Das Gebäude zu Ihrer Rechten aus beigefarbenen Steinblöcken besticht mit einer markanten dreieckigen Giebelwand und spitzbogigen Fenstern in auffällig roten Rahmen. Das ist die St. Peter's Episkopalkirche. Diese Gemeinde brauchte wirklich einen extrem langen Atem, denn dies ist bereits ihr siebtes Zuhause in dieser Stadt.
Warum so viele Umzüge? Im Jahr 1699 warf man sie einfach aus ihrer ursprünglichen Gemeindekirche hinaus. Danach pendelten sie jahrzehntelang zwischen privaten Wohnzimmern und provisorischen Kapellen. Eine dieser Kapellen wurde im Mai 1746 auf direkten Befehl eines gewissen Lord Ancrum kurzerhand komplett zerstört. Ein wirklich rücksichtsvoller Zeitgenosse.
Erst 1814 entwarf der Architekt Robert Mitchell das Gebäude, das Sie heute vor sich sehen. Das bautechnisch Clevere daran ist die pragmatische Wiederverwertung. Mitchell baute direkt auf den Resten einer Vorgängerkirche von 1798 und integrierte ein Wohnhaus aus dem späten achtzehnten Jahrhundert direkt in den Bau. Dieses Haus diente als erstes Pfarrhaus, also als offizieller Wohnsitz des Geistlichen. Etwas später ergänzte man das Gebäude noch um eine Apsis, das ist der klassische halbkreisförmige Anbau am Ende der Kirche, der den Altar umrahmt. Falls Sie das Ergebnis dieser historischen Bastelei von innen betrachten möchten, die Türen öffnen sich sonntags von 11:00 bis 12:30 Uhr.
Diese sture architektonische Überlebenskunst verlangt einem schon Bewunderung ab. Werfen Sie noch einen Blick auf die Details, und spazieren Sie dann ganz entspannt zu unserem nächsten Halt.



