Bleiben Sie hier einen Moment stehen, und die Bedford Row beginnt sich wie mehrere Straßen gleichzeitig zu verhalten. Sie ist jetzt eine Einkaufsstraße, durch Sanierung aufpoliert und zwischen der O'Connell Street und der Henry Street zur Fußgängerzone umgestaltet, aber der Handel kam nicht auf unbewohntes Gelände. Das methodistische Kapitel der Bedford Row erzählt eine andere Geschichte. Im Jahr siebzehnhundertzweiundfünfzig fand die erste Konferenz der Methodistenkirche in Irland unter John Wesley in Limerick statt, und diese Bewegung ließ sich später hier nieder. Am dreiundzwanzigsten Dezember achtzehnhunderteinundzwanzig eröffneten Gläubige eine gotische Wesleyan-Kapelle in dieser Straße mit einer geschnitzten Steinfassade und eisernen Balustraden. Sie diente nicht nur für Predigten. Die Menschen kamen hierher für die Sonntagsschule, Konzerte, Gebetstreffen und Trauerfeiern. Mit anderen Worten, dies war ein Ort, an dem eine Stadt zusammenkam, um zu lernen, zu trauern, zu singen und gesehen zu werden. Dann kommt die Wendung. Im Jahr achtzehnhundertfünfzig mietete ein schottischer Unternehmer namens Peter Tait hier Räume, arbeitete als Verkäufer und verkaufte, als das Geld knapp wurde, Waren aus einem Korb. Innerhalb von drei Jahren hatte er eine Fabrik in der Bedford Row gegründet, in der etwa fünfhundert Frauen beschäftigt waren. Später organisierte er eine Nähausbildung für Mädchen aus dem Union Workhouse. Mitte der fünfziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts hatte er staatliche Uniformaufträge im Wert von etwa zweihundertfünfzigtausend Pfund gesichert - was heute etwa dreißig Millionen Pfund entspräche - und beschäftigte rund tausend Menschen. Und im Jahr achtzehnhundertdreiundsechzig nahm Tait einen riesigen Auftrag der Konföderierten entgegen und kaufte das Schiff Evelyn, um bei der Blockadebrechung zu helfen, wodurch diese Straße in Limerick mit dem amerikanischen Bürgerkrieg verknüpft wurde. Das ist die Bedford Row im Miniaturformat: Kapelle, Klassenzimmer, Fabrikhalle und globaler Handelsweg, alles übereinander geschichtet. Nachdem die Methodisten im Jahr neunzehnhundertzwanzig gegangen waren, wurde die Kapelle zum Grand Central Cinema, später Savoy Two. Ladenfronten und Leinwände verbargen die alte Kirchensubstanz so gut, dass viele Passanten kaum wussten, dass sie überlebt hatte. Selbst heute sind Teile dieser Fassade noch in neuere Gebäude integriert. Von einer Straße, die sich ständig neu erfand, wie Menschen zusammenkommen, bewegen wir uns zu dem Ort, der versucht, solche Geschichten im Gedächtnis zu behalten: das Limerick Museum.
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