Den Marktplatz erkennst du ganz einfach: Vor dir öffnet sich eine große freie Fläche direkt am Ufer des Oulujoki. Am Wasser stehen oft weiße Zelte und bunte Verkaufsstände in Reihen, und drumherum rahmen alte rote Speicher und historische Gebäude das Ganze ein.
Willkommen im Wohnzimmer von Oulu, mitten im Stadtteil Pokkinen. Stell dir vor, du wärst hier vor über hundert Jahren: Brotduft, Fisch, und irgendwo dazwischen diese Sorte „Fleisch, über die man lieber keine Fragen stellt“. Der Markt war schon immer das Zentrum des Stadtlebens, aber damals wurde Fleisch ziemlich ungeniert im Freien verkauft. Sagen wir so: Für empfindliche Nasen war das ein Härtetest, und die Möwen hielten es für ein All-you-can-eat-Buffet.
Im Jahr neunzehnhunderteins zog die Stadt die Notbremse und baute gleich gegenüber die Ouluer Markthalle. Markthalle heißt: ein festes Gebäude mit Ständen drinnen, damit Wurst und Käse ordentlich verkauft werden können, ohne dass dir die Vögel die Einkaufsliste diktieren.
Die roten Speicher rundum waren früher Lager für Händlerware. Heute sind viele davon Bars und Restaurants. Hinter dir beginnt die Fußgängerzone Rotuaari, perfekt zum Schlendern und Leute-Gucken, wenn der Korb voll ist.



