Wir sind zusammen durch Jahrhunderte aus Feuer, Ehrgeiz und Vergnügen gegangen... und haben gesehen, wie aus Asche oft erstaunliche Schönheit entsteht. Da ist dieses leise Glockenspiel von Kirchen, das zwischen hohen Backsteinfassaden hin und her springt. Und irgendwo mischt sich der kantige Salzgeruch der Ostsee mit frisch geröstetem Kaffee aus den Gassen. Jetzt wirkt alles geradezu friedlich.
Nur: Könige wie Gustav Vasa haben diese Hauptstadt nicht mit höflichen Bitten geformt. Die wollten architektonische Wunderwerke. Und fast immer hat jemand anders den Preis gezahlt.
Unser Weg führte an Stellen vorbei, wo große Stadtpaläste und Anwesen direkt über den Resten niedergerissener Klöster entstanden. „Kloster“ heißt: eine abgeschlossene Gemeinschaft von Mönchen oder Nonnen, mit Kirche, Wohnräumen und oft einem Innenhof... und genau das wurde teils einfach weggeräumt, um Platz zu schaffen.
Wir sind auch Menschen begegnet, genial und besessen, die ihre ganze Kunst in diese Steine gelegt haben... und dann von der unerbittlichen Maschinerie königlicher Ziele überrollt wurden. Für jeden Meter Eleganz gab es irgendwo einen passenden Verlust.
Wenn du jetzt weiter durch Stockholm gehst, behalt diese Visionäre und diese Opfer im Kopf. Ich bin Adam... und es war mir wirklich eine Ehre. Pass auf dich auf.


