Kirchenfenster. Und so setzten sie etwas durch, was heute selbstverständlich klingt, damals aber fast revolutionär war: Protestanten sollten mitreden dürfen und niemand sollte mehr nur wegen seines Glaubens verfolgt werden. Die Idee: Lasst uns lieber gemeinsam feierlich verdrücken, statt uns gegenseitig aus dem Land zu jagen! Natürlich - und das ist kein Witz - wollte der eigensinnige Kaiser Karl den Vertrag erst nicht anerkennen. Er bestand auf Änderungen, ließ alles nochmal prüfen, schickte sogar Geld aus Neapel und holte die Fugger ins Boot, um politisch zu tricksen. Doch am Ende, ziemlich widerwillig, musste auch er unterschreiben - und das, obwohl er lieber permanenten Religionsfrieden verhindern wollte! Da hätte selbst ein Pfarrer das Weihwasser verschüttet vor Staunen. Was war das Ergebnis? Mit dem Passauer Vertrag wurde das Augsburger Interim aufgehoben, Protestanten durften beim Reichskammergericht klagen - und die erste Grundlage für religiöse Toleranz in Deutschland war gelegt. Man einigte sich darauf, dass Frieden wichtiger ist als Dogmenstreit und dass die Fürsten die Probleme des Reichs auch mal selbst lösen sollten, statt immer den Kaiser oder den Papst anzubetteln. Die Einheit der Kirche musste für ein paar Jahre warten - und das war damals so besonders wie eine Brezn im Hochsommerregen! Drei Jahre später sollte aus dieser mühsam ausgehandelten Einigung dann der Augsburger Religionsfrieden werden, ein Meilenstein für religiöse Toleranz. Ohne den Passauer Vertrag hätte es das nicht gegeben. Hier an dieser Stelle - ganz in deiner Nähe - wurde also der Grundstein gelegt für die Idee, dass Menschen unterschiedlichen Glaubens nicht Feinde sein müssen. Und mal ehrlich: Wenn man heute in Passau durch die Gassen schlendert und das bunte Treiben sieht, könnte man meinen, selbst die alten Fürsten hätten nach so viel Streit einfach mal ein gemeinsames Bier getrunken... Wer weiß, vielleicht hörst du beim Weitergehen noch das Echo einer ihrer feierlichen Reden - oder zumindest das zufriedene Knarren eines alten Holztisches, an dem endlich Frieden geschlossen wurde! Nimm dir einen Moment und lass diese historische Energie auf dich wirken. Hier, an dieser Gedenktafel, verbindet sich der Hauch von Geschichte mit dem Mut zur Veränderung - und du stehst mitten auf einem der bedeutendsten Pflastersteine Europas.

    Eigene Seite öffnen →
  7. Um die Stadtpfarrkirche St. Paul zu erkennen, halte Ausschau nach einer einladenden Freitreppe, die vom Paulusbogen - dem Nordtor zur Altstadt - zu einer cremefarbenen und…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Um die Stadtpfarrkirche St. Paul zu erkennen, halte Ausschau nach einer einladenden Freitreppe, die vom Paulusbogen - dem Nordtor zur Altstadt - zu einer cremefarbenen und rosafarbenen Kirche mit nur einem Turm hinaufführt. Willkommen vor der ältesten Pfarrkirche Passaus - St. Paul! Hier bist du wirklich auf uraltem Grund unterwegs, und falls du meinst, die Kirche habe schon ein paar Geschichten erlebt, dann hast du vollkommen recht. St. Paul ist die wahre Großmutter aller Passauer Pfarrkirchen! Schon um 1050 wurde hier die erste Kirche dem heiligen Paulus geweiht - und unter uns, das war wahrscheinlich noch vor der Erfindung der Espresso-Maschine. Doch mit ruhigem Kirchglockengeläut war hier lange nichts: Feuer und Flamme suchten die Kirche immer wieder heim. Zwei große Brände, erst 1512 und dann 1662, hinterließen die Vorgängerbauten als Ruinenhaufen. Vielleicht dachte damals schon jemand: „Das ist ja zum Haareraufen!“ Aber 1678 hielt ein gewisser Carlo Antonio Carlone die Pläne für die heutige Kirche in der Hand - vielleicht hörte man seine Freude durch die Baustelle schallen: „Keine Sorge, diesmal bauen wir etwas Bleibendes!“ Während du vor der Kirche stehst und das cremig-rosafarbene Äußere bestaunst, fällt dir vielleicht der Turm auf - gar nicht so hoch wie erwartet, oder? Da stecken gleich mehrere Geschichten drin: Ursprünglich trug der Turm einen sehr flachen Helm - fast mehr als Haube denn als Hut. Doch im 19. Jahrhundert wollte man höher hinaus und baute einen spitzen Helm auf - allerdings, wie in Italienischer Oper, nicht von Dauer. 1950 wurde dieser wegen angeblicher Baufälligkeit wieder abgetragen und seitdem ist der Turm nur noch etwa ein Drittel so hoch wie einst. Wer weiß, vielleicht ist Passau einfach ein bisschen abergläubisch, wenn es ums Turmtragen geht. In der Fassade geht es ordentlich zu: Fünf Achsen, Pilaster im toskanischen und korinthischen Stil, Rundbogenfenster unten, Rechteckfenster oben. Alles in Rosa und Creme, als hätte die Kirche ein bisschen zu lange im Zuckerstreuer gelegen. Über der Eingangstür findest du in einer Nische ein Bildnis des heiligen Paulus - der Blick des Titelheiligen scheint zu sagen: „Na, bist du bereit für ein wenig Kirchenmagie?“ Trittst du dann ins Innere, empfängt dich eine Wandpfeiler-Emporenhalle, die sich in Zapfen und Bögen vor dir entfaltet wie ein höfischer Fächer. Die Stimmung ist hell und freundlich - weiße Wände und große Fenster tauchen den Raum ins Licht. Doch dann: Schwarze, vergoldete Altäre und eine ebenso schwarze Kanzel, als wollten sie dir zuflüstern: „Vergiss nicht, hier schlummert tiefste Geschichte!“ Der Hochaltar, um 1700 entstanden, ist eine echte Bühne - vier pompöse korinthische Säulen rahmen ein mächtiges Altarbild von Franz Werner Tamm. Hier wird’s dramatisch: Die Enthauptung des Apostels Paulus als großes Barockkino. Wenn du nach oben blickst, entdeckst du sogar eine Replik der berühmten Maria Pötsch aus Wien. Engelchen sitzen trällernd auf den Eckpunkten, und unter dem Gewölbe wacht Christus als Salvator mundi - der Welterlöser - über alles. Und wer gerne Detektiv spielt: Achte mal auf die Seitenaltäre und die Kanzel! Die stammen noch aus der „Geburtsstunde“ der Kirche um 1678 bis 1689. Direkt unter der Orgelempore hängt ein echtes Kunstschätzchen: Die „Beweinung Christi“ von Johann Michael Rottmayr aus dem Jahr 1689 - wer da genauer hinsieht, entdeckt vielleicht einen Tropfen Tränenschweiß. Und auf der anderen Seite: „Magdalena vor dem gekreuzigten Jesus“, gemalt 1794 von Joseph Bergler dem Jüngeren, harmonisch, klassizistisch, fast schon ein bisschen zurückhaltend. St. Paul hat also alles: Dramatik, Glanz, Familienkrisen und große Kunst - und das Ganze seit fast 1000 Jahren. Also, wenn du das nächste Mal an Rom denkst, dann weißt du: Auch in Passau stehen kleine Giganten der Geschichte und warten auf ihre Entdecker - dich!

    Eigene Seite öffnen →
  8. Direkt vor dir erhebt sich das Passauer Rathaus mit seinem prächtigen, hellen Fassadenbau und dem markanten, spitzen Rathausturm - halte einfach nach dem Turm mit der großen Uhr…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Direkt vor dir erhebt sich das Passauer Rathaus mit seinem prächtigen, hellen Fassadenbau und dem markanten, spitzen Rathausturm - halte einfach nach dem Turm mit der großen Uhr direkt am Donauufer Ausschau. Stell dir vor, du stehst hier am Donauufer vor dem Passauer Rathaus, der Sonne blinzelt durch die Wolken und direkt vor dir thront dieser eindrucksvolle Bau, eingerahmt von liebevoll restaurierten Gebäuden und dem mächtigen Rathausturm, der fast in den Himmel zu ragen scheint. Doch warum steht dieses Rathaus eigentlich ein wenig am Rand der Altstadt und nicht stolz in der Mitte, wie man es von Bürgerstädten erwarten würde? Nun, in Passau hatten immer die Fürstbischöfe das Sagen, und die Bürger mussten sich ihren Platz erst mühsam erstreiten. Hörst du das aufgeregte Gemurmel, als die Bürger im Jahr 1298 gegen den Fürstbischof loszogen und sich mit einem gewaltigen Knall ihr erstes Rathaus erkämpften? Endlich hatten sie ihren eigenen Ort, doch die Freiheit war nur zum Greifen nah - richtig unabhängig wurden die Passauer nie. Mitte des 15. Jahrhunderts entstand hier im venezianischen Stil ein prächtiger Saalbau, mit bunten Fassadenfresken, die von weiten Reisen träumen ließen. Später, 1922, wurden sie durch moderne Wandbilder ersetzt, die stolz Kaiser Ludwig den Bayern zeigen - natürlich stets von vier Fahnenträgern begleitet, als wollten sie sagen: „Wir stehen zusammen, aber gehorchen lieber dem Bischof!“ Rätselhaft, wie viele der Kämpfe hier wohl einst mit einer Mischung aus Mut, Verzweiflung und dem berühmten Passauer Humor geführt wurden. Apropos Humor: Im Innenhof gibt’s einen Brunnen (Liendlbrunnen von 1555), und frag ruhig mal die Einheimischen, was sie da schon alles reingeworfen haben - Glücksmünzen oder vielleicht ein paar geheime Liebesbriefe? Das Rathaus, so wie du es heute siehst, ist ein Patchwork aus acht früheren Gebäuden, die man mit der Zeit zusammengepuzzelt hat - ein architektonisches Mosaik, das Geschichte atmet. Rechts und links schmiegen sich das Neue Rathaus und das frühere Hauptzollamt an, in deren Mauern einst eine Brauerei und das Pulsieren des Handels lebendig waren. Angeblich ist sogar heute noch ein Werkstück an der Fassade zu finden, das vom feucht-fröhlichen Ursprung des Neuen Rathauses erzählt. Wer weiß, vielleicht sitzen noch ein paar alte Biergeister in den dunklen Büros? Der einstige Fischmarkt, der sich bis ins frühe 19. Jahrhundert vor dir erstreckte, ist heute ein Platz voller Licht und Luft. Früher versperrten eine große Kochhütte und Häuser den Blick auf die Donau. Erst als diese 1819 abgerissen wurden, bekam der Rathausplatz sein heutiges Gesicht. Du spazierst hier also über einen Platz, auf dem einst Händler und Bürger ihre Fische verkauften - wenn du Pech gehabt hättest, wäre dir ein nasser Karpfen vor die Füße gefallen! Der Turm, dieses markante Wahrzeichen mit seinen neugotischen Verzierungen, wurde übrigens erst im späten 19. Jahrhundert als Ersatz für den alten „Streitturm“ errichtet, der ausgerechnet wegen Streitigkeiten und Baufälligkeit abgerissen werden musste. Damals hat man nicht nur Stein auf Stein gesetzt, sondern gleich ein bisschen Politik dazugepackt: Die 24 bunten Wappenschilde am Turm erzählen die Geschichte des Deutschen Kaiserreichs und seiner Gründerstaaten. Stell dir vor, wie im Jahr 1871 hier die großen Namen aus Preußen, Bayern, Sachsen und vielen anderen Herzog- und Fürstentümern anmarschierten - fast wie eine politische Faschingsparade, bei der jeder sein schönstes Emblem präsentieren wollte! Oben im Turm sitzt heute ein automatisches Glockenspiel mit 23 Glocken, das jeden Tag die Melodien in die Gassen der Altstadt trägt - manchmal spielen die Glocken sogar ein kleines Carillon, und die Tauben tanzen dazu auf den Zinnen. Schau mal hoch, ob du die Wächterfiguren auf den Ecken entdeckst: Bischof, Ritter, Bürger und Bauer halten hier oben Wache, als wollten sie sicherstellen, dass Passau immer ein bisschen zwischen Kirche, Bürgersinn und Bauernschläue pendelt. Die Rathaussäle im Inneren, vor allem der große und der kleine Saal, erzählen von prächtigen Festen und langen Sitzungen. Stell dir mal vor, wie die gotische Steintreppe unter den Schritten der Honoratioren knarrt, während im Großen Saal riesige Wandgemälde von Einzügen, Hochzeiten und prunkvollen Zeremonien leuchten. Im Kleinen Saal - das glaubt man kaum - war und ist immer noch Platz für große Gefühle: Hier geben sich Paare das Ja-Wort, die Standesbeamten drücken die Stempel, und der Stadtrat streitet manchmal um die besten Ideen für die Stadt. Was heute so ruhig und geordnet wirkt, ist in Wahrheit eine Bühne mit vielen Akten: Bürgeraufstände, Festumzüge, feierliche Hochzeiten, traurige Hochwasserereignisse, deren Marken heute noch am Turm abzulesen sind, und die ewige Diskussion, wem Passau eigentlich gerade gehört - dem Bischof, den Bürgern oder am Ende vielleicht sogar ein bisschen den Touristen, also uns beiden! Es heißt, die Passauer wissen immer zu improvisieren, seien es brennende Dächer im 19. Jahrhundert oder marode Zwischendecken in den 1960ern - irgendwo hämmern, werkeln und renovieren sie bis heute. Also, genieße den Augenblick, atme die Geschichte ein, und vergiss nie: In Passau ist nichts ganz so, wie es auf den ersten Blick scheint - außer vielleicht der Rathausturm, der ist einfach herrlich schief in der Landschaft!

    Eigene Seite öffnen →
  9. Damit du die Abtei Niedernburg sofort erkennst: Schau einfach geradeaus, nach oben - die markanten weißen Türme mit den grünlichen, spitz zulaufenden Dächern ragen wie zwei…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Damit du die Abtei Niedernburg sofort erkennst: Schau einfach geradeaus, nach oben - die markanten weißen Türme mit den grünlichen, spitz zulaufenden Dächern ragen wie zwei neugierige Zwillinge über das Häusermeer der Altstadt hinaus. So, jetzt stelle dir vor, du reist mehr als 1200 Jahre in der Zeit zurück! Es ist das frühe Mittelalter, und an genau diesem Ort wurde um das Jahr 772 das Frauenstift Niedernburg gegründet - vermutlich unter der Leitung von Tassilo III. und seiner mächtigen Gattin Liutberga. Kaum zu glauben, aber auch Legenden von Herzoginnen und mächtigen Fürstinnen ranken sich um diese Gründung - eine agile Frau als Chefin, damals schon! Manche erzählen sogar, der Ursprung könnte bis um das Jahr 700 reichen, als Niedernburg vielleicht zuerst als herzoglicher Landsitz diente. Stell dir die ersten Damen hier vor, wie sie im Duft von Räucherwerk durch romanische Arkaden trippeln - und der Wind, der durch die steinernen Gänge heult, als würde die Geschichte höchstpersönlich Geschichten flüstern. Im Laufe der Jahrhunderte wurde dieses Stift richtig reich, ja selbst „reichsunmittelbar“ - direkt dem Kaiser unterstellt, niemand anderem! Doch dann, 788, Tassilo wird abgesetzt, der Besitz wandert zum König, und ein Machtspiel beginnt. Spätestens ab 1010, als Heinrich II. Niedernburg erneut seine Unabhängigkeit verleiht, herrscht ein reges Treiben: Adelige Damen kommen hierher, wollen Äbtissin werden. Die erste namentlich bekannte war Heilika - klingt wie Helikopter, aber flog garantiert NIE aus dem Fenster! Ihre Nachfolgerin Gisela ist da schon eine Legende: Sie war nicht nur Schwester des Kaisers Heinrich II., sondern auch Witwe eines Königs - der König von Ungarn, Stephan der Heilige. Nach Norden Pilgerwellen aus Ungarn, denn Gisela ist hier begraben, das Grab zu ihren Ehren wird zum Wallfahrtsort; heute noch suchen viele Besucher den besonderen Zauber an ihrem Monument im südlichen Querhaus der Kirche. Natürlich glich Niedernburg nie einer frommen Oase der Ruhe. O nein! Immer wieder allerlei Machtgerangel: Da war etwa Adelheid von Sulzbach, eine Äbtissin mit so viel Einfluss, dass selbst Ritter erblassten. Berengar I. von Sulzbach wird ihr Vogt, aber politischer Ehrgeiz ist wie ein hungriger Wildschwein - irgendwann wird sogar Adelheid abgesetzt! Die Klosterherrschaft wandert nun endgültig unter die Fittiche der Passauer Bischöfe, und Niedernburg verliert seine Unabhängigkeit. Mittelalterliche Abenteuer oder märchenhafte Szenen erwarten dich auf Schritt und Tritt. Hast du schon mal vom Nibelungenlied gehört? Angeblich ist das hier erwähnte Kloster das sagenumwobene Niedernburg, in dem heldenhafte Damen und betagte Äbtissinnen auftreten könnten. Kein Wunder, dass um 1500 Papst Alexander VI. (der hatte ganz schön viel zu tun!) sogar die Dechantin Ursula von Schönstein wieder zur Äbtissin erhebt. Gleichzeitig flüstern die Mauern von Bränden - zweimal wurde das Kloster im 17. Jahrhundert von Flammen zerstört, doch wie ein Phönix aus der Asche bauten es die Nonnen ruckzuck wieder auf. Hier wurde auch Geschichte ins Klassenzimmer getragen: Bereits im 16. Jahrhundert gab es eine Schule für Bürgertöchter in den Konventmauern, und im 18. Jahrhundert folgte eine Trivialschule - ja, der Unterrichtsstoff war bestimmt nicht trivial, ganz im Gegenteil! Besonders spannend bleibt die sagenhafte Legende um Gregorius, den armenischen Erzbischof, der 1093 mittags während einer Sonnenfinsternis starb - und wirklich, die Wissenschaft hat nachgewiesen: Genau zu dieser Zeit gab es tatsächlich eine Sonnenfinsternis. Gregorius ruhte unter dem Hochaltar, seine Geschichte wurde auf Bleiplatten verewigt, heute zu bestaunen im Museum. Falls du etwas klösterliches Gruseln spüren möchtest, stell dir vor, wie der Schatten der Sonnenfinsternis durch die bunten Kirchenfenster fiel - und eine bleierne Stille herrschte. Ab 1806 wurde das Kloster aufgelöst, und die Gemäuer bewohnten plötzlich Polizei, eine Irrenanstalt und ein Heim für Taubstumme - hier sind wahrlich viele Geschichten zu Hause! Ab 1836 kamen die Englischen Fräulein nach Niedernburg; fleißig arbeiteten sie daran, wieder eine Schule zu betreiben - vielleicht spürst du noch den Fleiß und Eifer, der in den Fluren und alten Klassenzimmern steckt. Erst im Jahr 2017 verließen die letzten Schwestern das Kloster - zu wenige, zu alt. Heute sind noch die Gisela-Schulen und ein Internat hier - und zwischen der Diözese Passau und dem Freistaat Bayern wird feilscht und gefeilscht, wem die prächtigen Gebäude eigentlich gehören. Wenn du jetzt genauer hinsiehst, erkennst du die romanische Heiligkreuz-Basilika, errichtet im 11. Jahrhundert - steinalt, mit gotischem Chor, barocken Gewölben und sogar einer eigenen Erasmuskapelle, die ein uraltes Pietà-Relief von 1420 birgt. Und vergiss nicht: Die Ostseite birgt die geheimnisvolle Ruine der einstigen Marienkirche - ihre romanischen Wandmalereien erzählen Geschichten von Lazarus und der thronenden Madonna, wenn du ganz still bist, kannst du fast das Raunen vergangener Jahrhunderte hören. Na, Lust auf mehr Abenteuer? Hier in Niedernburg wartet an jeder Ecke ein kleines Türchen zur Vergangenheit - du brauchst es nur aufstoßen!

    Eigene Seite öffnen →
  10. Vor dir erhebt sich ein großes, freundliches Gebäude mit hellgelber Fassade und vielen weißen Fensterrahmen - halte Ausschau nach dem imposanten Eckeingang an der Michaeligasse,…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor dir erhebt sich ein großes, freundliches Gebäude mit hellgelber Fassade und vielen weißen Fensterrahmen - halte Ausschau nach dem imposanten Eckeingang an der Michaeligasse, dann bist du richtig! Stell dir vor, du stehst jetzt direkt vor der Staatlichen Bibliothek Passau, umgeben von Jahrhunderten voller Geschichten, Wissen und, naja… ein bisschen Jesuitengeist im Gemäuer! Kaum zu glauben, aber dieses gelb strahlende Haus sieht zwar heute ziemlich friedlich aus, doch seine Geschichte begann mit einem echten Drama: Gleich zwei Stadtbrände, 1662 und 1680, verschlangen fast sämtliche Bücher der damals jungen Jesuitenbibliothek. Man könnte sagen, Passaus Bücher waren heiß begehrt - aber von den Flammen! Doch: Wie ein literarischer Phönix aus der Asche wurden die Regale wieder gefüllt, dank eines großzügigen Vermächtnisses von Weihbischof Johannes Maximus Stainer. Im 18. Jahrhundert - stell dir vor, wie durch die Fenster Kerzenlicht flackert, während sich Gelehrte in schwerem Umhang und Perücke durch die rokokoverzierten Ostflügel bewegen - bekam die Bibliothek im Jesuitenkolleg neue Prunkräume. Die Jesuiten selbst wollten ursprünglich Geist und Verstand schärfen; heute knistert es in der Bibliothek nur noch leicht beim Umblättern, aber damals waberte tiefe Gelehrsamkeit und vielleicht ein Hauch von Weihrauch durch die Flure. Nach Aufhebung des Jesuitenordens übernahm die fürstbischöfliche Akademie die wertvollen Bücher - ein bisschen wie ein Staffelstab voller Wissen, immer bereit, weitergegeben zu werden. Und dann, im Zuge der Säkularisation 1803, wurde die Bibliothek zur königlichen Sammelstelle für Werke aus den aufgelösten Klöstern ringsum. Jetzt kamen gesammelte Weisheiten aus dem Kapuziner- und Franziskanerkloster, aus Sankt Nikola, Formbach und vielen anderen zusammen - ein regelrechtes Buchfest! Innerhalb kurzer Zeit verdoppelte sich der Bestand auf mehr als 24.000 Bände. Wer heutzutage bei einer Buchstabensuppe verzweifelt - hier wäre man damals im puren Alphabeten-Schlaraffenland gewesen. Doch die Mission war noch nicht zu Ende! Von abenteuerlustigen Gymnasiasten und eifrigen Professoren genutzt, diente die Bibliothek als Geistesnahrung für Generationen. Johann Baptist Durach sortierte, katalogisierte und schuf ganz nebenbei einen Überblick über all die Kostbarkeiten. Übrigens: Heute beherbergt die Bibliothek um die 320.000 Medieneinheiten und wahre Schätze - darunter 150 Handschriften, 322 Inkunabeln (also Bücher aus der Zeit der ersten Druckpressen) und die legendäre Formbacher Bibel, von kunstvollen Miniaturen im Jahr 1421 geschmückt. Ein echtes Buchjuwel, fast zu schade zum Lesen! In der Sammlung findet sich auch das berühmte „Speculum Historiale” von 1474 und andere Meisterwerke des Wissens und der Druckkunst. Und im Lesesaal wartet, hinter Glas geschützt, das mysteriös glitzernde Formbacher Missale - ein Messbuch, das fast so magisch ist wie Harry Potters Zauberstab, nur dicker und ohne Zaubersprüche (dafür lateinisch). Auch die Kuriositätenliebhaber kommen auf ihre Kosten: Seit 2015 gibt es hier eine eigene Wunderkammer! Stell dir vor, seltene Exponate aus den bayerischen Museen, dem Museum Fünf Kontinente und alten Zollämtern treffen sich zu einer Art Tauschbörse der Sensationen. Die Wunderkammer versteckt echte Überraschungen - exotische Kuriositäten, wissenschaftliche Raritäten und abenteuerliche Geschichten. Wer da den Schlüssel finden will, muss schon genauer hinschauen. Das heutige Gebäude in der Michaeligasse stammt von 1630 und wurde ganz ursprünglich als Jesuitenalumnat genutzt. 1972 zogen die Bücher mit Pauken und Trompeten (na gut, eher mit Umzugskartons) in diese lichtdurchfluteten Räume. Der ehemalige Innenhof wurde in einen Lesesaal verwandelt, über den seit 2018 ein gläsernes Dach schwebt - zugegeben, Regen stört hier niemand mehr beim Schmökern. So ist die Staatliche Bibliothek Passau nicht einfach nur ein Bücherlager, sondern ein verborgener Schatz, ein Treffpunkt für Wissen aus Jahrhunderten, eine Bühne für wunderliche Geschichten und ein Ort, an dem Vergangenheit lebendig bleibt - solange du leise bist und die Geschichten zuhörst. Wer weiß… vielleicht rascheln die alten Seiten deshalb manchmal ganz besonders geheimnisvoll.

    Eigene Seite öffnen →
  11. Um das Amtsgericht Passau zu entdecken, halte einfach Ausschau nach einem auffallend roten Gebäude mit klassischer Fassadenstruktur direkt oberhalb des Flussufers - schon bist du…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Um das Amtsgericht Passau zu entdecken, halte einfach Ausschau nach einem auffallend roten Gebäude mit klassischer Fassadenstruktur direkt oberhalb des Flussufers - schon bist du richtig! Stell dir vor, du stehst jetzt direkt vor einem Haus, das Geschichten über Recht und Ordnung atmet - und das schon seit Jahrhunderten! Vor dir das Herberstein-Palais, das Herzstück des Amtsgerichts Passau, das sich wie ein stolzer roter Wächter über die Schustergasse erhebt. Schon Mitte des 16. Jahrhunderts ließ der schlaue Domherr Graf von Herberstein dieses stattliche Palais bauen. Und weißt du was? Nach dem großen Stadtbrand von 1662 wurde es nicht einfach wieder aufgebaut, nein, man verpasste ihm so richtig neues Flair - mit mächtigen Fassadenzügen und eleganter barocker Stuckdecke im Inneren. Wenn du die Wände berühren könntest, würdest du fast den Puder auf den Perücken der früheren Bürgermeister und Patrizier spüren, die hier einst lebten. Eine Wohnung für Bürgermeister, später ein Ort für Justiz, das klingt beinahe nach einem Märchen - oder einer besonders langen Gerichtsverhandlung! 1905 wurde es dann offiziell zur Heimat des Amtsgerichts. Stell dir die Umzugswagen vor hundert Jahren vor, wie sie Akten, Stempel und vielleicht ein paar etwas missgelaunte Justizbeamte vom alten Gebäudekomplex in die neue Pracht rollten! Doch damit nicht genug: Die Trakte wurden in den 1950ern höher gebaut, ein erdiger Anbau sprang dazu, aufmerksam wachend über angemessene Gerichtsentscheidungen. Und falls dir das leuchtende Rot auffällt? 1966 erhielt das Palais diesen markanten Anstrich - seitdem strahlt es selbstbewusst aus der Reihe! Aber damit hört die Geschichte noch lange nicht auf. Das Amtsgericht Passau ist nämlich gleich in zwei Gebäuden zuhause. Weiter geht’s in die Heilig-Geist-Gasse, wo sich einst die fürstbischöfliche Wagenremise versteckte. Ursprünglich diente sie als Garage für die prunkvollen Kutschen und fuhr Fürstbischöfe zum Reichstag nach Regensburg. Heute? Da stapeln sich keine Heuwagen mehr, sondern Akten des Registergerichts! Nach zahlreichen Abenteuern - Salzamt, Privatbesitz, Warenhaus - wurde das Gebäude 1987 endlich wieder standesgemäß vom Staat für die Justiz gekauft. Und Passau hat es prompt mit dem Fassadenpreis 1991 gekrönt, als Dank für diese neue Schönheit. Du stehst also gerade mitten in einer lebendigen Rechts-Geschichte. Es wurde aufgeteilt, zusammengelegt, ausgebaut, umgezogen und immer wieder neu erfunden. Wenn diese Mauern reden könnten, sie würden dir Geschichten von kleinen Streitereien und großen Urteilen erzählen, von Liebesdramen um Grundstücke und kuriosen Prozessen mit überraschendem Ausgang - und vielleicht sogar einem Richter, der sich mal im eigenen Gerichtssaal verlaufen hat. Schließlich ist hier genug Platz! Das Amtsgericht Passau ist heute zuständig für alles, was rechtlich in der Stadt und im Landkreis Passau so anfällt - dazu kommen noch Akten aus Freyung-Grafenau. Und wenn es mal zu hoch hergeht und ein Urteil angefochten wird, dann geht es eine Instanz höher zum Landgericht, das dann wiederum ans Oberlandesgericht in München berichten darf. Du merkst: In diesen roten Mauern schlägt das ordentliche Herz der Passauer Justiz. Und das Beste daran? Die Geschichten, die hier entstehen, sind oft spannender als jeder Krimi!

    Eigene Seite öffnen →
  12. Vor dir erhebt sich ein langgestrecktes, prunkvolles weißes Gebäude im Stil des Wiener Spätbarocks - wenn du den Blick über die breite Fassade und die beiden auffälligen Balkone…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor dir erhebt sich ein langgestrecktes, prunkvolles weißes Gebäude im Stil des Wiener Spätbarocks - wenn du den Blick über die breite Fassade und die beiden auffälligen Balkone schweifen lässt, kannst du die Neue Residenz gar nicht verfehlen. Stell dir vor, wie hier vor rund 300 Jahren Baumeister mit staubigen Händen und großen Plänen den Grundstein für das Zuhause der Passauer Fürstbischöfe legten. Die Residenz sollte nicht nur ein Zuhause sein, sondern auch zeigen: „Schaut her, wer in Passau den Hut aufhat!“ Baumeister aus Wien und Italien, Domenico d’Angeli und Antonio Beduzzi, haben viel Wiener Flair und ein klein wenig italienischen Stolz verbaut. Ein besonderer Hingucker wurde die Neue Residenz ab 1765, als Kardinal Leopold Ernst von Firmian es ordentlich krachen ließ und dem Wiener Architekten Melchior Hefele freie Hand für Fassadenschmuck gab. Zwei prächtige Portale, eine steinerne Balustrade oben auf dem Dach und diese Balkone - hast du die Zahlen 1770 und 1771 entdeckt? Die sind schon fast wie berühmte Unterschriften im Stein! Drinnen kannst du das imposante Treppenhaus bestaunen: Über dir schweben die Götter des Olymp in einem Deckenfresko, während an den Geländern freche Putten sitzen, meisterhaft vom Passauer Joseph Bergler geschnitzt. Diese kleinen Engelchen wirken, als würden sie jeden Besucher heimlich belauschen - gut, dass du kein bischöfliches Geheimnis preisgibst! Heute befindet sich hier das Bischöfliche Ordinariat und der Eingang zum Domschatzmuseum. Und wer weiß, vielleicht spürst du ja noch den feierlichen Schritt eines Fürstbischofs auf dem Marmorboden unter deinen Füßen…

    Eigene Seite öffnen →

Häufig gestellte Fragen

Wie starte ich die Tour?

Laden Sie nach dem Kauf die AudaTours-App herunter und geben Sie Ihren Einlösecode ein. Die Tour ist sofort startbereit – tippen Sie einfach auf „Play“ und folgen Sie der GPS-geführten Route.

Benötige ich während der Tour Internet?

Nein! Laden Sie die Tour vor dem Start herunter und genießen Sie sie vollständig offline. Nur die Chat-Funktion benötigt Internet. Wir empfehlen den Download über WLAN, um mobiles Datenvolumen zu sparen.

Handelt es sich um eine geführte Gruppentour?

Nein – dies ist ein selbstgeführter Audioguide. Sie erkunden unabhängig in Ihrem eigenen Tempo, wobei die Audioerzählung über Ihr Telefon abgespielt wird. Kein Reiseleiter, keine Gruppe, kein Zeitplan.

Wie lange dauert die Tour?

Die meisten Touren dauern 60–90 Minuten, aber Sie kontrollieren das Tempo vollständig. Pausieren Sie, überspringen Sie Stopps oder machen Sie Pausen, wann immer Sie wollen.

Was, wenn ich die Tour heute nicht beenden kann?

Kein Problem! Touren haben lebenslangen Zugriff. Pausieren Sie und setzen Sie sie fort, wann immer Sie möchten – morgen, nächste Woche oder nächstes Jahr. Ihr Fortschritt wird gespeichert.

Welche Sprachen sind verfügbar?

Alle Touren sind in über 50 Sprachen verfügbar. Wählen Sie Ihre bevorzugte Sprache beim Einlösen Ihres Codes. Hinweis: Die Sprache kann nach der Tour-Generierung nicht mehr geändert werden.

Wo greife ich nach dem Kauf auf die Tour zu?

Laden Sie die kostenlose AudaTours-App aus dem App Store oder von Google Play herunter. Geben Sie Ihren Einlösecode (per E-Mail gesendet) ein, und die Tour erscheint in Ihrer Bibliothek, bereit zum Download und Start.

verified_user
Zufriedenheit garantiert

Wenn Ihnen die Tour nicht gefällt, erstatten wir Ihnen den Kaufpreis. Kontaktieren Sie uns unter [email protected]

Sicher bezahlen mit

Apple PayGoogle PayVisaMastercardPayPal
Beliebt bei Reisenden weltweit

Tausende gestartete Touren.
Genug Meinungen.

4,8 im App Store und Google Play. Hier sind ein paar, zu denen wir immer wieder zurückkehren.

starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
starstarstarstarstar
Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
download App holen

Kopfhörer rein.
Raus nach draußen.

Kostenlos herunterladen. Touren in jeder Stadt. Startklar in 60 Sekunden — kein Konto, keine Karte.

Download on the App StoreGet it on Google Play
starstarstarstarstar_half
4.8
AudaTours app icon
headphones
~ 4 Min. bis deine erste Tour startet
public
1.000+ Städte weltweit
all_inclusive
AudaTours
Unlimited

Jede Tour. Jede Stadt. Ein Abo.

3101 Touren2271 Städte138 Länder50+ Sprachen