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University of Padua Botanical Garden

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Wenn Sie direkt vor sich schauen, entdecken Sie eine weite, von Palmen und Zäunen eingerahmte Kiesfläche mit einem historischen gelben Gebäude dahinter - das ist der Eingang zum berühmten botanischen Garten von Padua.

Willkommen im Orto Botanico di Padova! Stellen Sie sich vor, Sie gehen durch das große Eingangstor und lassen für einen Moment den Trubel der Stadt draußen. Schon beim ersten Schritt merken Sie: Hier weht ein anderer Wind. Denn Sie betreten nicht irgendeinen Garten - Sie stehen am ältesten botanischen Garten der Welt, der noch immer am selben Ort ist, wo er bereits 1545 eröffnet wurde! Manchmal frage ich mich, ob die Pflanzen hier auch schon Latein sprechen...

Stellen Sie sich Padua im Jahr 1545 vor: Die Steine der Universität noch frisch, das Wissen der Wissenschaft gerade dabei, neu erblühen. Und was brauchen junge Ärzte, Apotheker und Alchemisten? Natürlich - die richtigen Kräuter! Deshalb beschloss die mächtige Venezianische Republik, einen besonderen Garten anzulegen, in dem „einfache Pflanzen“ - Heilkräuter und Gewächse aus aller Welt - wachsen sollten. Früher hat man diese Pflanzen einfach so verwendet, deswegen nannte man sie auch „Orto dei semplici“. Man musste aber sicherstellen, dass die richtigen Pflanzen gesammelt wurden, denn eine Verwechslung konnte schlimme Folgen haben. Keiner möchte sein Leben lassen, weil aus Versehen statt Thymian ein giftiges Blatt ins Süppchen fällt!

Aus Angst vor nächtlichen Pflanzendieben - denn die waren recht raffiniert und sehr an den exotischen Heilpflanzen interessiert - baute man eine kreisrunde Mauer, um die botanischen Schätze zu schützen. Ich stelle mir vor, wie ein Dieb im Dunkeln über die Mauer klettert - nur um von vielleicht einem besonders stacheligen Kaktus gestoppt zu werden.

Der Kreis des Gartens, genau umrandet von einer Mauer, ist 84 Meter im Durchmesser. Die vier Abschnitte waren damals mit gerade Wegen zu den Himmelsrichtungen hin getrennt, fast wie ein riesiger Kuchen. Der Architekt Andrea Moroni, berühmt für die großen Bauwerke Paduas wie die Basilica di Santa Giustina, soll das Ganze entworfen haben. Aber der wahre Kopf hinter dem Projekt war Daniele Barbaro - ein venezianischer Gelehrter und Übersetzer, der schon zu seiner Zeit für mächtig Wirbel sorgte.

Mit den vielen Schiffen aus aller Welt kamen immer wieder neue Pflanzenarten an. Padua wurde ein Zentrum für das Entdecken der Natur und ihrer Wunder. Immer neue Gewächse, exotische Samen und fremde Düfte erfüllten die Luft. Später kamen besondere Gebäude dazu: eine Bibliothek für die Forschung, Labore, ein Herbarium - und sogar ein „Botanisches Theater“ mit halbrunden Sitzbänken, in dem man Pflanzenvorlesungen halten konnte. Wer weiß, vielleicht wuchs hier sogar die berühmte Tomate zum allerersten Mal auf italienischem Boden?

Die Pracht des Gartens wurde mit der Zeit immer größer: Im 18. Jahrhundert schmückte man die Mauern mit Statuen, Brunnen und Balustraden aus istrischem Stein. Türme mit roten Steinornamenten und verschnörkelte Tore ließen jedes Besucherherz höherschlagen. Neben dem Südeingang stellt sich sogar der steinerne Theophrast auf, der als Vater der Botanik bekannt ist - zum Glück beschränkt er sich auf Statuen-Posen und winkt nicht wirklich.

Was Sie drinnen erwartet, ist ein echtes Wunderland der Natur. Der älteste Baum ist eine Mittelmeer-Zwergpalme aus dem Jahr 1585, liebevoll „Goethes Palme“ genannt - ja, der berühmte Dichter Goethe hat diese Palme sogar in seinem botanischen Tagebuch verewigt! Es gibt uralte Ginkgos, in denen schon Generationen von Wissenschaftlern ihre grünen Blätter bestaunt haben, sowie eine riesige Platane mit hohlem Stamm, so alt, dass sie einen eigenen Krimi verdient hätte.

Nicht nur die Vergangenheit blüht in diesem Garten. Heute wachsen hier rund 6.000 Pflanzensorten: Heilpflanzen, Giftpflanzen, Orchideen, Alpenblumen, Tropengewächse und sogar fleischfressende Pflanzen, die lieber ein Insekt als Wasser zur Erfrischung trinken. Es gibt ein Stück Alpen, ein Stück Mittelmeer, eine saftige Wiese und ein kleines Wüstenparadies - alles nebeneinander! Entlang der schattigen Wege entdecken Sie im Frühling einen Duft von Blüten, der vom Mittelmeer bis weit in die Alpen reicht. Und sollten Sie das Klopfen Ihres Herzens hören, dann liegt das bestimmt an den giftigen Pflanzen. Keine Sorge, solange Sie nichts anknabbern, sind Sie sicher!

Nicht zu vergessen: Historische Sonnenuhren in allen möglichen Ausführungen, ein Wasserbecken mit heißen Quellen aus 300 Metern Tiefe und eine Aquarienlandschaft mit seltsamen Wasserpflanzen. Hören Sie genau hin: Das ist das leise Plätschern eines Brunnens aus vergangenen Jahrhunderten.

Kein Wunder, dass die UNESCO den Garten 1997 zum Weltkulturerbe erklärte! Schließlich ist das der Ursprungsort aller botanischen Gärten weltweit - Padua hat die Wissenschaft, das Sammeln, Beobachten und Forschen erst erfunden. Die Beziehung zwischen Mensch und Natur, zwischen Kultur und Kräutern, hat hier ihre Wurzeln.

Genießen Sie also diesen Hauch von Geschichte, lauschen Sie dem leisen Wispern der Blätter und machen Sie ruhig einen Spaziergang zwischen den alten Steinen und exotischen Pflanzen. Vielleicht entdecken Sie ja eine Pflanze, die noch kein Botaniker vor Ihnen gekannt hat? Aber Vorsicht: Am Ausgang gibt’s heute immerhin keine Nachtwächter mit Pistole mehr, sondern nur noch neugierige Gärtner mit Gummistiefeln!

Fasziniert von der Architektur, den Bäumen oder den Sammlungen? Lassen Sie uns darüber sprechen! Weitere Informationen finden Sie im Chat-Bereich.

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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