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Graz Audio Tour: Eine Grazer Zeitreise entlang verborgener Spuren

Audio guide13 stops

A single wind gust can slip past Graz’s busiest streets and stir secrets that have lingered in church walls for centuries. Take a self-guided audio tour where untold stories wait just beyond the city’s well-trodden paths. What vanished relic once caused an uproar at St. Andrä? Why did hospital masters, not monks, quietly control the fate of Bürgerspitalkirche for hundreds of years? What became of the orphans and outcasts who found fleeting refuge behind the plain facade of the Old Catholic Church? Trace echoes of political power shifts, hidden rebellions, heartfelt scandals, and miracles lost to time. Move from soaring bell towers to shadowed corridors as Graz reveals drama and wonder with every step. See the city’s soul flicker between the ancient and the avant-garde. Let curiosity guide you—step into the story-laden silence that Graz has guarded for generations. Your discoveries begin now.

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About this tour

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    Duration 40–60 minsGo at your own pace
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    3.6 km walking routeFollow the guided path
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    LocationGraz, Austria
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    Works offlineDownload once, use anywhere
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    Lifetime accessReplay anytime, forever
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    Starts at Church of St. Andrä

Stops on this tour

  1. Um die Pfarrkirche St. Andrä zu finden, schauen Sie zu Ihrer Rechten nach einem großen, ockergelben Bauwerk mit einem auffällig roten Ziegeldach. Der hohe, runde Turm mit der…Read moreShow less

    Um die Pfarrkirche St. Andrä zu finden, schauen Sie zu Ihrer Rechten nach einem großen, ockergelben Bauwerk mit einem auffällig roten Ziegeldach. Der hohe, runde Turm mit der dunklen Zwiebelhaube ragt neben den kahlen Ästen der Bäume auf. Die hohen, schmalen Fenster und die markant weiße Fassadeinfassung entlang der Ecken stechen sofort ins Auge. Wenn Sie vom Straßenlärm näherkommen, bemerken Sie vielleicht einen leisen Wind, der an den alten Mauern vorbeistreicht. Sie stehen nun vor der ehrwürdigen St. Andrä-Kirche. Stellen Sie sich vor, wie hier vor vielen Jahrhunderten die ersten Mönche durch das Tor treten, ihre Stiefel hallen auf den Pflastersteinen. Diese Kirche ist mehr als nur ein Bauwerk - sie hat das Leben unzähliger Menschen berührt. Anfangs stand hier eine einfache gotische Kirche, aber die Geschichte begann schon 1270, als sie erstmals erwähnt wurde. Im Laufe der Jahre wurde die Kirche immer wieder verändert, vergrößert und verschönert. Die heutige Gestalt verdankt sie Archangelo Carlone, der sie im frühen 17. Jahrhundert neu plante. Später kamen barocke Elemente und schließlich die prunkvolle Fassade im Stil der Neorenaissance dazu. Auch wenn diese Mauern alt sind, blieb die Kirche niemals stehen. Gerade als alles seinen Platz gefunden zu haben schien, kamen wieder Veränderungen - neue Altäre, neue Farben, manchmal sogar eine neue Orgel, deren gewaltiger Klang bis heute durch den Raum hallt. Wenn Sie durch das Portal spähen, entdecken Sie vielleicht moderne Kunst im Innenraum - ein Fenster, das sich wie eine Kuppel nach außen wölbt, oder bunte Lichtpunkte von Videomonitoren. Die Kirche wurde nämlich nicht nur renoviert, sondern auch für zeitgenössische Kunst geöffnet. Trotz aller Neuerungen bleibt St. Andrä ein spiritueller Ort, geweiht dem Apostel Andreas, dessen Martyrium am Hochaltar eindrucksvoll gezeigt wird. Spüren Sie die Geschichte, die unter den alten Dachziegeln schlummert, hier auf dem St.-Andrä-Platz - und nehmen Sie sich einen Moment, um den Atem der Vergangenheit zu hören.

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  2. Vor Ihnen erhebt sich die Bürgerspitalkirche mit ihrer markanten, spitzen Dachform und dem roten Ziegeldach. Die Fenster sind schmal und hochgezogen, typisch für die Gotik. Wenn…Read moreShow less

    Vor Ihnen erhebt sich die Bürgerspitalkirche mit ihrer markanten, spitzen Dachform und dem roten Ziegeldach. Die Fenster sind schmal und hochgezogen, typisch für die Gotik. Wenn Sie nach oben blicken, sehen Sie den schlanken Kirchturm mit weißen und roten Akzenten und einer grünen Spitze. Die Kirche steht etwas zurückgesetzt von der Straße, eingefasst von niedrigen Zäunen und umgeben von älteren Häusern. Ihre Fassade wirkt alt, fast geheimnisvoll, als hätte sie unzählige Geschichten eingesogen. Stellen Sie sich vor, wie es hier vor vielen hundert Jahren war. Die Murvorstadt entstand damals, weil in Graz innerhalb der Stadtmauern kaum noch Platz für alle Menschen war. Genau hier lebten viele Arme und Arbeiter, die auf Hilfe angewiesen waren. Inmitten dieser Geschäftigkeit entstand eines der ältesten Krankenhäuser von Graz - das Spital zum Heiligen Geist. Hierher kamen Kranke, Waisen und Pilger, alle auf der Suche nach Schutz und Heilung. Eigentlich hätte man damals erwartet, dass Ordensgemeinschaften das Sagen haben - war doch die Pflege von Kranken seit jeher eine Sache der Kirche. Doch hier war das anders: Ein weltlicher Spitalsmeister und seine Meiersfrau leiteten alles, unterstützt von Gehilfen. Es muss eine besondere Mischung aus Strenge und Mitgefühl geherrscht haben. Der Grundstein für die Kirche wurde 1461 gelegt, und als sie 1498 geweiht wurde, leuchtete der Holzreiter auf dem Dach, der später durch den heutigen steinernen Turm ersetzt wurde. Josef Carlone plante den Turm, den Sie heute vor sich sehen. Die Ausstattung der Kirche erzählt von Epochenwechseln: drinnen begegnet Ihnen spätgotische Strenge, aber auch die verspielte Eleganz des Barocks - der Hochaltar wirkt fast wie ein kleiner Bruder des Doms im Zentrum von Graz. Der Tabernakel glänzt, dekoriert mit einer Krone aus Lichtern und Bildern der Heiligen Dreifaltigkeit. Vielleicht spüren Sie es: In dieser Kirche schwingt ein leiser Hauch von Geheimnis mit, denn in ihren Mauern sind eine gotische Madonna aus Stein und eine geschnitzte Szene verborgen, die eine Vision des heiligen Bernhard von Clairvaux zeigt. Wenn Sie näher an die Kanzel gehen könnten, würden Ihnen die goldenen Kugeln auffallen, wie zwei Schatztruhen - als stelle sie die sagenumwobene Bundeslade dar. Im Dreieck darauf wacht das Auge Gottes. Draußen, wo Sie gerade stehen, hören Sie vielleicht den Wind über die alten Ziegel streichen. Wer weiß, wie viele Sorgen, Hoffnungen und Gebete diese Mauern schon gehört haben. Seit Jahrhunderten ist die Bürgerspitalkirche ein Ort für Menschen, die am Rand der Gesellschaft standen - und manchmal, ganz leise, wirkt sie ein bisschen wie ein kleiner Dom voller unerzählter Geschichten.

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  3. Vor Ihnen sehen Sie ein eher unauffälliges Gebäude mit hellen Mauern, großen, rundbogigen Fenstern und modernen Glastüren. Direkt über dem Eingang hängt ein schlichtes schwarzes…Read moreShow less

    Vor Ihnen sehen Sie ein eher unauffälliges Gebäude mit hellen Mauern, großen, rundbogigen Fenstern und modernen Glastüren. Direkt über dem Eingang hängt ein schlichtes schwarzes Kreuz. Rechts und links der Tür finden Sie kleine Schilder mit der Aufschrift „Altkatholische Kirche“. Würden Sie nicht direkt davor stehen, könnte man meinen, es sei nur ein weiteres Schul- oder Verwaltungsgebäude. Doch genau hier verbirgt sich Geschichte. Sie stehen vor der Altkatholischen Auferstehungskirche von Graz. Stellen Sie sich vor, wie früher die Gassen rund um das heute eher stille Gebäude vom Lachen der Waisenkinder erfüllt waren, denn seit dem späten 17. Jahrhundert beherbergte dieser Ort ein Waisenhaus samt Kirche. Die Kirche selbst war einst größer, doch mit militärischen Umbauten zum Kasernengebäude gingen ihre alten Formen verloren. Der Wandel hörte nicht auf: Aus dem Kloster wurde eine Schule, und vieles aus der alten Zeit verschwand spurlos. Erst 1901 entdeckten die Altkatholiken in den Gewölben des Erdgeschosses einen passenden Raum. Stellen Sie sich vor, wie heimlich und neugierig die ersten Gemeindemitglieder hier ihren Gottesdienst feierten - damals noch eine kleine religiöse Bewegung, unabhängig von Rom. Auch heute empfindet man im Inneren einen Hauch des Besonderen: eine Weihnachtskrippe im Stil eines Flügelaltars, unerwartet kunstvoll, erwartet Sie dort. Und wenn Sie an einem kalten Wintertag auf dem Zentralfriedhof stehen, merken Sie es vielleicht: In einem kleinen Areal ist ganz Graz mit der Altkatholischen Kirche einzigartig in Europa - so verschlungen können Glaubenswege sein. Man sagt, manche Orte verstecken ihre wahre Geschichte hinter einfachen Fassaden. Doch hier hat jede Mauer, jedes Fenster seinen eigenen Klang, seine eigene Erinnerung.

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  1. Um das Grand Hôtel Wiesler zu entdecken, blicken Sie einfach zum rechten Murufer - das Gebäude hebt sich deutlich durch seine Größe und die elegante Fassade im Jugendstil ab. Der…Read moreShow less

    Um das Grand Hôtel Wiesler zu entdecken, blicken Sie einfach zum rechten Murufer - das Gebäude hebt sich deutlich durch seine Größe und die elegante Fassade im Jugendstil ab. Der Name „GRAND HOTEL WIESLER“ prangt gut lesbar auf dem Dach, die vielen hohen Fenster und das Eck mit dem kleinen Erker sind unverwechselbar. Wenn Sie vor dem Hotel stehen, lassen Sie den Blick über die fein verzierten Fensterfronten und das geschäftige Treiben am Fluss gleiten. Stellen Sie sich vor, wie das Grand Hôtel Wiesler vor über 100 Jahren entstand - damals roch die Luft nach frischem Mörtel und Lack, während Kutschen auf dem Kopfsteinpflaster vorfuhren. Hier, am Grieskai, pulsiert bis heute das Leben. Ursprünglich stand hier ein Gasthof mit dem Namen „Zum Roten Igel“, gleich bei der einzigen mautpflichtigen Murbrücke der Stadt. Das war eine Ecke voller Reisender, hitziger Diskussionen und vielleicht auch die eine oder andere wilde Geschichte, die nie in den offiziellen Büchern auftauchte. Der Bau im Stil der Wiener Secession wurde von Visionären errichtet, allen voran Architekt Marcel Kammerer, der für seine großartigen Entwürfe berühmt wurde. Man war stolz, 1898 mit „Lift, Bädern und Zentralheizung“ zu locken - das war echter Luxus! Ein ganz besonderes Geheimnis birgt das Haus meist hinter verschlossener Tür: Im Grand Salon glänzt eines der größten Glasmosaike des Jugendstils, „Der Frühling“, aus der Werkstatt von Leopold Forstner. Wer abends in den Salon tritt, könnte im bunten Lichtspiel fast meinen, die Zeit selbst halte den Atem an. Im Laufe der Jahre schliefen hier Rockstars, Politiker und Weltreisende - von Mick Jagger über Willy Brandt bis Arnold Schwarzenegger. In den Fluren hallen Erinnerungen: an rauschende Ballnächte, an britische Offiziere nach dem Krieg, an Geheimnisse, die zwischen den Hotelwänden geblieben sind. Jedes Mal, wenn die Türen sich öffnen und neues Leben einzieht, wird etwas Geschichte weitergetragen. Nehmen Sie sich einen Moment und stellen sich vor, welche berühmten Gäste hier wohl über die Stufen gegangen sind. Wer weiß, vielleicht erleben Sie am Grieskai ja Ihr eigenes kleines Stück Geschichte.

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  2. Vor Ihnen erhebt sich ein modernes Gebäude mit einer gläsernen Fassade, deren viele Fenster das Sonnenlicht reflektieren. Halten Sie Ausschau nach der großflächigen Glasfront und…Read moreShow less

    Vor Ihnen erhebt sich ein modernes Gebäude mit einer gläsernen Fassade, deren viele Fenster das Sonnenlicht reflektieren. Halten Sie Ausschau nach der großflächigen Glasfront und dem Schriftzug „Johann-Joseph-Fux-Konservatorium“. Direkt daneben finden Sie die Nummer 1b und weitere Schriftzüge an der dunklen Wand, die das Haus unverwechselbar machen. Jetzt stehen Sie vor dem Johann-Joseph-Fux-Konservatorium des Landes Steiermark. Stellen Sie sich vor, wie durch die großen Glasflächen manchmal das Echo einer Klarinette oder das gedämpfte Summen eines Chores nach draußen dringt. Dieses Haus lebt und atmet Musik - fast zu jeder Tageszeit. Gegründet wurde es bereits vor über 200 Jahren, in einer Zeit, als Graz noch viel kleiner war und Musik etwas Magisches hatte. Damals, 1816, begann alles recht bescheiden, mit einer kleinen Singschule. Schon bald klangen hier nicht nur Stimmen, sondern auch die ersten Instrumente - Flöten, Trompeten und sogar der schwere Kontrabass waren zu hören. Doch das Leben war nie einfach für die Musikerinnen und Musiker. Im Jahr 1840 stand der Verein kurz vor dem Aus, und das Flüstern auf den Fluren war voller Unsicherheit, bis Erzherzog Johann das Unmögliche schaffte: Er überzeugte den Kaiser persönlich, die Schule zu retten. Drama, Hoffnung und ein Hauch des Monarchischen mischten sich hier einst im Alltag. Mit den Jahren wandelte sich das Haus - mal überlebte es politische Stürme, mal Musikverbote, und es entwickelte sich stetig weiter. Unter der Leitung großer Persönlichkeiten entstand aus kleinen Anfängen eine wichtige Ausbildungsstätte für ganz unterschiedliche Musikrichtungen, von Klassik bis Volksmusik. Heute hat das Konservatorium einen modernen Geist, doch auf jedem Flur, hinter jeder Tür, bleibt ein Hauch seiner langen Geschichte spürbar. Wenn Sie ganz still sind, hören Sie vielleicht, wie aus einem der vielen Räume ein leiser Klavierlauf entweicht - ein Zeichen dafür, dass hier immer weiter neue Töne, Träume und Talente wachsen.

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  3. Sie stehen nun vor dem Ort, der mit einer Geschichte voll Macht, Intrigen und politischen Wendungen verbunden ist: das Herzogtum Steiermark. Versetzen Sie sich zurück ins Jahr…Read moreShow less

    Sie stehen nun vor dem Ort, der mit einer Geschichte voll Macht, Intrigen und politischen Wendungen verbunden ist: das Herzogtum Steiermark. Versetzen Sie sich zurück ins Jahr 1180. Die Straßen hallen von Hufgetrappel, als der Kaiser selbst, Friedrich Barbarossa, die Mark Steiermark zum Herzogtum erhebt. Der frisch ernannte Herzog, Ottokar IV., erlebt einen triumphalen, aber kurzen Aufstieg - denn er bleibt kinderlos. Deshalb unterschreibt er den berühmten Georgenberger Handfeste-Vertrag, der das Schicksal der Steiermark auf Jahrhunderte bestimmt. Als Ottokar stirbt, fällt das Land an die Babenberger. Doch auch dieses Herrschergeschlecht findet kein glückliches Ende: Nach blutigen Schlachten löscht der Tod Herzog Friedrichs II. die Babenberger aus. Plötzlich ist die Steiermark ein Spielball der Mächtigen. Mal herrschen ungarische Könige, dann der ehrgeizige Ottokar II. von Böhmen, schließlich triumphiert Rudolf von Habsburg nach einer berühmten, alles entscheidenden Schlacht. Die Steiermark schließt sich den Habsburgern an, aber politische Entscheidungen trennen sie immer wieder von anderen Landesteilen. Graz wird mit seinem Schlossberg und den engen, düsteren Gassen zum Zentrum der Inneren Österreichs. Stellen Sie sich einen düsteren Morgen unter wolkenverhangenem Himmel vor. Die Glocken der Stadt schlagen Alarm, als die türkischen Armeen einfallen und mit lodernden Fackeln Angst und Schrecken verbreiten. Fast zwanzigmal müssen die Menschen fliehen, sich verstecken, Familien auseinandergerissen oder in die Sklaverei verschleppt. Doch die Steiermark gibt nicht auf. Generation für Generation baut auf, was zerstört wurde. Spannende Ironie der Geschichte: Im Jahr 1496 erlässt Maximilian I. ein strenges Gesetz und vertreibt alle Juden - bis neue Zeiten kommen, fast 400 Jahre später. Im 19. Jahrhundert spüren die Menschen erstmals Hoffnung. Archduke Johann investiert in Wissenschaft, Technik und das Bahnwesen. Die Landschaft verändert sich; Dampfloks ziehen durch sonnige Täler Richtung Süden. Das war das Herzogtum Steiermark - ein Ort großer Traurigkeit, aber auch unverwüstlichen Lebenswillens. Stehen Sie hier, spüren Sie den Hauch vergangener Jahrhunderte und erinnern Sie sich: Jede Pflasterstein, jede Wand zeugt von diesen bewegten Zeiten.

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  4. Um die Radetzkybrücke zu erkennen, richten Sie Ihren Blick auf das breite Bauwerk aus dunklem Stahl mit markanten, kreuzverstrebten Trägern, das sich vor Ihnen über die Mur…Read moreShow less

    Um die Radetzkybrücke zu erkennen, richten Sie Ihren Blick auf das breite Bauwerk aus dunklem Stahl mit markanten, kreuzverstrebten Trägern, das sich vor Ihnen über die Mur spannt. Der massive Mittelpfeiler aus Stein ist deutlich in der Mitte des Flusses zu sehen, von Bäumen eingerahmt. Besonders wenn die Lichter die Brückengeländer und das Wasser sanft beleuchten, hebt sich die Brücke klar von der Umgebung ab - ein stilles Signal aus der Zeit der Industrialisierung. Stellen Sie sich vor, wie es hier um 1898 war: die Mur rauscht unter Ihren Füßen, Schiffe gibt es nicht, nur eine hölzerne, alte Brücke - wackelig, bei Regen vielleicht rutschig, jedes Hochwasser eine Drohung. Bis dahin mussten die Menschen Fähren nehmen, Jahr für Jahr, ob Wind, ob Schnee, um von der Inneren Stadt hinüber nach Gries zu gelangen. Nicht selten wurde dabei über Schlamm und Unsicherheit geschimpft, vielleicht auch mal geflucht, wenn man den letzten Fährmann knapp verpasst hatte. Dann begann das Zeitalter von Eisen und Fortschritt - mit viel Streit im Gemeinderat, dass die neue Brücke diesmal stabil sein sollte, nicht wieder aus morsch werdendem Holz, sondern aus Stein und Eisen. Die Bauarbeiter gruben tief in den Boden, sieben Meter in den Schotter, und es war sicher keine leichte Arbeit. Es wurde teurer als gedacht, die Pläne mussten angepasst werden - ein typisches Grazer Drama. Schließlich, am 13. August 1898, war der große Tag: die Radetzkybrücke wurde „dem Verkehre übergeben“. Stahl glänzte, die Fahrbahn war endlich breit genug, und die Grazer staunten - nicht nur weil jetzt auch Lieferwagen und schwere Wagen darüberfahren konnten, sondern weil das wackelige Holz endlich Geschichte war. Heute stehen Sie hier auf einem Stück Stadtgeschichte, das seinen Platz im UNESCO-Weltkulturerbe hat. Hören Sie das leise Rauschen der Mur und stellen Sie sich vor, wie unten an den Steinen schon seit Jahren Surfer versuchen, auf Österreichs ältester künstlicher Welle zu reiten. Und mögen die vier beleuchteten Pylone in der Dämmerung fast futuristisch wirken - dieses Bauwerk erzählt von Erfindungsreichtum, von Risiko und Gemeinschaftsgeist, der über Wasser hinwegführt.

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  5. Vor Ihnen befindet sich die Grazer Synagoge. Um sie zu finden, achten Sie auf ein modernes, markantes Gebäude aus dunklem Glas und rotem Backstein, überragt von einer großen…Read moreShow less

    Vor Ihnen befindet sich die Grazer Synagoge. Um sie zu finden, achten Sie auf ein modernes, markantes Gebäude aus dunklem Glas und rotem Backstein, überragt von einer großen Glaskuppel, auf der sich ein sechszackiger Davidstern befindet. Die Synagoge steht fast frei auf einer kleinen Anhöhe am Straßenrand - sie hebt sich klar von den umliegenden, niedrigeren Häusern ab. Wenn Sie zur Kreuzung blicken, sehen Sie die gläserne, in das Licht gespannte Kuppel, in der sich manchmal die Wolken spiegeln. Stellen Sie sich vor, wie es hier am David-Herzog-Platz vor langer Zeit klang: Stimmen mischten sich, Händler riefen, das Leben der jüdischen Gemeinde pulsierte. Doch die Geschichte der Synagoge ist nicht nur von Freude geprägt. Im Mittelalter wohnten hier Händler, die mit ihrem Mut und ihrer Ausdauer das jüdische Leben in Graz prägten. Doch dann kam die lange Zeit der Ausgrenzung. Fast 350 Jahre durften Juden sich nicht in der Stadt niederlassen - eine bedrückende Stille, in der nur der Wind die Straßen füllte. Erst nach 1848 wurde dieses Schweigen gebrochen. Freude kehrte zurück, als Initiativen wie die Israelitische Korporation entstanden und schließlich, 1869, die Kultusgemeinde gegründet wurde. Die erste große Synagoge erhob sich hier, mit einer Kuppel, die 30 Meter in die Höhe ragte und von überall im Viertel gut zu sehen war. Für viele war dieses Gebäude das Herz ihrer Gemeinschaft. Doch in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 veränderte sich alles. Während draußen Flammen züngelten, sahen viele aus der Ferne hilflos zu, wie ihr heiliges Haus zerstört wurde. Ein schwarzer Rauchschleier legte sich über Graz. Nach dem Zweiten Weltkrieg war von der alten Synagoge nichts geblieben, nur eine leere Wiese - eine schmerzliche Lücke im Gedächtnis der Stadt. Viele Jahre vergingen, bis die Idee aufkam, diesen Ort nicht dem Vergessen zu überlassen. Erst ein dunkler Obelisk, dann der Neubau der Synagoge, der heute vor Ihnen steht. Modern, lichtdurchflutet, aber mit Spuren der Vergangenheit im Mauerwerk. Sie steht als Zeichen: Für Hoffnung. Für ein neues Kapitel. Und für das Versprechen, das Erinnern nie zu verlieren.

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  6. Die Welsche Kirche steht direkt vor Ihnen. Sie erkennen sie an ihrer feinen, weißen Barockfassade, die sich direkt an der Straßenecke erhebt. Achten Sie auf den eleganten Uhrturm…Read moreShow less

    Die Welsche Kirche steht direkt vor Ihnen. Sie erkennen sie an ihrer feinen, weißen Barockfassade, die sich direkt an der Straßenecke erhebt. Achten Sie auf den eleganten Uhrturm mit einer grünlichen Zwiebelkuppel und Sandsteinfiguren, die auf der Fassade thronen. Links neben dem Eingang können Sie eine Statue in einer Nische sehen. Die Kirche steht eng an der Straße, sodass Sie den Trubel der Stadt direkt um sich spüren. Wenn Sie sich jetzt vor der Welschen Kirche befinden, stellen Sie sich vor, wie es hier im frühen 18. Jahrhundert geklungen und gerochen hat: Pferdehufe auf dem Kopfsteinpflaster, Stimmen in vielen Sprachen - und manchmal der Duft von frisch gemahlenem Kaffee, der durch die Gassen zog. Die Kirche wurde von italienischen Baumeistern, Malern und Bildhauern gebaut, die damals von den Grazern „die Welschen“ genannt wurden. Sie wollten eine eigene Kirche, und ein Drittel der Mitglieder stammte sogar aus steirischen Adelsfamilien, die ihre Pläne unterstützten. Hier am Griesplatz wurde dann 1725 die barocke Welsche Kirche vollendet - nach nur vier Jahren Bauzeit. Zu verdanken ist das vor allem dem Baumeister Joseph Carlone. Schauen Sie zur Fassade: Die Sandsteinfiguren stellen Glaube, Hoffnung und Liebe dar. Oben auf dem Turm und Dachreiter sitzen glockenförmige Hauben - wenn die Sonne scheint, sieht das Kupfer fast golden aus. Gehen Sie ruhig ein Stück näher ans Portal heran. Wenn Sie eintreten könnten, würde Sie ein festlicher Saalbau erwarten, mit viel Stuck und einem Hochaltar, der von Carlo Federigo Formentini gestaltet wurde - ein wahres Kunstwerk. Die Mitteltafel zeigt Schutzengel und den Patron der Kirche, Franz von Paola, umgeben von fröhlichen Engelputten. Links und rechts vom Altar stehen Figuren wie der heilige Florian und der heilige Sebastian, zwei mutige Märtyrer - schon fast so, als würden sie Sie in der Kirche beschützen wollen. Es gibt auch Seitenaltäre aus einer aufgegebenen Kirche, in die sich dramatische Szenen wie die Kreuzigung Christi einfügen. Manchmal, wenn es ganz still ist, kann man sich vorstellen, wie 1843 die alte Orgel zum ersten Mal klang, gebaut von Alois Hörbiger. Ihre 16 Register haben sicher schon viele Generationen begleitet: Taufen, Hochzeiten, vielleicht das eine oder andere traurige Abschiedslied. Hier an der Welschen Kirche atmet die Vergangenheit - voller italienischer Geschichten, großer Hoffnungen und viel Gemeinschaftsausdauer, auf der Ihr Weg durch Graz weiterbaut.

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  7. Sie stehen jetzt vor dem Ort, an dem sich einst der Hof in der Neblau befand. Stellen Sie sich die Karlauerstraße nicht so vor, wie sie heute ist, sondern als weites Land,…Read moreShow less

    Sie stehen jetzt vor dem Ort, an dem sich einst der Hof in der Neblau befand. Stellen Sie sich die Karlauerstraße nicht so vor, wie sie heute ist, sondern als weites Land, eingerahmt von Feldern und Wiesen. Hier, im 12. Jahrhundert, stand ein adeliger Gutshof - robust gebaut, vielleicht sogar ein wenig wehrhaft, umgeben von dicken Mauern. Damals roch es nach nasser Erde und Holzfeuer, und der Hof war erfüllt vom Hufschlag der Pferde und dem geschäftigen Treiben der Bediensteten. Der Hof gehörte ursprünglich den Eppensteinern, einer bedeutenden Familie. Doch wie das Leben so spielt, wechselte der Besitz immer wieder die Hände. Nach den Eppensteinern übernahm das Stift St. Lambrecht das Anwesen. Dienstmänner im Dienste des Stiftes zogen ein, unter ihnen ein gewisser Wichmann von Tobel. Im 13. Jahrhundert wurde der Hof zu Obertobel genannt und verlor dann an Bedeutung - das große Tor stand seltener offen, das Klirren der Rüstung wurde leiser, stattdessen hörte man öfter Bürger aus Graz über den Hof diskutieren. Doch der Adel gibt nicht so leicht auf: Im 15. Jahrhundert kehrte der Glanz zurück, bis 1506 der Hof an M. Harrer verkauft wurde. Danach ging alles Schlag auf Schlag: neue Besitzer, neue Namen. Vinzenz Senftenberg kam, nannte das Anwesen Senftenberghof, seine Witwe übergab es erneut weiter. Es wechselten Goldschmiede, Kammerdiener und schließlich auch der Erzherzog selbst, der daraus einen “Falkenhof” machte - das hatten Sie vielleicht nicht erwartet: Hier flatterten edle Falken durch die Luft, trainiert für die Jagd des Landesfürsten. Überlegen Sie sich das: Einmal am Tag, früh am Morgen, herrschte das seltsame Krächzen der Vögel, begleitet vom Lachen der Falkner. Doch nichts bleibt für die Ewigkeit. 1721 zog die Handwerkskunst ein: Franz Huber errichtete eine Geschirrfabrik, dort, wo einst die Falkenländereien lagen. Töpfern, Brennen, Glasieren - der Duft von Ton und Feuer bestimmte die Luft. Heute steht hier eine Polizeidirektion. Von den Falken oder den Töpfern ist nichts mehr zu sehen, doch die vielen Leben dieses Ortes liegen wie unsichtbare Spuren in den Steinen. Vielleicht spüren Sie für einen Moment den Windhauch der Jahrhunderte und die Geschichten, die dieser Ort niemals vergisst.

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  8. Schauen Sie jetzt bitte nach vorne. Was Sie erblicken, ist ein schlichter, heller Bau mit einem rot gedeckten Turm. Die Mauern sind fast weiß, die Fenster klein und akkurat…Read moreShow less

    Schauen Sie jetzt bitte nach vorne. Was Sie erblicken, ist ein schlichter, heller Bau mit einem rot gedeckten Turm. Die Mauern sind fast weiß, die Fenster klein und akkurat verteilt. Der Dachreiter, also der Turm, hebt sich mit seiner goldenen Kugel an der Spitze deutlich vom Himmel ab. Die Form des Gebäudes ist einfach und geradlinig, ohne viel Schnörkel. Sie erkennen die Kirche daran, dass der Turm so dominant aus dem eher funktionalen Umfeld herausragt. Stellen Sie sich vor, wie es hier im 18. Jahrhundert ausgesehen hat. Statt moderner Gebäude ringsum standen damals noch Felder und ein alter Meierhof dort, wo Sie jetzt stehen. Im Jahr 1724 - eine Zeit, in der Graz noch ganz anders klang und roch als heute - ließ Kaiser Karl VI. ein Armenhaus errichten. Keine acht Jahre später begann man, die Kirche, vor der Sie nun stehen, in diesem Komplex zu bauen. Die Welt war damals rau, das Leben unsicher, und so sollte dieser Ort den Schwächsten der Gesellschaft Schutz und Hoffnung schenken. Doch die Zeiten blieben nicht immer friedlich. 1944, während eines Bombenangriffs, fiel eine Bombe unmittelbar vor den Hochaltar und hinterließ nicht nur Zerstörung, sondern auch großes Leid. Stellen Sie sich den Lärm, die Angst und das Chaos vor, die die Menschen im Altersheim damals erleben mussten. Nach dem Krieg aber entschieden sich die Grazer, diesen Ort des Glaubens und der Gemeinschaft wieder aufzubauen - aus Ruinen entstandem neuen Leben. Im Inneren erwartet Sie ein einfacher Saalraum. Sie würden dort eine barocke Statue der Immaculata finden, zusammen mit Figuren der Heiligen Florian und Georg am Hochaltar. In der Mitte steht eine neugotische Madonna - getragen von der Hoffnung und dem Glauben vieler Generationen. Die Statue der Immaculata stand einst auf der Dreifaltigkeitssäule am Hauptplatz, als das Leben draußen noch von Märkten, Ochsenkarren und Händlern bestimmt wurde. Die Kirche ist heute denkmalgeschützt und erinnert uns daran, wie eng Freude, Leid und Hoffnung in der Geschichte dieser Stadt miteinander verwoben sind.

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  9. Vor dir erhebt sich ein großes, cremefarbenes Gebäude mit strengen Linien und klassischer Eleganz. Es wirkt fast so, als wolle es mit seiner Größe und den vielen Fenstern an jeder…Read moreShow less

    Vor dir erhebt sich ein großes, cremefarbenes Gebäude mit strengen Linien und klassischer Eleganz. Es wirkt fast so, als wolle es mit seiner Größe und den vielen Fenstern an jeder Seite sagen: Hier passiert Wichtiges, hier wird Zukunft gemacht. Der Schulkomplex zieht sich entlang der Oeverseegasse, eingerahmt von Bäumen, die das Licht filtern und manchmal leise im Wind rauschen. Die Fassade ist zurückhaltend verziert, die Fensterreihen im Gleichmaß - ein Gebäude, das Stabilität ausstrahlt. Auf den ersten Blick denkst du vielleicht an Geschichten aus alten Schultagen, an die Anspannung vor Prüfungen oder das Kichern in Pausen. Hier stehst du nun vor dem Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Oeversee - einer Schule mit einer bewegten Geschichte. Schon seit 1902 lernen hier Generationen von Schülerinnen und Schülern. Anfangs noch in der Grenadiergasse, zog die Schule 1910 an diesen Platz um. Doch die vermeintliche Sicherheit wurde vom Gang der Geschichte durcheinandergewirbelt. Du kannst dir vorstellen: Während des Ersten Weltkriegs mussten die Unterrichtsräume immer wieder verlassen werden, weil Soldaten im Schulhaus einquartiert wurden. Später, als die dunklen Schatten des Nationalsozialismus über Graz lagen, wurde die Schule wegen politischer Aktivitäten geschlossen und erst als „Oberschule für Jungen“ wieder eröffnet. Nach dem Krieg - viele Mauern noch von Granatsplittern gezeichnet, das Leben geprägt von Entbehrungen - wurde wieder unterrichtet. In engen Klassenzimmern, oft Schichtbetrieb, weil sowohl ein Knaben- als auch ein Mädchengymnasium hier Unterschlupf fanden. Stell dir das Gewusel im Flur vor, das Flüstern von Hoffnung und Neuanfang. Modern wurde es in den 1970er Jahren, als eine neue Sporthalle gebaut und das Gebäude großzügig renoviert wurde. Und erst ab 1978 durften auch Mädchen im Regelbetrieb teilnehmen - ein Schritt, der heute selbst­verständlich klingt, damals aber ein Meilenstein war. Du stehst an einem Ort, an dem nicht nur Wissen weitergegeben, sondern auch Geschichte geschrieben wurde. Gedenktafeln und Stolpersteine erinnern daran, dass es viele Schüler gab, für die die Zeit des Nationalsozialismus zum Verhängnis wurde. 27 Stolpersteine findest du vor dem Eingang, Teilnehmer einer stummen, ernsten Geschichte. Heute wählen die Jugendlichen zwischen sprachlicher und naturwissenschaftlicher Ausbildung, können sich zwischen Latein und Französisch, Mathe und Biologie austoben - und besonders talentierte Sportler besuchen sogar eine Ballsportklasse, um vielleicht einmal als Handball-, Fußball- oder Tennisspieler bekannt zu werden. Vielleicht denkst du beim Blick auf die Mauern daran, wer hier alles gelernt hat: große Politiker, berühmte Wissenschaftler, bekannte Künstler - und viele junge Menschen voller Träume und Pläne. Wenn du einen Moment innehältst, kannst du fast die Energie eines neuen Anfangs spüren, den Geruch von Kreide in der Luft und das Echo von tausenden Stimmen, die hier schon durch den Tag getragen wurden.

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  10. Direkt vor Ihnen erhebt sich die Kirche St. Lukas. Um sie zu entdecken, schauen Sie auf das große, türkisfarbene Gebäude mit den modernen, quadratischen Glasbausteinen an der…Read moreShow less

    Direkt vor Ihnen erhebt sich die Kirche St. Lukas. Um sie zu entdecken, schauen Sie auf das große, türkisfarbene Gebäude mit den modernen, quadratischen Glasbausteinen an der Fassade. Über dem Eingang zieht ein schlichtes Stahlkreuz den Blick nach oben, während der Name ST. LUKAS ganz in Großbuchstaben prangt - modern und klar. Das Gebäude wirkt anders als viele Kirchen, fast ein wenig wie eine Mischung aus Gemeindezentrum und Kunstobjekt, mit einer unerwarteten Leichtigkeit. Sie stehen nun vor der Kirche St. Lukas. Vielleicht wundern Sie sich: keine gotischen Türme, kein Glockenklang, sondern ganz moderne Linien, fast wie ein stiller Zeuge der Zeit. Diese Kirche gehört zum 5. Grazer Stadtbezirk Gries und ist eine Filialkirche der Pfarre St. Andrä. Vor gar nicht allzu langer Zeit, in den 1970er-Jahren, war dieser Ort noch ganz anders: Damals feierte man die Messe jahrelang provisorisch in einem Notraum. Erst 1971 wurde der heutige Bau dem heiligen Lukas geweiht. Im Inneren würde Sie ein ungewöhnlicher Anblick erwarten. Dort lehnt ein großes Edelstahlkreuz schräg an der Altarwand - kein gewöhnliches Kreuz, sondern eines mit besonderer Geschichte. Der Künstler Othmar Krenn hat nämlich Sand aus vier Wüstenorten eingeschweißt: vom Berg Sinai, aus der Wüste Negev, vom Wadi Arava und vom Berg Nebo. Stellen Sie sich vor, wie diese kleinen Sandkörner die vierzigjährige Reise des Volkes Israel durch die Wüste erzählen - das steckt in diesem Kreuz. Und dann trifft das Alltägliche auf das Überirdische: Der Tabernakel erinnert mit seiner Form an ein Zelt - das Zelt Gottes mitten unter den Menschen. Aber hier wird auch Humor bewiesen: Das Ewige Licht kommt als Verkehrsampel daher und das Weihwasserbecken sieht aus wie ein Hydrant. Ein kleiner Seitenhieb auf die Nähe zur lauten Straße. Wer sich auf den Weg zur Muttergottesstatue macht, überquert einen Schutzweg - auch das eine augenzwinkernde Geste zur Kreuzung draußen. Der Altar besteht aus einem Felsblock, ummantelt von Stahl: schwer, beständig und doch umgeben von modernen Formen. In die blauen Wände sind kleine Federn eingegossen - als ob der Raum zum Fliegen einlädt. Stellen Sie sich die Gemeinde hier vor: Menschen, die zwischen Verkehrslärm und Beton eine Oase finden, zwischen Kunst und Alltag ihren Glauben leben. St. Lukas ist kein klassisches Gotteshaus, sondern ein stiller, einladender Raum für alle, die staunen oder sogar schmunzeln wollen - vielleicht auch ein kleines Abenteuer für jeden, der an der viel befahrenen Straße plötzlich stehen bleibt und hineinschaut.

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Frequently asked questions

How do I start the tour?

After purchase, download the AudaTours app and enter your redemption code. The tour will be ready to start immediately - just tap play and follow the GPS-guided route.

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No! Download the tour before you start and enjoy it fully offline. Only the chat feature requires internet. We recommend downloading on WiFi to save mobile data.

Is this a guided group tour?

No - this is a self-guided audio tour. You explore independently at your own pace, with audio narration playing through your phone. No tour guide, no group, no schedule.

How long does the tour take?

Most tours take 60–90 minutes to complete, but you control the pace entirely. Pause, skip stops, or take breaks whenever you want.

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format_quote This tour was such a great way to see the city. The stories were interesting without feeling too scripted, and I loved being able to explore at my own pace.
Jess
Jess
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format_quote This was a solid way to get to know Brighton without feeling like a tourist. The narration had depth and context, but didn't overdo it.
Christoph
Christoph
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Brighton Tour arrow_forward
format_quote Started this tour with a croissant in one hand and zero expectations. The app just vibes with you, no pressure, just you, your headphones, and some cool stories.
John
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