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Cimitero di San Pietro in Vincoli

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Vor Ihnen steht ein neoklassizistisches Gebäude mit einer Vorhalle, also einem Portikus: Das ist so eine Art überdachter Eingangsbereich, hier sogar mit drei Rundbögen. In der Mitte sitzt ein großes eisernes Tor. Und wenn Sie ganz sicher sein wollen: Schauen Sie auf die Zufahrt, die von steinernen Kugeln eingerahmt wird. Ja, genau hier ist der Cimitero di San Pietro in Vincoli.

Jetzt einmal Kopfkino: Turin im Jahr siebzehnhundertsiebenundsiebzig. König Vittorio Amedeo der Dritte beschließt, dass man Verstorbene nicht mehr in Kirchen bestattet. Der Grund war so bodenständig wie überzeugend: Die Luft da drin war… sagen wir, nicht gerade ein Parfumgeschäft. Also entsteht hier der erste wirklich „moderne“ Friedhof der Stadt, entworfen vom Architekten Dellala di Beinasco. Damals lag das Ganze noch außerhalb der Stadtmauern, ziemlich einsam. Nur: Das hielt nicht lange. Kaum gebaut, war der Platz schon zu klein, wie eine überfüllte U-Bahn im Feierabendverkehr. Und weil man nicht immer ordentlich und tief genug bestattete, soll das vor allem im Sommer ein sehr… eindrückliches Geruchserlebnis gewesen sein. Kein Turiner wollte das auf dem Balkon serviert bekommen.

Berühmt wurde der Ort auch, weil hier Hingerichtete begraben wurden. Die Turiner gaben ihm einen Spitznamen: San Pé dij còj, „Sankt Peter der Kohlköpfe“. Ein Wortspiel, weil Vincoli im Piemontesischen ähnlich klingt wie cavoli, also Kohl. Und wehe, wer in den Kategorien durcheinanderkam: Es gab eigene Bereiche für Ungetaufte, Selbstmörder und sogar für Henker. Klingt wie ein Krimi, oder?

Im Jahr achtzehnhundertzweiundfünfzig explodierte das Pulvermagazin des nahegelegenen Militärarsenals. Der Friedhof wurde schwer beschädigt und kurz darauf endgültig geschlossen. Danach: Vandalismus, schwarze Messen, Geistergeschichten. Die berühmteste Statue war der „Verschleierte Tod“, so lebensecht, dass man fast mit ihm reden wollte. Heute steht sie in der Galleria di Arte Moderna, da erschreckt sie höchstens noch Kunstkritiker.

Inzwischen wird hier nicht mehr getrauert, sondern gearbeitet und gespielt: Theater, Künstler, Workshops. Und noch ein Blick nach oben: Die Kapitelle, also die verzierten „Köpfe“ der Säulen, zeigen geflügelte Totenschädel und Girlanden. Ein kleiner Hinweis aus Turin: Wer lange leben will, nimmt das Leben am besten mit einer Prise Ironie.

Wenn Sie neugierig auf den Bau, den Spitznamen oder die Geschichten sind: Schreiben Sie im Chat, ich, Andy, erzähle gern mehr.

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Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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