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North Bridge

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North Bridge

Such dir die lange, helle Brücke aus Stein und Eisen mit den großen, regelmäßig wiederkehrenden Bögen. Sie überspannt das Tal über den Gleisen, und darunter liegen die Dächer des Bahnhofs.

Du stehst auf der North Bridge, sozusagen Edinburghs städtischer Händedruck: Sie verbindet die Old Town oben auf dem Grat mit der New Town Richtung Princes Street. Dazwischen lag früher der North Loch, ein See, der die Stadt eher getrennt als verbunden hat. Heute läuft neben dir der Verkehr, und aus der Senke steigt oft dieses metallische Geräusch der Züge aus der Waverley Station hoch. Eine Brücke mit Aussicht… und mit Gedächtnis.

Die erste North Bridge begann mit einem dieser „Wir bauen die Zukunft“-Momente: Am einundzwanzigsten Oktober siebzehnhundertdreiundsechzig legte der Lord Provost, also der damalige oberste Stadtvertreter, George Drummond den Grundstein. Drummond wollte Edinburgh modernisieren, und das Trockenlegen des North Loch im selben Jahr war Teil dieser großen Kur.

Der Bauvertrag wurde erst siebzehnhundertfünfundsechzig unterschrieben. Den Auftrag bekam der Architekt William Mylne für zehntausendeinhundertvierzig Pfund Sterling, heute ungefähr eine Komma sechs Millionen Pfund. Fertig sein sollte alles bis Martinmas, also zum elften November siebzehnhundertneunundsechzig, und Mylne musste die Arbeit sogar zehn Jahre garantieren. Selbstbewusst, oder?

Dann meldete sich die Geologie.

Der Hang unterhalb der Old Town ist steil, und über lange Zeit kippte man Aushub einfach Richtung Loch. Unten war also kein stabiler Fels, sondern eine dicke Schicht aus lockerem Auffüllmaterial, wie eine historische Rumpelkammer aus Erde und Schutt. Mylne unterschätzte die nötige Tiefe der Fundamente, dazu kamen weitere Planungsprobleme… und am dritten August siebzehnhundertneunundsechzig stürzte die Brücke teilweise ein. Fünf Menschen starben. Fortschritt hat manchmal sehr scharfe Kanten.

Man baute neu, für weitere achtzehntausend Pfund, heute etwa zwei Komma acht Millionen, und erst siebzehnhundertzweiundsiebzig wurde wieder eröffnet.

Doch die Stadt wuchs weiter. Die Brücke, auf der du jetzt bist, entstand zwischen achtzehnhundertvierundneunzig und achtzehnhundertsiebenundneunzig: fünfhundertfünfundzwanzig Fuß lang, fünfundsiebzig Fuß breit, mit drei großen Bogenfeldern. Gebaut hat sie Sir William Arrol and Company, die auch an der Forth Bridge gearbeitet haben. Die Zierdetails entwarf der Stadtarchitekt Robert Morham. Pendeln, aber bitte mit Stil.

Auf der Brücke steht auch ein Kriegsdenkmal von William Birnie Rhind: Es erinnert an gefallene Soldaten der King’s Own Scottish Borderers aus Feldzügen von achtzehnhundertachtundsiebzig bis neunzehnhundertzwei.

Und noch etwas sehr Edinburgh: Schau an den Randbebauungen. Manche Eingänge liegen auf Straßenniveau, andere Türen viele Meter tiefer im Tal. Auf der einen Seite Balmoral Hotel und Waverley Gate, auf der anderen große Häuserblöcke mit Zeitungen, Läden und Hotels. North Bridge ist nicht nur ein Übergang… sie ist ein gestapeltes Stück Stadt.

Falls dir Baustellenspuren auffallen: Das ist real. Eine große Sanierung startete im Jahr zweitausendeinundzwanzig. Wegen böser Überraschungen im Beton verschob sich der Abschluss mehrfach, jetzt peilt man das Frühjahr zweitausendsechsundzwanzig an, bei Kosten von mindestens fünfundachtzig Millionen Pfund. Nichts wirkt so „zeitlos“ wie eine Dauerbaustelle.

Wenn du bereit bist: Moubray House erreichst du in etwa sechs Minuten zu Fuß, Richtung Süden.

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Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
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Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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