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The Royal Scottish Academy of Art and Architecture

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The Royal Scottish Academy of Art and Architecture

Schau mal geradeaus: Wenn du auf der Princes Street in Richtung der breiten Kreuzung mit dem Mound blickst, siehst du ein großes, rechteckiges Gebäude mit mächtigen, geriffelten Säulen. Keine Sorge, du bist nicht aus Versehen in der Antike gelandet. Es wirkt nur so, als hätte sich ein griechischer Tempel nach Edinburgh verirrt und unterwegs das Bordessen verloren.

Das ist das Gebäude der Royal Scottish Academy, also der Königlichen Schottischen Akademie. Es fällt sofort auf: Ringsum stehen dicke Steinsäulen wie eine kleine Parade. Und jetzt einmal hochschauen: Oben auf dem Hauptvorbau sitzt eine Statue von Königin Victoria, geschniegelt und würdevoll, dargestellt als Britannia, die personifizierte „Britannien-Figur“ mit königlichem Selbstbewusstsein. Sie hat hier eindeutig den besten Platz. An den Ecken findest du dazu jeweils ein Paar Sphinxen. Ja, Sphinxen. In Edinburgh nimmt sogar die Stein-Deko gerne das Mysteriöse.

Anfang des neunzehnten Jahrhunderts wollte die Stadt beeindrucken und nannte sich gern „Athen des Nordens“. Also holte man den Architekten William Henry Playfair und sagte sinngemäß: Mach uns was Klassisches. Damit das schwere Sandsteinpaket hier nicht absackt, rammten die Bauleute rund zweitausend Holzpfähle in den matschigen Boden. Darunter lag früher der Nor Loch, ein ziemlich übel riechender See, der dieses Tal füllte.

Ursprünglich teilten sich gleich drei gelehrte Gesellschaften das Haus: Wissenschaft, Kunst und Geschichte, alle unter einem Dach mit viel Schmuck. Ein Fries, das ist so ein umlaufendes Zierband mit Reliefs, zieht sich dekorativ entlang. Und der Portikus, das ist der Säulenvorbau am Eingang. Aber Künstler wären nicht Künstler: Sie wollten eine eigene Galerie, gründeten die Scottish Academy und wuchsen so lange, bis die Sammlung sprichwörtlich aus allen Rahmen fiel.

Mit der Zeit wechselten die Nutzer wie beim Reise-nach-Jerusalem: Die Wissenschaft zog aus, die Altertumsforscher gingen, und schließlich übernahmen die Künstler ganz. Etwa hundert Jahre später kamen oben neue Galerieräume dazu. Und bis heute brummt das Haus vor Ausstellungen. Wenn du hier stehst, zwischen Säulen und altem Sandstein, kannst du dir vorstellen, wie viel kreative Dramatik durch diese Türen gezogen ist. Vielleicht gibt Victoria den Sphinxen gerade Tipps, was man zuerst anschauen sollte. Nur antworten werden sie nicht. Steingesichter.

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Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
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Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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