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Old Calton Cemetery

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Links liegt der Old Calton Burial Ground... ein stilles Rechteck aus Stein und Himmel, am Hang des Calton Hill. Der Stadtlärm wirkt hier wie heruntergeregelt... aus Respekt. Oder aus der leisen Sorge, die Nachbarn könnten sich beschweren.

Eröffnet wurde dieser Friedhof im Jahr siebzehnhundertachtzehn, als Calton noch ein eigenes kleines Dorf am Fuß des Hügels war. Für viele Familien war eine Beisetzung bei der South Leith Parish Church einfach umständlich: weiter Weg, schlechte Straßen, und Trauer macht niemanden gerade reiselustig. Also legten die Incorporated Trades of Calton zusammen, kauften hier ungefähr einen halben Acre Land von Lord Balmerino für eintausenddreizehn Pfund. Das war damals richtig viel Geld, heute grob um die einhundertsiebzigtausend Pfund... je nachdem, wie man rechnet. Nicht schlecht für einen Ort, in den wirklich niemand dringend einziehen will.

Sie bekamen sogar die Erlaubnis, eine Zufahrt über den steilen Hang anzulegen, daraus wurde die heutige Calton Hill Road. Mit der Zeit wuchs das Gelände und füllte sich: Handwerker, Familien, später auch große Namen der schottischen Aufklärung und der Edinburgher Verlagswelt.

Wenn Ihnen die Anlage etwas „unterbrochen“ vorkommt: Das ist sie auch. In den achtzehnhundertzehner Jahren wurde Waterloo Place gebaut, von achtzehnhundertfünfzehn bis achtzehnhundertneunzehn, benannt zur Feier der Schlacht von Waterloo. Fortschritt kommt gern mit Schaufel. Die Straße teilte den Friedhof, und Gräber und Steine mussten verlegt werden. Berichten zufolge sehr sorgfältig: Knochen eingesammelt, eingewickelt und im New Calton Burial Ground gleich östlich neu bestattet, manche ältere Steine dort wieder aufgestellt. Wenn Sie also einen Grabstein aus dem achtzehnten Jahrhundert in einem Friedhof aus dem neunzehnten sehen... daher.

Old Calton ist konfessionslos, also keiner einzelnen Kirche zugeordnet. Das machte ihn auch für Menschen praktikabel, die sonst durchs Raster fielen. Ein Beispiel aus siebzehnhundertfünfundneunzig: Ein jüdischer Zahnarzt und Chiropodist... das ist ein Spezialist für Fußbeschwerden, heute würde man eher Podologe sagen... genannt Herman Lion, beantragte beim Stadtrat ein eigenes Begräbnisrecht, weil christliche Friedhöfe ihn nicht aufnahmen. Der Rat verkaufte ihm ein kleines Grundstück für siebzehn Pfund, vielleicht um die zweitausend Pfund heute. Auf alten Karten steht es als jüdisches Familiengewölbe der Lyons, nahe der Mauer des City Observatory.

Und dann David Hume: Philosoph, Historiker, professioneller Nervfaktor fürs religiöse Establishment. Sein Grab ist das große zylindrische Monument, das wie ein Satzzeichen am Hang sitzt. Als er siebzehnhundertsechsundsiebzig starb, war die Feindseligkeit so heftig, dass man das Grab acht Tage bewachen musste. Für „umstrittener Denker“ ist das schon ein ziemlich eindeutiges Gütesiegel. Er wollte nur Name und Daten, den Rest sollten „die Nachgeborenen“ ergänzen. Das haben sie... ausgiebig.

Hier liegen auch John Playfair, der Wissenschaftler, Robert Candlish, Geistlicher der Free-Church-Bewegung, und die rivalisierenden Verleger William Blackwood und Archibald Constable. Viele Steine zeigen zudem Symbole der Handwerke: Totenköpfe, Sanduhren, Werkzeuge... die sehr direkte Art des achtzehnten Jahrhunderts zu sagen: Deine Zeit ist um.

Wenn Sie bereit sind: Zum Political Martyrs’ Monument sind es etwa zwei Minuten zu Fuß nach Osten.

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Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
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Brighton-Tour
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