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Igreja de Santa Maria da Graça

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Igreja de Santa Maria da Graça

Die Igreja da Graça erkennst du recht leicht: Vor dir erhebt sich eine mächtige, steinerne Fassade, mit einem riesigen runden Fenster - einer sogenannten Rosette - direkt über dem kunstvollen gotischen Portal. Schau einfach geradeaus, dann kannst du dieses stolze Bauwerk kaum verfehlen!

Geschichte kann ja manchmal wie das Fernsehprogramm früherer Zeiten sein: etwas staubig und voller Wiederholungen. Aber hier, in der Igreja da Graça, glaubt man fast, die alten Mönche und Adligen lungern noch immer im Schatten der Säulen herum und tuscheln über ihre geheimen Pläne! Stell dir vor, du stehst auf dem alten Steinboden, um dich das Echo der Jahrhunderte, die Turmglocke schlägt und es knarrt vielleicht sogar eine schwere Holztür irgendwo in der Nähe.

Alles begann im Jahr 1376, als die Augustinermönche aus Lissabon mit Sack und Pack nach Santarém kamen. Sie hatten kluge Freunde - zum Beispiel die ersten Grafen von Ourém - die sagten: "Macht es euch bequem, nehmt unser Adelshaus, wir brauchen es sowieso nicht jeden Tag." Fast wie bei einem Mittelalter-Airbnb! Der Bau dieser Kirche begann dann 1380... und, na ja, wenn ich sage "begann", meine ich damit, dass es eine echte Baustelle im Zeitlupentempo wurde. Geldmangel und die ziemlich dramatische Familiengeschichte der Sponsoren verzögerten alles, sodass man die Einweihung erst im 15. Jahrhundert feiern konnte. Na, immerhin besser spät als nie!

Der Staub der Jahrhunderte hat viele Spuren hinterlassen - nicht zuletzt die Galerie berühmter Menschen, die hier ihre letzte Ruhestätte suchten. Zum Beispiel befindet sich die Grabstätte von Pedro Álvares Cabral, dem berühmten „Entdecker“ Brasiliens, ganz unscheinbar als einfache Steinplatte, irgendwo nahe des Altars. Stell dir vor, du schlenderst nichtsahnend durch die Kirche und trittst fast auf den berühmtesten Zeh Santaréms!

Apropos Beinahe-Unfälle: Die Kirche hat im Laufe der Zeit viele Umbauten und Renovierungen erlebt. Im 16. Jahrhundert, nachdem ein Teil der Gewölbe eingestürzt war, wurden plötzlich neue hölzerne Decken eingebaut. Die Mönche haben vielleicht gelacht und gemeint: "Jetzt regnet es wenigstens nicht mehr im Kirchenschiff!" Damals haben auch die besten Architekten und Künstler des Landes mitgewirkt, wie Pedro Nunes Tinoco und Diogo Teixeira - eine echte portugiesische Allstars-Baustelle!

Und dann die Gräber: Überall ruhen Herzöge, Gräfinnen, Gouverneure - und sie machen ordentlich Eindruck. Besonders das von D. Pedro de Menezes und seiner Frau Beatriz ist imposant: Zwei steinerne Figuren liegen entspannt Händchen haltend auf einer Kalksteinarche, bewacht von acht steinernen Löwen - vielleicht als Schutz gegen besonders freche Kirchenmäuse. Die Friese sind üppig dekoriert mit kleinen Engeln, Cherubinen, Schnörkeln und Eichenblättern. Wenn du genau hinsiehst, entdeckst du vielleicht sogar das Wappen der Familie und allerlei geheimnisvolle Inschriften.

Im 16. Jahrhundert ließ eine edle Dame, Mécia Mendes de Aguiar, eine Kapelle errichten, während nebenan der Präsident des königlichen Tribunals, D. Gil Eanes da Costa, eine weitere Kapelle stiftete - angeblich suchte er einen Ort, an dem er in Ruhe über all die Gerichtsurteile nachdenken konnte, die ihm im Nacken saßen. Vielleicht hörst du noch das entfernte Murmeln der alten Richter, während du an den prunkvollen Seitenkapellen vorbeigehst.

Selbst der Kreuzgang draußen wurde nie vergessen - 1597 bauten die Brüder einen neuen, in dessen Schatten erst Mönche und später Waisen spielten, denn im 19. Jahrhundert wurde die Kirche zum Waisenhaus. Vielleicht kullerte dabei sogar mal ein Ball gegen die alten Mauern - ich hoffe, die Heiligen hatten nichts dagegen!

1894 verschwanden dann all die prunkvollen barocken und manieristischen Verzierungen. Man restaurierte die Kirche gezielt, um alles, was nach 1500 gekommen war, wieder zu entfernen. Quasi ein Mittelalter-Revival: Alles zurück zu den Wurzeln! Heute fühlst du dich hier wie in einer Zeitkapsel mit gotischen Fenstern, wuchtigen Strebepfeilern und einer überwältigenden Rosette, die - halte dich fest - tatsächlich aus nur einem einzigen Stein gehauen wurde!

Als kleine Herausforderung: Zähle doch mal die Bossen und Ornamente über dem Portal… und pass auf, dass dich die steinernen Löwen nicht ins Bein zwicken! So, und falls du beim Rausgehen doch mal stolperst - keine Sorge, du bist in guter Gesellschaft. Über die Jahrhunderte ist hier so mancher gestolpert, gefallen - und sogar berühmt geworden.

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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