Bevor Ihnen die nächste Fassade ins Auge fällt oder die nächste Glocke den Takt vorgibt, stellen Sie sich Catania als eine Stadt vor, die aus schwarzer Vulkanasche neu aufgebaut wurde, von Erdbeben erschüttert, und dennoch entschlossen, immer wieder anzufangen. Catania bewahrt seine Vergangenheit nicht einfach wie in einer Vitrine; es verwebt sie mit allem, was danach kam. Unter diesen Straßen liegen ältere Straßen. Hinter geschniegelt wirkenden barocken Balkonen, Barock bedeutet hier: üppig geschwungene Formen und viel steinerne Inszenierung, sitzen Narben und Splitter der Erinnerung, festgehalten in Stein, in Ritualen und in sorgsam gehüteten Dingen.
Gehen Sie ruhig mit offenen Ohren: das Gemurmel auf den Plätzen, das Klirren von Tassen aus den Cafés, und unter Ihren Schuhen der dunkle Glanz von Lavastein. Die Audios starten normalerweise automatisch, sobald Sie sich einem Ort nähern. Wenn nicht, tippen Sie einfach auf Abspielen. Verlaufen Sie sich, bringt Sie die Karte in der App unaufgeregt zurück. Und an jeder Station können Sie mir im Chat Fragen stellen.
Achten Sie bitte auf den Verkehr, besonders auf Motorroller in engen Gassen, und auf unebenes Pflaster. Wertsachen in belebten Bereichen tragen Sie am besten nah am Körper.
Und nun zur ersten Spur: Sie wartet in der Sammlung eines Fürsten, dort, wo Catania versuchte, sich wieder zusammenzulesen. Gehen Sie zum Museo Biscari.


