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National Museum of Underwater Archaeology

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National Museum of Underwater Archaeology

Direkt vor Ihnen liegt ein langer, flacher, sandfarbener Bau am Hafen, mit riesigen ausgeschnittenen Buchstaben an der Fassade - halten Sie den Blick auf die breite Front unter den Flaggenmasten.

Willkommen beim Museo Nacional de Arqueología Subacuática, kurz ARQVA - ein Name, der clever Latein mixt: „Archaeologia“ trifft „Aqua“. Passend, denn hier geht’s nicht um Scherben im Staub, sondern um Geschichte, die jahrhundertelang unter Wasser lag und dabei erstaunlich gut darin war, sich zu verstecken.

Das Museum ist nicht irgendeine lokale Sammlung, sondern ein nationales Haus Spaniens, dem Kulturministerium zugeordnet. Heißt: Was hier drin liegt, ist offizielles Gedächtnis - und in vielen Fällen auch offizieller Zankapfel. Denn unter Wasser gibt es nicht nur Strömungen, sondern auch Begehrlichkeiten.

Die Wurzeln reichen zurück bis 1970: Damals gründete man ein Gremium für Unterwasser-Ausgrabungen. 1980 wurde daraus in Cartagena ein richtiges Museum samt Forschungszentrum. Die erste Heimat lag am „Dique de Navidad“ - verteilt auf fünf Gebäude. Stellen Sie sich das ein bisschen wie eine Hafen-WG vor: Ausstellungsräume in einem ehemaligen Lazarett, dazu ein moderner Forschungsbau (1982 eröffnet), plus Lager und Labore in weiteren Gebäuden der Hafenbehörde. Nicht glamourös, aber praktisch. Und praktisch ist unter Wasser oft überlebenswichtig.

Später änderten sich Namen und Zuständigkeiten, und auch die Leitung wechselte mehrfach. Man könnte sagen: Das Meer spült nicht nur Amphoren an, sondern manchmal auch Direktoren. Entscheidend betriebsam wurde es ab den 1980ern: systematische Küstenprospektionen, professionelle Tauchkurse für Archäologen, ein Labor für wassergetränktes Holz - denn altes Schiffsholz ist wie ein Keks im Kaffee: Wenn Sie es falsch anfassen, zerfällt es.

2001 fiel die Entscheidung für dieses neue Gebäude hier am Muelle Alfonso XII, entworfen von Guillermo Vázquez Consuegra. Fertig wurde es 2007, eröffnet 2008 - nach technischen und finanziellen Stolpersteinen, wie sie Großprojekte nun mal lieben. Fun Fact für Design-Nerds: Das Konzept war sogar im Museum of Modern Art in New York in einer Ausstellung über zeitgenössische spanische Architektur vertreten. Und drinnen war es ein Pionier: komplett mit LED-Technik beleuchtet, so inszeniert, dass Sie sich fühlen, als würden Sie unter dem Meeresspiegel durch eine stille Unterwasserwelt gehen.

Inhaltlich dreht sich alles um den mediterranen Seehandel: Phönizier, Punier, Hellenismus, Rom. Sie sehen Amphoren - die Paketkartons der Antike - außerdem Metallfunde, Glas, Elfenbein und Inschriften, die ganz nüchtern erzählen, was verschifft wurde und wie sehr die Menschen schon damals vom Handel lebten.

Die Stars sind die phönizischen Schiffswracks von Mazarrón aus dem 7. Jahrhundert vor Christus: Mazarrón I und die Rekonstruktion von Mazarrón II, dessen Original unter Wasser geschützt bleibt - wie in einem Safe. Und apropos Safe: Das Museum entwickelte tatsächlich eine Art „Tresor“-Schutzkonstruktion für ein Wrack vor Mazarrón, ein Modell, das auch andere Länder als Vorbild nutzen.

Und dann gibt es noch die moderne Piraterie-Story: 2012 kam ein Schatz von rund 17 Tonnen Münzen der Fregatte „Nuestra Señora de las Mercedes“ hierher. Später tauchte das Team mit Partnern in über 1100 Metern Tiefe, um den Zustand des Wracks zu prüfen und besonders gefährdete Stücke zu bergen - und stellte fest, dass eine private Bergungsfirma mit einer Art „Staubsauger-Methode“ den Meeresboden abgescannt und dabei das Wrack stark beschädigt hatte. Unterwasserarchäologie ist eben auch Krimi, nur mit weniger Dialog und mehr Druckausgleich.

Wenn Sie bereit sind: Der Auditorium und Kongresse Palast der Batel ist nur etwa 1 Minute zu Fuß nördlich von hier.

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
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Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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