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Station 7 von 11

Městský úřad Slavkov u Brna

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Městský úřad Slavkov u Brna
Rathaus in Slavkov u Brna
Rathaus in Slavkov u BrnaPhoto: Martin Strachoň, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Cropped & resized.

Zu Ihrer Rechten sehen Sie ein zweistöckiges weißes Stuckgebäude mit einem roten Ziegeldach, das durch einen einzigartigen, sechsseitigen weißen Turm an der linken Ecke verankert wird.

Dies ist das Rathaus, und es ist zufällig das älteste erhaltene Gebäude in ganz Slavkov. Es wurde bereits im Jahr 1592 erbaut und ruht direkt auf älteren, derberen gotischen Fundamenten. Es ist ein klassisches Beispiel für Renaissance-Architektur, ein Baustil, der sich darauf konzentrierte, die Harmonie und mathematische Präzision des antiken Roms zurückzubringen. Wenn Sie sich jedoch den Haupteingang ansehen, wurden die Erbauer bei der Symmetrie etwas rebellisch und platzierten die Tür außerhalb der Mitte.

Wenn Sie das erste Bild auf Ihrem Bildschirm aufrufen, erhalten Sie einen großartigen historischen Blick darauf, wie dieser eigenwillige sechseckige Turm die Ecke des Gebäudes formt.

Dieses 1592 erbaute Renaissance-Rathaus ist das älteste erhaltene Gebäude in Slavkov und weist einen markanten sechseckigen Turm an seiner Ecke auf.
Dieses 1592 erbaute Renaissance-Rathaus ist das älteste erhaltene Gebäude in Slavkov und weist einen markanten sechseckigen Turm an seiner Ecke auf.Photo: Martin Strachoň, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Cropped & resized.

Schauen Sie direkt über den Haupteingang. Sehen Sie die Steinmetzarbeit? Das ist das Stadtwappen, und die Inschrift darüber nennt stolz die beiden Bürgermeister, die 1592 im Amt waren: Alexander Bradawichka und Petr Pekarz. Seinen Namen in Stein meißeln zu lassen, damit sich die Menschen vier Jahrhunderte später noch an die Amtszeit erinnern, ist kein schlechter Schachzug.

Aber ein Rathaus ist nicht nur ein Ort, an dem Politiker Papier wälzen. Im neunzehnten Jahrhundert war dieses Gebäude das ultimative Mehrzweckzentrum. Wenn man damals durch die Türen ging, fand man auf der linken Seite des Erdgeschosses eine funktionierende Kneipe und die Wohnung des Gastwirts. Eine buchstäbliche Kneipe im Rathaus. Und auf der rechten Seite? Die Polizeistation. Man konnte sich einen Drink genehmigen, eine Schlägerei anzetteln und verhaftet werden, ohne das Gebäude jemals verlassen zu müssen.

Wenn die Dinge wirklich aus dem Ruder liefen, schleppte die Polizei einen über die Seitentreppe von der Straße aus direkt in die šatlava, ein lokales Arrestlokal und Gefängnis im zweiten Stock. Währenddessen hielt der Stadtrat gleich den Flur hinunter seine ernsten politischen Sitzungen direkt neben der Gemeindekasse ab.

Draußen ging es eigentlich viel düsterer zu. Der abfallende Platz vor uns war früher ein natürliches Amphitheater, und direkt davor stand ein steinerner Pranger. Ein Pranger war ein schwerer Pfosten, an dem Kriminelle an Hals und Handgelenken zur öffentlichen Demütigung oder sogar zur Hinrichtung angekettet wurden. Während also die Bürgermeister drinnen das Stadtbudget verwalteten, wurde draußen vor der Tür harte Justiz geübt.

An der Vorderfassade befinden sich einige bemerkenswerte Gedenktafeln. Die Tafel zwischen dem zweiten und dritten Fenster ehrt Bernardino Ochino. Er war ein berühmter italienischer Theologe des sechzehnten Jahrhunderts, der den weiten Weg nach Slavkov reiste, nur um hier 1564 tragisch an der Pest zu sterben.

Im Laufe der Jahre hat dieses Bauwerk alles geschützt, von den Akten der städtischen Wasserabteilung bis hin zu Museumsartefakten, die in Kisten versteckt wurden, um sie während des Zweiten Weltkriegs vor einer Militärgarnison in Sicherheit zu bringen. Es dient noch heute als Stadtverwaltung und ist montags, dienstags und mittwochs für den Publikumsverkehr geöffnet.

Dieses skurrile, brillante Gebäude ist seit Jahrhunderten das schlagende Herz der Stadt. Lassen Sie sich hier Zeit, und wann immer Sie bereit sind, machen wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Station.

Eine Veranstaltung zum Gedenken an die Schlacht bei Austerlitz im Jahr 1993 findet vor dem Rathaus statt, das 1992 Teil der Landschaftszone „Schlachtfeld von Austerlitz“ wurde.
Eine Veranstaltung zum Gedenken an die Schlacht bei Austerlitz im Jahr 1993 findet vor dem Rathaus statt, das 1992 Teil der Landschaftszone „Schlachtfeld von Austerlitz“ wurde.Photo: Martin Strachoň, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Cropped & resized.
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Christoph
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