
Hier wird das Gedächtnis in Stein, in Ritualen und in Sammlungen bewahrt. Stein hält die Institution sichtbar. Rituale überleben in Prüfungen, Abschlussfeiern und den wiederholten formellen Akten, die eine Generation von Studenten mit der nächsten verbinden. Sammlungen leisten die ruhigere Arbeit: 1755 half der Abt Vito Maria Amico dabei, die Universitätsbibliothek hier zu eröffnen, beginnend mit Büchern, die vom Historiker Giambattista Caruso gekauft wurden, und später erweitert mit Bänden, die nach der Vertreibung des Jesuitenordens aus dessen Kollegien übernommen wurden.
Diese Gewohnheit, Wissen zu speichern, wuchs weiter. Bis zum späten 18. Jahrhundert hatte die Universität etwa zweitausend Studenten und dreißig Lehrstühle, insbesondere in Recht und Medizin. Später kamen Botanik, Observatorien und Gärten hinzu; und noch später fanden ihre Geisteswissenschaften ein Zuhause im riesigen Benediktinerkloster, das wir später besuchen werden, wo moderne Klassenzimmer heute klösterliche Pracht und noch ältere Überreste beherbergen.
Und das ist der ausgesprochen catanesische Punkt: Wissenschaft steht hier selten weit ab von Frömmigkeit. Sehr oft nehmen sie denselben Boden ein, und manchmal dieselben zerbrochenen Fundamente. Wenn Sie bereit sind, fahren wir weiter zur Basilika Maria Santissima dell’Elemosina, die nur etwa eine Minute entfernt ist.
Here, memory is preserved in stone, in ritual, and in collections. Stone keeps the institution visible. Ritual survives in examinations, graduations, and the repeated formal acts that link one generation of students to the next. Collections do the quieter work: in seventeen fifty-five, the abbot Vito Maria Amico helped open the university library here, beginning with books bought from the historian Giambattista Caruso, and later enlarged with volumes taken from Jesuit colleges after the order’s expulsion.
That habit of storing knowledge kept growing. By the late seventeen hundreds, the university had around two thousand students and thirty chairs, especially in law and medicine. It later added botany, observatories, and gardens; and still later, its humanities found a home in the vast Benedictine monastery we shall meet ahead, where modern classrooms now occupy monastic grandeur and even older remains.
And that is the distinctly Catanian point: scholarship here rarely stands far from devotion. Very often, they occupy the same ground, and sometimes the same broken foundations. When you are ready, we shall continue to the Basilica Maria Santissima dell’Elemosina, only about a minute away.


