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Teatro Margherita

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Teatro Margherita

Direkt vor Ihnen, mit Blick auf das Meer, sehen Sie ein prachtvolles, ockerfarbenes Gebäude mit einer großen Kuppel und zwei eindrucksvollen Türmen an der Fassade - das ist das Teatro Margherita! Halten Sie einfach nach der großen Bogenfassade mit den zahlreichen Fenstern und Palmen davor Ausschau; dann sind Sie richtig.

Jetzt stellen Sie sich vor: Wir schreiben das Jahr 1912, der alte Hafen von Bari schwappt an die Fundamente, und Sie hören das leise Klatschen der Wellen unter Ihren Füßen, denn das Teatro Margherita steht auf Pfählen im Meer! Man munkelte damals, das war der clevere Trick der Stadtoberen, um ein Versprechen zu umgehen: Eigentlich hätte man, laut einem Vertrag mit der Familie Petruzzelli, gar kein neues Theater auf städtischem Boden bauen dürfen - aber hey, Wasser ist doch kein Boden, oder?

Das erste Margherita war nur ein bescheidenes Holzgebäude - und schon nach kurzer Zeit, genauer gesagt am 22. Juli 1911, brannte es in einer heißen Sommernacht komplett ab, so schnell, dass man fast meinte, ein böser Geist hätte seine Finger im Spiel gehabt. Die Barbarossa der Konkurrenz, die Besitzer der anderen Theater, waren sowieso wenig begeistert von diesem neuen Rivalen. Die Brandursache? Tja, bis heute ein ungeklärtes Rätsel… Vielleicht war der Wind schuld - oder doch ein eifersüchtiger Theaterdirektor?

Nun, man musste ein neues Haus errichten - und diesmal sollte es eine Sensation werden! Der Architekt Francesco De Giglio entwarf das Teatro Margherita prachtvoll im Stil des italienischen Liberty, anderenorts auch als Jugendstil bekannt. Das Gebäude glitzert förmlich vor ornamentaler Pracht: schimmernde Fenster, filigrane Türen und die große Kuppel. Vor allem aber wurde der Bau ein technisches Wunder: Zum allerersten Mal entstand in Bari ein Gebäude aus Beton und Stahl, schwebend über dem Wasser. Man kann sagen, das Teatro Margherita war so etwas wie der Spiderman der lokalen Baukunst - hängt zwar an Pfählen, macht aber eine richtig gute Figur dabei!

Im August 1914 war große Eröffnung - man stelle sich das Getümmel vor, die schicksten Damen der Stadt, edle Herren mit Strohhut und Spazierstock, Musik und Lampenlicht. Natürlich - das Meer plätscherte inzwischen nicht mehr ganz so dicht am Eingang, denn der Stadthafen wurde später weiter aufgeschüttet - aber das Theater blieb ein magischer Ort, an dem man beinahe die Gischt riechen konnte. Der große Eingangsbogen, eingerahmt von den beiden Türmen, war damals übrigens von drei Skulpturen bekrönt, die leider im Zweiten Weltkrieg verloren gingen.

Doch das Lebenslied des Margherita war abwechslungsreich - ein echtes Operettenstück mit allen Höhen und Tiefen. Während der beiden Weltkriege herrschte hier Ausnahmezustand: Im Zweiten Weltkrieg lagerten Soldaten ihre Stiefel auf dem Mosaikboden und das Gebäude wurde von Bombensplittern beschädigt! Man nennt das wohl „unfreiwilliges Bühnenprogramm“.

Nach dem Krieg verwandelte sich der Theatersaal in ein Kino - wahrscheinlich wäre das Theater manchmal lieber wieder ein Opernhaus gewesen, aber, naja, im Film ist alles möglich! Dafür wurde die Technik, die einst hier entwickelt wurde - der berühmte „solaio alla Margherita“, also ein besonders leichter und stabiler Betondecken-Typ - in ganz Europa nachgebaut! Ein bisschen Margherita steckt also überall.

Aber wie das oft ist: Wenn man zu teuer und zu groß ist, wird’s irgendwann ruhig um einen - und das Margherita wurde 1980 vorerst geschlossen, um dann Jahrzehnte leer zu stehen. Die Seeluft kratzte an den Mauern, doch zum Glück entschieden sich die Stadt, die Region und die liebe - und ziemlich kunstsinnige - italienische Regierung, das Theater zu retten.

Die große Rettung startete 2016 mit einem 5-Millionen-Euro-Programm: neue Fundamente, neue Deko, neue Fenster, und sogar die imposante Kuppel wurde sorgsam in Schuss gebracht. Im Inneren entstand jetzt ein Zentrum für moderne Kunst, das BAC (Bari arte contemporanea) - ein Ort, an dem zeitgenössische Kunst und historische Pracht verschmelzen. Die Stiftung Morra Greco stellte eine große Sammlung moderner Kunst zur Verfügung: Vom klassischen Theater zum Tempel für Licht, Farben und Innovation!

Und wissen Sie was? Die Umbauten waren so raffiniert, dass die berühmte Schmetterlingsform der Terrassenfenster, stilecht im Eisen nachgebaut, bewahrt wurde. Inzwischen trifft sich hier alles, was Kunst will und genießen möchte. 2018 öffnete das neue Margherita mit der multimedialen Ausstellung „Van Gogh Alive“ - und fast 95.000 Menschen kamen in wenigen Monaten: So viel Applaus hat dieses Theater, nach all dem Auf und Ab, wirklich verdient!

Tja, das Teatro Margherita - erbaut, abgebrannt, neu geboren, fast untergegangen und schließlich als lebendiges Kunstherz wiederauferstanden. Ein echter Star mit Salzwasser im Blut, Pioniergeist im Mauerwerk - und immer bereit für das nächste Kapitel!

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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