Wenn du den Franzén-Park finden willst: Geh einfach auf die kleine grüne Fläche zu. In der Mitte steht Frans Mikael Franzén geschniegelt und würdevoll als Statue auf einem Sockel, also einem steinernen Unterbau. Dahinter erhebt sich das alte Provinzregierungsgebäude, sozusagen die amtliche Kulisse für den Dichter.
Willkommen im Franzén-Park, dem grünen Puls von Oulu. Ende des neunzehnten Jahrhunderts sah es hier allerdings ziemlich nüchtern aus: keine Bäume, keine Blumen, nur ein offener Platz namens Kirkkotori, das heißt wörtlich „Kirchplatz“. Oulu wollte mehr. Im Jahr achtzehnhundertachtundsiebzig beschloss die Stadt: Unser Dichter Franzén soll hier Wache stehen. Also engagierte man den Bildhauer Erland Stenberg, bekannt für ordentlich dramatische Köpfe, und bestellte ein Denkmal.
Die Enthüllung im Jahr achtzehnhunderteinundachtzig war ein Spektakel mit Reden und Publikum. Und weil noch keine Bäume da waren, schmückte man den Platz mit ausgeliehenen Bäumen in Töpfen. Typisch Oulu: improvisieren mit Stil.
Bepflanzt wurde erst um achtzehnhundertfünfundachtzig richtig, als der Stadtgärtner Ordnung reinbrachte. Birken wuchsen, später kamen Rosen, Eiben, also immergrüne Nadelgehölze, und Beete dazu. Franzén bekam sogar einen Spitznamen: Mollo. Und der Park hieß eine Zeit lang Molloplaana. Mollo schaut bis heute streng genug, dass niemand das Gedichteschreiben schwänzt.



