Schau geradeaus: Dort steht eine große Bronzefigur, ein rundgesichtiger Polizist in Uniform, geschniegelt und geschniegelt streng. Das ist der berühmte Toripolliisi, auf Finnisch wörtlich der Marktpolizist.
Mit seinen zweihundertzwanzig Zentimetern ist er nicht gerade unauffällig. Seit neunzehnhundertsiebenundachtzig steht er hier auf dem Marktplatz von Oulu und bewacht Händler und Besucher, geschaffen vom Bildhauer Kaarlo Mikkonen. Und das Beste: Der Toripolliisi ist nicht nur Fantasie. Zwischen neunzehnhundertvierunddreißig und neunzehnhundertneunundsiebzig gab es hier echte Marktpolizisten, die Streit um Preise, Gedränge und freche Kinder wieder in geordnete Bahnen lenkten.
Dass diese Statue überhaupt hier steht, verdankt Oulu seinen eigenen Leuten: Im Jahr neunzehnhundertfünfundachtzig sammelte man Geld über Spenden, verkaufte Postkarten und sogar Lebkuchen in Toripolliisi-Form. Sein Gesicht soll übrigens vom Schwiegervater des Künstlers inspiriert sein, einem besonders strengen Polizeichef aus Paimio, also dem örtlichen Leiter der Polizei. Enthüllt wurde der gute Mann im September neunzehnhundertsiebenundachtzig. Und ja: Wenn du Unsinn planst, sein Blick wirkt wie eine Dauerverwarnung.


