Betrachten Sie das strenge, symmetrische Gebäude aus massiven, grauen Quadersteinen zu Ihrer Linken, das durch einen kleinen Giebel mit abgerundetem Fenster auf dem Dach auffällt. Das ist das Arbuthnot-Haus.
Erinnern Sie sich an das Stadthaus von Peterhead, das wir vorhin gesehen haben? Im achtzehnten Jahrhundert gab ein gewisser Robert Arbuthnot dieses Gebäude hier als Privathaus in Auftrag und wählte den Bauplatz am östlichen Ende der Broad Street ganz bewusst so, dass es dem Stadthaus genau gegenüberlag. Nichts demonstriert Reichtum so sehr wie ein architektonisches Staredown mit der eigenen Stadtverwaltung.
Das ursprüngliche Haus war viel kleiner. Ein wohlhabender Kaufmann namens James Arbuthnot kaufte es 1768. Bis 1805 wurde es komplett im neoklassizistischen Stil umgebaut. Sehen Sie sich die Fassade an. Sie besteht aus sogenanntem Ashlar-Gestein, also massiven Steinblöcken, die mit äußerster Präzision in perfekt glatte Quader geschnitten wurden. Der Haupteingang in der Mitte ist rustiziert. Das bedeutet, die Steine um die Tür herum wurden absichtlich rau und uneben belassen, um eine Illusion von enormer Stärke zu erzeugen. Gekrönt wird das Ganze von jenem kleinen Giebel auf dem Dach. Im Inneren gab es damals eine zweistöckige Empfangshalle mit Apsiden, also halbrunden Nischen, an beiden Enden. Ein ziemlich grandioses Design für ein Wohnhaus.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte der Stadtrat von Peterhead ironischerweise seinen Sitz vom Stadthaus genau hierher. Zwei Jahrzehnte lang wurde von hier aus regiert, bis der Rat 1975 aufgelöst wurde. Danach ging es stetig bergab. Um 2020 wurde das Gebäude verlassen und die Fenster wurden mit Brettern vernagelt. Aber die Geschichte endet hier nicht. Im Januar 2024 enthüllte der Gemeinderat Pläne, das Gebäude vollständig zu restaurieren, es zu erweitern und das regionale Museum sowie die Bibliothek hier einziehen zu lassen. Vom prunkvollen Herrenhaus über den Regierungssitz zur vernagelten Ruine und nun zu einem zukünftigen kulturellen Zentrum.
Es ist ein klassisches Beispiel für eine wohlverdiente architektonische Wiedergeburt. Prägen Sie sich die massiven Quadersteine gut ein, und gehen Sie dann entspannt weiter zur nächsten Station.



