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Universität Perugia

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Universität Perugia

Vor dir erkennst du das Emblem der Universität gut an seinem geteilten Wappen: links auf blauem Hintergrund San Ercolano, rechts auf rot der stolze Greif, beide umrahmt von einem schwarzen Ring mit goldenen Lettern - genau da solltest du hinschauen!

Stell dir vor, du stehst nicht bloß vor einer modernen Universität, sondern an einem Ort, an dem sich seit über 700 Jahren Geschichten, Ideen und Schicksale kreuzen. Es ist das Jahr 1308: Die Straßen Perugias sind schmal, der Geruch von Rauch und Pferden liegt in der Luft, und in den alten Häusern diskutieren gelehrte Männer leidenschaftlich über Recht, Medizin und das Wesen der Welt. Damals wurde hier das „Studium Generale“ gegründet, wie es ein berühmter Papst mit einer uralten Bulle bekräftigte. Die Universität zählte zu den ersten in ganz Italien, in denen Studierende den geheimnisvollen Schleier des Wissens lüften durften. Stell dir die Spannung und Neugier vor, die in den ehrwürdigen Hallen lag: Junge Männer aus fernen Gebieten der Toskana und Umbriens, voller Hoffnung, aber auch Sorge, ob sie das Studium schaffen würden, saßen zwischen uralten Büchern und zeichnenden Professoren.

Schon im Mittelalter lockte die Uni berühmte Persönlichkeiten an: Da war zum Beispiel der kluge Iacopo da Belviso, berüchtigt für seine spitzen Zungen und seine Leidenschaft für das Zivilrecht. In den steinernen Gängen hallten die Stimmen der Studenten - vielleicht hörst du noch heute das Echo vergangener Jahrhunderte zwischen den Mauern.

Mitten in dieser lebendigen Stadt konnte die Universität ihren Ruf durch ein weiteres Detail stärken: Ihr Wappen! Es verbindet auf magische Weise die kirchlichen und weltlichen Kräfte, die Perugia einst durchdrangen. Links ist Sant’Ercolano, der fromme, beschützende Heilige, der selbst unter Belagerung standhaft blieb. Rechts der rote Greif, das mächtige Tier, Symbol der Stadt, bereit, sich gegen jede Bedrohung zu stemmen. Die Universität war seit jeher ein Kind ihrer Stadt - und beide standen zusammen durch Pest, Kriege, Machtwechsel und politische Umstürze.

Schon nach wenigen Jahren erhielt die Universität das Recht, eigenständig Abschlüsse zu verleihen - zunächst in Recht, später auch in Medizin und den Künsten. Bald darauf folgte ein kaiserliches Siegel: Der deutsche Kaiser höchstpersönlich, Karl IV., verlieh der Universität 1355 das Prädikat „kaiserlich“. Sollte Perugia einmal von schicksalhaften Katastrophen, wie der Pest, heimgesucht werden - die Universität tat alles, um der Stadt wieder Glanz und Geist zu schenken.

Zahlreiche Legenden ranken sich um die Gründung der vielen Kollegien: Da war etwa das „Collegium Gregorianum“, eine Art frühes Internat, in dem vierzig junge Männer kostenlos wohnen und studieren durften. Später kam, dank kluger Bischöfe und tatkräftiger Päpste, das „Collegio di San Girolamo“. Sogar ein späterer Papst, Giulio III., erneuerte hier sein Gelübde zum Lernen und Nachdenken! Man munkelt, dass auch Cesare Borgia hier seine ersten Intrigen plante und, zurück in Rom, den Perugianern ein Lobesbrief voller Stolz und Nostalgie schrieb.

Doch das Leben war voller Höhen und Tiefen: Revolutionen, Enteignungen, Umzüge durch die Stadt, politische Unruhen - im Jahr 1798 musste die Universität, durch französische Einflüsse, ihre altehrwürdigen Hallen verlassen und zog in ein ehemaliges Kloster um. Zeitweise war die weitere Existenz ungewiss, doch immer wieder wurde die Universität wie ein Phönix aus der Asche gerettet.

Nach der Einigung Italiens 1860 wurde sie verstaatlicht - ein mutiger Schritt Richtung Moderne. Unter Rektoren wie Paolo Orano und Giuseppe Ermini entfaltete sich das Campusleben und neue Fakultäten wurden gegründet: Von Agrarwissenschaften bis hin zur Mathematik und Informatik breitete sich das Wissen wie in einem Baum aus, dessen Wurzeln tief im Mittelalter liegen.

Noch spannender ist es heute: 2024, so hat Perugia als eines der ersten italienischen Institute einen Quantencomputer angeschafft - stell dir das Summen der Maschinen vor, wie sie in Mikrosekunden Probleme lösen, die vor Jahrhunderten noch Zauberei gewesen wären!

Die Universität lebt, atmet und wächst weiter, mit 200.000 alten Büchern in ihrer Bibliothek und über das moderne Radiophonica, der eigenen Online-Studentenradio, das bis in die Winkel Umbriens schallt.

Jetzt, wenn du vor diesen Mauern stehst und das zweigeteilte Wappen mit Sant’Ercolano und dem Greif vor Augen hast, spürst du vielleicht das leise Beben einer Geschichte, die nie ganz vergeht. Egal ob Student, Philosoph oder Besucher - ein wenig von all diesen Geschichten nimmst auch du jetzt mit auf deinen weiteren Weg durch Perugia.

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
Christoph
Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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