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Stadtmuseum Warleberger Hof

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Stadtmuseum Warleberger Hof
Warleberger Hof
Warleberger HofPhoto: Holger.Ellgaard, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Cropped & resized.

Auf deiner rechten Seite siehst du einen stattlichen rechteckigen Backsteinbau, den du sofort an dem reich verzierten grauen Sandsteinportal in der Mitte erkennst. Das ist der Warleberger Hof. Und oh, was für Geschichten diese roten Steine erzählen könnten!

Wirf doch mal einen Blick auf dein Display, um eine schöne Gesamtaufnahme dieses Gebäudes zu sehen, dem letzten erhaltenen Adelspalais - also einem herrschaftlichen Wohnsitz für Adelige - in der gesamten Kieler Altstadt. Gebaut wurde es ab 1616 für Christoph Martens, einen ehrgeizigen Amtsschreiber des Herzogs. Und Martens wusste ganz genau, wie man das System zu seinen Gunsten nutzt. Dieses Haus war nämlich ein sogenannter Freihof. Das bedeutete, es war buchstäblich eine rechtliche Insel mitten in Kiel. Die adeligen Bewohner zahlten keine städtischen Steuern und der Kieler Stadtrat hatte hier nichts zu sagen. Stell dir vor, du lebst mitten in der Stadt, machst Schulden bei den örtlichen Kaufleuten, weigerst dich zu zahlen, und hast als einziger einen exklusiven Wasseranschluss zum Schloss! Die Bürger von Kiel waren natürlich rasend vor Wut über diese unglaubliche Arroganz.

This exterior view shows the Warleberger Hof on Dänische Straße, the last preserved aristocratic palace and the only surviving private building from before 1864 in Kiel's Old Town.
This exterior view shows the Warleberger Hof on Dänische Straße, the last preserved aristocratic palace and the only surviving private building from before 1864 in Kiel's Old Town.Photo: Michael Brandtner, Wikimedia Commons, CC BY 4.0. Cropped & resized.

Schau doch mal ganz genau an die Seite der Fassade... Kannst du dort die steinerne Ritterrüstung entdecken, die da an der Wand hängt und die Jahreszahl 1616 trägt? Dieses kriegerische Symbol ist ein faszinierendes Relikt aus der Gründerzeit des Hauses, das all die späteren Verschönerungen überlebt hat.

Und apropos Überleben: Die Geschichte dieses Ortes nimmt im neunzehnten Jahrhundert eine ziemlich makabre Wendung. Im Jahr 1839 wurde das Gebäude für sechstausend Reichsthaler an die Kieler Universität verkauft, was heute einer gewaltigen Summe von mehreren hunderttausend Euro entsprechen würde. Die Universität brachte Mediziner hierher. Sie nutzten den kühlen Gewölbekeller - einen unterirdischen Raum mit massiver, bogenförmiger Decke - für die Anatomie. Das frische Brunnenwasser und die konstante Kälte machten den Keller zum idealen Ort, um Leichen zu lagern und anatomische Präparate herzustellen. Ein nobler Palast, der plötzlich zum Leichenkeller wurde!

Aber diese Stadt stand niemals still, und auch dieses Haus musste sich der modernen Vision anpassen. Um 1909 Platz für die neue elektrische Straßenbahn zu machen, wurde die gesamte vordere Fassade Stein für Stein abgetragen und exakt fünf Meter weiter hinten wieder aufgebaut. Eine absolute Meisterleistung der Ingenieurskunst! Wer genau hinschaut, kann hinter den Regenrohren noch die Narben im Mauerwerk sehen, wo das Gebäude buchstäblich aufgeschnitten wurde.

Während das viel größere, prächtigere Nachbarhaus im Zweiten Weltkrieg durch Bomben völlig zerstört wurde, blieb dieser Hof fast unversehrt stehen. Es ist ein fantastischer Beweis dafür, wie dieser Ort durch gewaltige Ambitionen, unerwartete Neuausrichtungen und das Trotzen von Zerstörung immer wieder in eine neue Epoche getreten ist. Heute befindet sich hier das Kieler Stadtmuseum, das von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr für Besucher geöffnet hat.

Lass uns nun den weltlichen Reichtum hinter uns lassen und gemeinsam zu den spirituellen Wurzeln der Stadt aufbrechen, denn unser nächstes Ziel, das Kieler Kloster, ist nur einen entspannten dreiminütigen Spaziergang entfernt.

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Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
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Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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