Die Finanzen der Familie Bonde brachen schließlich völlig zusammen. Sie waren gezwungen, den Palast zu vermieten und ihn schließlich an die Stadt zu verkaufen. Fast zwei Jahrhunderte lang diente das Gebäude als Stockholmer Rathaus und Gerichtsgebäude. Heute beherbergt es den Obersten Gerichtshof von Schweden. Es erscheint unglaublich passend, dass ein Gebäude, das aus unbezahlten Rechnungen und einer gewaltigen Klage hervorging, heute die höchste juristische Instanz des Landes ist.
Bondes verzweifeltes Bedürfnis, Macht zu demonstrieren, ruinierte seine Nachfahren finanziell, aber er hinterließ ein spektakuläres Stück Architektur. Wenden wir uns nun dem ultimativen Symbol dieser Art von königlicher Macht zu. Das Stockholmer Schloss ist von hier aus in etwa neun Minuten zu Fuß erreichbar.

Dieses kunstvolle Detail an der Fassade des Palastes spiegelt die Pracht wider, die sogar im Ausland Bewunderung hervorrief; Englands König Karl II. soll gesagt haben, dass Paris kaum ein Gebäude von solcher Schönheit besäße.




