Direkt vor Ihnen erhebt sich ein stattliches Gebäude mit hellem Stein und einem markanten Rundbogen - Sie erkennen das Schloss von Thionville an dem hohen Durchgang, der zwei schlichte Türme miteinander verbindet; richten Sie Ihren Blick auf den gewölbten Torbogen in der Mitte, der in eine enge Gasse führt.
Stellen Sie sich vor: Im 15. Jahrhundert hallten hier die Schritte von Wachen wider, ihre Rüstungen klirrten, während sie den Eingang des Schlosses bewachten. Zwei mächtige Türme ragten damals in den Himmel und hielten mit ernsten Blicken Ausschau nach Unruhestiftern und Feinden der Stadt. Die Mauern erzählten Geschichten von mutigen Rittern und heimlichen Intrigen bei Fackelschein. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich Thionville, Kriege und Friedenszeiten wechselten sich ab, und das Schloss wurde im 18. Jahrhundert neu aufgebaut - stellen Sie sich vor, wie Baumeister Stein für Stein mit kräftigen Schlägen setzten.
Heute steht das Schloss still und ruhig, aber lassen Sie sich nicht täuschen: Unter der Fassade schlummert die Erinnerung an eine bewegte Zeit. Spüren Sie die kühle Brise, die durch den Torbogen zieht, und stellen Sie sich vor, wie einst Kutscher mit schnellen Pferden durch dieses Tor donnern. Seit 1980 steht dieses historische Bauwerk unter Schutz, damit die Geschichten und Geheimnisse von Thionville nicht verloren gehen und Besucher wie Sie noch lange auf Zeitreise gehen können.



