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Peterhead Audio-Tour: Peterheads historische Herzschlag-Tour

Audioguide8 Stopps

Unter den heftigen Winden der Nordsee verbirgt Peterhead Geheimnisse hinter seinen Steinmauern und seiner sturmgepeitschten Küste. Diese Stadt hat Schiffswracks, Skandale und plötzliche Rufe nach Heldentum überstanden. Entdecken Sie Peterheads weniger bekannte Geschichten mit dieser immersiven, selbstgeführten Audio-Tour. Lassen Sie jede Station lokale Legenden, verborgene Tragödien und Momente stiller Rebellion enthüllen – Geschichten, die selbst langjährige Bewohner oft übersehen. Drängten sich verängstigte Stadtbewohner in einer berüchtigten Winternacht ins Krankenhaus? Welches ungelöste Verschwinden spukt noch immer am Rande des Peterhead Town House? Wer schlich einst nach Mitternacht im Schatten der Rettungsbootstation mit einer geheimen Fracht vorbei? Schreiten Sie durch Gassen, die von Ehrgeiz und Widrigkeiten geprägt sind. Hören Sie Gerüchte über politische Rivalitäten, Rettungsbooteinsätze, schiefgelaufene königliche Besuche und überraschende Akte des Widerstands. Erleben Sie Peterhead nicht als Karte, sondern als lebendige Bühne für Dramen, sowohl epische als auch alltägliche. Die Winde der Geschichte warten. Treten Sie hinaus und hören Sie genau zu, bevor ihre Echos verblassen.

Tourvorschau

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Über diese Tour

  • schedule
    Dauer 30–50 minsEigenes Tempo
  • straighten
    2.4 km FußwegDem geführten Pfad folgen
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  • wifi_off
    Funktioniert offlineEinmal herunterladen, überall nutzen
  • all_inclusive
    Lebenslanger ZugriffJederzeit wiederholen, für immer
  • location_on
    Startet bei Peterhead Gemeinschaftskrankenhaus

Stopps auf dieser Tour

  1. Unser letzter Halt auf der linken Seite ist das Peterhead Community Hospital. Die Entstehungsgeschichte dieses Gebäudes ist ein brillantes Beispiel für pragmatische Architektur.…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Unser letzter Halt auf der linken Seite ist das Peterhead Community Hospital. Die Entstehungsgeschichte dieses Gebäudes ist ein brillantes Beispiel für pragmatische Architektur. Alles begann mit einer gewaltigen Spende eines Mannes namens W. B. Shewan. Ein wirklich bescheidenes kleines Geschenk.

    Der Architekt John Alexander William Grant stand 1934 vor einer faszinierenden technischen Aufgabe. Anstatt auf einem leeren Grundstück neu zu bauen, musste er eine bestehende Villa komplett entkernen und in ein funktionierendes Krankenhaus verwandeln. Diese clevere Umgestaltung wurde 1939 abgeschlossen.

    Das Gebäude, das heute vom NHS Grampian verwaltet wird, hat sich seitdem enorm weiterentwickelt. Nach einer massiven Sanierung eröffnete Prinzessin Anne im August 1994 offiziell die neuen Räumlichkeiten. Royale Anerkennung für effiziente britische Raumplanung. Die medizinische Versorgung für diese Küstenstadt, etwa 32 Meilen nördlich von Aberdeen, passt sich ständig den Bedürfnissen an. Im August 2005 gab es weitreichende Umstrukturierungen. Heute finden Sie hier eine Abteilung für kleinere Verletzungen und eine kleine hebammengeleitete Entbindungsstation, also eine Station, die primär von erfahrenen Hebammen statt von Ärzten geführt wird.

    Der markante Haupteingang direkt vor Ihnen erhielt erst im März 2014 seinen letzten Schliff. Praktischerweise ist die Klinik an jedem Tag der Woche rund um die Uhr geöffnet, falls dieser Spaziergang eine unerwartete Wendung nehmen sollte.

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  2. Vor Ihnen steht ein massiver quadratischer Steinturm, der von einem pyramidenförmigen Dach gekrönt wird und von alten Grabsteinen umgeben ist. Dies ist die Alte St. Peter's…Mehr lesenWeniger anzeigen
    Alte St. Peter's Church, Peterhead
    Alte St. Peter's Church, PeterheadPhoto: Sagaciousphil, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Cropped & resized.

    Vor Ihnen steht ein massiver quadratischer Steinturm, der von einem pyramidenförmigen Dach gekrönt wird und von alten Grabsteinen umgeben ist. Dies ist die Alte St. Peter's Church. Der Turm selbst ist mittelalterlich, während einige der umliegenden Ruinen bis ins zwölfte Jahrhundert zurückreichen. Auf Ihrem Bildschirm können Sie gut erkennen, wie dieses jüngere Pyramidendach aus dem achtzehnten Jahrhundert fast ein wenig unpassend auf dem viel älteren Gemäuer thront.

    Die Geschichte dieses Ortes liest sich wie ein bürokratischer Albtraum. Im Jahr 1543 übernahm William Keith, der dritte Earl Marischal, die Rolle des Kommendators. Das ist ein eleganter Begriff für einen weltlichen Verwalter, der die Einkünfte der Kirche einsammelt, ohne sich mit lästigen spirituellen Pflichten aufzuhalten. Ein bequemer Job, wenn man ihn bekommt. Doch 1716 wendete sich das Blatt. Ein späterer Earl beteiligte sich an einer gescheiterten Rebellion, woraufhin der Staat seine gesamten Ländereien sofort beschlagnahmte.

    Die Kirche wurde danach an eine Firma verkauft, die später bankrottging, hin und her gereicht und schließlich 1771 komplett aufgegeben. Mittlerweile ist diese Anlage ein sogenanntes Scheduled Monument, was bedeutet, dass sie durch die Regierung strengstens vor jeglichen baulichen Veränderungen geschützt ist. Der Friedhof mit seinen Denkmälern aus dem siebzehnten Jahrhundert ist jedoch weiterhin ein beständiger Zeuge dieser stürmischen Vergangenheit.

    Verweilen Sie ruhig noch ein wenig auf dem alten Gelände. Folgen Sie anschließend der Route zu unserem letzten Ziel.

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  3. Vor Ihnen erhebt sich ein symmetrischer Bau aus hellem Quaderstein mit einem klassischen dreieckigen Giebel und einem markanten Uhrenturm, der sich in eine scharfe Spitze zieht.…Mehr lesenWeniger anzeigen
    Alte Pfarrkirche, Peterhead
    Alte Pfarrkirche, PeterheadPhoto: Sagaciousphil, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Cropped & resized.

    Vor Ihnen erhebt sich ein symmetrischer Bau aus hellem Quaderstein mit einem klassischen dreieckigen Giebel und einem markanten Uhrenturm, der sich in eine scharfe Spitze zieht. Das ist die Alte Pfarrkirche in der Maiden Street, lokal auch als Muckle Kirk bekannt.

    Sehen Sie sich auf Ihrem Bildschirm ruhig die feinen Details des eleganten Eingangsportals an. Eine wunderbare architektonische Präzision. Der Architekt Alexander Laing aus Edinburgh lieferte den makellosen Entwurf, während die lokalen Brüder Robert und John Mitchell die echte Knochenarbeit erledigten und die massiven Steine zwischen 1804 und 1806 verbauten. Die Qualität ihrer Arbeit brachte dem Gebäude den Status eines sogenannten Category A listed building ein. Das ist die höchste britische Denkmalschutzstufe, die nur für Bauwerke von außergewöhnlicher nationaler Bedeutung vergeben wird.

    This view shows the doorway of the Old Parish Church, a Category A listed building located on Maiden Street in Peterhead.
    This view shows the doorway of the Old Parish Church, a Category A listed building located on Maiden Street in Peterhead.Photo: Sagaciousphil, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Cropped & resized.

    Architekten lassen sich ja gerne für das Gesamtkunstwerk feiern, aber der wahre akustische Star hängt unsichtbar im Turm. Die dortige Burgerhuys-Glocke stammt aus dem Jahr 1647. Sie ist also über hundertfünfzig Jahre älter als die Kirche, in der sie hängt. Ein wirklich exzellentes Beispiel für pragmatisches schottisches Recycling.

    Nach weit über zwei Jahrhunderten stetigen Betriebs schloss das Gebäude 2016 seine Pforten, und die Gemeinde verschmolz mit der örtlichen Trinity Church zur neuen Peterhead New Parish Church. Ein stiller, aber absolut würdiger Ruhestand für diese robusten Mauern. Genießen Sie die friedliche Atmosphäre, danach machen wir uns auf den Weg zur nächsten alten Kirche.

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    Peterhead Sheriffgericht

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    Vor Ihnen steht ein markantes, asymmetrisches Gebäude aus robustem Quaderstein, dessen rechte Seite mit einem winzigen Balkon und einem treppenartigen Giebel selbstbewusst nach…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Vor Ihnen steht ein markantes, asymmetrisches Gebäude aus robustem Quaderstein, dessen rechte Seite mit einem winzigen Balkon und einem treppenartigen Giebel selbstbewusst nach vorne tritt, während sich direkt daneben ein moderner Anbau aus glattem Aluminium anschließt. Willkommen am Peterhead Sheriff Court. Hier wird seit 1871 schottisches Recht gesprochen. In den 1860er Jahren beschlossen die Gerichtsbeamten, dass die Stadt ein eigens dafür vorgesehenes Gebäude brauchte. Der Architekt William Smith entwarf es im sogenannten Scottish Baronial Style... einer Bauweise, die im Grunde aussieht, als hätte eine mittelalterliche Burg versucht, ein schickes Stadthaus zu werden. Der Bau kostete damals 2.600 Pfund, was heute etwa 350.000 Pfund entspricht. Ein ziemlich guter Preis für zwei Gerichtssäle und drei Gefängniszellen, wenn Sie mich fragen. Schauen Sie doch mal auf Ihr Display, um das Bild der Fassade aufzurufen. Beachten Sie den modernen Anbau, der in den 1990er Jahren hinzugefügt wurde. Ursprünglich war dieser Teil mit massiven Granitplatten aus einem lokalen Steinbruch verkleidet. Das klingt nach einer absolut soliden Idee, oder? Leider hat man die Nordsee unterschätzt. Das ständige Peitschen von salziger Luft und Feuchtigkeit zersetzte das Aufhängungssystem der schweren Steinblöcke. Die Ingenieure mussten das Problem lösen, bevor das teure Gestein auf den Gehweg stürzte. Im Jahr 2019 wurden die Granitplatten durch dieses wetterfeste Aluminium ersetzt, was stolze 1,5 Millionen Pfund kostete. Das Gericht ist weiterhin in Betrieb und öffnet von Montag bis Freitag vormittags sowie von zwei bis vier Uhr nachmittags, bleibt aber an den Wochenenden geschlossen. Dieses Gebäude ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich traditionelle Architektur an knallharte Konstruktionsfehler anpassen muss. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Kontraste der beiden Baustile auf sich wirken zu lassen. Folgen Sie einfach der Route zum nächsten Halt.

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  2. The Peterhead Trail
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    The Peterhead Trail

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    Zu Ihrer Rechten sehen Sie ein symmetrisches Gebäude aus glatt behauenem Quaderstein, das von einem spitzen Uhrenturm gekrönt wird und vor dem eine historische Bronzestatue Wache…Mehr lesenWeniger anzeigen
    Stadthaus von Peterhead
    Stadthaus von PeterheadPhoto: Seasider53, Wikimedia Commons, CC BY 4.0. Cropped & resized.

    Zu Ihrer Rechten sehen Sie ein symmetrisches Gebäude aus glatt behauenem Quaderstein, das von einem spitzen Uhrenturm gekrönt wird und vor dem eine historische Bronzestatue Wache hält. Das ist das Stadthaus von Peterhead, ein Ort mit einer etwas hitzigen Vorgeschichte.

    Das erste Verwaltungsgebäude an exakt dieser Stelle war ein sogenanntes Tolbooth, was im Schottland des siebzehnten Jahrhunderts eine praktische, wenn auch oft ungemütliche Kombination aus Rathaus, Zollstation und Gefängnis darstellte. Während der großen Pest von 1645 funktionierte man es aus der Not heraus zu einem Krankenhaus um. Kurz darauf brannte es bis auf die Grundmauern nieder. Das ist zwar eine ziemlich extreme Form der Infektionskontrolle, aber man muss zugeben, sie war zweifellos effektiv. Das zweite Gebäude folgte 1665, in Auftrag gegeben von William Keith, einem Adligen, der gerade erst aus der Gefangenschaft im Tower of London entlassen worden war. Er wusste offenbar aus erster Hand, wie wichtig ein solides städtisches Gefängnis für die Gesellschaft ist.

    Das Bauwerk, vor dem Sie jetzt stehen, wurde jedoch erst 1788 fertiggestellt. Der Architekt, John Baxter der Jüngere, entwarf es im neoklassizistischen Stil, was klare Linien, exakte Symmetrie und einen Hauch von antiker Autorität bedeutet. Er verwendete dafür Quaderstein, also perfekt rechteckig behauene und nahtlos aneinandergefügte Steinblöcke, die dem Ganzen seine formelle Strenge verleihen. Wenn Sie den Blick nach oben richten, sehen Sie im Turm eine Uhr, die von dem lokalen Uhrmacher James Argo präzise gefertigt wurde. Darüber befindet sich der Glockenturm mit einer Glocke aus der renommierten Londoner Whitechapel Gießerei.

    Vielleicht fällt Ihnen der massiv wirkende Vorbau in der Mitte auf, der nicht ganz zum Rest der Fassade passen will. Die ursprüngliche Konstruktion hatte dort eine ausladende, völlig ungeschützte Außentreppe, die in den ersten Stock führte. Im Jahr 1881 entschied der Baumeister William Stuart jedoch, dass eine offene Treppe im rauen schottischen Wind ein konstruktiver Fehler war, und mauerte sie kurzerhand mit diesem zweistöckigen Konstrukt ein. Ein klassischer Sieg der Funktion über die Form.

    Und dann ist da noch der in Bronze gegossene Herr auf dem Sockel. Das ist Feldmarschall James Keith. Er fiel 1758 im Dienst Friedrichs des Großen in der Schlacht bei Hochkirch. Diese Statue war 1868 ein großzügiges Geschenk des preußischen Königs Wilhelm des Ersten an die Stadt.

    Interessanterweise entging dieses architektonische Werk vor wenigen Jahren nur knapp dem völligen Verfall, bevor es 2021 von einem Team lokaler Handwerker komplett saniert wurde. Falls Sie an einem Wochentag zwischen viertel vor neun und siebzehn Uhr hier sind, können Sie vielleicht einen Blick hineinwerfen, am Wochenende bleibt das Gebäude allerdings geschlossen. Lassen Sie die klare Architektur noch kurz auf sich wirken, bevor wir uns gemütlich auf den Weg zur nächsten Station machen.

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    Episkopalkirche St. Peter, Peterhead

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    Das Gebäude zu Ihrer Rechten aus beigefarbenen Steinblöcken besticht mit einer markanten dreieckigen Giebelwand und spitzbogigen Fenstern in auffällig roten Rahmen. Das ist die…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Das Gebäude zu Ihrer Rechten aus beigefarbenen Steinblöcken besticht mit einer markanten dreieckigen Giebelwand und spitzbogigen Fenstern in auffällig roten Rahmen. Das ist die St. Peter's Episkopalkirche. Diese Gemeinde brauchte wirklich einen extrem langen Atem, denn dies ist bereits ihr siebtes Zuhause in dieser Stadt.

    Warum so viele Umzüge? Im Jahr 1699 warf man sie einfach aus ihrer ursprünglichen Gemeindekirche hinaus. Danach pendelten sie jahrzehntelang zwischen privaten Wohnzimmern und provisorischen Kapellen. Eine dieser Kapellen wurde im Mai 1746 auf direkten Befehl eines gewissen Lord Ancrum kurzerhand komplett zerstört. Ein wirklich rücksichtsvoller Zeitgenosse.

    Erst 1814 entwarf der Architekt Robert Mitchell das Gebäude, das Sie heute vor sich sehen. Das bautechnisch Clevere daran ist die pragmatische Wiederverwertung. Mitchell baute direkt auf den Resten einer Vorgängerkirche von 1798 und integrierte ein Wohnhaus aus dem späten achtzehnten Jahrhundert direkt in den Bau. Dieses Haus diente als erstes Pfarrhaus, also als offizieller Wohnsitz des Geistlichen. Etwas später ergänzte man das Gebäude noch um eine Apsis, das ist der klassische halbkreisförmige Anbau am Ende der Kirche, der den Altar umrahmt. Falls Sie das Ergebnis dieser historischen Bastelei von innen betrachten möchten, die Türen öffnen sich sonntags von 11:00 bis 12:30 Uhr.

    Diese sture architektonische Überlebenskunst verlangt einem schon Bewunderung ab. Werfen Sie noch einen Blick auf die Details, und spazieren Sie dann ganz entspannt zu unserem nächsten Halt.

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    Arbuthnot Haus

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    Betrachten Sie das strenge, symmetrische Gebäude aus massiven, grauen Quadersteinen zu Ihrer Linken, das durch einen kleinen Giebel mit abgerundetem Fenster auf dem Dach auffällt.…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Betrachten Sie das strenge, symmetrische Gebäude aus massiven, grauen Quadersteinen zu Ihrer Linken, das durch einen kleinen Giebel mit abgerundetem Fenster auf dem Dach auffällt. Das ist das Arbuthnot-Haus.

    Erinnern Sie sich an das Stadthaus von Peterhead, das wir vorhin gesehen haben? Im achtzehnten Jahrhundert gab ein gewisser Robert Arbuthnot dieses Gebäude hier als Privathaus in Auftrag und wählte den Bauplatz am östlichen Ende der Broad Street ganz bewusst so, dass es dem Stadthaus genau gegenüberlag. Nichts demonstriert Reichtum so sehr wie ein architektonisches Staredown mit der eigenen Stadtverwaltung.

    Das ursprüngliche Haus war viel kleiner. Ein wohlhabender Kaufmann namens James Arbuthnot kaufte es 1768. Bis 1805 wurde es komplett im neoklassizistischen Stil umgebaut. Sehen Sie sich die Fassade an. Sie besteht aus sogenanntem Ashlar-Gestein, also massiven Steinblöcken, die mit äußerster Präzision in perfekt glatte Quader geschnitten wurden. Der Haupteingang in der Mitte ist rustiziert. Das bedeutet, die Steine um die Tür herum wurden absichtlich rau und uneben belassen, um eine Illusion von enormer Stärke zu erzeugen. Gekrönt wird das Ganze von jenem kleinen Giebel auf dem Dach. Im Inneren gab es damals eine zweistöckige Empfangshalle mit Apsiden, also halbrunden Nischen, an beiden Enden. Ein ziemlich grandioses Design für ein Wohnhaus.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte der Stadtrat von Peterhead ironischerweise seinen Sitz vom Stadthaus genau hierher. Zwei Jahrzehnte lang wurde von hier aus regiert, bis der Rat 1975 aufgelöst wurde. Danach ging es stetig bergab. Um 2020 wurde das Gebäude verlassen und die Fenster wurden mit Brettern vernagelt. Aber die Geschichte endet hier nicht. Im Januar 2024 enthüllte der Gemeinderat Pläne, das Gebäude vollständig zu restaurieren, es zu erweitern und das regionale Museum sowie die Bibliothek hier einziehen zu lassen. Vom prunkvollen Herrenhaus über den Regierungssitz zur vernagelten Ruine und nun zu einem zukünftigen kulturellen Zentrum.

    Es ist ein klassisches Beispiel für eine wohlverdiente architektonische Wiedergeburt. Prägen Sie sich die massiven Quadersteine gut ein, und gehen Sie dann entspannt weiter zur nächsten Station.

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    Peterhead Rettungsbootstation

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    Zu Ihrer Rechten sehen Sie ein langes, flaches Gebäude mit blassrosa Fassade, einem dunklen Schieferdach und einem markanten Fahnenmast am rechten Ende. Das ist die…Mehr lesenWeniger anzeigen

    Zu Ihrer Rechten sehen Sie ein langes, flaches Gebäude mit blassrosa Fassade, einem dunklen Schieferdach und einem markanten Fahnenmast am rechten Ende. Das ist die Rettungsbootstation von Peterhead, ein Ort voller bemerkenswerter Geschichten.

    Die Geschichte hier beginnt im Jahr achtzehnhundertfünfundsechzig. Damals bekam die Stadt ihr erstes Rettungsboot, finanziert durch den Spendenaufruf einer Zeitung. Es handelte sich um ein dreiunddreißig Fuß langes Pulling and Sailing Boot. Falls Sie sich fragen, was das bedeutet: Wenn der Wind ausfiel, mussten zehn Männer zu den Riemen greifen und das Holzboot mit purer Muskelkraft durch die Wellen rudern. Das erste Bootshaus am Hafen kostete damals ganze hundertzwanzig Pfund, was nach heutigem Wert etwa fünfzehntausend Pfund entspricht. Ein echtes architektonisches Schnäppchen für ein Hauptquartier der Lebensretter.

    Aber das Meer kümmert sich nicht um bescheidene Anfänge oder heldenhafte Absichten. Es ist brutal und vollkommen gleichgültig. Im Dezember neunzehnhundertvierzehn lief ein ehemaliger Fischtrawler, der von der Marine als Minensucher eingesetzt wurde, auf die Felsen auf. Das Rettungsboot Alexander Tulloch lief sofort in einen gewaltigen Sturm aus, um zu helfen. Doch das Rettungsboot kenterte in der massiven Brandung. Drei Besatzungsmitglieder wurden vom Meer verschluckt und starben, ein vierter erlag Jahre später den Folgen seiner schweren Verletzungen.

    Der wohl unglaublichste Moment in der Geschichte dieser Station ereignete sich jedoch im Januar neunzehnhundertzweiundvierzig. Drei große Dampfschiffe liefen in einem massiven Schneesturm vor Peterhead auf Grund. Der Wind heulte mit über hundertsechzig Kilometern pro Stunde. Das ist echte Hurrikan-Stärke. Die Männer der Station ruderten nicht mehr, sie hatten mittlerweile ein motorisiertes Boot, aber die Bedingungen waren absolut mörderisch. Sie liefen viermal hintereinander aus. Die Retter waren neun Stunden lang direkt in den tödlichen Wellen unterwegs und standen vierundfünfzig Stunden lang fast ohne Schlaf in ständiger Bereitschaft.

    Geführt wurden sie von Coxswain John Buchan McLean. Ein Coxswain ist der Steuermann und Kommandant des Rettungsbootes, der Mann, der in der absoluten Hölle die Ruhe bewahren muss. Und genau das tat er. Über einen Zeitraum von fünfundsiebzig Stunden rettete diese unermüdliche Crew einhundertsechs Menschen das Leben. Für diese schiere Weigerung, vor dem Ozean zu kapitulieren, erhielt McLean die Goldmedaille der Seenotretter, die erste derartige Auszeichnung in Schottland seit über einhundert Jahren.

    Heute nutzt die Station ein hochmodernes Boot der Tamar-Klasse, vollgepackt mit brillanter Ingenieurskunst und robuster Elektronik, und glücklicherweise sind keine Ruder mehr nötig. Dieses unscheinbare Gebäude ist ein Denkmal für den menschlichen Trotz gegen die Naturgewalten, das übrigens an jedem Tag der Woche rund um die Uhr besetzt und einsatzbereit bleibt. Halten Sie kurz inne, um diese Leistung zu würdigen, bevor es weiter zum nächsten Halt geht.

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Häufig gestellte Fragen

Wie starte ich die Tour?

Laden Sie nach dem Kauf die AudaTours-App herunter und geben Sie Ihren Einlösecode ein. Die Tour ist sofort startbereit – tippen Sie einfach auf „Play“ und folgen Sie der GPS-geführten Route.

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Nein! Laden Sie die Tour vor dem Start herunter und genießen Sie sie vollständig offline. Nur die Chat-Funktion benötigt Internet. Wir empfehlen den Download über WLAN, um mobiles Datenvolumen zu sparen.

Handelt es sich um eine geführte Gruppentour?

Nein – dies ist ein selbstgeführter Audioguide. Sie erkunden unabhängig in Ihrem eigenen Tempo, wobei die Audioerzählung über Ihr Telefon abgespielt wird. Kein Reiseleiter, keine Gruppe, kein Zeitplan.

Wie lange dauert die Tour?

Die meisten Touren dauern 60–90 Minuten, aber Sie kontrollieren das Tempo vollständig. Pausieren Sie, überspringen Sie Stopps oder machen Sie Pausen, wann immer Sie wollen.

Was, wenn ich die Tour heute nicht beenden kann?

Kein Problem! Touren haben lebenslangen Zugriff. Pausieren Sie und setzen Sie sie fort, wann immer Sie möchten – morgen, nächste Woche oder nächstes Jahr. Ihr Fortschritt wird gespeichert.

Welche Sprachen sind verfügbar?

Alle Touren sind in über 50 Sprachen verfügbar. Wählen Sie Ihre bevorzugte Sprache beim Einlösen Ihres Codes. Hinweis: Die Sprache kann nach der Tour-Generierung nicht mehr geändert werden.

Wo greife ich nach dem Kauf auf die Tour zu?

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format_quote Diese Tour war eine großartige Möglichkeit, die Stadt zu sehen. Die Geschichten waren interessant, ohne zu konstruiert zu wirken, und ich liebte es, in meinem eigenen Tempo erkunden zu können.
Jess
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format_quote Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
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format_quote Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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