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Roman Catholic Archdiocese of Perugia-Città della Pieve

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Roman Catholic Archdiocese of Perugia-Città della Pieve

Vor dir erhebt sich eine mächtige Fassade aus hellem, horizontal gestreiftem Stein mit einer markanten großen Holztür und einem Rundfenster darüber - halte einfach Ausschau nach dem massiven, fast blockhaften Baukörper, der das Licht und den Schatten auf seinen rauen Steinen fängt.

Stell dir vor, wie du im Herzen von Perugia stehst, während über dir ein sanfter Wind streicht und die beeindruckenden Steinschichten der Erzdiözese Perugia-Città della Pieve im Sonnenlicht schimmern. Diese Mauern haben so viel zu erzählen - und während um dich herum das Leben pulsiert, hallen in deinem Rücken mehr als 1800 Jahre Geschichte nach. Hier an diesem Ort begann alles vor langer, langer Zeit, als Perugia noch gefährlich nah am Rand des römischen Imperiums lag und das Christentum zwischen Hoffnung und Verfolgung schwankte. Wenn du die Augen schließt, kannst du fast das leise Murmeln alter Gebete und die Stimmen tapferer Märtyrer spüren, zum Beispiel von Constantius, Florentius und Felicissimus, deren Geschichten in den alten Märtyrerchroniken verwoben sind. Sie starben hier, ihre Namen sind wie leise Schatten im Stein geblieben.

Nach ihnen kam die Zeit, als ein gewisser Bischof Decentius unter Kaiser Decius die junge Gemeinde führte - es war eine Epoche voller Unsicherheit, mit verbotenen Messen in dunklen Kellern. Doch der erste Bischof, von dem wir mit Sicherheit wissen, war Herculanus - stell ihn dir vor, wie er 546 voller Mut vor den Truppen von König Totila steht. Die Stadt ist von Feinden umringt, Flammentürme züngeln am Horizont, das Kreischen der Krieger und das Donnern der Reiter - Herculanus weigert sich zu fliehen und stirbt für seinen Glauben. Und man munkelt sogar, dass es zwei Bischöfe dieses Namens gab, deren Lebenslinien sich wie verknüpfte Wurzeln durch die Geschichte ziehen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Diözese immer bedeutsamer - mach einen kleinen Zeitsprung in die Spätantike: Joannes, ein eifriger Bischof, könnte dir gegenüberstehen, bereit, Papst Pelagius I. zu weihen. Aventius nimmt 591 an hitzigen Diskussionen teil, Laurentius streitet 649 um Glaubensfragen, während Asclepiodorus, dessen Gebeine später bis nach Metz wanderten, als Heiliger verehrt wird. Denk dir Conon und Andreas, die sich mit den sturen Äbten von San Pietro auseinandersetzen, oder Joannes, der 1105 das Kloster Monte Corona weiht. Da ist Vivianus beim großen Konzil 1179 - das Getümmel von Dutzenden Geistlichen, überall der Duft von Pergament und Wachs.

Im 13. Jahrhundert begegnen wir Salvio de' Salvi, der als Gelehrter Kirchen wiederaufbaut, und Francesco Poggi, der das neue San Domenico plant, damit noch mehr Gläubige untergebracht werden können. Dann Andrea Bontempi - ein Kardinal, der durch die dunklen, verwinkelten Gassen Perugias eilt und geheime Botschaften aus Rom in der Tasche trägt. Und da ist Dionisio Vannucci, der ein ungewöhnliches Altarbild in der Kapelle del Sacro Anello errichten lässt; Giovanni Lopez, ein einflussreicher Kardinal am Hof Alexanders VI. - du merkst schon, dieses Haus war selten ruhig.

Sogar das Schicksal von Trilo Baglione liest sich wie aus einem Roman: Weil er gegen den berüchtigten Cesare Borgia zu den Waffen griff, wurde er vom Papst abgesetzt, später jedoch - fast schon hollywoodreif - unter Jubel zurückgeholt. Oder Antonio Ferreri, der zu Unrecht verdächtigt wurde und im düsteren Castel Sant’Angelo endete. Ab 1510 fielen in diesem Bau die Kanoniker aus überliefertem Brauch heraus, die jahrhundertelang nach den Regeln des heiligen Augustinus gelebt hatten - stell dir ihre Überraschung, als diese althergebrachten Gewohnheiten plötzlich abgeschafft wurden.

Die Liste der Namen wächst und wächst, wie die Jahresringe eines uralten Baumes. Fulvio Corneo erneuert die Diözese, Ippolito Corneo eröffnet ein Kloster eigens für junge, mittellose Männer; Giulio Oradini gründet ein Priesterkolleg, und Napoleone Comitoli stiftet Armenanstalten. Man spürt fast das emsige Treiben im Inneren der Mauern - irgendwo werden Notizen für neue Wohltätigkeitsprojekte geschrieben, irgendwo werden Zukunftspläne geschmiedet.

Nicht zu vergessen: M. Ant. Ausidei, der die Kathedrale verschönert, oder Alessandro Maria Odoardi, der das verschollene Skelett eines Heiligen wiederentdeckt. Und dann Camillo Campanelli - er leistete unter Napoleon den Treueeid, ein Moment wie aus einem Spionagethriller, in denen das Schicksal der Stadt an einem seidenen Faden hing. Oder Carlo Filesio Cittadini, der mit einem kühnen Coup während eines politischen Aufstands 1831 Perugia vor einer Plünderung bewahrte. Und dann, die vielleicht schillerndste Figur, Vincenzo Gioacchino Pecci - später bekannt als Papst Leo XIII. Er war es, der Perugia 1882 zur Erzdiözese machte, allerdings vorerst ohne eigene Suffragane - das wäre fast wie ein König, der zwar Krone, aber kein eigenes Reich hat.

1972 kamen dann die Suffraganbistümer hinzu, und 1986 schließlich geschah das Unerwartete: Perugia wurde mit der Diözese von Città della Pieve vereint. Die Türen dieser Kirche öffneten sich jetzt für Pilger und Neugierige aus beiden Städten. Vielleicht hörst du heute noch die letzten Echos addender, gemurmelter Gebete seines Vorgängers, Ennio Antonelli, oder siehst Gualtiero Bassetti, der 2014 zum Kardinal erhoben wurde, wenn du tief genug in die Schatten dieser Mauern blickst.

Und falls du dich fragst, wer heute über diese traditionsreiche Gemeinschaft wacht - sein Name ist Ivan Maffeis. Wer weiß, welche Kapiteln er dieser langen, fesselnden Geschichte noch hinzufügen wird? Spürst du, wie viele Leben und Schicksale sich hier in den Steinen verstecken? Du bist gerade Teil dieser Geschichte geworden - zumindest für einen Moment, inmitten all der Jahrhunderte, Hoffnungen und Geheimnisse, die diese Diözese umgeben.

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starstarstarstarstar
Das war eine solide Art, Brighton kennenzulernen, ohne sich wie ein Tourist zu fühlen. Die Erzählung hatte Tiefe und Kontext, übertrieb es aber nicht.
Christoph
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Brighton-Tour
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Habe diese Tour mit einem Croissant in der einen Hand und null Erwartungen gestartet. Die App schwingt einfach mit einem mit, kein Druck, nur man selbst, Kopfhörer und ein paar coole Geschichten.
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