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Station 7 von 17

Regent Bridge

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Links von dir siehst du einen großen, rußgeschwärzten Steinbogen, der die Straße zwischen hohen grauen Häusern überspannt. Oben auf dem Bogen sitzen zwei klassizistische Säulen und so eine kleine „Tor“-Aufsetzung... wie ein Mini-Eingangstor über dem eigentlichen Durchgang.

Das ist die Regent Bridge. Und ja... sie ist so eine Brücke, die sich ziemlich unauffällig wichtig macht. Als würde Edinburgh „Ach, die da? Die steht schon ewig.“ Dabei war sie im neunzehnten Jahrhundert die Lösung für ein ziemlich handfestes Problem: Wer auf der großen Londoner Straße in die Stadt wollte, wurde von Süden durch enge mittelalterliche Gassen gequetscht. Super, wenn man Staus sammelt... weniger super, wenn man sich als elegante Hauptstadt verkaufen möchte.

Also entschied man sich in den achtzehnhunderterzehner Jahren für ein Modernisierungsprojekt mit Ansage: Man wollte einen repräsentativen Zugang vom Calton Hill Richtung Princes Street schaffen und dafür eine Senke namens Low Calton überbrücken. In dieser Mulde lag ein Wirrwarr aus älteren, eher schlampig gebauten Straßen... und der Plan war im Grunde: weg damit, neu anfangen. Stadtumbau, Edition achtzehnhundertvierzehn.

Der Anstoß kam von Sir John Marjoribanks, dem Lord Provost, also dem obersten Stadtvertreter Edinburghs. Er wollte außerdem einen besseren Weg zu einem neuen Gefängnis, das auf dem Calton Hill geplant war... einladend, nicht wahr? Im März achtzehnhundertvierzehn legte er den Vorschlag vor, unterstützt vom Ingenieur Robert Stevenson. Die Schätzung lag bei etwa zwanzigtausend Pfund Sterling, heute grob eineinhalb bis zwei Millionen... und wie so oft wurde es teurer, sobald Grundstücke gekauft und das Gelände umgekrempelt werden musste.

Sauber war das Ganze nicht: Ein Teil des alten Calton-Friedhofs wurde verlegt, ein Tal von rund fünfzehn Metern Tiefe musste überbrückt werden, Fels wurde gesprengt, und am Ostende der Princes Street riss man Gebäude ab. Baubeginn war achtzehnhundertsechzehn, fertig wurde man achtzehnhundertneunzehn. Oben darüber entstand die Straße Waterloo Place, entworfen von Archibald Elliot und benannt nach dem Jahr der Schlacht von Waterloo.

Und jetzt zum Ingenieur-Stolz: ein riesiger halbkreisförmiger Bogen, etwa fünfzehn Meter weit, plus zusätzliche „Gegenbögen“ an den Seiten, die die Fahrbahn abstützen. Die korinthischen Säulen gehören zum damaligen Greek-Revival-Stil, also: Infrastruktur im Triumphbogen-Outfit. Eröffnet wurde die Brücke am achtzehnten August achtzehnhundertneunzehn, während eines Besuchs von Prinz Leopold von Sachsen-Coburg. Nichts tauft eine neue Abkürzung besser als königliche Schritte.

Wenn du bereit bist: Die St Mary’s Cathedral, Edinburgh, katholisch, erreichst du in etwa sechs Minuten zu Fuß Richtung Norden.

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