Vor Ihnen sehen Sie die Vasabron, eine elegante Steinbrücke mit drei Rundbögen und verschnörkelter Balustrade, geschmückt mit Lampen auf steinernen Pfeilern - einfach den Blick geradeaus über den Fluss Svartån richten, da steht sie majestätisch!
Stellen Sie sich vor, wir reisen gemeinsam in die Vergangenheit - hier, wo Sie jetzt stehen, tobte einst reger Betrieb. Die allererste Brücke an dieser Stelle war so schmal, dass man fast schwindlig werden konnte, wenn sich zwei Leute entgegenkamen. Für einen kleinen Obolus von 2 Öre durfte man damals die Svartån auf einer einfachen Holzbrücke überqueren. Aber wehe, Sie haben das Kleingeld zuhause vergessen - sonst gab’s nasse Füße!
Doch das war der Stadt zu wackelig, und so wurde 1885 eine provisorische Wagenbrücke errichtet, die allerdings schneller bröckelte als ein alter Keks. Ein weiteres Provisorium - immer schön neben der alten Brücke, damit man jederzeit umbauen konnte - machte die Sache auch nicht besser. Erst 1926 kam die heutige Vasabron. Stadtarchitekt Georg Arn entwarf sie aus prachtvollem Naturstein, und der Bildsteinhauer Erik Andersson Lilja verlieh ihr mit feinen Steinmetzarbeiten den letzten Schliff.
Wenn Sie einen Moment innehalten, hören Sie vielleicht in Gedanken noch das Klappern von Pferdehufen vergangener Tage oder das Rufen der Marktfrauen, die eilig zur Stadtmitte wollten. Rundum entdecken Sie echte Schätze - das ehemalige Elektrizitätswerk (jetzt Musikschule), die uralte Nikolaikirche und das alte Post- und Telegrafenhaus, die Hotel Borgen und das ehrwürdige Konserthaus. Ein historisches Sammelsurium, das fast schon nach einer Raubritter-Geschichte klingt. Aber keine Sorge: Heutzutage lauern auf der Vasabron höchstens entschlossene Radfahrer und neugierige Spaziergänger. Bereit für die nächste Etappe?




