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Station 15 von 17

New Bishop's Residence

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Vor dir erhebt sich ein großes, freundliches Gebäude mit hellgelber Fassade und vielen weißen Fensterrahmen - halte Ausschau nach dem imposanten Eckeingang an der Michaeligasse, dann bist du richtig!

Stell dir vor, du stehst jetzt direkt vor der Staatlichen Bibliothek Passau, umgeben von Jahrhunderten voller Geschichten, Wissen und, naja… ein bisschen Jesuitengeist im Gemäuer! Kaum zu glauben, aber dieses gelb strahlende Haus sieht zwar heute ziemlich friedlich aus, doch seine Geschichte begann mit einem echten Drama: Gleich zwei Stadtbrände, 1662 und 1680, verschlangen fast sämtliche Bücher der damals jungen Jesuitenbibliothek. Man könnte sagen, Passaus Bücher waren heiß begehrt - aber von den Flammen! Doch: Wie ein literarischer Phönix aus der Asche wurden die Regale wieder gefüllt, dank eines großzügigen Vermächtnisses von Weihbischof Johannes Maximus Stainer.

Im 18. Jahrhundert - stell dir vor, wie durch die Fenster Kerzenlicht flackert, während sich Gelehrte in schwerem Umhang und Perücke durch die rokokoverzierten Ostflügel bewegen - bekam die Bibliothek im Jesuitenkolleg neue Prunkräume. Die Jesuiten selbst wollten ursprünglich Geist und Verstand schärfen; heute knistert es in der Bibliothek nur noch leicht beim Umblättern, aber damals waberte tiefe Gelehrsamkeit und vielleicht ein Hauch von Weihrauch durch die Flure. Nach Aufhebung des Jesuitenordens übernahm die fürstbischöfliche Akademie die wertvollen Bücher - ein bisschen wie ein Staffelstab voller Wissen, immer bereit, weitergegeben zu werden.

Und dann, im Zuge der Säkularisation 1803, wurde die Bibliothek zur königlichen Sammelstelle für Werke aus den aufgelösten Klöstern ringsum. Jetzt kamen gesammelte Weisheiten aus dem Kapuziner- und Franziskanerkloster, aus Sankt Nikola, Formbach und vielen anderen zusammen - ein regelrechtes Buchfest! Innerhalb kurzer Zeit verdoppelte sich der Bestand auf mehr als 24.000 Bände. Wer heutzutage bei einer Buchstabensuppe verzweifelt - hier wäre man damals im puren Alphabeten-Schlaraffenland gewesen.

Doch die Mission war noch nicht zu Ende! Von abenteuerlustigen Gymnasiasten und eifrigen Professoren genutzt, diente die Bibliothek als Geistesnahrung für Generationen. Johann Baptist Durach sortierte, katalogisierte und schuf ganz nebenbei einen Überblick über all die Kostbarkeiten. Übrigens: Heute beherbergt die Bibliothek um die 320.000 Medieneinheiten und wahre Schätze - darunter 150 Handschriften, 322 Inkunabeln (also Bücher aus der Zeit der ersten Druckpressen) und die legendäre Formbacher Bibel, von kunstvollen Miniaturen im Jahr 1421 geschmückt. Ein echtes Buchjuwel, fast zu schade zum Lesen! In der Sammlung findet sich auch das berühmte „Speculum Historiale” von 1474 und andere Meisterwerke des Wissens und der Druckkunst. Und im Lesesaal wartet, hinter Glas geschützt, das mysteriös glitzernde Formbacher Missale - ein Messbuch, das fast so magisch ist wie Harry Potters Zauberstab, nur dicker und ohne Zaubersprüche (dafür lateinisch).

Auch die Kuriositätenliebhaber kommen auf ihre Kosten: Seit 2015 gibt es hier eine eigene Wunderkammer! Stell dir vor, seltene Exponate aus den bayerischen Museen, dem Museum Fünf Kontinente und alten Zollämtern treffen sich zu einer Art Tauschbörse der Sensationen. Die Wunderkammer versteckt echte Überraschungen - exotische Kuriositäten, wissenschaftliche Raritäten und abenteuerliche Geschichten. Wer da den Schlüssel finden will, muss schon genauer hinschauen.

Das heutige Gebäude in der Michaeligasse stammt von 1630 und wurde ganz ursprünglich als Jesuitenalumnat genutzt. 1972 zogen die Bücher mit Pauken und Trompeten (na gut, eher mit Umzugskartons) in diese lichtdurchfluteten Räume. Der ehemalige Innenhof wurde in einen Lesesaal verwandelt, über den seit 2018 ein gläsernes Dach schwebt - zugegeben, Regen stört hier niemand mehr beim Schmökern.

So ist die Staatliche Bibliothek Passau nicht einfach nur ein Bücherlager, sondern ein verborgener Schatz, ein Treffpunkt für Wissen aus Jahrhunderten, eine Bühne für wunderliche Geschichten und ein Ort, an dem Vergangenheit lebendig bleibt - solange du leise bist und die Geschichten zuhörst. Wer weiß… vielleicht rascheln die alten Seiten deshalb manchmal ganz besonders geheimnisvoll.

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Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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