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Palazzo del Monte di Pietà Nuovo

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Palazzo del Monte di Pietà Nuovo

Vor dir siehst du ein großes, elegantes Gebäude mit einer imposanten Fassade aus hellem Stein und einem auffälligen, langen Bogengang im Erdgeschoss - halte einfach Ausschau nach diesen sechs feinen Rundbögen, dann bist du richtig!

Stell dir vor, du stehst hier nicht im geschäftigen Padua von heute, sondern mitten im Mittelalter, als die Straßen noch nach Holzfeuer und Pferden dufteten und Händler lautstark um die Wette priesen. Genau an diesem Platz wurde im 13. und 14. Jahrhundert das ursprüngliche Gebäude errichtet - damals war noch nichts von der heutigen Eleganz zu sehen. Es war sogar - halt dich fest - im Besitz des bekanntesten Wucherers von Padua, Rinaldo Scrovegni! Wenn Wände reden könnten, hätten diese hier sicherlich viele geheime Geschichten über Goldsäcke, Sünden und Schulden zu erzählen.

Doch das Glück war Scrovegni nicht hold: Plötzlich, in einer heißen Nacht Anfang des 14. Jahrhunderts, stand das Gebäude in Flammen. Der Palast blieb eine Ruine, während Unkraut durch die Fugen wuchs, als wäre es schon immer so gewesen. Doch die Geschichte hat ein Talent für Umwege: Unter der Herrschaft der mächtigen Fürsten von Carrara wurde das Haus plötzlich ganz offiziell Teil ihres Palastkomplexes. In dieser Zeit entstand auch der elegante Loggiato - also der schicke weiße Marmorbogen, den du vor dir siehst - angeblich ein Werk von Fra’ Giovanni degli Eremitiani.

Aber Padua war nie eine Stadt, in der Stillstand herrschte. 1404 kamen die Venezianer, fegten die Fürsten von Carrara aus der Stadt und übernahmen das Gebäude - Venedig wusste schon immer, wie man den besten Immobilien-Deal macht! Leider lag das Glück dabei wieder nicht auf Seite des Bauwerks: Kaum ein paar Jahrzehnte im venezianischen Besitz, loderten erneut Flammen durch die Hallen, und wieder blieb fast nichts außer dem stattlichen Bogen und dicken Mauern.

Nun aber - Trommelwirbel! - tauchte eine Idee auf, die alles verändern sollte: Der venezianische Doge Andrea Gritti, überzeugt von Bischof Pietro Barozzi, verkaufte das halb zerfallene Gebäude 1522 an eine ganz besondere Institution: den Monte di Pietà. Das war eine Art "gut gemeinte Bank", gegründet von Franziskanermönchen aus dem 15. Jahrhundert, um armen Leuten Kleinkredite zu günstigen Bedingungen zu geben, ohne dass sie bei Wucherern wie Scrovegni enden mussten. Für läppische 10.000 Dukaten wechselte der Palast die Besitzer.

Der Auftrag für den Wiederaufbau ging an Giovanni Maria Falconetto, einen Star-Architekten aus Verona, der mit seinem Hang zu sauberem Design und harmonischen Proportionen das Gebäude zu neuer Blüte führte - und ja, genau so elegant wie ein Paduaner Umhang im Wind! Bei der Restaurierung blieb der imposante Bogengang erhalten, und die Fassade wurde mit kunstvoller Stuckarbeit von Silvio Cosini und einem berühmten Fresko von Domenico Campagnola geschmückt, das Bernardino da Feltre zeigt: Der große Mönch und Kämpfer gegen den Wucher, wie ein Superheld seiner Zeit!

Aber die Geschichte hatte noch mehr Kapitel: Ab 1607 kamen weitere Erweiterungen hinzu, wie die prunkvollen Fresken von Battista Bissoni und Gaspare Giona, und eine Statue von Giovan Battista Albanese, alle zu Ehren des seligen Bernardino. 1619 kaufte die Institution sogar das Gelände vor dem Palast, damit ihre Teilnehmer nicht im Regen stehen mussten (und, naja, Sandalen und Wasser waren nie die beste Kombination!).

Später, im Jahr 1822, übernahm die Cassa di Risparmio di Padova e Rovigo den Palast. Es folgten weitere Umbauten, bis das Gebäude Mitte des 19. Jahrhunderts seine heutige Form erhielt - umgeben von Geschichte und mit dem Charme vieler Zeitalter. Und nach der großen Bankenreform von 1991 beherbergt das Gebäude heute die bedeutende Stiftung Cassa di Risparmio di Padova e Rovigo. Stell dir vor: In diesen ehrwürdigen Hallen werden Kunstschätze gesammelt, Ausstellungen organisiert und sogar heute noch Bankgeschäfte abgewickelt.

Kaum zu glauben, oder? Da stehst du, wo sich früher Feuer, Wucherer, venezianische Händler, Mönche, Künstler und Banker die Klinke in die Hand gaben - lass dich von diesem Hauch Geschichte umwehen, aber pass auf, dass dich keine moderne Vespa umfährt!

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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