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Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof

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Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof
Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof
Der Generalbundesanwalt beim BundesgerichtshofPhoto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Wikimedia Commons, Public domain. Cropped & resized.

Dies ist der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof. Vereinfacht gesagt, ist dies die Zentrale für die Staatssicherheit in Deutschland. Er fungiert als das absolute Nervenzentrum der Bundesjustiz und bearbeitet die kritischsten Fälle des Landes in den Bereichen Terrorismus, Spionage und Völkerstrafrecht.

Das Gebäude selbst wurde vom Architekten Oswald Mathias Ungers als modernes Stadtpalais entworfen und 1998 fertiggestellt. Doch ein Palast, der von einer massiven Sicherheitsmauer umgeben ist, deutet auf die schwere Last hin, die im Inneren getragen wird. Der Chefankläger hier ist das, was man in Deutschland einen politischen Beamten nennt. Das bedeutet, dass er das Gesetz nicht in einem luftleeren Raum durchsetzt... er gehört zur Exekutive und muss die sicherheits- und kriminalpolitischen Ziele der jeweiligen Bundesregierung teilen. Er untersteht den direkten Weisungen des Bundesministers der Justiz.

Wie Sie sich denken können, kann die Verbindung von reiner Rechtspflege mit den Anforderungen der Politik etwas holprig sein. Nehmen wir zum Beispiel das Jahr 2015. Der damalige Generalbundesanwalt Harald Range leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Landesverrats gegen Journalisten ein, die vertrauliche Geheimdienstdokumente veröffentlicht hatten. Der Justizminister bremste ihn aus und versuchte, ein wichtiges Gutachten in dem Fall zu stoppen. Range warf dem Ministerium öffentlich vor, in die Unabhängigkeit der Justiz einzugreifen. Die Reaktion des Ministers? Er entließ Range umgehend und versetzte ihn in den vorzeitigen Ruhestand.

Doch über den Anfangstagen dieser Institution liegt ein viel schwererer Schatten. Als Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg sein demokratisches Rechtssystem aufbaute, prallten die hehren Ziele eines Neuanfangs frontal auf einen gravierenden Mangel an unbelasteten Juristen. Eine aktuelle Studie ergab, dass in den 1950er Jahren etwa 75 Prozent der leitenden Mitarbeiter hier ehemalige Mitglieder der NSDAP waren. Bis 1966 hatten zehn der elf obersten Bundesanwälte eine NS-Vergangenheit.

Das eklatanteste Beispiel war Wolfgang Fränkel. Im März 1962 wurde er in das absolute Spitzenamt als Generalbundesanwalt berufen. Nur wenige Monate später kam ans Licht, dass er während der NS-Zeit persönlich auf Todesstrafen für geringfügige Bagatelldelikte gedrängt hatte. Er wurde schnell abgesetzt... doch ein späteres Disziplinarverfahren kam kurioserweise zu dem Schluss, dass er im Geheimen Widerstand gegen die Nazis geleistet habe. Unglaublicherweise ermöglichte ihm dieses Urteil, bis zu seinem Tod im Jahr 2010 eine großzügige staatliche Pension zu beziehen.

Die mit diesem Amt verbundenen Risiken sind schreckliche Realität. Im Jahr 1977 wurde der amtierende Generalbundesanwalt Siegfried Buback von der Terrorgruppe Rote Armee Fraktion ermordet, während er schlicht auf dem Weg zur Arbeit hier in Karlsruhe war. Dieser schockierende Mord löste den Deutschen Herbst aus, eine schwere nationale Krise, welche die Grundfesten der Republik auf die Probe stellte.

Wir lassen die intensive Welt des Bundesrechts und der nationalen Sicherheit nun hinter uns. Es ist an der Zeit, einen ganz anderen Einfluss zu betrachten, der hier in Karlsruhe seinen Ursprung nahm. Gehen wir zu unserer nächsten Station, die etwa drei Gehminuten entfernt liegt, wo wir in die wilden Pioniertage des digitalen Zeitalters und die Geburtsstunde eines großen Internetgiganten namens Web.de eintauchen werden.

The main seat of the Federal Prosecutor General in Karlsruhe, pictured here at night, is a modern 'Stadtpalais' designed by Oswald Mathias Ungers and occupied in 1998. It is specifically mentioned as being enclosed by a five-meter-high security wall.
The main seat of the Federal Prosecutor General in Karlsruhe, pictured here at night, is a modern 'Stadtpalais' designed by Oswald Mathias Ungers and occupied in 1998. It is specifically mentioned as being enclosed by a five-meter-high security wall.Photo: Killarnee, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Cropped & resized.

This is the Federal Prosecutor General at the Federal Court of Justice. Put simply, this is Germany's state security hub. It serves as the absolute nerve center for federal justice, handling the nation's most critical cases of terrorism, espionage, and crimes against international law.

The building itself was designed by architect Oswald Mathias Ungers as a modern urban palace, finished in 1998. But a palace ringed by a massive security wall hints at the heavy burden carried inside. The chief prosecutor here is what Germans call a political official. That means they do not just enforce the law in a vacuum... they belong to the executive branch and must share the security and criminal policy goals of the current government. They take direct instructions from the Federal Minister of Justice.

As you might guess, blending the pure pursuit of justice with the demands of politics can get a little rocky. Take 2015, for example. The prosecutor at the time, Harald Range, opened a treason investigation against journalists who had published confidential intelligence documents. The Justice Minister hit the brakes and tried to stop a key report in the case. Range publicly accused the ministry of meddling with the independence of the judiciary. The minister's response? He immediately fired Range and sent him into early retirement.

But there is a much heavier shadow hanging over the early days of this institution. When West Germany was building its democratic legal system after World War Two, the high-minded goals of a fresh start collided head-on with a severe lack of untainted lawyers. A recent study revealed that in the 1950s, about 75 percent of the senior staff here were former Nazi party members. By 1966, ten of the eleven main federal prosecutors had Nazi pasts.

The most glaring example was Wolfgang Fränkel. In March 1962, he was appointed to the absolute top job as Federal Prosecutor General. Just months later, it was revealed that during the Nazi era, he had personally pushed for death sentences for minor, petty offenses. He was quickly ousted... but a later disciplinary hearing somehow concluded he had secretly opposed the Nazis. Unbelievably, that ruling allowed him to collect a generous state pension until his death in 2010.

The risks tied to this office are terribly real. In 1977, the reigning Federal Prosecutor, Siegfried Buback, was assassinated by the Red Army Faction terrorist group while simply being driven to work here in Karlsruhe. That shocking murder kicked off the German Autumn, a severe national crisis that tested the very foundations of the republic.

We are going to leave the intense world of federal law and national security behind us now. It is time to look at a very different kind of influence born here in Karlsruhe. Let us head toward our next stop, about a three-minute walk away, where we will dive into the wild early days of digital pioneering and the birth of a major internet giant called Web.de.

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Christoph
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