Es beherbergt über fünfundsechzigtausend Objekte aus der ganzen Welt, doch seine Ursprünge sind zutiefst persönlich. Ende des neunzehnten Jahrhunderts reiste ein junger Geograph aus Köln namens Wilhelm Joest um die Welt und sammelte Artefakte. Als er während einer Expedition mit nur fünfundvierzig Jahren plötzlich verstarb, war seine Schwester, Adele Rautenstrauch, am Boden zerstört. Um sein Andenken zu ehren, schenkten sie und ihr Mann die Sammlung ihres Bruders von über dreitausend Objekten der Stadt. Sie spendete außerdem zweihundertfünfzigtausend Mark, was heute Millionen von Dollar entsprechen würde, um ein angemessenes Gebäude für sie zu finanzieren. Das ursprüngliche Museum wurde neunzehnhundertsechs eröffnet.
Diese Nachtansicht des Rautenstrauch-Joest-Museums, das 2010 im neuen Kulturquartier eröffnet wurde, zeigt ein Ausstellungsstück, das durch sein Fenster sichtbar ist.Photo: Raimond Spekking, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Cropped & resized.
Mit diesem Umzug vollzog sich ein tiefgreifender Wandel in der Art und Weise, wie das Museum seine Geschichten erzählt. Statt die Menschheit in geographische Zonen aufzuteilen, ordneten die Kuratoren die Sammlung nach universellen menschlichen Erfahrungen. Sie werden durch Räume gehen, die Themen gewidmet sind wie: Wie gestalten wir unsere Lebensräume, wie kleiden wir unsere Körper und wie betrauern wir unsere Toten? Indem diese Rituale nebeneinander gestellt werden, unterstreicht das Museum die Gleichwertigkeit aller Kulturen.
Dieser kunstvolle chinesische Puzzle-Ball, aus einem einzigen Stück Elfenbein mit 16 inneren Kugeln geschnitzt, ist ein Beispiel für die vielfältige Sammlung des Museums an Kunstwerken aus aller Welt.Photo: Raimond Spekking, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Cropped & resized.Dieser Räuchergefäß im Palenque-Stil, das den Jaguargott der Unterwelt darstellt, ist ein Beispiel für Maya-Kunst aus der späten Klassik und spiegelt die umfangreiche Sammlung des Museums aus Amerika wider.Photo: Raimond Spekking, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Cropped & resized.Das Rautenstrauch-Joest-MuseumPhoto: Till Niermann, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Cropped & resized.This Palenque-style censer depicting the Jaguar God of the Underworld is an example of Maya art from the Late Classic Period, reflecting the museum's extensive collection from the Americas.Photo: José Luis Filpo Cabana, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Cropped & resized.arrow_back Zurück zu Köln Audio-Tour: Schätze der Altstadt
Beliebt bei Reisenden weltweit
Tausende gestartete Touren. Genug Meinungen.
4,8 im App Store und Google Play. Hier sind ein paar, zu denen wir immer wieder zurückkehren.
starstarstarstarstar
Diese Tour war eine großartige Möglichkeit, die Stadt zu sehen. Die Geschichten waren interessant, ohne zu konstruiert zu wirken, und ich liebte es, in meinem eigenen Tempo erkunden zu können.
Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.