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Treaty of Passau

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Treaty of Passau

Vor dir siehst du eine helle Gedenktafel aus Marmor mit dunkel eingravierten Buchstaben - halte Ausschau nach der großen, würdevollen Steintafel in Augenhöhe an der Wand, du kannst sie kaum verfehlen, denn sie sieht aus, als erzähle sie ein uraltes und bedeutungsvolles Geheimnis.

Stell dir vor, hier in Passau, im Jahr 1552, ist es alles andere als friedlich. Damals herrschte dicke Luft im Reich, denn katholische und protestantische Fürsten waren mittendrin in einem richtigen Streit - und zwar nicht nur mit Worten! Über die Dächer der Stadt wabert Rauch, in den Straßen hallen angespannte Stimmen und in dunklen Sälen tuscheln mächtige Männer mit ernsten Gesichtern.

Doch während draußen die Soldaten knirschend in ihren Rüstungen marschierten und der Duft von Angst und gebratenen Würsten durch die Gassen zog, trafen sich im Lamberg-Palais die Großen des Reichs zu einem ziemlich historischen Plausch: König Ferdinand I., der Bruder des Kaisers, und Moritz, der listige Kurfürst von Sachsen, dazu jede Menge Bischöfe, Herzöge und deren Leute. Hättest du damals durchs Fenster gelugt, wärest du Zeuge von Händeschütteln, heimlichen Seitenblicken und heißen Diskussionen geworden. Wer weiß, ob jemand dabei vor lauter Aufregung sein Federmesser fallen ließ!

Moritz hatte nämlich etwas ziemlich Riskantes gewagt: Er hatte Kaiser Karl V. samt Truppen so in die Enge gedrängt, dass dieser wie ein erschrockener Hase aus Innsbruck nach Villach fliehen musste. Ziel war es, endlich freie Verhandlungen zu haben - der Kaiser war zu stur für friedliche Lösungen, sein Bruder Ferdinand aber, ganz Pragmatiker, wusste: Ohne Frieden im Reich kann er Österreich und Ungarn sowieso nicht gegen die Türken schützen.

Nun, während drinnen im Palais die Tinte noch nicht trocken war, schwebte draußen stets die Bedrohung eines neuen Krieges. Markgraf Albrecht Alcibiades bereitete schon den nächsten Aufstand vor, und Frankfurt am Main verteidigte sich standhaft gegen die Fürsten. Die Verhandlungsatmosphäre war so spannungsgeladen, dass man hätte meinen können, gleich knallt einer mit dem Stuhl auf den Boden!

Aber alle Teilnehmer, Bischöfe, Herzöge, Gesandte - von Bayern bis Pommern -, sie rangen um einen Kompromiss. Ihnen war inzwischen klar: Besser Streit über Glaubensfragen als wirklicher Krieg. Selbst die katholische Seite fand plötzlich Religionsfrieden attraktiver als noch mehr Blutvergießen und verlorene Kirchenfenster.

Und so setzten sie etwas durch, was heute selbstverständlich klingt, damals aber fast revolutionär war: Protestanten sollten mitreden dürfen und niemand sollte mehr nur wegen seines Glaubens verfolgt werden. Die Idee: Lasst uns lieber gemeinsam feierlich verdrücken, statt uns gegenseitig aus dem Land zu jagen!

Natürlich - und das ist kein Witz - wollte der eigensinnige Kaiser Karl den Vertrag erst nicht anerkennen. Er bestand auf Änderungen, ließ alles nochmal prüfen, schickte sogar Geld aus Neapel und holte die Fugger ins Boot, um politisch zu tricksen. Doch am Ende, ziemlich widerwillig, musste auch er unterschreiben - und das, obwohl er lieber permanenten Religionsfrieden verhindern wollte! Da hätte selbst ein Pfarrer das Weihwasser verschüttet vor Staunen.

Was war das Ergebnis? Mit dem Passauer Vertrag wurde das Augsburger Interim aufgehoben, Protestanten durften beim Reichskammergericht klagen - und die erste Grundlage für religiöse Toleranz in Deutschland war gelegt. Man einigte sich darauf, dass Frieden wichtiger ist als Dogmenstreit und dass die Fürsten die Probleme des Reichs auch mal selbst lösen sollten, statt immer den Kaiser oder den Papst anzubetteln. Die Einheit der Kirche musste für ein paar Jahre warten - und das war damals so besonders wie eine Brezn im Hochsommerregen!

Drei Jahre später sollte aus dieser mühsam ausgehandelten Einigung dann der Augsburger Religionsfrieden werden, ein Meilenstein für religiöse Toleranz. Ohne den Passauer Vertrag hätte es das nicht gegeben. Hier an dieser Stelle - ganz in deiner Nähe - wurde also der Grundstein gelegt für die Idee, dass Menschen unterschiedlichen Glaubens nicht Feinde sein müssen.

Und mal ehrlich: Wenn man heute in Passau durch die Gassen schlendert und das bunte Treiben sieht, könnte man meinen, selbst die alten Fürsten hätten nach so viel Streit einfach mal ein gemeinsames Bier getrunken... Wer weiß, vielleicht hörst du beim Weitergehen noch das Echo einer ihrer feierlichen Reden - oder zumindest das zufriedene Knarren eines alten Holztisches, an dem endlich Frieden geschlossen wurde!

Nimm dir einen Moment und lass diese historische Energie auf dich wirken. Hier, an dieser Gedenktafel, verbindet sich der Hauch von Geschichte mit dem Mut zur Veränderung - und du stehst mitten auf einem der bedeutendsten Pflastersteine Europas.

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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