Willkommen zu unserem Spaziergang durch das jüdische Erbe Krakaus, hier im Viertel Kazimierz. Kazimierz ist heute ein lebendiger Stadtteil, doch fast jede Straße trägt zwei Geschichten zugleich: die sichtbare, und die, die darunter weiterklingt. Achten Sie auf das Scharren der Schuhe auf dem Kopfsteinpflaster, auf den Widerhall in den Innenhöfen, auf den Duft von Brot, Kaffee und altem Putz. In dieser Umgebung wurden Friedhöfe zu Orten der Rückkehr, Synagogen - das sind jüdische Gotteshäuser - änderten ihre Funktion, um zu überleben, und Namen, die beinahe verschwunden wären, fanden langsam zurück ins öffentliche Gedächtnis.
Die Aufnahme startet normalerweise von selbst, sobald Sie einen Ort erreichen. Falls nicht, tippen Sie einfach auf „Play“. Wenn Sie sich verlaufen, bringt Sie die Karte in der App unaufgeregt wieder auf Kurs. Und an jeder Station können Sie im Chat Fragen stellen. Gehen Sie bitte achtsam: das Pflaster ist uneben, Straßenbahnschienen kreuzen den Weg, und Radfahrer gleiten oft mit großer Zuversicht durch enge Gassen.
Wir beginnen dort, wo Erinnerung am wenigsten abstrakt ist: zwischen Steinen, die noch Namen, Legenden und unvollendete Gespräche tragen - nach dem Brand von vierzehnhundertvierundneunzig, als Juden beschuldigt und aus dem mittelalterlichen Krakau nach Kazimierz gedrängt wurden. Wenn Sie bereit sind, gehen Sie zum Remuh-Friedhof.


