Vor dir erhebt sich eine prachtvolle, strahlend weiße Fassade mit verschnörkelten Verzierungen und drei großen Eingangstüren - einfach frontal geradeaus schauen, dort findest du die Kathedrale Mariä Himmelfahrt.
Stell dir vor, wir drehen die Zeit zurück ins 17. Jahrhundert: Hier stand nicht immer dieses beeindruckende Gotteshaus, sondern einst das königliche Alcazaba Nova, ein Palast, den König João II. irgendwann einfach links liegen ließ - vermutlich hatte er keinen guten WLAN-Empfang! Im 17. Jahrhundert kamen die Jesuiten und bauten genau hier ihre prächtige Kirche, deren Barockfassade dich jetzt anstrahlt. Doch die Ruhe hielt nicht lange: 1759 wurden die Jesuiten vom Marquis de Pombal aus Portugal vertrieben! Das Gebäude hatte also plötzlich keine „Hauptmieter“ mehr. Die clevere Königin D. Maria I. dachte sich: „Warum nicht ein Priesterseminar daraus machen?“ Und so zogen hunderte junge Theologiestudenten ins einstige Jesuitennest ein, ihre Bücher klapperten durch die Flure und es roch wahrscheinlich immer ein bisschen nach Tinte und Kerzenwachs. Erst 1975 wurde das Gotteshaus offiziell zur Kathedrale gekrönt - das passierte, als das Bistum Santarém gegründet wurde.
Wenn du nach mehr Geschichte schnupperst, schau mal nebenan im Bischofspalast vorbei: Dort findest du das Diözesanmuseum mit alten Kunstwerken und kostbaren Schätzen - aber keine Angst, die guten alten Jesuiten spuken heute nur noch in den Legenden!



