Direkt vor Ihnen liegt der Eingang zum Trinity Centre, schön unter diesen alten grauen Steinbögen versteckt. Erkennen werden Sie ihn an den großen blauen Schildern. Rechts daneben ziehen sich moderne Glasfronten entlang, und oben schwingt sich ein elegantes, gebogenes Vordach über die Läden an der viel befahrenen Union Street.
Jetzt machen wir einen kleinen Zeitsprung: Im Jahr neunzehnhundertzweiundachtzig stellte Aberdeen die Pläne für ein neues Einkaufszentrum vor, und die Stadt war entsprechend aufgeregt. Der Witz dabei: Die Ladenzeile draußen an der Union Bridge lief schon seit den sechziger Jahren wie am Schnürchen, mit jeder Menge Getrappel und Klatsch, lange bevor das neue Center überhaupt fertig war. Als dann gebaut wurde, hat man die eigenen Wurzeln nicht einfach plattgemacht: Die imposante Trinity Hall blieb als repräsentativer Eingang stehen.
Und dann kam Debenhams als sogenannter Ankermieter, also das große Zugpferd, das Kundschaft anlocken soll. Eröffnet wurde Debenhams im Oktober neunzehnhundertvierundachtzig, allerdings zwei Wochen zu spät. Über die Jahre wechselten Namen und Besitzer, und selbst wacklige Phasen überstand das Center. H-M-V, ein Musikladen, wollte im Jahr zweitausendzwanzig fast gehen, blieb dann aber doch für die Zugabe. Debenhams kam nach dem Lockdown leider nicht zurück, aber das Trinity Centre hält die Verbindung zwischen altem Aberdeen-Charme und Stadtalltag.



