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Museum des römischen Theaters von Cartagena

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Museum des römischen Theaters von Cartagena

Links von dir siehst du eine lachsrosa Fassade mit geschwungenem Giebel, schmiedeeisernen Balkonen und direkt daneben einen modernen Glas-Anbau mit einem großen Banner.

Das hier ist das Museum des Römischen Theaters von Cartagena - und es ist so etwas wie die offizielle Entschuldigung der Stadt dafür, dass sie ein römisches Theater jahrhundertelang „aus Versehen“ zugedeckt hat. Eröffnet wurde das Museum am 11. Juli 2008, entworfen vom Architekten Rafael Moneo. Und ja: Dieses Haus ist nicht nur Verpackung, sondern Teil der Geschichte, weil es dich ganz bewusst vom heutigen Straßenniveau in die tieferen Schichten der Stadt führt.

Der eigentliche Thriller beginnt 1988: Man entdeckt die Reste des römischen Theaters eher zufällig. Und das Verrückte daran: Es gab vorher keine klaren historischen oder archäologischen Hinweise, dass ausgerechnet hier ein großes Theater stand. Cartagena, damals Carthago Nova, war im römischen Spanien wichtig - das wusste man spätestens durch andere Funde wie das Amphitheater. Aber dieses Theater hatte sich schlicht perfekt versteckt. Warum? Weil dieser Stadtbereich nie wirklich „Pause“ hatte. Über die Jahrhunderte wurde immer weiter gebaut, Schicht auf Schicht, bis das Theater komplett unter Häusern verschwand. Sogar die alte Kathedrale liegt teilweise darüber - als hätte die Stadt später gesagt: „Praktisch, da ist schon ein Fundament.“

Als man dann beschloss, das Theater zurückzuholen, ging es nicht nur um ein antikes Monument. Die Restaurierung wurde auch ein Startschuss, um eine lange vernachlässigte Ecke der Altstadt aufzupolieren - und zwar so, dass das Theater wieder logisch im Stadtbild sitzt, nahe an den großen Blickpunkten.

Und das Theater selbst? Das war kein Provinzprojekt. Es entstand im 1. Jahrhundert als Teil von Augustus’ Romanisierungspolitik. Gebaut wurde mit lokalen Techniken und Materialien - aber bei der Deko hat man nicht gekleckert: edle Marmore aus Carrara und sogar aus Griechenland, dazu Elemente aus kaiserlichen Werkstätten. Rom wollte hier Eindruck machen. Und es hat geliefert.

2003 gründete man eine Stiftung, getragen von der Region Murcia, der Stadt Cartagena und einer Bankstiftung; 2004 kam ein Energieunternehmen dazu. Ziel: Ausgrabung und Wiederherstellung durchziehen - und danach nicht einfach den Schlüssel im Schloss stecken lassen, sondern Betrieb, Pflege und Management sichern. Keine schlechte Idee, wenn man bedenkt, wie schnell Geschichte sonst wieder unter „neuen Ideen“ verschwindet.

Moneos Konzept ist dabei clever: Der Zugang läuft über den Palast Riquelme, und die Anlage bindet auch die alte Kirche Santa María la Vieja ein, die ja buchstäblich auf dem Theater sitzt. Das Museum verteilt sich auf zwei Gebäude, verbunden durch einen Tunnel unter der Straße - ein kleiner Ortswechsel, der sich anfühlt wie ein Zeitsprung.

Innen führt dich ein „Geschichts-Korridor“ rückwärts durch die Epochen: vom Fischerquartier des 18. Jahrhunderts über mittelalterliche und islamische Phasen bis zum römischen Kern. Dann kommen Räume zur Theaterarchitektur, mit Modell, Originalteilen und einer großen Augustus-Statue als Erinnerung daran, wer hier gern als Sponsor auftrat. Ein weiterer Saal zeigt, dass Theater nicht nur Unterhaltung war, sondern auch politische und religiöse Bühne - mit Stücken, die Augustus’ Familie und die römischen Götterwelt elegant ins Rampenlicht schieben.

Und am Ende ist das Theater selbst die größte „Ausstellungshalle“: Du gehst durch die Gänge der Ränge, nimmst die radialen Treppen hinunter zur Orchestra und siehst, wie die Bühnenfront teilweise wieder aufgebaut wurde. Es ist beeindruckend - und ein bisschen ironisch: Erst vergraben, dann gefeiert.

Wenn du so weit bist: Zu den Wände von Carlos III gehst du einfach etwa 11 Minuten nach Süden.

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
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Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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