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Station 7 von 17

Stadttheater Passau

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Vor dir siehst du ein stattliches, helles Gebäude mit vielen runden und rechteckigen Fenstern sowie einer klaren, symmetrischen Fassade - du findest es ganz leicht, wenn du dich einfach der breiten Straße und den hohen weißen Wänden mit den auffälligen runden Fenstern zuwendest.

Stell dir vor, du gehst da nicht nur an irgendeinem Gebäude vorbei, sondern vor dir steht das berühmte Stadttheater Passau - einer der wohl geschichtsträchtigsten Orte der Stadt, an dem sich schon seit Jahrhunderten die Vorhänge heben, das Herz klopft und der Applaus donnernd durch den Saal rollt! Die Wurzeln dieses Theaters reichen zurück bis ins Jahr 1645, und damals - halte dich fest - wurde hier kein einziger Ton Oper gesungen. Stattdessen haben hier Adlige in ihren prachtvollen Perücken und Strümpfen Federbälle geschlagen, denn dieses Gebäude war ursprünglich ein Ballhaus. Wahrscheinlich wurde hier mehr gestöhnt als bei manchem schlechten Theaterstück - aber eben wegen dem Sport!

Erst als der große Hype um das "Jeu de Paume", eine Art uraltes Tennis, etwas nachließ, dachte sich Fürstbischof Leopold Ernst Kardinal Graf von Firmian: "Mach doch mal was mit Musik!" Und schwupps, wurde das Ballhaus von 1771 bis 1774 zu einem exklusiven Hofopernhaus umgebaut. Es war eine Welt der Eleganz - edle Logen, prachtvolle Deckenmalereien von Franz Petzka mit Schäferszenen, Jagden und, wie es sich gehört, ein bisschen musikalische Symbolik. Oben an der Decke: ein künstlicher Himmel, so blau und freundlich, dass vermutlich sogar Melancholiker lächeln mussten.

Doch die eigentliche Zauberei geschah erst 1783: Fürstbischof Joseph Kardinal Graf von Auersperg ließ das Opernhaus so umbauen, dass es von den adligen Elfenbeintürmen hinunter zu den begeisterten Passauer Bürgern geöffnet wurde. Die Oper „Alceste“ machte damals den Anfang für jeden, der sich ein paar Münzen für den Eintritt sparen konnte - fast ein bisschen wie eine Adels-to-go-Variante! Plötzlich saßen und schwitzten die Bürger Schulter an Schulter mit den vornehmen Herrschaften, jeder wollte ein Stück des Theaters erleben.

Die nächsten Jahrhunderte waren die pure Achterbahnfahrt. Nach der Säkularisation 1803 schnappte sich der Kurfürst von Bayern das Gebäude und gab ihm immer wieder neue Namen: Erst Churfürstliches Theater, dann Königlich-Bayerisches Theater - beinahe hätte das Theater einen eigenen Personalausweis gebraucht, so oft wurde es umgetauft! Und wie das in alten Häusern so ist, meldete sich im Jahr 1882 die Feuerwehr und meinte sinngemäß: „So - jetzt macht ihr aber mal dicht, das ist uns zu gefährlich!“ Glücklicherweise bewies die Stadt Passau Herz und Mut und kaufte das Haus, ließ es umbauen und feierte 1883 die große Wiedereröffnung.

Aber auch als Kino diente das Theater später - stell dir vor, hier flimmerten in den 1920er Jahren wilde Western und Liebesdramen über die Bühne! Mal war das Haus Kammerspiel, mal stand es leer, mal bebte der Saal vor Operngesang. Zeitweise war es finanziell klamm und musste sogar schließen, bis clever zusammengeschlossene Städte Passau, Landshut und Straubing ab 1952 den Spielbetrieb als gemeinsames Städtebundtheater retteten.

Die Theaterliebe der Passauer geht eben durch dick und dünn - ob Kriegsschäden, Umbenennungen, Modernisierungen oder das Hochwasser von 2013, das den Orchestergraben und das Parkett zum Unterwasserabenteuer machte. Keine Sorge, die ersten Zuschauer mussten damals keine Schwimmflügel anlegen - nach nur wenigen Monaten wurde weitergespielt.

Heute ist das Stadttheater Passau mit der Niederbayerischen Philharmonie, festen Chören und Solisten ein lebendiger Mittelpunkt für Oper, Musical, Schauspiel und Konzert - der Ort, an dem seit fast 400 Jahren gelacht, geweint, geträumt und applaudiert wird. Vielleicht schließt du ja heute mal eine Augenblick lang die Augen und stellst dir vor, wie hier einst elegante Damen und Herren zum ersten Mal staunend die Lichter angehen sahen - das ist Theater-Magie zum Anfassen!

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Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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