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His Majesty's Theatre, Aberdeen

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Wenn Sie His Majesty’s Theatre entdecken wollen, halten Sie Ausschau nach einem stattlichen Bau aus grauem Granit, gekrönt von einer runden, grünlichen Kupferkuppel. Über dem Haupteingang steht in goldenen Buchstaben „His Majesty’s“. Und das Ganze liegt direkt gegenüber von Union Terrace Gardens.

Schauen Sie sich diese Granitwände an. Der Stein kam aus Kemnay, gleich um die Ecke in Aberdeens Maßstab. Stellen Sie sich vor, wir schreiben das Jahr neunzehnhundertsechs: Auf dem Rosemount Viaduct rumpeln Pferdekutschen vorbei, und vor diesem nagelneuen Theater drängt sich eine Menge, geschniegelt, geschniegelt und eindeutig bereit für große Gefühle auf der Bühne. Hinter der Idee steckte Robert Arthur, ein Theaterunternehmer aus Glasgow. Der hatte schon in Schottland und England seine Spuren hinterlassen und fand: Aberdeen braucht keinen Saal, sondern einen Palast für die darstellenden Künste.

Dafür holte er sich Frank Matcham ins Boot, so etwas wie der Rockstar unter den Theaterarchitekten. Im Jahr neunzehnhunderteins legten sie dem Stadtrat die Pläne vor. Aberdeen sagte nicht sofort ja, eher so nach dem Motto „erst mal drüber nachdenken“. Aber als das Ja kam, ging es los: Baubeginn im Jahr neunzehnhundertvier, Eröffnung zwei Jahre später. Drinnen passten über eintausendvierhundert Menschen rein. Damit war es das größte Theater im Nordosten Schottlands.

Im Jahr neunzehnhundertzwölf geriet Arthurs Imperium finanziell ins Straucheln, eine Art Pause, für die keiner Tickets gekauft hat. Michael Simons und die Theaterfirma Howard and Wyndham sprangen ein und hielten den Vorhang oben. Später wechselte das Haus den Besitzer öfter als ein Programmheft in der Pause: von Simons zu Walter Gilbert, dann zur Familie Donald. Die brachte in den neunzehnhundertdreißiger Jahren moderne Technik rein: Neonlichter, Filmprojektoren und sogar eine Drehbühne, also eine Bühne, die sich drehen kann und Szenenwechsel elegant „wegschummelt“.

Hier gab es Drama, Oper und Pantomime, das ist diese britische Familienshow mit viel Slapstick, Musik und Publikumsspaß. Und ein Namens-Klatsch: Anders als das Londoner Pendant, das bei Königin Elizabeth der Zweiten zu „Her Majesty’s“ wurde, blieb dieses Haus in Aberdeen immer „His Majesty’s“, genau wie das entfernte Schwester-Theater in Perth in Westaustralien.

In den neunzehnhundertsiebziger Jahren stand die Zukunft auf der Kippe. Die Stadt kaufte das Gebäude und steckte drei Komma fünf Millionen Pfund Sterling in eine Generalüberholung. Im Jahr neunzehnhundertzweiundachtzig, nach fast zwei Jahren Ruhe, wurde es wiedereröffnet, von König Charles dem Dritten, damals noch Prinz Charles, Duke of Rothesay.

In den frühen zweitausender Jahren kam eine moderne Erweiterung dazu: ein gläsernes Foyer, mehr Bars, ein neues Restaurant und Räume zum Tanzen und Proben. Sie sehen die Glasfront und wieder Kemnay-Granit, damit Alt und Neu zusammenpassen. Oben drauf liegt ein vorpatiniertes Kupferdach, also Kupfer, das schon „vorgealtert“ wirkt, als Echo der Kuppel.

Innen steckt ein Saal im üppigen Barock und im neo-jakobinischen Stil, also einer Wiederaufnahme von Formen aus der Zeit von König James. Hoch oben wacht eine Statue von Tragödie und Komödie, die schon mehr Standing Ovations erlebt hat, als ich Anekdoten im Gepäck habe. Im Jahr zweitausendsechs, zum hundertsten Geburtstag, wurde das Theater mit seinem Gegenstück in Perth verbrüdert.

Heute ist es ein Herzstück der Kulturszene, betrieben von Aberdeen Performing Arts, mit Gastspielen und lokalen Produktionen. Und wenn Sie nach der Vorstellung noch was wollen: Die preisgekrönte Terrace Bar hat im Jahr zweitausendzweiundzwanzig wieder eröffnet. Ein schöner Ort für den kleinen Nachhall, bevor die Stadt wieder die Hauptrolle übernimmt.

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Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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